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ESC 2015: Favoriten und Gewinner [SaSo]

Haha, heute bekommt ihr eine Sammlung der besonderen Art: Meine Favoriten und die tatsächlichen Gewinner des ESC’s in Wien. Wie in den vergangenen Jahren habe ich mich mit U-kun zusammen getan um – mit Käseigel-Unterstützung – den Eurovision Song Contest zu gucken und unsere eigenen Punkte an Kandidaten zu vergeben.

Bewertet haben wir nach musikalischem Inhalt, Aussagekraft und Inszenierung. Zusatzpunkte gab es außerdem für mutige musikalische Entscheidungen. Das unser Ergebnis dabei nicht unbedingt mit dem übereinstimmt, was Europa allgemein von den Künstlern hält, ist uns dabei immer durchaus bewusst.

Unsere Top 10

  1. Italien
  2. Australien
  3. Norwegen
  4. Belgien
  5. Rumänien
  6. Zypern
  7. Schweden
  8. Österreich
  9. Aserbaidschan
  10. Slowenien

Besonders das norwegische Duett aus Mørland und Debrah Scarlett, mit ihrem Indietitel und der recht minimalistischen Inszenierung war einer meiner Favoriten:

Das Lied war natürlich nicht besonders genug um wirklich zu gewinnen, aber für einen achten Platz hat es am Ende dann doch gereicht.

Moment, warum fehlt Russland? Obwohl U-kun und ich beide den russischen Beitrag – der im Endeffekt zweiter geworden ist – nicht schlecht fanden, war es trotz allem eine recht langweilige Ballade, die etwas langweilig und vor allem unehrlich wirkte. Im Ernst: Russland singt über Frieden?! Das ist schon ein wenig komisch und hat natürlich überhaupt nichts mit der politischen Lage zu tun.

Und Italien ist auf Platz eins? Ja, Italien haben wir auf dem ersten Platz – letztlich dritter – gesehen, da es zwar nicht unbedingt unserem Geschmack entsprach, aber stimmlich und musikalisch sehr gut gemacht war. Es wäre auch mal schön gewesen, wenn ein Lied gewonnen hätte, welches – naja – einfach gut gesungen wurde.

Und Schweden ist auf Platz sieben?! Oh ja, den Favoriten haben wir einfach nicht als Sieger gesehen. Klar, das Lied funktioniert weltweit gut, aber es ist auch eine relativ uninspirierte Eurodance-Nummer, die vor allem durch die gut inszenierte Show funktioniert, jedoch ansonsten etwas langweilig ist.

Auch den mutigen Betrag des Belgiers Loïc Nottet fand ich sehr großartig, da er recht mutig und anders war. Wie in unserer Bewertung hat er auch final den vierten Platz erreicht:

Wie es wirklich ausging

  1. Schweden
  2. Russland [nicht in unserer Top-10]
  3. Italien
  4. Belgien
  5. Australien
  6. Lettland [nicht in unserer Top-10]
  7. Estland [nicht in unserer Top-10]
  8. Norwegen
  9. Israel [nicht in unserer Top-10]
  10. Serbien [nicht in unserer Top-10]

Zumindest haben wir dieses mal 50% der Top-10 richtig getippt, auch wenn die Platzierungen nicht so ganz stimmen. Lettland hätte ich gerne in die Top-10 aufgenommen, da es einfach so anders war als die anderen Beiträge. Ja, die Stimme war etwas zu hoch und hätte vielleicht ein wenig kräftiger sein können und die Frau war gruselig dünn, aber der Beitrag war dennoch etwas besonderes.

Estland wollte U-kun unbedingt in der Liste haben, aber da ich es zu überinszeniert und vor allem die Stimmen zu schlecht fand, ist auch dieses Lied aus unserer Top-10 geflogen.

Puh, Israel muss man einfach sehen um sich dazu eine Meinung bilden zu können:

Das Lied beginnt langsam mit dem etwas pummeligen Muttersöhnchen Golden Boy, der zu seiner Mama läuft um sich über ein fieses Mädchen zu beschweren. Danach zieht der israelische Jason Derulo mit seinen Jungs durch die Clubs Tel Avivs und das zu einer komischen arabischen Melodie. Ob ich daran jetzt etwas toll finden soll weiß ich nicht so recht, aber ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Lied in einem Club sehr gut funktionieren kann.

Was Serbien angeht finde ich tatsächlich alles an diesem Beitrag schlimm. Die dicke Frau, die von einer Windmaschine noch dicker aufgepustet wird, der klischeeige Text („Beauty Never Lies“) und die Stimme, die immer wieder komisch abbricht und leider Töne nicht so toll halten kann, wie sie es gerne möchte. Im Ernst, wer kommt auf die Idee eine dicke Sängerin zum ESC zu schicken, die darüber singt, dass es ok ist dick zu sein und der Sätze wie: „Finally I can say , yes, I’m diff’rent, and it’s okay!“, in den Mund gelegt werden. Das kann man machen, muss man aber nicht. Bzw. man sollte es einfach lassen. Diese Frau hätte sicherlich eine sehr schöne andere Ballade singen können, die sie nicht nur auf ihr Aussehen reduziert.

Und wo ist Deutschland?

Leider war unsere Konkurrenz dieses Jahr sehr stark und fast alle Punkte sind immer wieder an die gleichen ca zwölf Länder gegangen. Für den hinteren Teil der Liste – und hier befindet sich Deutschland – ist somit kaum ein Punkt übriggeblieben. Oder im Fall von Deutschland und Österreich: Kein Punkt.

Ich fand unseren Beitrag wirklich nicht schlecht, aber etwas Besonderes war er leider auch nicht. Damit ist er sowohl bei der Jury, als auch beim restlichen Voting durchgefallen. Nächstes Jahr schaffen wir es hoffentlich in Schweden wieder zurück unter die Top-10!

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Twelve points go to Sweden!

Der diesjährige ESC ist wieder einmal vorbei. Gewonnen hat die süße Schwedin Loreen, die bereits im Vorfeld als große Favoritin galt. Aussehen tut sie wie Maria Mena, singt ein wenig wie Björk und tanzt, als wäre sie arg, arg betrunken. Das Gesamtbild wurde scheinbar in fast ganz Europa sehr gut aufgenommen, was einen verdienten ersten Platz ergibt. Herzlichen Glückwunsch!

Zumindest haben dadurch die russischen Omis nicht gewonnen, die mit ihren Keksen nur auf Platz 2 landeten. Jedes Mal, wenn sie wieder Punkte bekommen haben bin ich zusammengezuckt und habe nur gehofft, dass die 12 Punkte an Schweden gehen würden. Ich vermute stark, dass sie es durch Kuriositäten- und Niedlichkeitsbonus so weit nach Oben geschafft haben.

Was mich bei der Wertung sehr, sehr verwundert hat, war die Präsenz von Serbien. U-kun und ich haben das Lied immer wieder angehört und direkt wieder vergessen. Da war irgendwo ein Mann mit einer Klarinette im Hintergrund. Und ähm so eine Melodie wohl. Und scheinbar ein männlicher Sänger, der an einen Sat1 Moderator erinnert. Die Melodie fällt mir immer noch nicht ein. Am Ende reichte es für ihn für Platz 3.

Hm, Aserbaidschan hatte eine ziemlich stabile Ballade, die ich eher im oberen Mittelfeld gesehen hätte. Das Lied war nicht so schnarrchig wie Running Scared – Wie hat das noch mal den ESC gewonnen? -, dennoch nicht das Knallerlied. Auf der Bühne gab es ein weißes Kleid mit Lichtprojektionen, für welche man gerne Brainpool Punkte gegeben hätte, die aber auch erfolgreich vom Gesang abgelenkt haben.

Albanien ist auf Platz fünf gelandet, mit einem Text, der Gefühlt nur aus „Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah“ bestand. Gesanglich sehr sauber umgesetzt, aber eben durch das hohe „Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah“ eher nervend, als ansprechend. Dass so viele Menschen in Europa von diesem Lied überzeugt waren wundert mich ein bisschen, lässt sich vielleicht jedoch auch der Jurywertung zuschreiben.

Die Bewertung der Top-5 war schon recht spannend. Mit einem neuen Algorithmus sollte dies jedoch dieses Jahr auch gewährleistet werden. So wurden die Jurybewertungen, welche bereits Freitag feststanden, vorab analysiert und sortiert, damit nicht nach fünf Minuten Schweden als Gewinner hervorgeht. Dadurch sah es lange, lange Zeit für Deutschland sehr düster aus, welches immer weiter ins untere Mittelfeld abgedriftet ist. Hingegen bekam Mazedonien so viele Punkte, dass sie sich längere Zeit in den Top-10 halten konnten und das ziemlich unverdient. Der mazedonische Lied wurde von einer 40+ Frau gesungen, die sich für Anfang 20 hielt und mit einer Dance-Dance-Nummer punkten wollte. Im Endeffekt reichte es damit dann jedoch doch nur für Platz 13.

Nun weiter zur Top-10. Estland erreichte mit der sehr schönen Ballade Kula Platz 6. Ich hätte sie gerne weiter oben gesehen, aber man kann eben nicht alles haben. Nicht wahr?

Platz sieben ging an das äußerst schlechte türkische Lied. Der holperige Popsong wurde nicht wirklich gut vorgetragen, dazu kam ein blinkender Hintergrund und Männer, die aussahen als hätten sie sich mit Bettlaken verkleidet. Die ganze Performance stellte einen Kapitän, seine Matrosen, sein Boot und das Meer dar. Leider in so aufdringlich, dass man dabei die Augen zumachen musste um sich auf das Lied zu konzentrieren. Und das war ein Fehler, da man sich dann das Lied anhören musste. Zum Schluss verwandelten sich die Lakenmänner in ein Schiff und beantworteten damit die Frage, wo sich das diesjährige Trickkleid versteckt hat.

Roman Lob, unser deutscher Vertreter landete auf Platz acht, eine sehr schöne Überraschung. Meiner Einschätzung nach hätte ich ihn eher auf einem der unteren Plätze gesehen, da es vielleicht ein bisschen zu unspektakulär war. Doch Europa wählte diesen sehr präzise ausgeführten Auftritt auf Platz acht. Danke dafür!

Leider, leider belegte mein Favorit – Italien – nur Platz neun. Einen höheren Platz hätte ich diese soulig~swingigen Popnummer sehr gegönnt. Hat scheinbar jedoch nicht den Geschmack der Zuschauer getroffen.

Mit dem zehnten Platz für Spanien ging ein dritter Platz der Top-10 an einen der Big-5. Die anderen beiden (Frankreich 22, Großbritannien 25), schafften es nicht annähernd so hoch, sollten jedoch an die letzten Plätze langsam – mit einigen Ausnahmen – gewöhnt sein.
Das spanische Lied war eine wirklich gute Ballade, die langsam begann und sich dann sehr solide in leidenschaftliche Töne schraubte. Schön.

Irgendwie lagen U-kun und ich dieses Jahr wieder weit daneben mit unseren Favoriten. Meine Liste ist ungeordnet. U-kuns und meine ist nach den Punkten geordnet. Deutschland fehlt in dieser Liste, da wair schließlich nicht für Deutschland anrufen durften. In den Klammern findet ihr jeweils die wirkliche Platzierung.

Meine Einschätzung (ungeordnet) Plätze U-kuns und meine Einschätzung (geordnet) Ergebnis
Italien (9) 1 Italien (9) Schweden
Schweden (1) 2 Estland (6) Russland
Estland (6) 3 Spanien (10) Serbien
Dänemark (23) 4 Island (20) Aserbaidschan
Griechenland (17) 5 Irland (19) Albanien
Irland (19) 6 Dänemark (23) Estland
Serbien (3) 7 Schweden (1) Türkei
Moldau (11) 8 Frankreich (22) Deutschland
Russland (2) 9 Ukraine (15) Italien
Deutschland (8) 10 Moldau (11) Spanien

Richtigkeit unserer Prognosen, wer in die Top-10 kommt:
Meine: 6/10
U-kun und meine: 4/10

Nächstes Jahr sehen wir dann den ESC aus Schweden. Wird wahrscheinlich großes Kino :3

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Light your fire!

Heute Abend ist es wieder soweit: die großartigsten Künstler Europas versammeln sich, um sich im Gesang zu messen. Nur einer kann Eurovisions next Topmodel werden. Und nur einer kommt auf die deutsche Cosmopol… ne, war ja doch was Anderes.

Oh ja, dass ESC Finale steht heute Abend an. Nach dem zweiten Halbfinale mit ganz viel DanceDance-Musik, bin ich ein bisschen in Sorge, was in dem diesjährigen Finale geschehen wird. Sehr viele Lieder, bei denen man nur den Kopf schüttel kann, sind irgendwie weitergewählt worden. Es gab schlimme Pyrothechnik, Menschen die nicht singen konnten und versucht haben es mit Elektromusik zu übertönen, blinkende Lichter und Rauch. Alles in allem also ein recht typischer Grand Prix.

Nach den zwei Halbfinalen sind nun also 20 Länder weiter. Im Finale kommen dazu noch die Big Five und Aserbaidschan, was zusammen folgende 26 Teilnehmer ergibt:

Großbritannien, Ungarn, Albanien, Litauen, Bosnien-Herzegowina, Russland, Island, Zypern, Frankreich, Italien, Estland, Norwegen, Aserbaidschan, Rumänien, Dänemark, Griechenland, Schweden, Türkei, Spanien, Deutschland, Malta, Mazedonien, Irland, Serbien, Ukraine und Moldau.

Aus irgendeinem Grund, den ich nicht wirklich verstehe, ist Schweden das Favoritenland. Ich finde weder das Lied, noch die Performance irgendwie ansprechend.

Dagegen gefällt mir Italien sehr, sehr! Denen würde ich auch den Sieg sehr gönnen. Das Lied ist sehr jazzig. Nach dem unverdienten zweiten Platz im letzten Jahr – die hätten wirklich Platz 1 letztes Jahr schon verdient – drücke ich den lieben Italienern dieses Jahr alle Daumen.

Auch der Estländischen Beitrag gefällt mir sehr. Bei dieser ruhigen Ballade überzeugt Ott Lepland eher durch Können, als durch Spannung. Dennoch würde ich ihn gerne unter mindestens den Top-10 finden. Vermutlich eine grobe Fehleinschätzung.

Dänemark gefiel mir schon im ersten Halbfinale sehr, sehr. Den Mädchen würde ich auch eine hohe Platzierung gönnen. Das Lied ist ein sehr stabiler Pop-Song, mit einem Hauch Aura Dione. Das sollte doch nicht wirklich schaden, oder?

Wenn schon irgendein Dance-Gedöns oben mitmischen muss, dann würde ich es wohl am ersten noch den Griechen gönnen. Das Lied regt zumindest wirklich zum tanzen an und das kann man einem Dance-Lied doch nicht wirklich vorwerfen.

Das deutsche Lied fand ich bisher gar nicht so toll, aber wenn man es im Vergleich sieht, so könnte es wirklich durch Können überzeugen. Zudem bietet es eine schöne Ruheinsel in dem ganzen boom-boom der Dance-Disco-Glitzer-Lieder. Entweder kommt Deutschland damit unter die Top-10 oder direkt auf einen der letzten Plätze. Es bleibt abzuwarten, was heute Abend passiert.

Ich bleibe ja bei meiner Überzeugung, dass Jedward auch dieses Jahr wieder recht weit oben zu finden sein dürfte. Die beiden sind wie niedliche Eichhörnchen. Dazu kommt ein Ohrwurmlied, welches auch nicht wirklich schlimm klingt. Dürfte wahrscheinlich nicht für Platz eins reichen, aber die Top-10 werden die beiden schon erreichen.

Das serbische Lied klingt ein bisschen wie eins serbisches Lied zu einem Disneyfilm ö_ö

Und zum Schluss das moldawische Lied, welches ein wenig swingig und frisch klingt. Ist ja auch nicht schlecht und dürfte damit gerne unter die Top-10.

Leider, leider habe ich die Befürchtung, dass die russichen Keksbäckerinnen gewinnen werden. Hoffentlich nicht…

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2011: Von Erdbeben und Revolutionen

Das Jahr ist morgen zu Ende und somit ist es wieder einmal Zeit zurückzublicken und sich zu fragen, was dieses Jahr eigentlich passiert ist. Wie auch schon letztes Jahr möchte ich dabei nicht nur auf die Welt oder nicht nur auf diesen Blog eingehen, sondern beides zusammenmischen.

Januar

Im Januar 2011 bekam nun endlich auch Estland den Euro. Während es in Europa relativ still blieb ging die Revolution in Tunesien weiter ihren Weg und erlebte einen ihrer Höhepunkte in dem Rücktritt des tunesischen Präsidenten Ben Ali. Im Asian-Cup gewann wieder einmal Japan das finale Fußballspiel und MTV war nun nur noch per Pay-TV erhältlich.
Währenddessen steckte ich mitten in meinem dritten Unisemester, war immer noch damit beschäftigt jeden Tag ein Foto von mir zu machen um 365 Tage meines Lebens zu dokumentieren und entdeckte diese bösen Smartphones für mich, während auf dem Blog vor allem über Musik geschrieben wurde.

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Schokomuffin der Uni, warten auf den PC, pinker H&M Rock, Zuckeruhr (man sollte mehr Schmuck essen können!)

Februar

Während in Tunesien die Revolution gezeigt hatte, dass Demonstrationen und Aufstände etwas bewirken konnten schloss sich nun Ägypten dem Kreis der Revolutionsländer an und bewegte Muhammad Husni Mubarak zum Rücktritt. Einige Erdbeben begannen die Welt zu erschüttern. Darunter auch ein kleines in Deutschland. Und bei den Oscarverleihungen erhielten Black Swan, Inception und The Kings Speech einige Preise.
Im Februar quälte ich mich mit einer sehr bösartigen Japanischklausur herum, besuchte ein japanisches Filmfestival, feuerte Lena bei Unser Song für Deutschland an, freute mich über sehr gute deutsche Literatur (Sarah Kuttner, Jakob Hein, Finn-Ole Heinrich), stellte die Frage danach ob Magazine oder Zeitungen sinnvoller sein und überlebte ich Portal (böses PC Spiel >_<).

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März

Im März ereignete sich dann das schreckliche Erdbeben in Japan, welches in Verbindung mit dem Tsunami und dem Leg in Fukushima zu einer schrecklichen Katastrophe ausartete. Bis heute werden noch tausende von Menschen vermisst und die Folgen des Atomkraftwerklegs sind immer noch nicht vollkommen ausmachbar.
Aus irgendeinem Grund beschloss ich genau in diesem grausamen März Karneval feiern zu gehen (verkleidet als Black Swan), bleichte meine Haare sehr Hellblond und strich meinen Schreibtisch weiß.

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Blumenzwiebeln, wundervoller blauer Pulli, superblonde Haare, Karnevalsutensilien

April

Neben Ostern passierte nicht viel in der Welt. In den USA ereigneten sich wieder einmal Tornados. Und in England geben sich Prinz William und Catherine Middleton das Ja-Wort.
Ich kam nun endlich ins vierte Semester, fuhr mit einigen Menschen meines Studiengangs zusammen weg um zu grille und mit Seifenblasen zu spielen, erklärte, welche Gilmore Girls Folgen unbedingt geguckt werden müssten und feierte fünf Jahre Chochi in Wonderland.

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Frühlingstag mit Kirschblüten, Lagerfeuer, überteuerter Kaffee, tanzende Zombies

Mai

Osama Bin Laden, Volksfeind Nummer 1 der USA wurde von us-amerikanischen Truppen aufgespürt und ermordet. Rafael Nadal gewann die French-Open und Aserbaidschan gewinnt den Eurovision Songcontest in Düsseldorf.
Ich war komplett in Grand-Prix Stimmung, legte Tabellen mit den Punkten mit U-kun und A-chan an, fragte mich warum Eltern nicht verstehen was der Sinn von Social Networks und Blogs ist, ging zum Grand-Prix Halbfinale, fing an in einem neuen Büro zu arbeiten und verliebte mich in tumblr..

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IKEA kuschel-Gemüse, Cupcakes, Grand Prix (Feel your Heartbeat), C++ Müll

Juni

Im Juni starb Peter Falk (aka Columbo). Gleichzeitig zeigte sich immer stärker, dass der Euro einige Probleme hatte.
Ich begann den Sommer zu genießen, liebte alles an Street-Art, welches ich irgendwo in meiner Stadt finden konnte (+ Banksy’s Exit trough the gift shop), ging in eine Pop-Video-Ausstellung, überlebte das Hurricane-Festival, veranstalte das erste Bloggewinnspiel, ging zu einem Konzert von Philipp Poisel und einem von Wir sind Helden und war so richtig krank (-_-).

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Sommer, Hurricane, 1984, DVD-Marathon (aka krank im Bett liegen)

Juli

Der Südsudan erklärte seine Unabhänigkeit und Amy Winehouse stirbt in den USA.
Ich begann meinen Urlaub mit Katerboy in Amsterdam zu planen, machte mein 365. Kleidungsfoto, schrieb über Musik und DIYs und guckte sehr viele DVDs dank Vorlesungsfreierzeit.

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Mario Kart N64, grungige Bluse, Cupcakes, Streetart (ElBocho)

August

Das letzte Space-Shuttle machte sich auf zu ISS, während auf der Erde Vicco von Bülow (aka Loriot) starb und Hurrikane Irren die Ostküste der USA erschütterte.
Ich backte in der Zeit Cupcakes, hörte viel zu viel Musik, erklärte warum man Sofia Copola und Cristopher Nolan lieben muss, ging zur GamesCom und fuhr nach Amsterdam.

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Kuchen im ICE, Amsterdam, Sony auf der GamesCom, Sushi

September

Noch mehr Erdbeben, während die restliche Welt vor allem der Euro-Krise zuguckte.
Die Ferien gingen für mich langsam zu Ende und ich musste Anfangen für die Bachelorprüfung zu lernen. Zudem entdeckte ich das Fräulein-Magazin, lief im Maislabyrinth herum und ging zum Mando Diao Konzer.

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Fernsehabend, streicheling the Ziege, Fräulein-Magazin, Glitzernagellack

Oktober

Erdbeben in den USA, Wahlen in Europa und der Tod von Steve Jobs ließen den Oktober eher düster erscheinen, während das Wetter in Deutschland beschloss, dass es jetzt Sommer sein sollte.
In diesem verrückten Oktober machte ich meine Bachelorprüfung, lief in Sommerkleidung herum, grillte, trug noch mehr zu kurze Kleider, ging zu den internationalen Spieletagen, zeigte Lieblingstexte im Internet und zog um.

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Hallowe'en, Sommer im Herbst, internationale Spieletage, türkisches Gebäck

November

Europa war in Aufruhe. Während Spanier gegen die Regierung demonstrierten beschwerten sich deutsche gegen Stuttgart21. Deutschland hatte zudem den trockensten November seit 1881.
Plötzlich wurde ich schon 22, guckte König der Löwen im Kino, ging zu einem Konzert von Jamiroquai und einem von 30 Seconds to Mars.

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Tassenmodel in der Uni erstellt, Einhorn, Geburtstagstorte, Jamiroquai

Dezember

Wetten dass… zum letzten mal mit Thomas Gottschalk, Weihachten, Chanukka und der Amoklauf von Lüttich. Dazu kaum Schnee in Deutschland, dafür viel Regen, und explodierende Weihnachtsmarktpreise.
Neues Bloggewinnspiel, sehr viele selbstgemachte Plätzchen, Lebkuchen und Geschenke und dann schließlich sehr stressige Weihnachtstage.

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Lebkuchenhaus, Weihnachtskarten, Warmer-Kakao-Sonntag, Plätzchen backen

Die PS-Actions stammen von Bloody Cross.

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Tour de NRW

Args, es sind schon wieder fünf Tage herum. Merkwürdig wie die Zeit vergeht o_O
Yeah seit dieser Woche arbeite ich für einen neuen Bereich der Uni (bin jetzt schon seit einem Jahr Studentische Hilfskraft). Mal sehen wie das wird. Bisher scheint es ganz gut zu werden :3
Gestern war ich dann das erste mal seit sechs Jahren wieder in Bonn. Komisch, da wohnt man in NRW und bewegt sich doch immer nur in den gleichen Städten, obwohl es auch soooo viele andere gibt. Definitiv findet man sehr viele sehr süße Läden in Bonn. Leider gab es die Kleider, die mir gefallen haben NIE in meiner Größe. Doof!
Sooo und mal ein paar Fotos aus den letzten beiden Monaten. Quasi eine Tour de NRW (oder zumindest dem unteren Teil…. mhhh wobei dafür dann Aachen fehlt…):

Eifel: Lagerfeuer auf der Unifahrt

Eifel: Lagerfeuer auf der Unifahrt


Herumgammeln in Köln

Herumgammeln in Köln


Uni: lernen (muss man auch festhalten... nein, es ist nicht meine Hand oder mein PC, aber mein Eiskaffee :3)

Uni: lernen (muss man auch festhalten... nein, es ist nicht meine Hand oder mein PC, aber mein Eiskaffee :3)


Düsseldorf: Grand Prix Halbfinale 2

Düsseldorf: Grand Prix Halbfinale 2


Bonn

Bonn


Und weil ich es so oft nicht gemacht habe gibt es nachher dann noch einen zweiten Eintrag mit den Fotos der Kleidung, die ich in letzter Zeit getragen hab.

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Faszinierend Schrecklich

Gestern ging also endlich die Grand Prix Woche um. Nach gefühlt tausenden von Stunden stand das Ergebnis fest. Für das Ereignis bin ich extra zu Topfschwämmchen gefahren um mit ihr zusammen die Sendung zu verfolgen. Mit Süßigkeiten und Notizzetteln ging es dann los. Nach dem ersten Durchlauf ging es zur ersten Einschätzung und Liste. Meine sah für die Top-10 so aus (keine feste Reihenfolge):
Serbien, Island, Österreich, Schweiz, Italien, Estland, Dänemark, Rumänien, Deutschland, Moldau.
Naja, offenbar habe ich einen vollkommen anderen Geschmack als die Mehrheit der Zuschauer, denn das wirkliche Ergebnis lautete wie folgt:
1 Aserbaidschan
2 Italien
3 Schweden
4 Ukraine
5 Dänemark
6 Bosnien-Herzegowina
7 Griechenland
8 Irland
9 Georgien
10 Deutschland
Meine Einschätzländer landeten hingegen auf folgenden Plätzen:
Serbien (14), Island (20), Österreich (18), Schweiz (25), Italien (2!), Estland (24), Dänemark (5), Rumänien (17), Deutschland (10), Moldau (12)
Unfassbar fand ich, dass die Ukraine, bei welcher die Sandmalerei spannender war als das Lied, so viele Punkte bekommen hat. Warum Griechenland so weit oben ist verstehe wer will und dann auch noch Aserbaidschan auf Platz 1.
Die Schweizerin tat mir total leid. Nur Platz 25 und dann auch noch Estland auf 24.
Sehr überraschend an dem Abend fand ich Moldau. Die Band hab ich am Donnerstag zwar live gesehen war aber so dermaßen von der blinkenden Bühne abgelenkt, dass ich gar nicht auf die Musik achten konnte. Beim zweiten hören klang die Band jedoch sehr nach Franz Ferdinand.
Und jetzt noch etwas zu Lena. Ich fand es sehr schade, dass sie nicht so viele Punkte wie erhofft bekommen hat. Bedenkt man jedoch, dass man das Lied mindestens 2~3 mal hören muss um es großartig zu finden ist es irgendwie noch verständlich, dass sie nicht ganz oben mit dabei ist. Aber was macht Griechenland dann da oben?
Nun bleibt abzuwarten wie der ESC 2012 in Aserbaidschan werden wird.

Ein Leben nach dem Eurovision Songcontest
Tja, ab der nächsten Woche werde ich wieder über den üblichen Müll bloggen. Man hat ja sonst nichts zu tun..

Und weil es so großartig ist:

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Des Wahnsinns Ende…

Jaaaa, heute geht es wieder um den Eurovision Songcontest und am Sonntag wird es noch einmal darum gehen, aber dann ist alles vorbei. Gestern war ich mit U-kun bei zweiten Halbfinale in Düsseldorf. Cooler Weise wurden unsere Karten hochgestuft (von Überrang schräger Blick auf die Bühne, zu Unterrang parallel zur Bühne). Die Show war gut, die Stimmung großartig und mein großer Favorit (Niederlande) leider sehr enttäuschend (nach guten Proben und einem Lied, welches auf Niederländisch wundervoll, auf Englisch nicht mehr ganz so toll, war, war der Auftritt am Donnerstag leider sehr flach und der Rauswurf nicht ganz so überraschend…).
Weiter sind dieses mal folgende Länder gekommen (unterstrichene stimmen mit dem Tipp von U-kun und mir überein): Österreich, Schweden, Slowenien, Rumänien, Estland, Dänemark, Irland, Bosnien und Herzegowina, Moldau und Ukraine. Naja, dieses mal nur 7/10 richtig, aber egal!

Nur leider funktioniert nun unsere Liste nicht mehr. Daher lautet meine neuen Top-10 (die Reihenfolge spielt hier keine Rolle) wie folgt: Dänemark („Come on boys, come on girls“; gerne 12 Punkte), Island (hoffentlich massenkompatibel…), Großbritannien (mh… ist eben Blue, die werden das Ding schon schaukeln), Schweiz (einfach sehr Marit Larsen-artig), Österreich (uuuh eine Ballade), Irland (Lipstick… ja… Jedward eben…), Finnland (leider wird der wohl dabei sein, obwohl ich weder ihn, noch das Lied mag), Schweden (mhhh mögen tu ich das Lied nicht, die Massen aber scheinbar schon…), Estland („1,2,7,3 down the Rockefeller Street!“) und Serbien (yuhu, die 70er sind bunter den je zurück und tragen Freude in die Welt hinaus uuund das auf Serbisch!). Wer davon jetzt gewinnen wird bleibt abzuwarten.
Morgen geht es auf zu A-chan aka. Topfschwamm um das große Finale zu gucken. Deutschland unter den Top-5 wäre schon sehr cool :3

Mehr Zeug zum Grand Prix auf diesem sehr wunderbaren Blog:http://duslog.tv