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Die Maske – Japanische Literatur, so finster wie die Nacht [Buchrezension]

Fumihiro wird in einer der mächtigsten Klans Japans hineingeboren. Doch ihre Macht wurde mit Blut und Skrupellosigkeit erkauft und nun soll Fumihiro seinem Vater auf dem Weg in die ewige Dunkelheit folgen.

Die Maske von Fumihiro Nakamura. Japanische Literatur in ihrer Höchstform.

Auch Fumihiro Nakamuras neuster Roman Die Maske setzt sich mit den Abgründen der menschlichen Existenz auseinander. Im Mittelpunkt steht dabei Fumihiro, der von seinem Vater zur Satt des Teufels ausgebildet werden soll. Ein Mensch, so skrupellos und abgestumpft wie er selbst. Allen Versuchen seines Vater zum Trotz, versucht der Protagonist sein eigenes Glück zu finden und aus der Dunkelheit seiner Familie auszubrechen, ohne zu merken, dass er damit immer weiter in das Netz seines Vaters stolpert, bis es nur noch einen Ausweg gibt, der Fumihiros Leben für immer verändern wird.

Ein Drama auf dem Höhepunkt der japanischen Literatur

Genau dieses Spiel von Schicksal und dem Versuch einen eigenen Weg zu finden ist es, was Nakamuras Roman so spannend macht. Man möchte, dass Fumihiro seinem Vater entkommen kann und gleichzeitig wird einem beim Lesen bewusst, dass der Preis dafür zu hoch sein könnte. Und wir auch dem Protagonisten selber langsam klar wird, wie die Handlung weitergehen wird, kann sich auch der Leser nicht den Erzählungen entziehen und wird immer weiter in die komplizierte Welt des Kuki-Klans hineingezogen, der irgendwo zwischen Yakuza und dem Gesetzt existiert.

Doch es ist nicht nur die Handlung, die diesen Roman so außergewöhnlich macht, sondern Nakamuras Umgang mit Sprache, Metaphern und Zeit. Immer wieder spielt er mit großen Bildern und philosophischen Fragen, die uns wundern lassen wie weit man selber gehen würde um seinem eigenen Schicksal zu entkommen.

Gleichsam ist der Roman in unterschiedlichen Zeitabschnitten erzählt, die uns Teile der Vergangenheit und Zukunft erzählen und dabei immer wieder die Frage aufwerfen: Wie konnte es dazu kommen? Vor allem anderen zeigt Nakamura durch sein Erzählgeschick, dass man seiner Zukunft nicht entkommen kann und das jede unserer Entscheidungen Konsequenzen mit sich zieht.

Einer der spannendsten Romane des Jahres

Als ich Nakamuras Die Maske in die Hand nahm, konnte ich mir kaum vorstellen, dass ich den Roman erst zwei Tage später wieder aus der Hand legen könnte. Die Geschichte ist beinahe schon absurd spannend und zieht den Leser langsam in einen dunklen Abgrund, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint und der so endlos ist, dass man sich kontinuierlich fragt wie Fumihiro diese Zeit überstehen kann. Jedes Kapitel führt weiter hinab in eine Welt voller Verrat und Verbrechen, die weit außerhalb der eigenen Vorstellungskraft liegen. Brutal dunkel und abscheulich schön.

Die Maske | Fumihiro Nakamura | Diogenes Verlag | 352 Seiten | Japanische Literatur | 2018 | Bei Amazon kaufen

Dieser Roman wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

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Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden [Buchrezension]

Was wäre, wenn du erfahren würdest, dass du nur noch wenige Tage zu leben hättest und dir der Teufel höchstpersönlich einen Pakt anbietet: Für jeden weiteren Tag auf der Erde muss lediglich eine Sache von der Welt verschwinden. Gar nicht so schlimm, oder? Es gibt so viel unnützen Kram auf der Welt, dass sich sicherlich genug Dinge finden lassen, die einfach verschwinden können. Doch der Teufel wäre nicht wer er ist, wenn er es bei Plastikstrohhalmen belassen würde…

Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden. Der neue Roman von Genki Kawamura.

In Genki Kawamuras neuem Roman „Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“ muss sich sein Protagonist nicht zwischen Müll entscheiden um seinen unausweichlichen Tod zu entkommen, sondern zwischen Filmen, Telefonen und Katzen. Und während unsere Welt sicherlich ohne Telefone auskommen würde, sind Katzen eine vollkommen andere Kategorie, die den Protagonisten an den Rand seiner Existenz drängt und die Frage aufwirft: Wie viel ist ein Menschenleben wert?

Auf 192 Seiten hat Kawamura nur sehr begrenzten Platz um diese essentielle Frage der Menschheit zu beantworten. Und so entschließt er sich stattdessen weniger über die philosophische Motivation seines Protagonisten zu schreiben, sondern auf dessen Leben zurück zu blicken. Auf dessen Mutter, die viel zu früh verstorben ist. Auf seinen besten Freund, mit dem er seit seiner High School-Zeit quasi nicht mehr gesprochen hat. Seine Exfreundin, mit der es einfach nicht klappen wollte und seinen Vater, mit dem er seit dem Tod seiner Mutter nicht mehr gesprochen hat.

Und während all diese Erzählungen die Handlung langsam in die länge ziehen um davon abzulenken, dass an jedem weiteren Tag, den der Protagonist leben darf, eigentlich nichts wirklich interessantes passiert, scheitert diese Erzählungen an dem was einen Roman ausmachen sollte: Ihn spannend zu machen.

Von Anfang an steuert die Handlung auf die unumgängliche Entscheidung zu: Die Katzen oder der Protagonist. Ein Ausgang, der durch den Buchtitel bereits mehr oder weniger vorweggenommen wird und durch den Klappentext weiter befeuert wird. Da der Handlungsverlauf und sein Ausgang mehr oder weniger feststeht, bleiben dem Autor lediglich zwei Möglichkeiten um den Leser dazu zu bringen seinem Roman zu folgen. Zum einen kann er den Protagonist auf eine Art und Weise beschreiben, die dafür sorgt, dass der Leser mit ihm mitfiebert und im entscheidenden Moment ihn nicht gehen lassen möchte. Oder zum anderen kann die Handlung für jeden einzelnen Tag so sehr mit Spannung aufgeladen werden, dass die finale Entscheidung im Weg der eigentlichen Handlung steht.

Kawamura entscheidet sich auch hier anders als erwartet. Von Anfang an wird klar, dass unser Protagonist eigentlich niemanden in seinem Leben hat. Bei seiner Arbeitsstelle fällt nicht auf, dass er sich krankmeldet, Freunde besitzt er nicht, mit seiner Familie redet er nicht mehr und seine Exfreundin ist zu recht nicht mehr mit ihm zusammen, da er sich ohnehin nicht für sie interessiert hat. Zudem ist der Protagonist vollkommen uninteressant. Nach seiner Arbeit als Briefträger guckt er gerne alleine Filme und geht danach ins Bett um am nächsten Tag wieder früh arbeiten zu können. Dazu hat er keinen wirklich ausgeprägten Charakter und ist so farblos, dass er noch nicht einmal einen Namen bekommen hat.

Auch wird die Handlung nicht durch seine Tätigkeiten nach dem Pakt mit dem Teufel spannender. Er nutzt die Tage zwar um mit alten Freunden Kontakt aufzunehmen, diese Treffen bestätigen jedoch nur weiter, was der Leser schon zuvor wusste: Der Protagonist ist so uninteressant, dass seine Freunde nicht einmal wirkliches Mitleid zeigen, wenn er ihnen eröffnet, dass er bald sterben wird. Wie sollen Leser sich um eine Figur sorgen oder sich für sie erwärmen, wenn es noch nicht einmal den anderen Figuren um ihn herum gelingt.

Zumindest für den Schreibstil bekommt Kawamura ein paar Pluspunkte, denn der Roman lässt sich zumindest einigermaßen gut lesen. Dennoch bleibt Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden ein fader Roman, der mit einer uninteressanten Protagonisten beginnt und mit diesem endet. Keine der erzählten Geschichten trägt dazu bei, dass man ihm wünscht, dass er nicht verschwinden würde. Ganz im Gegenteil. Zum Schluss ist er nur der freundlose Japaner, der dafür sorgt, dass niemand jemals wieder ins Kino gehen kann. Ein Fakt von dem auch die hübsche Covergestaltung nicht ablenken kann.

Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden | Genki Kawamura | C. Bertelsmann Verlag | 192 Seiten | Japanische Literatur | 2018 | Bei Amazon kaufen

Dieser Roman wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

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New In: Animefiguren – Nendoroids & Re-Ments [SaSo]

Meine Sammlung von Anime-Figuren und &dnash; ähm… – Zubehör ist im Januar ganz schön gewachsen. Zum einen sind einige Figuren erschienen, auf die ich schon länger gewartet habe, zum anderen habe ich Geld, was ich zu Weihnachten bekommen habe, zum großen Teil in meine Sammlung gesteckt. Also lasst uns gemeinsam Anime-Merch angucken:

Da ich No Game No Life liebe, konnte ich natürlich nicht widerstehen und musste mir diesen Jibril Nendoroid von Goodsmile bestellen. Außerdem sind einige neue Gesichter für Umaru-Chan erschienen – die Figuren von Goodsmile bieten die Möglichkeit die Gesichter der Figuren auszutauschen, um so unterschiedliche Gesichtsausdrücke darzustellen –, die ich natürlich brauche. Oder naja, so etwas in der Art.

Auch die nächsten beiden Gegenstände in meiner Bestellung sind von Goodsmile: zum einen das Halloween-Set, als auch eine Art Pikachukostüm. Ich hatte die Hoffnung, dass beides vor Karneval ankommt um ein paar „Karnevalsfotos“ für meinen Instagramaccount zu machen, aber leider dauert es gerade wirklich lange, bis Dinge aus Asien durch den Zoll kommen.

Außerdem habe ich zwei neue Re-Ment-Set’s bestellt. Re-Ment ist eine wirklich phantastische Firma, die sehr niedliche Miniaturen herstellt, die die richtige Größe haben um neben Nendoroids platziert zu werden. Zu meinen Neuzugängen gehört das Sumikko Gurashi „Gemütliches Zuhause“-Set und ein winzig kleiner japanischer Raum. Die Details dieser beiden Sets sind unglaublich und ich hoffe euch bald mehr Fotos präsentieren zu können.

Übrigens habe ich all diese Produkte bei AmiAmi gekauft. Andere Shops für Merchandise findet ihr in diesem Artikel von mir.

Wenn ihr euch ansehen möchtet, wie ich vollkommen verzückt bei AmiAmi shoppe, gibt es dazu auch ein Video (in Englisch):

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Eine Sammlung von Büchern: Ein Rückblick auf 2017 [SaSo]

Willkommen zum ersten Sammlungssonntag in 2018. Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet. Mein Silvester war sehr entspannt. Es gab Raclette und einen Spieleabend mit Freunden. Für die erste Sammlung in diesem Jahr gucken wir zurück auf 2017 und die Bücher, die ich gelesen habe.

Mein Bücherrückblick auf 2017 mit Rainbow Rowell, Menschenwerk, The Girls, Magisterium und Charlotte Holmes.

Tatsächlich habe ich mein Leseziel von 40 Büchern erreicht. Leider waren dieses Jahr einige Bücher dabei, die mir so gar nicht gefallen haben oder die meine Erwartungen enttäuscht haben. Dazu kommen wir später. Lasst uns erst einmal einen Blick auf meine Lieblingsbücher des Jahres werfen.

Meine Lieblingsbücher 2017

We Are okay

Der Roman von Nina LaCour beleuchtet wie es sich anfühlt für die Uni in eine fremde Stadt zu ziehen. Dabei fokussiert sich das Buch vor allem auf Zwischenmenschliche Beziehungen und die Frage, wie es sich anfühlt seine beste Freundin das erste Mal seit Monaten wieder zu sehen und festzustellen, dass man sich entfremdet hat. Mehr Details bei Amazon

Menschenwerk

Menschenwerk von Han Kang beschäftigt sich mit der südkoreanischen Militärdiktatur der 1980er Jahre und den damit verbundenen Studentdemonstrationen, bei denen etliche Studenten umgebracht und Inhaftiert wurden. Über einen Zeitraum von gut 30 Jahren werden einzelnen Personen begleitet, die an den Demonstrationen teilgenommen haben. Dabei konzentriert sich jedes Kapitel auf sehr berührende Art und Weise auf eine Person. Menschenwerk auf Amazon

Eleanor & Park

Rainbow Rowell’s Eleanor & Park ist zwar schon etwas älter, nichts desto trotz ist es eines meiner Favoriten aus 2017. Es begleitet die beiden Highschoolschüler Eleanor und Park, die gegen Klischees ankämpfen müssen und über gemeinsame Busfahrten langsam begreifen, dass sie sehr viel mehr gemeinsam haben, als sie zunächst dachten. Eleanor & Park bei Amazon kaufen

The Girls

The Girls stellt eine Gruppe von Mädchen in den Mittelpunkt, die einer Art Sektenführer folgen. Dabei stellt Autorin Emma Cline die Frage: Wie weit würdest du gehen um zu einer Gruppe zu gehören? Die Handlung ist grob inspiriert von den Taten der Manson Family. The Girls bei Amazon

Sieben Minuten nach Mitternacht

Patrick Ness & Siobhan Dowd erzählen in ihrem Roman die Geschichte des kleinen Conar, dessen Mutter an Krebs erkrankt ist. Immer um sieben Minuten nach Mitternacht erscheint ihm ein riesiges Monster, welches ihm drei Geschichten erzählt, die ihm helfen sollen mit der Situation klar zu kommen. Das etwas unkonventionelle Kinderbuch ist höchst bewegend und fantastisch geschrieben. Hier geht’s zu Amazon und über diesen Link geht’s zu meiner Rezension.

Mein Freund Pax

Mein Freund Pax von Sara Pennypacker gehört ebenfalls offiziell zu den Kinderbüchern, hat jedoch genug Potenzial um Erwachsene tief zu berühren. Das Buch begleitet Pax, den Fuchs, und Peter, seinen Besitzer, die durch einen Krieg getrennt wurden und nun versuchen zueinander zurück zu finden. Weitere Informationen findet ihr auf Amazon oder in meiner vollständigen Rezension.

Das Buch der Wunder

Dieser Indieroman von Stefan Beuse hat mich zu tiefst bewegt. Er erzählt von einem Geschwisterpaar, die sich gemeinsam Abenteuer und Welten ausdenken. Während er sich vor allem für Wissenschaft interessiert, ist Penny immer mit dem Kopf in den Wolken. Bis sie plötzlich verschwindet und ihm das Buch der Wunder zurücklässt. Den Roman könnt ihr direkt bei Amazon bestellen oder meine Rezension lesen.

Magisterium-Serie

Wenn es um Buchreihen geht, hat mich kaum eine so sehr beeindruckt wie Magisterium von Holly Black und Cassandra Clare. In den bisher drei erschienen Bänden geht es um den Zauberlehrling Call, der im Magisterium ausgebildet wird und dabei allerhand Abenteuer erlebt. Die sehr sarkastisch erzählte Geschichte ist spannend, komisch und vor allem wirklich zauberhaft. Der erste von geplanten fünft Bänden ist Der Weg ins Labyrinth. Über diese Links könnt ihr Band 1 direkt bei Amazon bestellen oder meine Rezension zur kompletten Reihe lesen.

Charlotte Holmes-Serie

Obwohl ich Band 1 der Reihe bereits 2016 gelesen habe, hat mich Charlotte Holmes von Brittany Cavallaro auch 2017 weiter begleitet. Der zweite von drei Bänden – der letzte Band wird 2018 erscheinen – hat mich noch mehr begeistert als Band 1. Die Reihe begleitet James Watson, den Highschoolschüler und Nachfahren von John Watson, der auf das gleiche Internat wechselt, auf welches auch Charlotte Holmes, berühmte Nachfahrin Sherlock Holmes und angehende Meisterdetektivin, geht. Dabei versucht Jamie sich nicht nur mit Charlotte anzufreunden, sondern wird mitten hinein in einen Fall gestoßen, den er mit ihr gemeinsam lösen muss. Band 1 der Reihe &ndash A study in Charlotte – könnt ihr über diesen Link bei Amazon kaufen.

Auf Youtube könnt ihr euch übrigens auch ein Video von mir angucken, wie ich über all meine Libelingsbücher aus 2017 rede:

Bücher die gut waren

Natürlich kann nicht jedes Buch ein Lieblingsbuch werden. Manche Bücher waren eben nur „gut“ oder „okay“. Es sind jene Bücher, die ich zwar gerne gelesen habe, bei denen ich jedoch am Ende nicht dachte: „Dieses Buch muss ich gleich noch einmal von vorne beginnen!“

  • Eden Summer von Liz Flanagan; Gut geschriebener Jugendroman mit etwas zu viel Drama. meine vollständige Rezension
  • Hundert Stunden Nacht von Anna Woltz; Schöner Jugendroman über die Frage was man mit seinem Leben machen möchte und eine Ausreißerin in New York. meine vollständige Rezension
  • Girls in the Moon von Janet McNally; Sehr guter Jugendroman über zwei Schwestern, die gemeinsam durch New York ziehen und ihre berühmten Eltern. meine vollständige Rezension
  • A milion Junes von Emily Henry; Eine Romeo und Julia-Geschichte mit übernatürlichen Ereignissen.
  • Grisha Trilogie von Leigh Bardugo; Fantasyreihe ohne große Höhen.
  • Sadako von Johanna Hohnhold; Romanfassung des Lebens des Hiroshimaopfers Sadako. meine vollständige Rezension
  • Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel von Jean-François Parot; Erster Band einer Kriminalreihe, die kurz vor der französischen Revolution stattfindet.
  • Das Böse kommt auf leisen Sohlen von Ray Bradbury; Horrorroman für Kinder über die Frage was man tun würde um wieder jünger oder endlich Erwachsen zu sein.
  • Lieber Daddy Long-Legs von Jean Webster; Klassischer Briefroman über eine Waise, die von einem Fremden zur Universität geschickt wird und ihm von dort Briefe sendet.
  • Fantastic Beasts and where to find them von J.K. Rowling; Drehbuch des gleichnamigen Fantasyfilms.

Alle Bücher, die ich nicht mochte

Und natürlich gibt es diese Bücher, bei denen man sich fragt, wieso man sie überhaupt bis zum Ende gelesen hat:

  • Moonatics von Arne Ahlert; verwöhnte Snopps machen Urlaub auf dem Mond und nichts passiert. meine vollständige Rezension
  • Angstmädchen von Jenny Milewski; etwas vorhersehbarer Horrorroman. meine vollständige Rezension
  • Always and Forever Lara Jane von Jenny Han; Dritter Teil der To All the Boys I loved before-Reihe in dem Lara Jean sich mal wieder von ihrem Freund trennt.
  • Und jetzt lass uns Tanzen von Karine Lambert; mittelmäßig geschriebener Roman über die Liebe im Alter. meine vollständige Rezension
  • Unheimlich Nah von Doris Bezler; Thriller über eine paranoide Protagonistin, die immer paranoider wird, weil Menschen ihr vorwerfen Paranoid zu sein. meine vollständige Rezension
  • My true love gave to me von diversen Young Adult Autoren; Eine Sammlung von weihnachtlichen Kurzgeschichten, von denen drei wirklich überragend sind und die anderen super kitschig und absurd.

Alle Manga und Comics, die ich in diesem Jahr gelesen habe

  • The Legend of Zelda: Ocarina of Time von Akira Himekawa; Mangafassung des gleichnamigen Videospiels, der sich grob an der Vorlage entlanghangelt.
  • Ano Hana von Mitsu Izumi; Überragende Mangareihe über einen Highschulschüler, dem seine tote Kindheitsfreundin als Geist erscheint und dadurch ihn dazu zwing wieder mehr Zeit mit seinen Freunden zu verbringen. Wunderschön!
  • Verliebt in Japan von Inga Steinmetz; Kurze Comics über eine Reise nach Japan. meine vollständige Rezension
  • Tim und Struppi: Reiseziel Mond + Schritte auf dem Mond von Hergé; Zwei Abenteuer von Tim und Struppi und ihrer Reise zum Mond.
  • Nimona von Noelle Stevenson; Fantasycomic über Nimona, die der Handlanger eines Superschurken werden möchte und dadurch sein Leben ins Chaos stürzt.
  • Die Leichtigkeit von Catherine Meurisse; Meurisse verarbeitet in diesem Comic ihr Lebens als Überlebende des Charlie Hebdo-Attentats. meine vollständige Rezension
  • Merci von Zidrou; Comic über das Mädchen Merci, die zu Sozialstunden verurteilt wird und diese nutzt ein Kunstfestival zu organisieren.
  • Puella Magi Kazumi Magica von Magica Quartet; Sehr schlechte Fortsetzung von Puella Magi Madoka Magica. Definitiv nicht empfehlenswert.

Sowohl zu den Büchern die ich nicht mochte, als auch zu meinen gelesenen Mangan wird noch ein weiteres Video bei Youtube erscheinen.

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6 Filme von Makoto Shinkai, dem neuen Hayao Miyazaki [SaSo]

Makoto Shinkai wird seit einigen Jahren als der „neue Hayao Miyazaki“ gehandelt. Weshalb es überhaupt einen Nachfolger für Miyazaki geben muss, sei einmal dahin gestellt, aber es lässt sich nicht leugnen, dass Shinkais Anime-Filme wunderschön, detailliert und zutiefst ergreifend sind. Deshalb werfen wir heute einen Blick auf sechs seiner bedeutendsten Werke. Ausgeklammert sind dabei seine Arbeiten für Videospiele und Musikvideos.

Einige von Makoto Shinkais beeindruckendsten Werken: Your name, Garden of Words, 5 Centimeters per Second, Voices of a distant Star, The Place promised in our early days, She and her cat.

Bildquelle: My Anime List.net

Your Name.

An Your Name. konnte man innerhalb des letzten Jahres nicht vorbeikommen. Der Film hat beinahe jeden Anime-Rekord geknackt und ist damit erfolgreicher als Miyazakis Chihiros Reise ins Zauberland. Er erzählt die Geschichte zweier Highschool-Schüler, die immer wieder den Körper miteinander tauschen und sich dabei über die Umgebung des jeweils anderen immer näher kommen. Eine sehr schöne Liebesgeschichte mit einer vollkommen unerwarteten Wendung!

Doch was Shinkais Werke ausmacht ist nicht nur die emotionale Ebene auf der Zuschauer erreicht werden, sondern vor allem die detaillierten Welten die gezeigt werden und die fotorealistisch wirken. Gemeinsam mit seinem besonderen Gespür für Licht-Atmosphären schaft Shinkai in Your Name. – seinem jüngsten Werk – einen Film, der so wunderschön ist, das man jeden einzelnen Frame am liebsten als Poster ausdrucken möchte.

Garden of Words

In Garden of Words begleiten wir einen Schüler und eine junge Angestellte, die an regnerischen Tagen sich immer wieder zufällig in einem Park begegnen und sich langsam ineinander verlieben. Die Handlung ist hier etwas sonderbar, vor allem ab dem Zeitpunkt wo er zugibt, dass er gerne Schuhe herstellen würde. Nichts desto trotz ist dieser Film bildlich so gewaltig inszeniert, dass jeder Filmfan diesen Film gesehen haben muss.

5 Centimeters per Second

In drei Episoden erzählt Shinkai in 5 Centimeters per Second von Liebe, Distanz und Entfremdung. Besonders bekannt ist dabei Kirschblütenextrakt, die erste Episode. Sie handelt von Takaki und Akari. Als Akari mit ihrer Familie in einen anderen Teil von Japan zieht, verlieren sich die beiden Teenager langsam aus den Augen. Immer wieder schreiben sie sich Briefe, bis Takaki schließlich beschließt sie zu besuchen, doch ausgerechnet an diesem Tag tobt ein heftiger Schneesturm, der Takakis Zug lahmlegt.

Einer meiner absoluten Lieblingsfilme aller Zeiten!

Voices of a Distant Star

Mit Voices of a Distant Star folgt gleich ein weiterer meiner Lieblingsfilme in dieser Liste. Im wahrsten Sinne des Wortes geht es in diesem Film um star-crossed-lover. Mikako wird ausgewählt um an einer Mission teilzunehmen, die zunächst zum Jupiter fliegen soll, von dort jedoch weiter zum Ende unseres Sonnensystems fliegen muss. Während die Highschool-Schülerin sich auf den Weg durch den Weltraum macht, bleibt ihr Freund Noboru auf der Erde zurück. Ihre einzige Möglichkeit ist es per Kurznachrichten miteinander zu kommunizieren, doch je weiter sich Mikako von der Erde entfernt, desto länger brauchen die Nachrichten um den jeweils anderen zu erreichen, bis eine Nachricht sogar sieben Jahre braucht um zur Erde zu gelangen.

Ein wunderschöner Liebesfilm, dessen grober Zeichenstil verrät, dass dies der erste große Film Shinkais Karriere ist. Ich empfehle den Manga stattdessen zu lesen.

The Place promised in our early days

The Place promised in our early days spielt in einer alternativen Zeitlinie Japans, in der Japan teilweise besetzt ist. Wir begleiten drei Jugendliche, die in dieser Welt leben und fasziniert sind von dem schier unendlich großen Turm, den die Besatzungstruppen gebaut haben. Sie versprechen sich gemeinsam den Turm zu besuchen, doch bevor dies passieren kann verschwindet Sayuri, das einzige Mädchen in ihrer Gruppe, plötzlich. Drei Jahre vergehen und die beiden anderen Freunde – Takuya und Hiroki – leben sich auseinander…

Streckenweise fühlt sich dieser Film so an als wüsste Shinkai nicht recht in welche Richtung der Film sich entwickeln soll, trotz allem ist er dennoch einer der besten Animes der letzten Jahre!

She and her cat

Shinkais erster wirklicher Kurzfilm wird aus der Sicht einer Katze erzählt, die mit ihrer Besitzerin zusammen in einem winzigen Apartment in Tokyo lebt. Der Film lässt viele der Details erkennen, für die Shinkai später berühmt wird.

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Sadako: Ein Wunsch aus tausend Kranichen [Buchrezension]

Zehn Jahre sind seit dem Atombombenabwurf auf Hiroshima vergangen, als bei Sadako, ein zwölfjähriges Mädchen, Leukämie festgestellt wird. Eine direkte Folge der Atombombe. Doch Sadako glaubt daran, dass sie wieder gesund werden kann. Vor allem glaubt sie an die alte Legende, die sagt, dass demjenigen, der tausend Papierkraniche faltet, ein Wunsch von den Göttern erfüllt wird.

Das Kinderbuch Sadako von Johanna Hohnhold und einige der ikonischen Papierkraniche, die wohl für immer mit Sadakos Schicksal verbunden sein werden.

Sadako Sasaki gilt als eines der bekanntesten Hiroshima-Opfer. Ihre Leidensgeschichte inspirierte ihre Klassenkameraden die eine Statur in Gedenken an Sadako zu errichten, aus der die heute bekannte Peace Promotion Division aus Hiroshima hervorgegangen ist. An diese können Schulklassen weltweit Spenden und Kraniche als Zeichen des Friedens schicken.

Die Sadakostatur im Friedenspark von Hiroshima hält einen metallernen Papierkranich in die Luft.

Die Sadako-Statur im Friedenspark im Hiroshima.

Johanna Hohnhold hat in ihrem Buch Sadako. Ein Wunsch aus tausend Kranichen Sadako zu der Protagonistin ihrer Kindergeschichte gemacht, die kindgerecht berichten soll was in Hiroshima geschehen ist, welche Auswirkungen dies auf die Bevölkerung hatte und wie wichtig Frieden für die komplette Menschheit ist.

Eine wirklich nicht triviale Aufgabe, denn wie erklärt man einem zehnjährigen Kind das Ende des Zweiten Weltkriegs und Leukämie, ohne dabei zu enzyklopädisch zu wirken? Doch Hohnhold schaft es in ihrer Geschichte nicht nur die japanische Lebensweise der fünfziger Jahre zu beschreiben, sondern gleichsam anhand eines sehr bewegenden Schicksals zu erklären, was in Hiroshima vorgefallen ist.

Hierbei gibt sie nicht einfach Sadakos Lebensgeschichte wieder, sondern macht aus ihr in erster Linie wieder ein Kind, welches unfreiwillig zur Heldin wurde. Dabei orientiert sie sich grob am Leben von Sadako, versucht jedoch eher ein kompletteres bild der japanischen Gesellschaft zu zeigen und zu erklären welchen Herausforderungen sich Kinder nach dem Zweiten Weltkrieg stellen mussten. Hunger und Geldmangel gehören genauso zu den behandelten Motiven, wie Freundschaft und gemeinsamer Spaß.

Hohnhold geht es dabei weniger darum von oben herab einen Vortrag zu halten, sondern begleitet Sadako und ihre Freunde bei ihren Spielen, dem Versuch einen Staffellauf zu gewinnen und bei Besuchen zum Schrein. Ebenso inszeniert sie Sadakos Diagnose und die damit verbundene Zeit im Krankenhaus, weniger als todernste Geschichte, sondern zeigt Sadako als ein Kind, welches voller Hoffnungen war und nur dadurch zur Inspiration für so viele werden konnte.

Unterstützt wird diese Botschaft durch die wirklich schönen Illustrationen von Gerda Raidt, von der ebenfalls das Buchcover stammt, die vor allem für ihre Fünf Freunde Zeichnungen bekannt ist. Mit feinen Linien ahmt sie beinahe schon einen mangaartigen Still nach, der weder aufgesetzt, noch unpassend wirkt.

Origamikraniche, die von Sadako Sasaki in der Hoffnung gefallten wurden, wieder gesund zu werden.

Einige von Sadakos tausend Origamikranichen werden in Hiroshima im Friedensmuseum ausgestellt.

Alles in allem ist Sadako. Ein Wunsch aus tausend Kranichen ein wirklich sehr schönes Buch, welches das Schicksal Sadakos sehr passend und kindgerecht beschreibt. Es eignet sich sowohl als Lektüre für Erwachsene als auch für Kinder ab zehn Jahren und wäre sicherlich ein sehr gutes Unterrichtsmaterial um über einen Aspekt des Zweiten Weltkriegs zu sprechen, der häufig im Unterricht zu Kurz kommt: Die Nachkriegszeit, den Frieden und die Auswirkungen des Krieges.

Ein wirklich wundervolles Buch!

Sadako. Ein Wunsch aus tausend Kranichen | Johanna Hohnhold | Aladin Verlag | 2017 | 144 Seiten | Bei Amazon bestellen

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6 Animes, die dir den Herbst versüßen [SaSo]

Der Herbst ist da und was gibt es da besseres als in eine dicke Decke eingewickelt mit einer Tasse heißem Tee fremde Welten zu erkunden? Eine gute Möglichkeiten dafür bieten Animes! Hier meine aktuelle Watchliste für deinen Anime-Herbst. :)

Gamers! – RomCom mit Nerds

Gamers! ist vermutlich der witzigste Anime der aktuellen Saison. Im Grunde ist er eine romantische Verwechslungskomödie, aber gleichzeitig so viel mehr. Keita ist ein klassischer Videospielnerd, der vom hübschesten Mädchen der Schule eingeladen wird der Videospiel AG beizutreten. Er lehnt ihre Einladung ab, was für allerhand Turbulenzen sorgt, denn für alle Umstehenden sieht es so aus als würde er ein Liebesgeständnis von ihr abweisen.

In dessen Folge werden Tasuku und seine Freundin Aguri auf ihn Aufmerksam, die ihm unbedingt helfen wollen eine Freundin zu finden, doch das Leben ist nicht eines der Dating-Spiele, die Keita so mag und so stolpert er von einem Missverständnis ins nächste.

Die Zusammenfassung dieses 12 Folgen umfassendes Animes klingt etwas verworren, doch die akkurate von Videospiel-Nerds und die wirklich absurd komischen Situationen, in die Keita immer wieder gerät, machen diesen Anime wirklich zu etwas besonderem. Auch die anderen Hauptfiguren sind wirklich sehr gut durchdacht und alleine für das Titellied müssen alle Nerds diesen Anime lieben.

Yuri On Ice – Oder warum die Welt einen Schlittschuh-Anime brauchte

Yuri on Ice mit seinen 12 Folgen ist ein wirklich sehenswerter Anime, nunja, über Schlittschuhläufer. Yuri hat gerade die größten Niederlagen seiner Karriere hinter sich, als er es irgendwie schaft sein großes Idol Victor zu beeindrucken, der kurzerhand beschließt seine eigene Karriere zu pausieren um als Yuris Trainer zu arbeiten.

Dieser Anime überzeugt mit sehr viel liebenswerten Details, wundervollen Figuren und tollem Humor!

Hinako Note – Oder wie man seine Schüchternheit überwindet

Auch Hinako Note ist mit 12 Folgen sehr kurzweilig. Die Komödie begleitet die sehr schüchterne Hinako auf ihrem Weg nach Tokyo, wohin sie für ihren Highschool-Besuch, zieht. Während sie vorher auf dem land lebte und dort vor allem auffiel, weil sie im Gespräch mit anderen Menschen zur Vogelscheuche erstarrte, möchte sie nun als Theaterschauspielerin auf sich Aufmerksam machen und ihre Schüchternheit überwinden.

Wirklich viel Tiefgang kann man sich bei diesem Anime nicht versprechen, dafür ist er wirklich sehr lustig und die Figuren sind unglaublich niedlich. Leider gibt es etwas viel Fanservice, aber die Knuffigkeit der Figuren gleicht dies definitiv aus.

Dragon Ball Super – Es geht weiter mit Goku un Co.

Dragon Ball Super tut einfach so, als hätte es Dragon Ball GT nie gegeben und das ist auch gut so! Im Grunde begleitet dieser Anime die stets wachsende Gruppe Z auf neuen Abenteuern. Dieses Mal geht es in die Zukunft, die Welt der Götter und sogar andere Universen.

Die Geschichte ist sehr viel schneller erzählt als Dragon Ball Z und besitzt sehr viel Charm der ersten Dragon Ball-Serie. Für Fans definitiv ein Muss, mit bisher über 100 Folgen ist er jedoch definitiv etwas zeitaufwendiger.

Genki Dai – Arbeiten im Mangaladen

Wie fühlt es sich an in einem Mangaladen mitten in Tokyo zu arbeiten? Genau dieser Frage geht Genki Dai auf den Grund. Auch dieser 12 Folgen umfassende Anime stammt aus dem Genre Komödie. Er begleitet einzelne Personen bei ihrer Arbeit in einem der größten Mangaläden der Welt, folgt ihnen zu Manga-Messen und durchleuchtet ihr Träume.

Der Anime ist wirklich sehr, sehr witzig und gerade für Manga-Nerds wirklich sehenswert. Als erster Anime ist er vielleicht nicht geeignet, da er sich sehr stark mit Manga-Phänomenen beschäftigt. Ansonsten fragt man sich nach der letzten Folge, warum es nicht weitergeht.

Your Name – Animefilm in Perfektion

Makoto ShinkaiVoices of a Distant Star, 5 centimeter per second – hat wieder einmal einen Film herausgebracht, der nicht nur zeigt, dass er vermutlich die hübschsten Animes der Welt macht, sondern auch welche der wundervollsten.

Die beiden Highschool-Schüler Mitsuha und Taki wechseln immer wieder ihre Körper und verbringen einzelne Tage im Leben des jeweils anderen. Dabei beginnen sie eine seltsame Bindung zu dem jeweils anderen aufzubauen, an die sie sich am nächsten Tag nicht mehr richtig erinnern können. Doch alles verändert sich, als Taki beschließt Mitsuha zu besuchen.

Dieser Animefilm ist einfach nur WUNDERSCHÖN. Shinkai wird zurecht als neuer Miyamoto gehandhabt.

Welche Animes schaut ihr euch gerade an?