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Blogmag

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Whao, lange, lange möchte ich dies schon umsetzten und jetzt kann ich euch endlich die erste Ausgabe des Blogmag vorstellen. Der Titel, der sich aus den Wörtern Blog und Magazin zusammensetzt verrät um was es sich handelt: ein Bloggermagazin. Oder zumindest soll es einmal eins werden, wenn es einmal groß ist. Für die erste Ausgabe bekommt ihr Artikel von Kirschkuchen, Publicenemy und aus dem Wonderland.

Nach und nach sollen mehr Blogs, mehr Artikel, mehr Themen und vor allem ein wirklich viel besseres Layout dazukommen. Geplant ist, dass das Magazin alle 2-3 Monate erscheinen soll und die Ereignisse der letzten Blogmonate zusammenfasst.

Lange Rede, kurzer Sinn: hiermit präsentiere ich euch die erste Ausgabe des Blogmag als pdf.

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Einfach anklicken, downloaden und mit Adobe Reader lesen (hier kostenlos downloadbar).

Ihr habt einen Blog und möchtet Artikel von euch im Magazin wiederfinden? Dann hinterlasst einen Kommentar unter diesem Artikel oder schickt mir eine E-mail an <a href="mailto:charon-89@freenet.de"charon-89@freenet.de.

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Wearing yesterday and the day before

Huch, es ist schon wieder Freitag und damit bricht auch endlich wieder das Wochenende an. Naja, zumindest heute Nachmittag. Da der letzte Kleidungseintrag schon ewig her ist dürft ihr euch heute über einen Doppel-Eintrag-Tag freuen.

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Strickjacke H&M, T-Shirt Jennifer Taylor, Fukuhila-Rock Cotton-On, Strumpfhose C&A, Kette diy, [Buch: Mehr so geht das]

In den letzten Tagen spielt das Wetter ja total verrückt. An dem Tag des Fotos waren es nur 15°C und neben der Strumpfhose, die ich sonst im Herbst und Winter trage, hatte ich auch noch ein paar dicke Socken an. Mehr so geht das! kann ich euch übrigens wirklich nur sehr ans Herz legen. In Form von Bildern enthält es Anleitungen für fast alle Lebenslagen, darunter auch sehr schöne Ideen, wie man das eigene zu Hause umgestalten kann.

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Hut und Socken H&M, Strickjacke Gina Tricot, Top Primark, Rock Pimkie, Schuhe Jumelles, Kette diy

Auch gestern war es nur geringfügig wärmer. Anscheinend ist der Herbst plötzlich doch schon aufgezogen und das obwohl ich mich gerade an den Gedanken gewöhnt habe, dass es einen späten Sommer geben wird. Im Park hab ich sogar schon die ersten braunen-Blätter-Haufen gesehen. Zum Outfit kann ich nur sagen, dass ich es wirklich sehr liebe. Lange Strickjacken-Röcke-dicke Socken/ Strumpfhosen-Kombis finde ich ja generell immer wundervoll und gerade für den Herbst sehr toll.

Den zweiten Eintrag bekommt ihr heute Nachmittag.

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Instgram-Sonntag

Huch, es ist wirklich schon wieder eine Woche um. Irgendwie vergeht die Zeit momentan so unglaublich schnell. Und was ist alles passiert?

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Hab ganz viel perspektivisches zeichnen geübt. Anstrengend!

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Sound Shapes gespielt und eine Schnittlauchpflanze gekauft (wurde aber auch Zeit!)

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Aus Bügelperlen angefangen Retrovideospielfiguren zu erstellen und fleißig an meiner Hausarbeit gearbeitet (uh, es geht um Yakuza).

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Mit Katerboy Verwandte besucht und schließlich Yoko gegen Klaas geguckt (dazu gab es Popcorn).

Ihr findet mich auf Instgram unter chochi_rain. Schaut doch mal vorbei.

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First Time: Comic kaufen

Buh ja, Manga sind auch Comics, aber ich habe mir nun tatsächlich meinen ersten us-amerikanischen Comic geholt. The Unwritten heißt das gute Stück und ist mit fast 13 € pro Band deutlich teurer als ein Durchschnittsmanga. Hübsches Fotopapier und das nur zweimalige erscheinen pro Jahr gleichen dies dann wiederum aus. Bis her hat mich der amerikanische Stil, auch bei überzeugenden Handlungen, immer vom kaufen abgehalten, denn die Zeichnungen sind wirklich nicht meins. Die Figuren sehen von Frame zu Frame anders aus – vor allem was Alter und Haarfarbe betrifft -, der Stil an sich spricht mich nicht so recht an und irgendwie mag ich den Bildaufbau oft auch nicht. Kurzum habe ich bisher ca zwei Comics gelesen, die aus der Stadtbibliothek stammten, und ansonsten immer nur hin und wieder welche – vorwurfsvoll guckend – durchgeblättert. The Unwritten ist nun also eine große Ausnahme. Wieso???

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Der Comic erzählt die Geschichte von Tom Taylor, dem Sohn eines Autors, der auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Seitdem ist es Tom, der seinen Vater auf Buchevents vertreten muss, den Winson Taylor ist der Autor DER Fantasy-Kinderbuchreihe schlecht hin: Tommy Taylor. In seinen Büchern erlebt der kleine Zauberlehrling Tommy aufregende Abenteuer mit seinen Freunden. Tom selber gilt als Vorlage für die Figur, so dass viele der Bücherfans ihn verehren. Als jedoch eine junge Studentin die Vermutung äußert, dass Tom vielleicht nur adoptiert ist, beginnt sein Image zu bröckeln. Fans werden zu Feinden, Verehrung wandelt sich zu Zorn und Tom muss plötzlich vor der aufgebrachten Menge fliehen. Doch mit dem aufkommen der Frage ob Tom vielleicht gar nicht der Sohn des Autors ist, kommt eine zweite Frage auf: Was, wenn Tom nicht nur die Vorlage für den Zauberlehrling ist, sondern gar Tommy selber ist. Was für die Fans nur eine wilde Fantasie ist, wird für Tom nach und nach Wirklichkeit, denn die Abenteuer, die sein Vater ausgedacht hat, scheinen gar nicht so weit hergeholt zu sein, als sich Tom plötzlich in einem Roman wiederfindet…

Bisher bin ich bei Band zwei und bin sehr, sehr begeistert. Literatur und Wirklichkeit werden nach und nach vermischt und auf solch spannende Weise verwoben, dass ich über den Stil gerne hinwegsehe. Auch für nicht-Comicfans empfehlenswert ;3

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„Let the Games beginn!“ – Die Tribute von Panem [Review]

Uuuund ich bin wieder raus aus Panem. Whao, ich wusste gar nicht, dass ich immer noch so zumsüchteln kann, wenn es um eine Buchreihe geht, aber scheinbar wird es mit dem Alter schlimmer, weil ich jetzt keine Mutter habe, die ins Zimmer gestürmt kommt und mir sagt, dass ich essen oder schlafen muss. Sich ums sich selber kümmern zu müssen hat auch Nachteile. Zumindest hält mich Katerboy davon ab, komplett darin aufzugehen herauszufinden was zwischen Katniss und dem Brot-Jungen passiert. Vielleicht besser so, sonst würde ich zu gar nichts mehr kommen xDD

Nunja, ich habe die Hunger Games Trilogie nun endlich durch und wie versprochen bekommt ihr eine anständige Buchrezension. Na, wie klingt das?

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The Hunger Games oder zu deutsche Die Tribute von Panem ist ein Sci-Fi/ Dystopie/ (Jugend-)roman. In einer nicht all zu fernen Zukunft besteht die USA aus 13 districts und dem capitol, welche zusammen das Land Panem bilden. Zwölf der districts sorgen für die Produktion von Technik, Nahrung, Kleidung und Energie. Jeder district hat ein bestimmtes Versorgungselement, für welches er zuständig ist und mit welchem er das capitol versorgt. Unzufrieden mit diesem Zustand beginnen die districts einen Aufstand gegen das capitol und scheitern. Das war vor knapp 75 Jahre vor der eigentlichen Handlung. District 13 wurde in diesem Aufstand vollkommen zerstört. Die anderen müssen, als Erinnerungen an die Kriege, jedes Jahr zwei Tribute stellen – ein Mädchen und einen Jungen zwischen 12 und 18 Jahren, welche an den sogenannten Hunger Games teilnehmen müssen. In diesen Spielen werden die 24 Tribute in einer riesigen Arena ausgesetzt – von Jahr zu Jahr sieht diese anders aus – und müssen dort versuchen zu überleben. Doch nur einer von ihnen kann gewinnen und um dies zu erreichen müssen sie die anderen Tribute töten.

Die Handlung setzt nun kurz vor den 74ten Hunger Games ein. Katniss Everdeen aus district 12, de Kohlelieferanten, lebt mit ihrer Familie ein armseliges Leben. Nach dem Tod ihres Vaters geht sie illegal jagen um die Familie am leben zu erhalten. Alleine kümmert sie sich um ihre Mutter, welche aus Wildkräutern Medizin herstellt, und ihre zwölfjährige Schwester Prim. Das Leben ist zwar nicht einfach, aber zumindest friedlich. Bis Effie Tinkert auftaucht um die Teilnehmer der 74ten Hunger Games zu verkünden. Gegen alles Glück wird ausgerechnet Prims Name gezogen, welche zum ersten Mal bei der Auslosung teilnehmen muss. Um sie zu beschützen meldet sich die 15jährige Katniss freiwillig und wird mit dem gleichaltrigen Peeta ins capitol gebracht.

Dort werden sie verschönert und auf die Spiele vorbereitet. Neben der Fähigkeit zu Kämpfen, lernen sie vor allem wie man Feuer macht, Wasser findet und sich um Wunden kümmern kann. Aber auch, wie sie Sponsoren beeindrucken können, steht mit oben auf der Liste. Da die Hunger Games in ganz Panem ausgestrahlt werden, sind sie jedes Jahr wieder ein Magnet für capitol-Bewohner, welche auf die Teilnehmer Wetten abschließen und ihren Favoriten mit kleinen Geschenken – Wasser, Essen, Medizin, Waffen – in der Arena unterstützen.

Von nun an wird beschrieben wie Katniss sich durch die Arena kämpft, angetrieben von dem Wunsch nach Hause zurückkehren zu können, denn für den Gewinner wartet Reichtum, der ihre Familie am Leben erhalten könnte.

Während Katniss kämpft, breitet sich der Funke der Unzufriedenheit immer weiter in Panem aus und mündet schließlich in einigen Aufständen, welche sich wie ein Feuer ausbreiten und drohen in einer Revolution zu münden. Band 2 – Catching Fire – beschreibt diese Aufstände und welche Gefahren der Präsident von Panem in ihnen sieht, denn ein einzelner Funke kann schnell zu einem Brand werden. Dieses Feuer versucht er mit Katniss Hilfe einzudämmen, den sie ist es, die von den Aufständischen als Wahrzeichen verehrt wird. Mit den 75ten Hunger Games – dem Quater Quell – einem Spektakel der Extraklasse, welches alle 25 Jahre stattfindet, soll das Feuer nun eingedämmt werden.

Mockingjay, der letzte Band, treibt schließlich die Revolution voran und wirft die Frage auf, wie die Zukunft von Panem aussehen wird.

Alles in allem fand ich die Handlung recht spannend und gut nachzuvollziehen. Die Idee fand ich wirklich faszinierend, auch wenn mich die Spiel stark an den Roman Reality Show von Amélie Nothomb – dort wird ein KZ als Reality Show nachgestellt – erinnert hat. Suzanne Collin schafft eine düstere Zukunft, in welcher es keine Hoffnung gibt. Die Revolutionsgeschichte ist aufregend und passt sehr gut in die heutige Zeit, in welcher es in letzter Zeit so viele Revolutionen gab. Die politischen Hintergründe sind recht einfach gehalten, so dass auch Kinder die Handlung nachvollziehen können. Teilweise wurden mir manche Dinge ein wenig zu oft und ausführlich erklärt, aber nun ja, es ist eben eher für Teenager und Jugendliche gedacht.

Neben den Kämpfen und der Revolution erzählt der Roman die sehr schöne Liebesgeschichte rund um Katniss, Gale und Peeta. Und während ich beim Film noch eher für Gale war, ist es im Roman schon sehr klar, dass Peeta derjenige ist, welcher Katniss versteht und liebt und welchen sie liebt. An manchen Stellen habe ich wirklich ein wenig zu sehr wie ein kleines Mädchen reagiert und gedacht: „Bah Handlung, interessiert mich nicht, was ist nun mit Peeta los!!!“ Schlimm, schlimm, schlimm so etwas.

Wenn man Bewertungen der Reihe liest werden oft Vergleiche mit Harry Potter und der Twilight Reihe herangezogen. Wenn man diesen Vergleich schon anstellen möchte, so finde ich die Erzählweise eher Harry-Potter-artig, da eben wirklich Handlung erzählt wird. Katniss, die trotz Schmerz weiterkämpft, hat für mich nicht wirklich Ähnlichkeit mit der sich ständig in Selbstmitleid windenden Bella. Überlebe erst einmal die Arena, dann darfst du auch darüber klagen, dass dein Leben schlimm ist!!! Obwohl ich natürlich zugeben muss, dass es eine kleine Dreiecksbeziehung gibt, aber dies ist durchaus nichts, was Stephanie Meyer erfunden hat, sondern kommt schon seit Ewigkeiten in Handlungen vor.

Zum Abschluss kann ich diese Reihe nur JEDEM wärmstens empfehlen. Die Bücher sind spannende und gut erzählt. Was will man mehr? Der Film fängt übrigens die Stimmung des Films sehr gut ein :3

Die Tribute von Panem in der Übersicht:

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Heute geh ich nicht ins Kino, heute lese ich ein Buch

Der Sommer steht vor der Tür und das bedeutet hoffentlich vor allem eins: gutes Wetter und schlechte Filme. Die Kinosäle sind wie leergefegt – was sicherlich auch immer wieder an der wirklich dürftigen Filmauswahl liegt -, die Wiesen sind gefüllt und wo man auch hingeht sieht man Menschen, die die Sonne genießen wollen. Wer nicht auf Filme in dieser Zeit verzichten möchte, für den bittet der Sommer die passende Zeit für Kopfkino. Anregungen dafür bieten eine Vielzahl guter Bücher.

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Um ein passendes Kinogefühl zu bekommen, bieten sich verfilmte Bücher natürlich an. Die großen, bekannten Geschichten bieten dabei häufig wesentlich mehr Informationen in den Buchvorlagen, als man jemals in den Filmen finden wird. Ob Reihen wie Harry Potter und Die Tribute von Panem oder Einzelbände wie Die Frau des Zeitreisenden oder Abbitte. Jedes einzelne bietet eine Welt für sich und jedes zeigt neue Fassetten.

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Wer noch näher an Filmen dran sein möchte, als es durch die Geschichten möglich ist, für den kommen Bücher über Filme in Frage. Diskussionen über bestimmte Filme werfen einen neuen Blickwinkel auf Bekanntes und einige Bücher machen nur wieder Lust auf neue alte Filme, die in kanonischen Zusammenfassungen aufgelistet sind.

Nach langem Stöbern in Büchern über Filme oder Filmbüchern erhält man auch gleich eine schöne Liste mit Filmen, die man unbedingt noch sehen möchte. Dann hat man auch gleich eine neue Beschäftigung für den anstehenden Herbst :3

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Vom Film zum Buch: Extrem laut und unglaublich nah [Review]

Anfang des Jahres erschien die Verfilmung des Buches Extremely Loud & Incredibly Close in den deutschen Kinos. Damals faszinierte mich der Film so sehr, dass ich mir direkt das Buch kaufte. Und weil ich es nun endlich durch habe bekommt ihr einen kleinen Einblick in das Buch und einen Vergleich mit dem Film. Na, wie klingt das?

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Das Buch von Jonathan Safran Foer (Tiere essen, Alles ist erleuchtet) handelt von Oskar, der stark in sich selbst zurückgezogen lebt. Der zwölfjährige Junge scheint teilweise autistische Verhaltensmerkmale aufzuweisen. Nur sein Vater kann ihn immer wieder beruhigen. Bis er am 11. September stirbt. Daraufhin zieht sich Oskar immer weiter von allen Menschen zurück. Unfähig seinen eigenen Schmerz auszudrücken weiß er nicht, was er tun soll. Eines Tages, einige Zeit nach dem Tod seines Vaters, schleicht er sich heimlich in dessen Zimmer und findet dort einen mysteriösen Schlüssel. Wozu gehört er? Warum hat sein Vater ihn versteckt? Was bedeutet das Wort Black, welches auf dem Umschlag, in welchem der Schlüssel versteckt war, steht? All diese Fragen versucht Oskar nun zu ergründen. Und wenn er dafür mit jedem Menschen Namens Black reden muss, der in New York lebt, so wird er dieses Schicksal auf sich nehmen um seinem Vater noch ein wenig länger nah sein zu können.

Parallel dazu erzählt das Buch – und hier liegt wohl die größte Änderung zum Film vor – die Lebensgeschichte von Oskars Großeltern. Als Überlebende des Bombenangriffs auf Dresden, treffen sich die beiden zufällig in New York, wo sie durch ihre Einsamkeit, ihre Vergangenheit und ihren gemeinsamen Verlust zueinander finden und versuchen sich ein „normales“ Leben aufzubauen. Doch nach alles, was sie erlebt haben, scheint ihnen das Glück nun verwehrt zu bleiben auch wenn sie sich noch so sehr bemühen es zu erzwingen. Den manchmal ist das, was man verloren hat, so viel größer und kostbarer, als das, womit man es zu ersetzen versucht. Und Lieben scheint nicht aus gemeinsamen Verlust heraus entstehen zu können…

Insgesamt springt das Buch recht viel in der Zeit und der Erzählposition. Dadurch wirkt es eher wie eine Sammlung verschiedener Berichte, welche zu einem Buch zusammengefügt wurden. Tagebucheinträge, direkte Erzählung, Briefe und das Lebenswerk Oskars Großmutter werden zu einem durchweg stimmigen Text zusammengemischt. Ergänzt wird dieser durch Fotos, welche jeweils passend zu Handlung eingebunden werden.

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Während ich im Film Oskar – gespielt von Thomas Horn – recht traurig fand und mit ihm alles Mitgefühl der Welt hatte, ging mir der Buch Oskar leider gewaltig auf die Nerven. Das Kind im Film ist wissbegierig, lernfähig und scheinbar interessiert an allem. Im Buch hingegen ist er furchtbar besserwisserisch, würgt Menschen immer wieder ab und kennt sich gerade einmal ein wenig in einigen geschichtlichen und naturwissenschaftlichen Bereichen aus. Alles was darüber hinaus geht und ihn nicht unmittelbar interessiert wird von ihm als unwichtig abgetan. Dazu ist sein Teil der Erzählung etwas verworren und hektisch geschrieben, welches mich an manchen Stellen beinah etwas an ein ADHS Kind erinnert. Somit macht es nicht so viel Spaß seinen Teil der Geschichte zu lesen, der vor allem recht stringent ist und die Handlung in weiten Teilen nicht wirklich voran bringt, da sie immer wieder aus neuen Begegnungen mit den Blacks besteht.

Dahingegen fand ich die Geschichte der Großeltern sehr, sehr viel Interessanter und fand es absolut Schade, dass gerade dieser Teil der Handlung im Film weggelassen wurde. Natürlich ist es Logisch gerade die Parallelhandlung zu streichen um den Rest möglichst detailliert abbilden zu können. Das ist mir schon klar, aber ein paar mehr Informationen über den Hintergrund der Großeltern hätte ich mir doch im Film gewünscht.
Im Vergleich zu Oskars Handlungsabschnitt ist die Erzählung hier sehr viel klarer. In jedem Abschnitt erfährt man neue Hintergründe, so dass es hier durchweg spannend bleibt. Auch wenn die Haupthandlung immer wieder durch diese Erzählung unterbrochen wird, so kam es mir später im Buch eher so vor, als wäre es genau umgekehrt. Und ganz ehrlich gesagt war die interessante Handlung für mich eher die zwischen den Großeltern. Schade, dass dieses nervende Kind die beiden immer wieder unterbrochen hat.

Wenn ihr den Film also mochtet, so behaltet Oskar lieber als Filmerinnerung in eurem Kopf und lest das Buch nur als Hintergrundinformation für die Großeltern. Das das Buch wie eine große Textsammlung verfasst war, hat mir übrigens sehr gut gefallen.

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Nun geht es erst einmal weiter mit den Tributen von Panem.

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„Summertime Madness“

Statt dem CFF bekommt ihr heute eine kleinen Wochenzusammenfassung a’la Die Welt eines Gefühlsfreaks.

Gesehen Marie Antoinette, Will & Grace Staffel 1, GNTM, ESC Halbfinale
Gehört Marie Antoinette Soundtrack, Florence and the machine
Gelesen Marie Antoinette Biographie (Antonia Fraser), die neue NEON, diverse Aufsätze über Intertextualität und Postmoderne
Getan Spazieren gegangen, im Park gesessen, Softimage Modelle gebastelt
Gegessen Melone, Himbeeren, gegrilltes Fleisch, Pfirsiche, Käseigel
Getrunken Apfelsaft, Wasser, Tee, Eiskaffee
Gedacht, dass sehr viel Blödsinn beim ESC gezeigt wird
Gefreut über den Besuch meiner Tante, Wind
Geärgert über das tolle 3D-Modelle, welches nicht konvertiert werden konnte -_-
Gewünscht, dass es in der Sonne etwas weniger heiß wäre
Gekauft Mach dieses Buch fertig, neue NEON Ausgabe, Plastikkorb, Socken
Gestaunt, wie unglaublich heiß es plötzlich ist

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Zumindest konnte man bei dem herrlichen Wetter sehr gut im Park lernen. Noch zwei Aufsätze und ich habe endlich den ersten Schub Aufsätze für die Bachelor-Arbeit durch. Yuhu!

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Inst-was?

Seit einiger Zeit wird die Blogerwelt von seltsamen, viereckigen, retro-Fotos heimgesucht. Gab es die Instgram-App bisher nur für iPhone und co., können sich nun auch Android-Nutzer über diese Fotoanwendung freuen. Also habe ich auch sie nun einmal für euch getestet.

Was ist Instgram eigentlich? Es ist eine kleine App, welche auf dem Handy installiert wird. Mit ihr lassen sich Handyfotos mit verschiedenen Filtern bearbeiten. Diese geben den Bildern den Eindruck aus der Analogfotografiezeit zu stammen.

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Die bearbeiteten Fotos werden in der Instgramcommunity hochgeladen. Dort könnt ihr Freunden folgen oder euch – ganz in Tumblr-Manier – verfolgen lassen. Zusätzlich könnt ihr die Bilder in diversen sozialen Netzwerken teilen.

Bisher finde ich es ganz gut. Die Effekte und Rahmen gefallen mir und die App lässt sich leicht bedienen. Einzig bei den Profileinstellungen treten ab und zu Fehler auf. Ansonsten macht es Spaß und wertet die qualitativ nicht wirklich hochwertigen Handyfotos etwas auf.

Mein Name lautet chochi_rain.


Wusch, jetzt geht es zur Geschichte hinter den Fotos. Wie letztens schon berichtet ist endlich das neue Album der Ärzte erschienen. Nun steht die CD auch bei mir zu Hause. Die Aufmachung des Albums gefällt mir sehr. Die Verpackung sieht aus wie ein Brettspiel, die Texte stehen auf einem Spielplan und die CD dient als Würfel/ Drehrad für das Spiel. Dazu gibt es drei Spielfiguren um nicht nur die Musik hören zu können, sondern auch das passende Spiel spielen zu können.

Für die Uni gibt es wieder einen ganzen Haufen Bücher. Intertextualität, Mafia und Programmierung. Was sind wohl die Themen in diesem Semester? ;3

Das Essen sieht leider auf dem Foto nicht so großartig aus, wie es geschmeckt hat. Die Tagliatelle mit Huhn und Spinat waren aber sehr gelungen.

Und gestern Abend ging es in die Klangfabrik. Der Geburtstag unseres kleinen DJs musste gefeiert werden. Und das sogar im VIP Bereich. War cool, auch wenn der dortige DJ Daft Punk und einige anderen Bands kaputtgemixt hat >_<

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Ein Ausflug zum Rande der Zeit [Review]

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Der Roman Die Villa am Rande der Zeit von Goran Petrovic, wird auf seiner Rückseite beschrieben als „eine Liebeserklärung an das Lesen“. Als Zusammenfassung des Romans kann ich die Aussage nur unterstreichen, denn genau das ist der Roman.

In acht Abschnitten erzählt der Serbe Petrovic von Menschen, die in Büchern herumlaufen können und deren Schicksal durch das mysteriöse Buch „Mein Vermächtnis“ verwoben sind. Protagonist der Geschichte ist der Student Adam, der den Auftrag bekommt Änderungen in einem seltsamen, in Saffianleder gebundenes Buch vorzunehmen. Sowohl das Werk als auch der Autor, ein gewisser Anastas S. Branica, scheinen dabei vollkommen unbekannt zu sein. Doch das Seltsamste ist der Inhalt des Buches. Dieser besteht aus einer detaillierten Beschreibung einer Villa und ihres Umlandes. Daneben gibt es keine Personen, keine Handlung, nichts.
Während er sich daran macht das Werk zu ändern, begegnen ihm nach und nach andere Leser, die, wie sonst nicht üblich, ihn sehen können. Auch sie verfügen über die Gabe des vollständigen Lesens – also des Eintauchens in Romane.
Von hier an weicht der Roman immer wieder von der Haupthandlung um Adam und die Änderungen ab und geht hin zu den anderen Figuren, die er in der Villa trifft.

Da wäre unter anderem das Mädchen Jelena, die als Gesellschafterin bei einer alten Dame arbeitet und von ihr die Kunst des vollständigen Lesens lernt. Ausgerechnet auf sie trifft Adam dann auch noch in der Realität, so dass ihre Wege vollkommen verwoben sind.
Aber auch die alte Dame, Natalija, ist stärker mit dem Roman verbunden, als es auf den ersten Moment scheint. Und was ist eigentlich mit dem sonderbaren Gärtner und dem Professor los?
Je weiter der Roman voranschreitet, desto mehr erfährt nicht nur der Leser über die Figuren, sondern auch Adam. Gleichzeitig wird Adam jedoch auch immer stärker bewusst, dass es sich bei dem Roman nicht nur um ein gewöhnliches Buch handelt sondern, dass es eine besondere Bewandtnis damit haben muss.

„Wie sehr sich Bücher auch voneinander unterscheiden mögen, irgendwo hinter dem Horizont treffen sie sich.“ – Petrovic

Der Roman erschien bereits 2000 in Serbien, wo er ein großer Erfolg war, und erst 2010 in Deutschland. Es ist recht Schade, dass er erst so spät hier erschienen ist. Viel mehr bedaure ich, dass er hier so wenig Beachtung genießt, denn es ist einer der besten Romane, die ich seit langem gelesen habe. Die Art, wie er Bücher beschreibt, als wären sie lebendige Geschöpfe, ist erstaunlich. Viele seiner Beschreibungen des Lesens treffen die Gefühle, die man hat, wenn man sich ganz in einen Roman vertieft, so gut, dass ich des Öfteren dachte „Genauso ist es“.
Die Handlung dazu ist sehr gelungen und windet sich sehr dynamisch durch das Buch. Gleichzeitig wurde man also ‚Zeuge‘ einer wirklich spannenden und lebendigen Geschichte, während mein eine Ode auf das Lesen selbst las. Ich bin immer noch vollkommen begeistert von dem Gelesenen und werde das Buch definitiv noch einmal lesen. Was mich leider ein wenig enttäuscht hat, war das Ende. Man hätte die Geschichte sehr gut weiterentwickeln oder zumindest einige der offenen Fragen auflösen können. Stattdessen endet es ein wenig abrupt.

„Vielleicht lag es an dem Licht, das im Übermaß hereinströmte, und daran, dass die grobmaschigen Gardinen offenbar noch nie zugezogen worden waren. Das Zimmer schien den Glanz gewissermaßen zu speichern; an der Ostseite befand sich ein beeindruckend großes Sprossenfenster, dessen fünf Flügel in jeweils neun Felder unterteilt waren, so dass es mit seinen zahlreichen Scheiben an ein Gewächshaus im Botanischen Garten denken ließ, mit dem Unterschied, dass hier anstelle von Pflanzen Bücher gediehen.“
– Petrovic – Die Villa am Rande der Zeit

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