„Let the Games beginn!“ – Die Tribute von Panem [Review]

Uuuund ich bin wieder raus aus Panem. Whao, ich wusste gar nicht, dass ich immer noch so zumsüchteln kann, wenn es um eine Buchreihe geht, aber scheinbar wird es mit dem Alter schlimmer, weil ich jetzt keine Mutter habe, die ins Zimmer gestürmt kommt und mir sagt, dass ich essen oder schlafen muss. Sich ums sich selber kümmern zu müssen hat auch Nachteile. Zumindest hält mich Katerboy davon ab, komplett darin aufzugehen herauszufinden was zwischen Katniss und dem Brot-Jungen passiert. Vielleicht besser so, sonst würde ich zu gar nichts mehr kommen xDD

Nunja, ich habe die Hunger Games Trilogie nun endlich durch und wie versprochen bekommt ihr eine anständige Buchrezension. Na, wie klingt das?

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The Hunger Games oder zu deutsche Die Tribute von Panem ist ein Sci-Fi/ Dystopie/ (Jugend-)roman. In einer nicht all zu fernen Zukunft besteht die USA aus 13 districts und dem capitol, welche zusammen das Land Panem bilden. Zwölf der districts sorgen für die Produktion von Technik, Nahrung, Kleidung und Energie. Jeder district hat ein bestimmtes Versorgungselement, für welches er zuständig ist und mit welchem er das capitol versorgt. Unzufrieden mit diesem Zustand beginnen die districts einen Aufstand gegen das capitol und scheitern. Das war vor knapp 75 Jahre vor der eigentlichen Handlung. District 13 wurde in diesem Aufstand vollkommen zerstört. Die anderen müssen, als Erinnerungen an die Kriege, jedes Jahr zwei Tribute stellen – ein Mädchen und einen Jungen zwischen 12 und 18 Jahren, welche an den sogenannten Hunger Games teilnehmen müssen. In diesen Spielen werden die 24 Tribute in einer riesigen Arena ausgesetzt – von Jahr zu Jahr sieht diese anders aus – und müssen dort versuchen zu überleben. Doch nur einer von ihnen kann gewinnen und um dies zu erreichen müssen sie die anderen Tribute töten.

Die Handlung setzt nun kurz vor den 74ten Hunger Games ein. Katniss Everdeen aus district 12, de Kohlelieferanten, lebt mit ihrer Familie ein armseliges Leben. Nach dem Tod ihres Vaters geht sie illegal jagen um die Familie am leben zu erhalten. Alleine kümmert sie sich um ihre Mutter, welche aus Wildkräutern Medizin herstellt, und ihre zwölfjährige Schwester Prim. Das Leben ist zwar nicht einfach, aber zumindest friedlich. Bis Effie Tinkert auftaucht um die Teilnehmer der 74ten Hunger Games zu verkünden. Gegen alles Glück wird ausgerechnet Prims Name gezogen, welche zum ersten Mal bei der Auslosung teilnehmen muss. Um sie zu beschützen meldet sich die 15jährige Katniss freiwillig und wird mit dem gleichaltrigen Peeta ins capitol gebracht.

Dort werden sie verschönert und auf die Spiele vorbereitet. Neben der Fähigkeit zu Kämpfen, lernen sie vor allem wie man Feuer macht, Wasser findet und sich um Wunden kümmern kann. Aber auch, wie sie Sponsoren beeindrucken können, steht mit oben auf der Liste. Da die Hunger Games in ganz Panem ausgestrahlt werden, sind sie jedes Jahr wieder ein Magnet für capitol-Bewohner, welche auf die Teilnehmer Wetten abschließen und ihren Favoriten mit kleinen Geschenken – Wasser, Essen, Medizin, Waffen – in der Arena unterstützen.

Von nun an wird beschrieben wie Katniss sich durch die Arena kämpft, angetrieben von dem Wunsch nach Hause zurückkehren zu können, denn für den Gewinner wartet Reichtum, der ihre Familie am Leben erhalten könnte.

Während Katniss kämpft, breitet sich der Funke der Unzufriedenheit immer weiter in Panem aus und mündet schließlich in einigen Aufständen, welche sich wie ein Feuer ausbreiten und drohen in einer Revolution zu münden. Band 2 – Catching Fire – beschreibt diese Aufstände und welche Gefahren der Präsident von Panem in ihnen sieht, denn ein einzelner Funke kann schnell zu einem Brand werden. Dieses Feuer versucht er mit Katniss Hilfe einzudämmen, den sie ist es, die von den Aufständischen als Wahrzeichen verehrt wird. Mit den 75ten Hunger Games – dem Quater Quell – einem Spektakel der Extraklasse, welches alle 25 Jahre stattfindet, soll das Feuer nun eingedämmt werden.

Mockingjay, der letzte Band, treibt schließlich die Revolution voran und wirft die Frage auf, wie die Zukunft von Panem aussehen wird.

Alles in allem fand ich die Handlung recht spannend und gut nachzuvollziehen. Die Idee fand ich wirklich faszinierend, auch wenn mich die Spiel stark an den Roman Reality Show von Amélie Nothomb – dort wird ein KZ als Reality Show nachgestellt – erinnert hat. Suzanne Collin schafft eine düstere Zukunft, in welcher es keine Hoffnung gibt. Die Revolutionsgeschichte ist aufregend und passt sehr gut in die heutige Zeit, in welcher es in letzter Zeit so viele Revolutionen gab. Die politischen Hintergründe sind recht einfach gehalten, so dass auch Kinder die Handlung nachvollziehen können. Teilweise wurden mir manche Dinge ein wenig zu oft und ausführlich erklärt, aber nun ja, es ist eben eher für Teenager und Jugendliche gedacht.

Neben den Kämpfen und der Revolution erzählt der Roman die sehr schöne Liebesgeschichte rund um Katniss, Gale und Peeta. Und während ich beim Film noch eher für Gale war, ist es im Roman schon sehr klar, dass Peeta derjenige ist, welcher Katniss versteht und liebt und welchen sie liebt. An manchen Stellen habe ich wirklich ein wenig zu sehr wie ein kleines Mädchen reagiert und gedacht: „Bah Handlung, interessiert mich nicht, was ist nun mit Peeta los!!!“ Schlimm, schlimm, schlimm so etwas.

Wenn man Bewertungen der Reihe liest werden oft Vergleiche mit Harry Potter und der Twilight Reihe herangezogen. Wenn man diesen Vergleich schon anstellen möchte, so finde ich die Erzählweise eher Harry-Potter-artig, da eben wirklich Handlung erzählt wird. Katniss, die trotz Schmerz weiterkämpft, hat für mich nicht wirklich Ähnlichkeit mit der sich ständig in Selbstmitleid windenden Bella. Überlebe erst einmal die Arena, dann darfst du auch darüber klagen, dass dein Leben schlimm ist!!! Obwohl ich natürlich zugeben muss, dass es eine kleine Dreiecksbeziehung gibt, aber dies ist durchaus nichts, was Stephanie Meyer erfunden hat, sondern kommt schon seit Ewigkeiten in Handlungen vor.

Zum Abschluss kann ich diese Reihe nur JEDEM wärmstens empfehlen. Die Bücher sind spannende und gut erzählt. Was will man mehr? Der Film fängt übrigens die Stimmung des Films sehr gut ein :3

Die Tribute von Panem in der Übersicht:

8 Gedanken zu “„Let the Games beginn!“ – Die Tribute von Panem [Review]

  1. Ich fand allein den Film ja grottenschlecht und habe diesbezüglich auch noch nichts gutes gehört. Oo Aber ja doch, die Bücher werden immer angepriesen. Für mich ist es dennoch nichts.

  2. Mir geht’s genau anders als Satsu – ich mochte den Film sehr (hatte zwar auch keinerlei Erwartungen, aber wurde dafür umso positiver überrascht). ^^ Deswegen will ich mir unbedingt noch die Buchreihe (in englisch) holen. Zuvor kannte ich die Reihe zwar auch schon, aber damals haben mich tatsächlich immer diese Twilight/Harry Potter-Vergleiche abgeschreckt.
    Dank deiner Review weiß ich nun sicher, dass ich mir die Bücher doch noch zulegen muss! ;)

  3. Ich bin gegen Dreiecksbeziehungen, aber hey, ich hab einfach zuviele davon gelesen, die genauso ausgegangen sind wie ich befürchtet habe ohne auch nur ein einziges Mal vom vorgeschriebenen Pfad abzuweichen. Da ich nur den Film kenne, kann ich jetzt nicht sagen ob Gale oder Peeta eher der Kumpeltyp ist, dort warens ja irgendwie beide, nur Peeta hatte den „Ich überstehe eine lebensgefährliche Situation mit dir“-Bonus. Und natürlich habe ich mich jetzt mal gefragt wie das Buch ausgeht und nen Spoiler gelesen xD
    Unerwartet, aber irgendwie auch als wäre Katniss ne andere o_ô da muss ja anständig was in den letzten beiden Büchern passiert sein.

    • Oh ja, in den letzten beiden Bänden passiert sehr viel. Dreieckssachen sind echt ein wenig ausgelutscht, aber hach, wenn sich die finden, die man ausgewählt hat, ist es sooooo schön *-*

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