2

Dunbar und seine Töchter – Edward St. Aubyn erzählt Shakespeare [Review]

Das Hogarth Shakespeare-Projekt hat acht Autoren die Aufgabe gestellt seine oder ihre Lieblingsshakespeare-Geschichte neu zu interpretieren. Zu den Autoren gehören Literaturgrößen wie Margaret Atwood und Howard Jacobson. Jeder Roman ist in seinem ganz eigenen Genre entstanden und vor allem in einer ganz eigenen Art der Neuinterpretation.

Ich hatte das Glück gleich vier der Romane vom Knaus-Verlag als Rezensionsexemplare zu erhalten – vielen Dank dafür! – und habe einen genauen Blick unter die Cover geworfen. Den Anfang macht heute Dunbar und seine Töchter von Edward St. Aubyn, bekannt für seine Romane Lost for Words. und Mother’s Milk.

Der Roman Dunbar und seine Töchter von Edward St. Aubyn ist eine moderne Neuerzählung von Shakespeares King Lear.

King Lear neu erzählt: Dunbar und seine Töchter

Dunbar und seine Töchter ist eine moderne Interpretation von Shakespeares King Lear. St. Aubyn versucht dabei den König in die Neuzeit zu übertragen. In seinem Roman ist Lear der Herrscher des Medienkonzerns Dunbar. Doch mit dem Alter wird er immer zerstreuter und wird somit eine Gefahr für sein eigenes Imperium.

Seine beiden Töchter Abby und Megan möchten daher schnell dafür sorgen, dass er auf der nächsten Vorstandssitzung zum Rücktritt gedrängt wird und sie endlich gemeinsam das Geschäft übernehmen können. Und wie könnte dies leichter erwirkt werden als den von Burnout belasteten Vater in ein Rehabilitationszentrum nach England zu schaffen, wo mehrere Ärzte bestätigen, dass der alte Dunbar eine Gefahr für sich selbst und andere darstellt.

Doch mit seiner Sturheit haben die beiden nicht gerechnet, denn Dunbar beschließt kurzerhand mit zwei weiteren Patienten zu fliehen, sich nach London durchzuschlagen und sein Imperium zurückzugewinnen. Leichter gesagt als getan, denn Dunbar ist nicht mehr der jüngste und seine Ärzte haben nicht unbedingt einen Meineid begangen, als sie darauf hinwiesen, dass er auch mental nicht mehr der fitteste ist. Zum Glück begibt sich seine jüngste Tochter Florence auf die Suche nach ihm. Ihr ist nämlich – anders als ihren Schwestern – am Wohl ihres Vaters gelegen.

Wenige Abweichungen zum Original, viele langatmige Monologe

St. Aubyns Version von King Lear ist definitiv eine moderne Nacherzählung. Eine Nacherzählung, die sich bis ins kleinste Detail an das Original hält, bis zu dem Punkt, an dem Dunbar einen Narr – den Komiker Peter – benötigt, der ihm hilft zu erkennen, was wirklich wichtig ist im Leben. Dazu kommen Szenenwechsel, die zwischen Dunbar und seinen drei Töchtern hin und her wechseln. Jeder Protagonist wird somit gleichsam zur Erzählstimme des Romans. Und auch wenn dieses Mittel in einem Theaterstück durchaus angemessen ist, muss nicht jede Figur innerhalb eines Romans seine eigenen Motive erklären. Zumal sich die Motive auch in den Erzählungen der jeweils anderen Figuren spiegeln.

Auch übernimmt St. Aubyn jeden von Lears Monologen und davon gibt es im Originalstück nicht gerade wenige. In der Neuinterpretation wirken diese jedoch nicht wie große Meisterwerke der Literaturgeschichte, sondern wie langatmige Monologe, die sich immer wieder um die Frage drehen ob Dunbar in seinem Leben gescheitert ist. Ebenso wie die Erzählform, wirken auch diese Monologe wie eine schlechte Überführung von Theatermethoden in Romanform. Statt großem Pathos verpufft die Stimmung dadurch in sich im Kreis drehenden Passagen.

Diese beiden Punkte allein zeigen das größte Problem von St. Aubyns Ansatz auf: Drama und Epik sind zwei unterschiedliche Gattungen, die sich nicht eins zu eins übertragen lassen. Wiederholungen und unterschiedliches Erzählstimmen wirken auf einer Bühne natürlich – oder zumindest so natürlich, wie sie im Rahmen eines Kunstobjekts wirken können –, während sie innerhalb eines Romans für Verwirrung sorgen oder gar vollkommen aus dem Rahmen fallen. Ebenso wirken Monologe vor allem im Rahmen des Theaters imposant.

Doch nicht nur der Versuch eine Gattung in eine andere zu übertragen ist zu viel für St. Aubyn, auch das sehr genaue nacherzählen wirkt beinahe unkreativ. Die Geschichte wirkt fast wie ein Schulprojekt, bei dem alle Figuren aus King Lear in Anzüge gesteckt und mit moderner Sprache ausgestattet wurden. Die Dialoge zwischen den Schülern sind nah zu hörbar: „Wir brauchen hier noch einen Narr!“ – „Was ist ein Narr?“ – „Ein Komiker.“ – „Ah, okay.“

Zu nahe Interpretation verdirbt die Interpretation

Genau an dieser zu nahen Interpretation scheitert Dunbar und seine Töchter. Ja, man kann positiv hervorheben, dass sich das Drama und der Roman nebeneinander legen lassen und beinah jede Szene eins zu eins übernommen wurde. Genau dies sollte einen guten Roman-Autor jedoch nicht ausmachen. Eine Interpretation sollte genau das sein: Eine Interpretation. Nicht eine haargenaue Übertragung in die moderne Welt, bei der Methoden des Theaters, Dialoge und Themen ohne eigenen Input übernommen werden.

Dunbar und seine Töchter ist ein einigermaßen okay geschriebener Roman, der an seinem eigenen Anspruch scheitert. Die gewählte Erzählform ist zu langatmig und könnte nur dadurch gerettet werden, dass mindestens die Hälfte aller Dunbar-irrt-in-den-Bergen-umher-und-findet-sich-selbst-Szenen gestrichen werden.

Dunbar und seine Töchter | Edward St. Aubyn | Knaus Verlag | 256-Seiten | Neuinterpretation | 2017 | Bei Amazon kaufen

Dieser Roman wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

0

Rat der Neun – Oder wie eine Übersetzung ein Buch ruinieren kann [Review]

Es tut mir fast ein wenig Leid, dass es ausgerechnet Veronica Roths gefeierten Roman Rat der Neun: Gezeichnet trifft, aber wir müssen einmal über Übersetzungen sprechen.

Band eins der Rat der Neun-Reihe von Veronica Roth.

Gerade im Young Adult-Bereich kommt es immer wieder vor, dass hochgelobte Romane in der Deutsche Kritik vollkommen durchfallen. Oft hat dies gar nicht so viel mit der Handlung sondern eher mit der Deutschen Gestaltung des Romans zu tun. Angefangen mit dem Cover, welches häufig aus Kostengründen oder anderen rechtlichen Belangen nicht für die Deutsche Version übernommen wird und von einem ansprechenden Cover zu einem – ich weiß gar nicht so recht was ich dazu sagen soll – weniger ansprechenden Cover umgemodelt wird, immer mit der Begründung, dass der Deutsche Markt eben andere Ansprüche stellt als der Amerikanische oder Britische.

Auch veränderte Titel, die plötzlich nichts mehr mit dem gut durchdachten Namen des Originals zu tun haben, können negative Auswirkungen auf die Rezeption eines Buches haben. Hier wäre zum Beispiel die Raven Boys-Reihe zu nennen, deren Deutsche Titel äußerst frei übersetzt wurden.

Aber vor allem der Punkt der Übersetzung ist es, der einen guten Roman zu einem wirklich schlechten werden lässt, denn seinen wir einmal ehrlich, wenn man auf das neuste Buch eines bestimmten Autoren wartet, so wird man es auch mit hässlichem Cover und verhunztem Titel kaufen, aber der Inhalt muss dennoch stimmen.

Und hier schließt sich der Kreis und wir kommen zurück zu meiner eigentlichen Rezension von Rat der Neun, dem ersten Band der Carve the Mark-Reihe von Veronica Roth, bekannt als Autorin von Die Bestimmung.

Moderne Romeo und Julia-Erzählung in kompliziertem Planetensystem

Die Grundhandlung von Rat der Neun liest sich wie eine moderne Interpretation von Romeo und Julia. Zwei verfeindete Familien, ein Paar, dass diese Verfeindung überkommen möchte. Eingebettet ist dies in eine Sci-Fi-Fantasy-Welt in der sie die Schwester eines tyrannischen Herrschers und er das Mitglied eines Volkes ist, welches für seine friedliebende Gesinnung bekannt ist. Beide besitzen besondere Fähigkeiten, die sie zur Unterstützung ihres Bruders und er für das Wohl seines Volkes einsetzen sollen.

Was diesem Buch seinen eigentlichen Reiz verleiht ist sein – zugegebenermaßen – relativ kompliziertes Planetensystem und die diplomatischen Beziehungen, die recht umfangreich geschildert werden, was ein grundsätzlicher Bestandteil des Sci-Fi-Genres ist.

Lost in Translation

All dies wird in der Deutschen Fassung unter vollkommen abstrusen Sätzen vergraben, die sich lesen als würden die Figuren zum ersten Mal in ihrem Leben Feuer sehen oder eine Tür verwenden.

Die Brennsteine im Ofen sahen aus wie schwarze Klumpen, bis sie durch die Reibung aufflammten.
– Rat der Neun – Kapitel 1

Und vielleicht reagiere ich ein wenig zu empfindlich auf das verschieben von Satzteilen aus einem Satz in einen anderen, aber solche Änderungen verändern den Lesefluss und das Erzähltempo erheblich. Genauso wie die Anreicherung von Adjektiven oder das weglassen eben jener, eine durchdachte Satzstruktur aus dem Gleichgewicht bringt. Ja, Deutsch und Englisch sind sehr verschiedene Sprachen. Deutsche Sätze sind länger, haben häufig mehr Nebensätze und wirken dadurch häufig schwerfälliger. Kofferwörter können dafür ganze Sätze in einem Wort zusammenfassen, eine Möglichkeit, die es in der englischen Sprache nicht gibt. Eine Übersetzung ist daher immer eine Überführung einer Sprache in eine andere, wobei keine 1:1-Übersetzung stattfinden kann. SO funktionieren Sprachen nun einmal. Wörter haben eine leicht versetze Bedeutung und kulturell mag noch eine weitere mitschwingen.

Dennoch ist es die Aufgabe des Übersetzers die Stimmung eines Romans einzufangen und die Stimme für eine neue Sprache zu werden. Gerade bei Romanen wie Rat der Neun, der durch seine politischen Verflächtungen und eine Grund auf eigene Weltordnung schwerfällig genug wirkt, muss durch eine gewisse Leichtigkeit der Sprache aufgefangen werden. Leider gelingt dies dem Duo Petra Koob-Pawis und Michaela Link nicht. Die Sätze wirken übermäßig naiv und kompliziert. Der Roman ließt sich als wüssten die Protagonisten ebenso wenig wie die Welt um sie herum funktioniert, wie der Leser, der sie das erste mal betritt. Was für den Leser Sinn ergibt, verfälscht die Erzählstimme soweit, dass sie wirkt, als würde sie nicht zum Roman dazugehören, sondern ihn von außen betrachten.

Bitte im Original zu Genießen

Auch wenn Veronica Roth eher für komplizierte Welten und politische Systeme innerhalb dieser bekannt ist, schafft es die Übersetzung dennoch den Roman noch schwerfälliger wirken zu lassen, als es der 608 Seiten lange Koloss bereits ist. Die Deutsche Version hat mich nur schwerlich in die Handlung hineingezogen und mich leider nicht bis zum Ende durchhalten lassen.

Die Englische Version wirkte hingegen leichter und schneller, was das Tempo angeht. Die Geschichte von Akos und Cyra wird dennoch nicht die große neue Young Adult-Reihe des Jahres werden. Viel wurde Rat der Neun im Vorfeld gehypt und genauso schnell ist der Hype wieder verflogen. Die Geschichte mischt bekannte Elemente – besondere Fähigkeiten; zwei Protagonisten, die durch sich erkennen, dass etwas mit der Gesellschaft nicht stimmt; dystopische Gesellschaft, die auf den ersten Blick perfekt wirkt – zu einem neuen Universum zusammen. Die Themen sind austauschbar und wirken wie ein Setzbaukasten für den perfekten Young Adult-Fantasy-Sci-Fi-Roman. Das Ergebnis bleibt dabei eher mäßig. Die Frage nach dem Stellenwert von Schicksalen und Prophezeiungen wird im zweiten Band der Reihe – bisher nur auf Englisch unter dem Titel The Fates Divide erschienen – weiter aufgegriffen.

Rat der Neun | Veronica Roth | CBT Verlag | 608 Seiten | Sci-Fi / Young Adult | Bei Amazon kaufen

Dieser Roman wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

0

Eine Sammlung von Büchern: Ein Rückblick auf 2017 [SaSo]

Willkommen zum ersten Sammlungssonntag in 2018. Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet. Mein Silvester war sehr entspannt. Es gab Raclette und einen Spieleabend mit Freunden. Für die erste Sammlung in diesem Jahr gucken wir zurück auf 2017 und die Bücher, die ich gelesen habe.

Mein Bücherrückblick auf 2017 mit Rainbow Rowell, Menschenwerk, The Girls, Magisterium und Charlotte Holmes.

Tatsächlich habe ich mein Leseziel von 40 Büchern erreicht. Leider waren dieses Jahr einige Bücher dabei, die mir so gar nicht gefallen haben oder die meine Erwartungen enttäuscht haben. Dazu kommen wir später. Lasst uns erst einmal einen Blick auf meine Lieblingsbücher des Jahres werfen.

Meine Lieblingsbücher 2017

We Are okay

Der Roman von Nina LaCour beleuchtet wie es sich anfühlt für die Uni in eine fremde Stadt zu ziehen. Dabei fokussiert sich das Buch vor allem auf Zwischenmenschliche Beziehungen und die Frage, wie es sich anfühlt seine beste Freundin das erste Mal seit Monaten wieder zu sehen und festzustellen, dass man sich entfremdet hat. Mehr Details bei Amazon

Menschenwerk

Menschenwerk von Han Kang beschäftigt sich mit der südkoreanischen Militärdiktatur der 1980er Jahre und den damit verbundenen Studentdemonstrationen, bei denen etliche Studenten umgebracht und Inhaftiert wurden. Über einen Zeitraum von gut 30 Jahren werden einzelnen Personen begleitet, die an den Demonstrationen teilgenommen haben. Dabei konzentriert sich jedes Kapitel auf sehr berührende Art und Weise auf eine Person. Menschenwerk auf Amazon

Eleanor & Park

Rainbow Rowell’s Eleanor & Park ist zwar schon etwas älter, nichts desto trotz ist es eines meiner Favoriten aus 2017. Es begleitet die beiden Highschoolschüler Eleanor und Park, die gegen Klischees ankämpfen müssen und über gemeinsame Busfahrten langsam begreifen, dass sie sehr viel mehr gemeinsam haben, als sie zunächst dachten. Eleanor & Park bei Amazon kaufen

The Girls

The Girls stellt eine Gruppe von Mädchen in den Mittelpunkt, die einer Art Sektenführer folgen. Dabei stellt Autorin Emma Cline die Frage: Wie weit würdest du gehen um zu einer Gruppe zu gehören? Die Handlung ist grob inspiriert von den Taten der Manson Family. The Girls bei Amazon

Sieben Minuten nach Mitternacht

Patrick Ness & Siobhan Dowd erzählen in ihrem Roman die Geschichte des kleinen Conar, dessen Mutter an Krebs erkrankt ist. Immer um sieben Minuten nach Mitternacht erscheint ihm ein riesiges Monster, welches ihm drei Geschichten erzählt, die ihm helfen sollen mit der Situation klar zu kommen. Das etwas unkonventionelle Kinderbuch ist höchst bewegend und fantastisch geschrieben. Hier geht’s zu Amazon und über diesen Link geht’s zu meiner Rezension.

Mein Freund Pax

Mein Freund Pax von Sara Pennypacker gehört ebenfalls offiziell zu den Kinderbüchern, hat jedoch genug Potenzial um Erwachsene tief zu berühren. Das Buch begleitet Pax, den Fuchs, und Peter, seinen Besitzer, die durch einen Krieg getrennt wurden und nun versuchen zueinander zurück zu finden. Weitere Informationen findet ihr auf Amazon oder in meiner vollständigen Rezension.

Das Buch der Wunder

Dieser Indieroman von Stefan Beuse hat mich zu tiefst bewegt. Er erzählt von einem Geschwisterpaar, die sich gemeinsam Abenteuer und Welten ausdenken. Während er sich vor allem für Wissenschaft interessiert, ist Penny immer mit dem Kopf in den Wolken. Bis sie plötzlich verschwindet und ihm das Buch der Wunder zurücklässt. Den Roman könnt ihr direkt bei Amazon bestellen oder meine Rezension lesen.

Magisterium-Serie

Wenn es um Buchreihen geht, hat mich kaum eine so sehr beeindruckt wie Magisterium von Holly Black und Cassandra Clare. In den bisher drei erschienen Bänden geht es um den Zauberlehrling Call, der im Magisterium ausgebildet wird und dabei allerhand Abenteuer erlebt. Die sehr sarkastisch erzählte Geschichte ist spannend, komisch und vor allem wirklich zauberhaft. Der erste von geplanten fünft Bänden ist Der Weg ins Labyrinth. Über diese Links könnt ihr Band 1 direkt bei Amazon bestellen oder meine Rezension zur kompletten Reihe lesen.

Charlotte Holmes-Serie

Obwohl ich Band 1 der Reihe bereits 2016 gelesen habe, hat mich Charlotte Holmes von Brittany Cavallaro auch 2017 weiter begleitet. Der zweite von drei Bänden – der letzte Band wird 2018 erscheinen – hat mich noch mehr begeistert als Band 1. Die Reihe begleitet James Watson, den Highschoolschüler und Nachfahren von John Watson, der auf das gleiche Internat wechselt, auf welches auch Charlotte Holmes, berühmte Nachfahrin Sherlock Holmes und angehende Meisterdetektivin, geht. Dabei versucht Jamie sich nicht nur mit Charlotte anzufreunden, sondern wird mitten hinein in einen Fall gestoßen, den er mit ihr gemeinsam lösen muss. Band 1 der Reihe &ndash A study in Charlotte – könnt ihr über diesen Link bei Amazon kaufen.

Auf Youtube könnt ihr euch übrigens auch ein Video von mir angucken, wie ich über all meine Libelingsbücher aus 2017 rede:

Bücher die gut waren

Natürlich kann nicht jedes Buch ein Lieblingsbuch werden. Manche Bücher waren eben nur „gut“ oder „okay“. Es sind jene Bücher, die ich zwar gerne gelesen habe, bei denen ich jedoch am Ende nicht dachte: „Dieses Buch muss ich gleich noch einmal von vorne beginnen!“

  • Eden Summer von Liz Flanagan; Gut geschriebener Jugendroman mit etwas zu viel Drama. meine vollständige Rezension
  • Hundert Stunden Nacht von Anna Woltz; Schöner Jugendroman über die Frage was man mit seinem Leben machen möchte und eine Ausreißerin in New York. meine vollständige Rezension
  • Girls in the Moon von Janet McNally; Sehr guter Jugendroman über zwei Schwestern, die gemeinsam durch New York ziehen und ihre berühmten Eltern. meine vollständige Rezension
  • A milion Junes von Emily Henry; Eine Romeo und Julia-Geschichte mit übernatürlichen Ereignissen.
  • Grisha Trilogie von Leigh Bardugo; Fantasyreihe ohne große Höhen.
  • Sadako von Johanna Hohnhold; Romanfassung des Lebens des Hiroshimaopfers Sadako. meine vollständige Rezension
  • Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel von Jean-François Parot; Erster Band einer Kriminalreihe, die kurz vor der französischen Revolution stattfindet.
  • Das Böse kommt auf leisen Sohlen von Ray Bradbury; Horrorroman für Kinder über die Frage was man tun würde um wieder jünger oder endlich Erwachsen zu sein.
  • Lieber Daddy Long-Legs von Jean Webster; Klassischer Briefroman über eine Waise, die von einem Fremden zur Universität geschickt wird und ihm von dort Briefe sendet.
  • Fantastic Beasts and where to find them von J.K. Rowling; Drehbuch des gleichnamigen Fantasyfilms.

Alle Bücher, die ich nicht mochte

Und natürlich gibt es diese Bücher, bei denen man sich fragt, wieso man sie überhaupt bis zum Ende gelesen hat:

  • Moonatics von Arne Ahlert; verwöhnte Snopps machen Urlaub auf dem Mond und nichts passiert. meine vollständige Rezension
  • Angstmädchen von Jenny Milewski; etwas vorhersehbarer Horrorroman. meine vollständige Rezension
  • Always and Forever Lara Jane von Jenny Han; Dritter Teil der To All the Boys I loved before-Reihe in dem Lara Jean sich mal wieder von ihrem Freund trennt.
  • Und jetzt lass uns Tanzen von Karine Lambert; mittelmäßig geschriebener Roman über die Liebe im Alter. meine vollständige Rezension
  • Unheimlich Nah von Doris Bezler; Thriller über eine paranoide Protagonistin, die immer paranoider wird, weil Menschen ihr vorwerfen Paranoid zu sein. meine vollständige Rezension
  • My true love gave to me von diversen Young Adult Autoren; Eine Sammlung von weihnachtlichen Kurzgeschichten, von denen drei wirklich überragend sind und die anderen super kitschig und absurd.

Alle Manga und Comics, die ich in diesem Jahr gelesen habe

  • The Legend of Zelda: Ocarina of Time von Akira Himekawa; Mangafassung des gleichnamigen Videospiels, der sich grob an der Vorlage entlanghangelt.
  • Ano Hana von Mitsu Izumi; Überragende Mangareihe über einen Highschulschüler, dem seine tote Kindheitsfreundin als Geist erscheint und dadurch ihn dazu zwing wieder mehr Zeit mit seinen Freunden zu verbringen. Wunderschön!
  • Verliebt in Japan von Inga Steinmetz; Kurze Comics über eine Reise nach Japan. meine vollständige Rezension
  • Tim und Struppi: Reiseziel Mond + Schritte auf dem Mond von Hergé; Zwei Abenteuer von Tim und Struppi und ihrer Reise zum Mond.
  • Nimona von Noelle Stevenson; Fantasycomic über Nimona, die der Handlanger eines Superschurken werden möchte und dadurch sein Leben ins Chaos stürzt.
  • Die Leichtigkeit von Catherine Meurisse; Meurisse verarbeitet in diesem Comic ihr Lebens als Überlebende des Charlie Hebdo-Attentats. meine vollständige Rezension
  • Merci von Zidrou; Comic über das Mädchen Merci, die zu Sozialstunden verurteilt wird und diese nutzt ein Kunstfestival zu organisieren.
  • Puella Magi Kazumi Magica von Magica Quartet; Sehr schlechte Fortsetzung von Puella Magi Madoka Magica. Definitiv nicht empfehlenswert.

Sowohl zu den Büchern die ich nicht mochte, als auch zu meinen gelesenen Mangan wird noch ein weiteres Video bei Youtube erscheinen.

0

Eine Sammlung von Weihnachtsgeschenkideen [SaSo]

Weihnachten steht kurz vor der Tür und damit natürlich die wie jedes Jahr aufkommende Frage: „Was soll ich eigentlich verschenken?“ Da sind die Großeltern, die eigentlich schon alles haben, die Eltern, die nicht so recht wissen was sie sich wünschen und die beste Freundin, die man mit einer Kleinigkeit überraschen möchte.

Für jeden gibt es das passende Geschenk. Egal ob Bücherwurm, Teejunkie, kreative Seele oder Spielefan. Um euch auf ein paar Ideen zu bringen, was ihr verschenken könnte, gibt es heute ein Sammlung von Geschenkesammlungen. Sozusagen ein Best-of meiner Geschenkeempfehlungen aus den letzten Jahren. Alle Links sind natürlich überarbeitet und aktualisiert:

Geschenkideen für Teeliebhaber

Teeliebhaber sind recht einfach zu beschenken: Ein toller Tee, ein neues Teesieb oder Matcha-Starterkit, reichen oft schon aus um das Herz höher schlagen zu lassen. Aber nicht jeder Teeliebhaber mag jeden Tee. Versucht vor dem verschenken herauszufinden was für Teesorten der Beschenke mag und ob er wirklich noch eine neue Tasse braucht oder seine Sammlung nicht schon aus allen Nähten platzt.

Hier geht’s zu meinen sechs Tipps für Teeliebhaber.

Geschenkideen für DIY-Kinder

DIY-Projekte sind ein tolles last Minutegeschenk, aber sie können auch die Fantasie des Beschenkten anregen. Ein vorbereitetes Bulletjournal, ein Ideenglas oder Ähnliches sind perfekte, persönliche Geschenke und eigenen sich oft um jemanden eine Freude zu machen, der schon alles hat.

Sechs DIY-Geschenkideen von mir findet ihr hier.

Geschenkideen für Gesellschaftspieler

Ein Geschenkeklassiker sind mittlerweile definitiv Gesellschaftsspiele. Egal ob ihr eurer Oma ein neues Puzzel schenkt, eurem Vater ein tolles neues Kartenspiel oder ein komplexes Spiel für euren besten Freund kauft. Mit Spielen kann man häufig gar nicht mal so viel falsch machen. Wichtig zu wissen sind eigentlich nur zwei Sachen: Was für Spiele mag der zu Beschenkende und besitzt er schon das SPiel, welces ihr kaufen möchtet.

Meine sechs Spieletipps zu Weihnachten gibt es in diesem Beitrag.

Geschenkideen für Abenteurer

Natürlich müssen es nicht immer materielle Geschenke zu Weihnachten sein. Ein Gutschein für ein tolles Fünfgänge Menü, eine Massage oder einen gemeinsamen Ausflug sind besonders bei vollen Terminplänen sehr viel schöner, denn das größte Geschenk was man verschenken kann, ist gemeinsame Zeit.

Sechs Tipps für tolle Gutscheine gibt es hier.

Geschenkideen für Leseratten

Zum Abschluss kommen wir natürlich zu meiner Lieblingsgeschenkegruppe: Leseratten und Buchwürmer. Natürlich könnt ihr für diese Gruppe immer ein tolles neues Buch kaufen – wer, der gerne liest, freut sich schließlich nicht über ein fantastisches neues Buch. Aber auch Buchmerchandise boomt gerade. Egal ob es eine passende Kerze zur Lieblingsreihe, ein Kissen mit Zitat oder ein Poster ist, Merchandise gibt es mittlerweile in unfassbar vielen Ausführungen.

Zu meinen Buchempfehlungen geht es hier lang.

Sechs Inspirationen für tollen Buchmerchandise gibt es in diesem Beitrag von mir.

Mehr Buchinspirationen, besonders zu weihnachtlichen Büchern, findet ihr auf Büchernests Facebookseite. Dort stellt stellt jeden Tag ein anderer Blogger ein Buch vor. Eine Empfehlung von mir ist auch mit dabei. ;)

Was verschenkt ihr am liebsten zu Weihnachten und worüber freut ihr euch am meisten?

1

Unheimlich Nah – Jugendpsychothriller mit seltsamen Wendungen [Review]

Unheimlich Nah ist der neuste Jugendpsychothriller der deutschen Autorin Doris Bezler, Autorin von Romanen wie Geisterfahrt und Dunkler Zwilling. Ihr neuster Roman zeigt eine hysterische, paranoide Protagonistin, der niemand glaubt als sie beginnt unter Verfolgungswahn zu leiden.

Der Psychothriller Unheimlich Nah von Doris Bezler.

Anna ist 17 und hat gerade ihr Medizinstudium begonnen, als sie von einem Fremden vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen wird. Durch die Hilfe eines Umstehenden überlebt sie dieses Attentat mit einigen Schrammen. Als die Polizei am Tatort eintrift, scheint niemand am Bahnsteig den Angreifer gesehen zu haben und die Polizei nimmt den Fall als versuchten Selbstmord zu den Akten.

Doch Anna weiß, dass da jemand war und sie bemerkt immer wieder, dass jemand sie zu verfolgen scheint. Als auch noch Plakate auftauchen, die unter dem Vorwand einer Blutspendeaktion, nach ihr zu fahnden scheinen, ist sie sich sicher, dass es jemand auf ihr Leben abgesehen hat.

Vollkommen paranoide Protagonistin

Wer Unheimlich Nah nicht so ganz ernst nimmt beim lesen kann von der vollkommen paranoiden Protagonistin durchaus unterhalten werden. Anna hat kein Problem daraus aus jeder Person einen potenziellen Feind zu machen. Ihre Stiefmutter, die sie nicht leiden kann, möchte Anna sicherlich los werden. Ihre beste Freundin betreibt sicherlich einen Organhandel und gehört einer muslimischen Terrorgruppe an. Ihr sich liebevoll um sie sorgender großer Bruder will sie sicherlich töten um als Alleinerbe dazustehen und der Junge aus ihrer ehemaligen Schule, der zufällig auf die gleiche Uni geht wie Anna wollte sie sicherlich schon immer Tot sehen.

Diese Suche nach Feindbildern ist das eigentliche Problem unter der Anna leidet, deren Leben durchaus bedroht wird und der sicherlich die Polizei glauben würde, wenn sie nicht alle paar Seiten einen neuen Feind finden würde, die sie teilweise mit den abstrusesten Hintergrundgeschichten ausstattet, die man seit Aviator gesehen hat. Jeder Mensch ist ein potenzieller Angreifer für die sehr hysterische Protagonistin und während dies sehr witzig zu verfolgen ist, fragt man sich dennoch: Wer greift Anna denn nun wirklich an oder bildet sie sich die Angriffe nur ein?

Ein großer Teil von mir hat beim Lesen darauf gehofft, dass es sich um letzteres Handelt und wir eine Geschichte à la Schutter Island geboten bekommen, aber natürlich ist unsere kleine Protagonistin einfach nur überfordert mit ihrer eigenen Situation, während sich eine wirklich langweilige zweite Handlung langsam ausbreitet, bei der es um eine Mutter geht, die einen Organspender für ihre Krebskranke Tochter sucht und die im ersten Moment absolut gar nichts mit Anna zu tun haben scheint. Dann fällt der Groschen und von da an – etwa ab der Hälfte des Romans – ist klar wie diese beiden Handlungen zusammenhängen und vor allem was in Annas Lebe geschieht, auch wenn sie keine Ahnung zu haben scheint, was los ist.

Das ich den Roman von da an noch zu Ende gelesen habe war einzig dem durchaus guten Schreibstil, Annas abstrusen Theorien und meiner Hoffnung, dass es doch noch eine überraschende Wendung geben wird, geschuldet.

Unheimlich nah ein lesenswerter Roman?

Unheimlich nah ist definitiv nicht der schlechteste Roman, den ich in diesem Jahr gelesen habe – oder zumindest angefangen habe –, dennoch ist es auch kein wirklich guter Roman. Die Protagonistin kann überhaupt nicht ernst genommen werden, die zweite Handlung ist nur störend und sorgt nicht dafür, dass der Roman an Fahrt aufnimmt oder spannender wird, im Gegenteil, und wer auf überraschende Wendungen wartet, der ist hier falsch aufgehoben. Lediglich die Pferdeszene hat kurz dafür gesorgt, dass es wirklich spannend wurde, danach muss man sich jedoch wieder frage warum Annas Familie sie nicht in die geschlossene Psychiatrie einliefern lässt, denn das arme Mädchen ist vollkommen instabil und paranoid. Als Protagonistin ist das die Hälfte der Zeit anstrengend und ansonsten relativ unterhaltsam, weshalb Unheimlich nah zwei Sterne für den Versuch einen Psychothriller für Jugendliche zu schreiben.

Unheimlich nah | Doris Bezler | 2017 | cbt Verlag | 382 Seiten | Bei Amazon kaufen


Dieser Roman wurde mir als Rezensionsexemplar im journalistischen Kontext von cbt zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

1

Herbst Buch Haul [SaSo]

Mein Lesestape hat in den letzten Tagen einiges an Zuwachs bekommen, den Herbstzeit heißt auch Lesezeit! CTB, Blessing, Aladin und Bastei Lübbe haben mir netterweise einige Rezensionsexemplare zu Verfügung gestellt und irgendwie habe ich es auch noch geschafft vier weitere Bücher zu bestellen. Also, auf geht’s zum Bücherstapel.

Meine Leseliste für den herbst: Unheimlich Nah, Le Floch, Sadako, Das Böse kommt auf leisen Sohlen, My True Love gave to me und We are okay.

Bilder: amazon.de

Wer keine Lust hat den Text zu lesen, kann auch auf Youtube mein Haul-Video angucken. Vorsicht: Meine französische Aussprache ist mehr als nur schlecht!

Unheimlich Nah – Doris Bezler

Unheimlich Nah ist ein Psychothriller für Jugendliche. Er begleitet Anna in ihrem ersten Semester an der medizinischen Fakultät. Doch irgendetwas scheint nicht zu stimmen. In den Schatten wartet eine seltsame Gestalt auf Anna. Nach einem fehlgeschlagenen Mordversuch, hofft sie, dass die Polizei und ihre Familie ihr endlich glauben, doch niemand scheint die Gefahr ernst zu nehmen.

Spannender Roman, der leider eine wirklich uninteressante Handlung und eine etwas anstrengende Protagonistin hat. Meine vollständige Rezension kommt in den nächsten Tagen.

Unheimlich Nah bei Amazon kaufen

Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel – Jean-François Parot

Die Le Floch-Reihe gehört zu den bekanntesten Kriminalromanen Frankreichs. Nach 14 Bänden und einer zwölfteiligen Fernsehserie kommt nun Band 1 Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel auch nach Deutschland. Die Reihe ist im Paris des 18. Jahrhunderts angesiedelt und in Band 1 führen die Ermittelungen von Komissar Le Floch sogar bis an den Königshof.

Das Buch klingt super spannend! Band zwei erscheint übrigens bereits im Februar.

Den historischen Kriminalroman bei Amazon bestellen

Sadako – Johanna Hohnhold

Sadako ist eines der bekanntesten Opfer des Atombombenangriffs auf Hiroshima. Das kleine Mädchen, was daran glaubte, dass sie durch das falten von tausend Kranichen gesund werden könnte, ist heute eines der Zeichen für Frieden.

In Sadako bereitet Johanna Hohnhold die Geschichte kindgerecht auf. Dabei schafft sie es die stilisierte Figur endlich wieder kindlich wirken zu lassen. Ein sehr schöner Roman mit wunderschönen Illustrationen.

Sadako bei Amazon kaufen

Das Böse kommt auf leisen Sohlen – Ray Bradbury

Ray Bradburys Kinder-Horrorgeschichte über einen Rummelplatz, dessen magisches Karussell Menschen verjüngern oder altern lassen kann, gehört mittlerweile zu de Klassikern. Die Geschichte wurde nun im Aladin-Verlag mit beeindruckenden Tuscheillustrationen neu aufgelegt.

Eine wirklich sehr schöne neue Edition.

Jetzt die Neuauflage bestellen

Brandmal: Ein John Sinclair Roman ‐ Mark Benecke & Florian Hilleberg

Bei Brandmal handelt es sich um einen neuen John Sinclair-Roman. Dieses Mal muss kriegt es der Geisterjäger mit mehreren Fällen von spontaner Selbstentzündung zu tun, während Mark Benecke in Berlin mit dem gleichen Phänomen zu tun hat.

Ein spannendes Crossover.

Brandmal bei Amazon kaufen

John Sinclair – Oculus: Das Ende der Zeit – Wolfgang Hohlbein [Hörspiel]

Auch bei Oculus handelt es sich um eine neue Geschichte von John Sinclair. Auch bei dieser hat ein Gastautor – kein Geringerer als Wolfgang Hohlbein – die Finger im Spiel. Dieses Mal geht es gleich um das Schicksal einer kompletten Stadt.

Hier geht es zum neuen John Sinclair-Hörspiel

My True Love gave to me – Holly Black, Rainbow Rowell und andere

Für alle, die schon in Weihnachtsstimmung sind, ist definitiv My True Love gave to me das richtige Buch. Bei dieser Sammlung aus zwölf Kurzgeschichten und Erzählungen, handelt es sich um weihnachtlich Liebesgeschichten von einigen der bekanntesten Young Adult-Autoren. Darunter Rainbow Rowell, Jenny Han und Holly Black.

My True Love Gave to me bei Amazon kaufen

We are okay – Nina LaCour

Ein wundervoller Young Adult-Roman, der zeigt wie sehr sich Freundschaften verändern, wenn die Highschool zu Ende geht und man durch das Studium auseinanderdriftet. Gleichzeitig zeigt er, dass alte Freunde die größte Hilfe in schweren Zeiten sind.

Über diesen Link geht es zu We Are Okay

Only Dull People Are Brilliant at Breakfast – Oscar Wilde

Only Dull People Are Brilliant at Breakfast ist ein Essay des viktorianischen Autors Oscar Wilde über die Gesellschaft, Bildung und die Rolle der Kunst. Sarkastisch und briliant.

Only Dull People Are Brilliant at Breakfast jetzt bestellen

Green Tea – Sheridan La Fanu

Ebenfalls aus der viktorianischen Zeit stammt La Fanus Green Tea, eine kurze Horrorgeschichte über einen Geistlichen, der es mit einem Dämon aufnehmen muss.

Green Tea bei Amazon bestellen

1

Die Leichtigkeit: Wie man ein Attentat überlebt [Review]

Mit der Graphic Novel Die Leichtigkeit verarbeitet Catherine Meurisse, eine Überlebende der Charlie Hebdo-Redaktion, das Attentat und stellt die Frage, wie man nach solchen Erlebnissen weiterleben kann.

Die Graphic Novel Die Leichtigkeit von Catherine Meurisse.

Die autobiografische Graphic Novel beginnt am Tag des Anschlags auf die Charlie Hebdo-Redaktion, dessen Mitglied Catherone Meurisse ist und die nur durch einen Zufall zu spät zu den Redaktionsräumen aufbricht, und begleitet von dort aus die Protagonistin bei dem Versuch wieder ein normales Leben zu führen, indem sie nicht mehr nur eine Überlebende ist, sondern weiter als Illustratorin arbeiten kann.

Dabei setzt Meurisse auf eine Mischung verschiedener Stille. Mal sind ihre Bilder eher schnelle Skizzen, die dem Comicstil von Charlie Hebdo entsprechen, mal sind es detailgetreue Farbwelten, die die Wirklichkeit so nah wie möglich wiedergeben wollen.

Catherine Meurisse verarbeitet in ihren Zeichnungen das Attentat auf die Charlie Hebdo-Redaktion.

In diese Zeichnungen werden immer wieder Zitate aus Romanen hineingegeben, die sich mit dem Prozess des Schaffens, aber auch mit dem Leben auseinandersetzen. Dies unterstreicht auf sehr ergreifende Weise das Hauptthema von Die Leichtigkeit, in der es um das Überleben und vor allem Weiterleben geht. Wie kann man nach einem Attentat einfach weiterleben und weitermachen? Wie soll man jeden tag aufstehen und dort ansetzen, wo man aufgehört hat? Fragen, die Meurisse an friedlichere Orte führen und tief in ihre eigenen Empfindungen.

In Karikaturen setzt sich Catherine Meurisse in Die Leichtigkeit mit dem Attentat auf Charlie Hebdo auseinander.

Die Leichtigkeit ist eine Emotionale Sammlung aus Geschichten, Empfindungen und Fragen. Sie beschreibt weniger mit Worten, sondern mit Gefühlen, wie man sich als Überlebender fühlt und versucht unsere Zeit zu verstehen. Dabei werden epische Proust-Zitate mit großen Bildern verbunden und immer wieder durch fast schon grobe Zeichnungen unterbrochen, die die Zerrissenheit Meurisse unterstreichen.

Dennoch bleibt unter all diesen Ebenen die Frage wie nah ihre Schilderungen wirklich an ihren eigentlichen Emotionen und Handlungen sind und ob diese stilisierte Form überhaupt die Möglichkeit bietet ihre wirklichen Gedanken zu verdeutlichen.

Die Leichtigkeit | Catherine Meurisse | Carlsen Verlag | Graphic Novel | Bei Amazon kaufen