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2011: Von Erdbeben und Revolutionen

Das Jahr ist morgen zu Ende und somit ist es wieder einmal Zeit zurückzublicken und sich zu fragen, was dieses Jahr eigentlich passiert ist. Wie auch schon letztes Jahr möchte ich dabei nicht nur auf die Welt oder nicht nur auf diesen Blog eingehen, sondern beides zusammenmischen.

Januar

Im Januar 2011 bekam nun endlich auch Estland den Euro. Während es in Europa relativ still blieb ging die Revolution in Tunesien weiter ihren Weg und erlebte einen ihrer Höhepunkte in dem Rücktritt des tunesischen Präsidenten Ben Ali. Im Asian-Cup gewann wieder einmal Japan das finale Fußballspiel und MTV war nun nur noch per Pay-TV erhältlich.
Währenddessen steckte ich mitten in meinem dritten Unisemester, war immer noch damit beschäftigt jeden Tag ein Foto von mir zu machen um 365 Tage meines Lebens zu dokumentieren und entdeckte diese bösen Smartphones für mich, während auf dem Blog vor allem über Musik geschrieben wurde.

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Schokomuffin der Uni, warten auf den PC, pinker H&M Rock, Zuckeruhr (man sollte mehr Schmuck essen können!)

Februar

Während in Tunesien die Revolution gezeigt hatte, dass Demonstrationen und Aufstände etwas bewirken konnten schloss sich nun Ägypten dem Kreis der Revolutionsländer an und bewegte Muhammad Husni Mubarak zum Rücktritt. Einige Erdbeben begannen die Welt zu erschüttern. Darunter auch ein kleines in Deutschland. Und bei den Oscarverleihungen erhielten Black Swan, Inception und The Kings Speech einige Preise.
Im Februar quälte ich mich mit einer sehr bösartigen Japanischklausur herum, besuchte ein japanisches Filmfestival, feuerte Lena bei Unser Song für Deutschland an, freute mich über sehr gute deutsche Literatur (Sarah Kuttner, Jakob Hein, Finn-Ole Heinrich), stellte die Frage danach ob Magazine oder Zeitungen sinnvoller sein und überlebte ich Portal (böses PC Spiel >_<).

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März

Im März ereignete sich dann das schreckliche Erdbeben in Japan, welches in Verbindung mit dem Tsunami und dem Leg in Fukushima zu einer schrecklichen Katastrophe ausartete. Bis heute werden noch tausende von Menschen vermisst und die Folgen des Atomkraftwerklegs sind immer noch nicht vollkommen ausmachbar.
Aus irgendeinem Grund beschloss ich genau in diesem grausamen März Karneval feiern zu gehen (verkleidet als Black Swan), bleichte meine Haare sehr Hellblond und strich meinen Schreibtisch weiß.

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Blumenzwiebeln, wundervoller blauer Pulli, superblonde Haare, Karnevalsutensilien

April

Neben Ostern passierte nicht viel in der Welt. In den USA ereigneten sich wieder einmal Tornados. Und in England geben sich Prinz William und Catherine Middleton das Ja-Wort.
Ich kam nun endlich ins vierte Semester, fuhr mit einigen Menschen meines Studiengangs zusammen weg um zu grille und mit Seifenblasen zu spielen, erklärte, welche Gilmore Girls Folgen unbedingt geguckt werden müssten und feierte fünf Jahre Chochi in Wonderland.

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Frühlingstag mit Kirschblüten, Lagerfeuer, überteuerter Kaffee, tanzende Zombies

Mai

Osama Bin Laden, Volksfeind Nummer 1 der USA wurde von us-amerikanischen Truppen aufgespürt und ermordet. Rafael Nadal gewann die French-Open und Aserbaidschan gewinnt den Eurovision Songcontest in Düsseldorf.
Ich war komplett in Grand-Prix Stimmung, legte Tabellen mit den Punkten mit U-kun und A-chan an, fragte mich warum Eltern nicht verstehen was der Sinn von Social Networks und Blogs ist, ging zum Grand-Prix Halbfinale, fing an in einem neuen Büro zu arbeiten und verliebte mich in tumblr..

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IKEA kuschel-Gemüse, Cupcakes, Grand Prix (Feel your Heartbeat), C++ Müll

Juni

Im Juni starb Peter Falk (aka Columbo). Gleichzeitig zeigte sich immer stärker, dass der Euro einige Probleme hatte.
Ich begann den Sommer zu genießen, liebte alles an Street-Art, welches ich irgendwo in meiner Stadt finden konnte (+ Banksy’s Exit trough the gift shop), ging in eine Pop-Video-Ausstellung, überlebte das Hurricane-Festival, veranstalte das erste Bloggewinnspiel, ging zu einem Konzert von Philipp Poisel und einem von Wir sind Helden und war so richtig krank (-_-).

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Sommer, Hurricane, 1984, DVD-Marathon (aka krank im Bett liegen)

Juli

Der Südsudan erklärte seine Unabhänigkeit und Amy Winehouse stirbt in den USA.
Ich begann meinen Urlaub mit Katerboy in Amsterdam zu planen, machte mein 365. Kleidungsfoto, schrieb über Musik und DIYs und guckte sehr viele DVDs dank Vorlesungsfreierzeit.

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Mario Kart N64, grungige Bluse, Cupcakes, Streetart (ElBocho)

August

Das letzte Space-Shuttle machte sich auf zu ISS, während auf der Erde Vicco von Bülow (aka Loriot) starb und Hurrikane Irren die Ostküste der USA erschütterte.
Ich backte in der Zeit Cupcakes, hörte viel zu viel Musik, erklärte warum man Sofia Copola und Cristopher Nolan lieben muss, ging zur GamesCom und fuhr nach Amsterdam.

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Kuchen im ICE, Amsterdam, Sony auf der GamesCom, Sushi

September

Noch mehr Erdbeben, während die restliche Welt vor allem der Euro-Krise zuguckte.
Die Ferien gingen für mich langsam zu Ende und ich musste Anfangen für die Bachelorprüfung zu lernen. Zudem entdeckte ich das Fräulein-Magazin, lief im Maislabyrinth herum und ging zum Mando Diao Konzer.

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Fernsehabend, streicheling the Ziege, Fräulein-Magazin, Glitzernagellack

Oktober

Erdbeben in den USA, Wahlen in Europa und der Tod von Steve Jobs ließen den Oktober eher düster erscheinen, während das Wetter in Deutschland beschloss, dass es jetzt Sommer sein sollte.
In diesem verrückten Oktober machte ich meine Bachelorprüfung, lief in Sommerkleidung herum, grillte, trug noch mehr zu kurze Kleider, ging zu den internationalen Spieletagen, zeigte Lieblingstexte im Internet und zog um.

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Hallowe'en, Sommer im Herbst, internationale Spieletage, türkisches Gebäck

November

Europa war in Aufruhe. Während Spanier gegen die Regierung demonstrierten beschwerten sich deutsche gegen Stuttgart21. Deutschland hatte zudem den trockensten November seit 1881.
Plötzlich wurde ich schon 22, guckte König der Löwen im Kino, ging zu einem Konzert von Jamiroquai und einem von 30 Seconds to Mars.

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Tassenmodel in der Uni erstellt, Einhorn, Geburtstagstorte, Jamiroquai

Dezember

Wetten dass… zum letzten mal mit Thomas Gottschalk, Weihachten, Chanukka und der Amoklauf von Lüttich. Dazu kaum Schnee in Deutschland, dafür viel Regen, und explodierende Weihnachtsmarktpreise.
Neues Bloggewinnspiel, sehr viele selbstgemachte Plätzchen, Lebkuchen und Geschenke und dann schließlich sehr stressige Weihnachtstage.

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Lebkuchenhaus, Weihnachtskarten, Warmer-Kakao-Sonntag, Plätzchen backen

Die PS-Actions stammen von Bloody Cross.

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„Eine Depression ist ein fucking Event!“

Mit diesem Satz beginnt das allzu mitreißende und sehr faszinierende Buch von Sarah Kuttner, die bereits mit der Kuttner Show oder ihren Kolumnen für die Süddeutsche Zeitung und den Musikexpressbewiesen hat, dass sie sehr subjektiven Journalismus betreiben kann und dabei auf eine leicht abgedrehte Art und Weise Informationen verbreiten kann. In Mängelexemplar, ihrem ersten (und hoffentlich nicht letzten) Roman aus dem Jahre 2010, zeigt sie eine ganze andere Seite. Der Roman erzählt die Geschichte von Karo, die wie so viele „irgendwas mit Medien“ macht, in einer Beziehung ist mit der sie nicht so ganz glücklich ist und auch ansonsten recht normal vor sich hin lebt. Eines Tages hört dies jedoch auf, als sie plötzlich anfängt unter Panikattacken zu leiden und dazu auch noch depressiv wird. Diese eher tragische Grundhandlung wird von Sarah Kuttner in Humor eingewickelt und gleichzeitig so intensiv beschrieben, dass man gleichzeitig mit Karo weinen möchte, während sie dumme Witze reißt, über die man einfach lachen muss. Der 261 Seiten lange Roman lässt sich dadurch recht schnell lesen. Großer Negativpunkt des Buches ist dabei, dass die Protagonistin zwar sehr charmant ist, aber ab und zu ein wenig zu kindlich redet. Naja, diesen Punkt kann man auch ignorieren und sich stattdessen über einen sehr netten Roman freuen, der auf eine gewisse Art sehr ehrlich ist: „Ich verliebte mich in den Gedanken, verliebt zu sein.“

Buch zwei, welches ich gerne empfehlen möchte, ist sehr anders. Oder eher ist der Protagonist anders. Sasha lebt als Jugendlicher in der DDR. Er weiß nicht so recht was er machen soll und so wirklich viele Interessen außer Musik hat er auch nicht. Irgendwann beginnt er Punk zu hören und darüber in andere Kreise zu kommen. Während eigentlich alles ganz gut bei ihm läuft hat er jedoch immer Probleme mit den Mädchen. Entweder gerät er nach kurzer Zeit in eine Freundschaftsecke und wird zur „besten Freundin mit Penis“ oder er begreift einfach nicht, dass das wunderschöne Mädchen in seiner Nähe tatsächlich etwas von ihm möchte. Dies führt immer wieder zu diversen Missverständnissen und Verwechslungen. So dümpelt Sasha, Hauptperson von Jakob Heines Roman Liebe ist ein hormonell bedingter Zustand aus dem Jahre 2009, durch Berlin und seiner Jugendzeit. Das Buch ist trotz DDR-Handlungsort recht zeitlos und macht auch für Menschen, die nach der Wende geboren wurden, wirklich Spaß, da typische Probleme von Jugendlichen und jungen Erwachsenen geschildert werden.

Liebe ist ein stark hormonell bedingter Zustand, der im Gehirn als eine Art Universallösung funktioniert. Alle offenen Fragen, alle dunklen Flecken, alle Leerstellen über eine Frau werden mit Liebe gelöst.

– Jakob Hein

Uuund weil der Eintrag sonst zu seriös wirken könnte hier noch die Kleiderbilder der letzten Tage:

Tag 220 (10.02.2011): Strickjacke, Top, Tanktop und Shorts H&M; Strumpfhose Pimkie; Lovekette Primark

Tag 220 (10.02.2011): Strickjacke, Top, Tanktop und Shorts H&M; Strumpfhose Pimkie; Lovekette Primark


Tag 221: Strickjacke unbekannt, T-shirt Review, Rock H&M, Strumpfhose Pimkie

Tag 221: Strickjacke unbekannt, T-shirt Review, Rock H&M, Strumpfhose Pimkie


Tag 222: Oberteil und Lovekette Primark, Jeans H&M, Uhr Fossil

Tag 222: Oberteil und Lovekette Primark, Jeans H&M, Uhr Fossil


Tag 223: Oberteil und Lovekette Primark, Jeans H&M, Uhr Fossil

Tag 223: Oberteil und Lovekette Primark, Jeans H&M, Uhr Fossil


Wuuuuuhhuuuuu das ist meine absolute Lieblingsjeans. Sie ist hübsch, passt zu fast allem und ist ultimativ bequem <3333