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Breath of the Wild: 100% Liebe [Videospielrezension]

Breath of the wild ist eines der besten Videospiele, welches jemals gemacht wurde. Punkt. Geht es euch kaufen. Ausrufezeichen. Genau so klingt genau jede Rezension, die man zu Nintendos neuem Titel Breath of the Wild, der zeitgleich für die Wii U und die neu erschienen Nintendo Switch erschienen ist, liest. Aber ist das Spiel wirklich so fantastisch wie alle sagen? Ein Blick auf Breath of the Wild nach 80 Stunden Spielzeit.

Endlich geht es mit The Legend of Zelda auf der Nintendo Switch mit Breath of the Wild weiter.

Screenshot aus Breath of the Wild von Nintendo

Breath of the Wild beginnt in einem Schrein, indem der Held – Link – nach einem hundertjährigen Schlaf erwacht. Ohne Erinnerungen betritt er ein vollkommen zerstörtes Hyrule. Die Menschen haben dieses Gebiet fast vollständig verlassen, wenn sie das Glück hatten dem alles vernichtenden Krieg zu entgehen. Doch was ist vor hundert Jahren eigentlich geschehen?

Genau so ließe sich grob die Grundhandlung von The Legend of Zelda: Breath of the Wild zusammenfassen. Oder um es kurz zu machen: Link muss wieder einmal Zelda und Hyrule vor Ganon retten. Es ist die Handlung von ungefähr jedem Zelda-Spiel, welches jemals herausgebracht wurde und dennoch ist es nicht einfach ein Klon von Twilight Princess oder Ocarina of Time, sondern es entfaltet seine ganz eigene Welt.

Open World-Spiel mit phänomenalen Gameplay

Allein dadurch, dass das Spiel das erste Open World-Zelda ist, kann es nur anders sein als alle andere Teile. Der Spieler selbst kann bestimmen was er tun möchte. Direkt zum Schloss gehen und versuchen Ganon auszulöschen? Mit dem Pferd tagelang durch Hyrule reiten? Erinnerungen sammeln? Nebenquests erfüllen? Waldgeister unter Steinen hervorziehen? Dem Spieler stehen alle Türen offen und das kann schnell auf die Nerven gehen, den in vielen bereichen gibt es keinerlei Anleitung. Niemand nimmt einen an der Hand und sagt: „Zu diesen Orten musst du reisen um deine Erinnerungen zurück zu bekommen.“ oder gibt uns konkrete Hinweise. Alles muss selber erarbeitet werden. Wer Glück hat und den richtigen NPC zur richtigen Zeit trifft, erfährt wo man hin muss, wie man kocht oder ein Pferd reitet. Man kann natürlich auch einfach ausprobieren was man so alles mit den vielen Knöpfen des Controllers anstellen kann.

Genau dieses macht viele Spieler wahnsinnig, die dann doch daran gewöhnt sind, dass es irgendwo einen roten Pfaden – außerhalb der Haupthandlung, die man in beliebiger Reihenfolge durchlaufen kann – gibt. Es ist aber auch jene Sache, die Breath of the Wild auf eine Stufe zu Spielen wie Mordors Schatten bringt.

Vollkommene Freiheit bedeutet eben genau dies: Die Freiheit alles zu tun und zu erleben, wie es der Held von Hyrule erleben würde. Und dies bedeutet eben auch, dass man zufällig die richtigen Dinge in einen Kochtopf werfen muss um leckeres und vor allem heilendes Essen zu kochen, oder per Zufall einen Ort von einem Foto wiedererkennt. So funktioniert das richtige Leben und wer ein richtiges Abenteuer erleben möchte, der muss eben auch nach Schreinen suchen und bekommt nicht einfach einen fetten leuchtenden Punkt auf einer Karte angezeigt.

Obwohl, um fair zu sein, muss man natürlich zugeben, dass das Spiel die Spieler nicht vollkommen hilflos zurücklässt. Die bereiche der Haupthandlung werden auf der Karte angezeigt und in wenigen Gesprächen findet man zumindest heraus wie man sich gegen die Kält oder Hitze schützt. Ansonsten kann man sich darüber freuen auf wie viele verschiedene Arten man in Hyrule sterben kann und wie schnell man dazu lernt, dass alle Umwelteinflüsse potenziell tödlich sein können. Ob man beim Klettern abrutscht, ertrinkt, vom Blitz getroffen wird, erfriert, verbrennt oder einfach von einem Gegner – und sei er einfach eine Ziege, die man ärgert – besiegt wird, die ganze Welt kann eine potenzielle Todesfalle sein. Und ja, so ist das Leben nun einmal, wenn man versucht im Gewitter einen Berg zu erklimmen oder in einem dünnen Shirt durch den Schnee stapft.

Tolle Grafik, seltsam viele Tasten und atmosphärische Musik

Viele Menschen mögen den papierartigen look nicht, den die letzten Zelda-Titel und besonders Spiele wie Wind Waker hatten. Statt 3D-Animation, die „echte Welt“ schreit, spielt die Reihe schon seit längerem mit einem Stil, der eher versucht wie ein Bilderbuch zu wirken. Persönlich finde ich genau dies sehr, sehr schön, denn das Spiel erzählt eine Geschichte – ein Märchen, wenn man so möchte –, welches durch die gängige 3D-Animation mit highend-Texturen schnell wie jedes andere open World-Fantasy-Spiel wirken würde und nach wenigen Jahren veraltet wirkt.

Stattdessen wagt Nintendo etwas anderes und gibt Breath of the Wild einen Stil, der malerische Landschaften – nun ja – wie gemalt aussehen lässt. Dies erschafft wunderschöne Bildwelten, die man stundenlang betrachten möchte. Einziger Wermutstropfen: Manchmal sind die Animationen nicht ganz auf den Punkt. So greift Link beim Klettern in die Luft.

Auch an die vielen Tasten, die gleichzeitig im Kampf gedrückt werden müssen, wirken im ersten Moment etwas zu kompliziert. Ja, der neue Nintendo Switch Controller hat 18 Tasten, aber müssen sie wirklich alle bei einem Spiel eingesetzt werden? Zudem sind die beiden Joysticks, die auf unterschiedlichen Höhen des Controllers liegen, nicht ganz optimal platziert, aber dafür kann das Spiel ja nichts.

Wenn man sich auf etwas bei Zelda verlassen kann, dann sind es Hühner und Krüge. Und natürlich auch der wirklich sehr gute Soundtrack. In diesem Fall stammt die Musik von Manaka Kataoka, der auch schon den Soundtrack für The Legend of Zelda: Spirit Tracks und Animal Crossing: New Leaf lieferte. Egal in welcher Situation, die Geräusche und Lieder passen perfekt zur Stimmung. Mal schicken die Lieder den Spieler auf die Reise in eine friedlichere Zeit, mal warnen sie ihn vor drohender Gefahr. Dabei werden altbekannte Lieder wie Zeldas Wiegenlied wieder aufgegriffen und subtil erneuert.

Zu recht gehypt?

Es ist vollkommen verständlich, dass Breath of the Wild solch fantastische Rezensionen bekommen hat. Die Grafik und der Sound sind unglaublich beeindruckend. Die komplette Atmosphäre des Spiels ist einfach nur toll. Spieler, die die alten Spiele kennen, werden sich über kleine Details – Die Zitadelle der Zeit, Krogs, Impa – freuen können, während neue Spieler ein wirklich großartiges Spiel vorfinden.

Das Gameplay ist nicht unbedingt revolutionär, zeigt jedoch, dass Nintendo vollkommen in der Gegenwart angekommen ist und nicht nur Spiele für Kinder und casual gamer produziert. Persönlich hätte ich mir noch mehr Handlungsszenen gewünscht, aber da ist ja jeder Spieler anderes.

Nach gut 80 Stunden Spielzeit habe ich die Haupthandlung, 3/4 der Schreine, etwa die Hälfte aller Krogs, alle Erinnerungen und einen guten Teil der Nebenquests erledigt. Aber, nach so vielen Stunden ist eben noch genug in Hyrule übrig, was entdeckt werden kann und was ich entdecken möchte. Und im Zweifelsfall kann man einfach mit seinem Pferd in den Sonnenuntergang reiten und die wundervolle Atmosphäre genießen.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist für Wii U und Nintendo Switch erhältlich (Jetzt bei Amazon kaufen)

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Nom Nom Galaxy: Mit Robotern im Weltraum Suppen produzieren [Videospielkritik]

Nom Nom Galaxy für die Playstation 4 ist einer dieser Indietitel, von dem gefühlt kein Konsolenspieler etwas gehört hat, bevor es bei Playstation Plus als kostenloses Monatsspiel auftauchte, inklusive mir. Dabei macht es genauso süchtig, wie es knuffig ist.

Das Spiel aus dem Jahr 2015 folgt einer relativ einfachen Handlung: Am Anfang einer jeden Mission landet man auf einem unbekannten Planeten. Auf diesem gilt es Zutaten für Suppen zu finden, Rezepte zu erforschen, Pflanzen anzubauen und fertige Suppen mit Raketen auf andere Planeten zu liefern. Trifft man den Geschmack der Bevölkerung gibt es Punkte. Schafft man es vor seinem Gegner genügend Suppen zu produzieren, so gewinnt man die Mission. Doch Vorsicht ist geboten: den finsteren Gegenspielern ist jedes Mittel recht um den Suppenmarkt zu erobern und so ist man auch nicht vor Angriffen aus dem All geschützt.

Nom Nom Galaxy Ingame-Bild

Nom Nom Galaxy Ingame-Bild. Quelle: playstation.com

Die Spielmechanik erinnert währenddessen an Spiele wie Terraria aus dem Jahr 2011. Mit einer Säge und seinen bloßen Fäusten ausgerüstet buddelt man sich durch die Erde, baut Material für die eigene Suppenfabrik ab und sammelt Zutaten, die überall auf dem Planeten wachsen. Verkompliziert wird der Abbau durch Erdrutsche, Wassereinschlüsse, zurückschlagenden Pflanzen wie den Monstertomaten und der Tatsache, dass man auf fremden Planeten nicht Atmen kann und somit darauf achten muss, dass einem der Sauerstoff nicht ausgeht.

Klar, diese Mechanik fasst im Grunde alle farming Spiele der letzten Jahre zusammen. Im Grunde könnte man sagen, dass es sich um eine Art Minecraft in 2D handelt. Dennoch gibt es ein paar entscheidende Unterschiede, die das Spiel positiv aus einer großen Masse von ähnlichen Spielen hervorhebt.

Terraria mit Spielende

Während es bei vielen Spielen dieser Kategorie mehr oder weniger darum geht endlos weiter Materialien zu sammeln und neue Gebäude zu bauen oder eventuell noch die eigene Ausrüstung zu verbessern, gibt es bei Nom Nom Galaxy jeweils abgeschlossene Level mit einem fest definierten Spielziel. Zum einen steht natürlich die möglichst schnelle Suppenproduktion im Vordergrund, zum anderen versucht man über alle Missionslevel hinweg alle Zutaten und Rezepte zu entdecken.

Zudem gibt es eine sehr gut geregelte Tagesgrenze, die das Spiel zusätzlich erschwert. Nach einigen Minuten endet euer Tag und ein neuer beginnt. Zutaten die bis dahin nicht verwendet wurden, verfallen. Ihr müsst euch also gegen Tagesende bemühen all eure Zutaten schnell zu verwerten. Gerade zu beginn des Spiels unterschätzt man diesen Faktor schnell und verschwendet dadurch wertvolle Lebensmittel, die an anderer Stelle dann fehlen.

Wer die Missionen alleine zu langweilig findet kann im lokalen Kooperations-Modus mit einem Freund zusammen spielen oder sich über das Internet mit Freunden und Fremden zu Spielen treffen. Außerdem bietet das Spiel auch einen „Endlosmodus“, indem man ohne Missionsziel ewig lange Planeten erforschen und neu neue Suppen entdecken kann.

50er-Jahre-Plakatoptik und heitere Fiesta-Musik

Die Grafik besteht aus einem recht hübschen Mix verschiedener Stile. Zum einen findet man ‚klassische‘ Elemente aus anderen mining-Spielen. Die 2D-Grafik, bei der man sich in vier Himmelsrichtungen bewegen kann, die Pixeloptik, die fast schon an Spiele der 80er- und 90er-Jahre erinnert und natürlich die Einfachheit der Umgebung.

Gleichzeitig sehen die Texturen, Textfelder und Detailmodelle eher aus wie Werbeplakate der 50er-Jahre. Verstärkt wird dieser Effekt durch papierartige Texturen, die über die einzelnen Modelle gelegt wurden und natürlich der Farbgebung, die die Farbwelt eben jener Werbeposter aufnimmt. Besonders intensiv sieht man diesen Effekt bei den kleinen Rezeptkarten, die eingeblendet werden, sobald ein neues Rezept gefunden wurde.

Die Musik überzeugt vor allem durch ihre fast vollständige Unauffälligkeit. Sie begleitet den Spieler nebenbei, ohne hektisch oder aufdringlich zu wirken. Nur gegen Ende eines Tages erinnert sie einen eindringlich daran, dass man sich in Sicherheit bringen sollte. Auch bei Angriffen warnt sie einen, sowie sie sich auch bei Erfolgen mit dem Spieler freut. Die kleine Fiesta-Musik, die in diesen Momentan ertönt, wird zu einem freudigen Begleiter.

Kurzweiliges Spiel für vergnügte Stunden zu zweit

Die Optik, die abgeschlossene Musik, der Stille Humor, der Titel und der lokale Kooperations-Modus haben gemeinsam dafür gesorgt, dass ich recht schnell relativ süchtig nach diesem Spiel geworden bin und es mehr oder weniger innerhalb eines Wochenendes mit meinem Freund durchgespielt habe. Es war mal wieder schön ein Spiel zu spielen, bei dem man innerhalb von kurzer Zeit das Ende erreichen kann.

Natürlich gibt es keine wirkliche Handlung, aber für einen vergnügten Spieleabend zu zweit, braucht es nicht immer eine aufwendige Story um gemeinsam Spaß zu haben. Mir hat das Spiel sehr viel Spaß gemacht und ich kann es euch allen nur sehr ans Herz legen. Ich glaub auch für Paare, bei denen einer nicht unbedingt gerne zockt, ist dies eine gute Möglichkeit um gemeinsam etwas zu spielen.

// Das Spiel ist übrigens auch für den PC erschienen.

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Videospielherbst [SaSo]

Mit dem Herbst kommen bunte Blätter, Strumpfhosen und Pumkin-Spiced-Latte wieder zum Vorschein. Für Medienenthusiasten bedeutet diese Zeit jedoch vor allem eines: Neue Filme, neue Serien und neue Videospiele. Also bekommt ihr in den nächsten Wochen meine Empfehlungen zu allen ‚Medien‘, die ihr nicht verpassen solltet oder auf die ich mich zumindest sehr freue.

Das erwartet euch im Herbst: Assassin's Creed Syndicate, Zelda Triforce Heroes, Life is strange, Disgaea 5, Mega Woll Yoshi und Animal Crossing: Happy Home Designer

Assassin’s Creed Syndicate

Auf Assassin’s Creed freue ich mich tatsächlich bei jedem Teil aufs neue, außer bei diesem. Nach dem mehr oder weniger schlechtem Unity aus dem letzten Jahr, hatte ich dieses Jahr absolut keine Erwartungen an den neuen Teil. Meine Erwartungen konnten also nur übertroffen werden. Und das wurde sie auch: zu Recht! AC Syndicate wartet mit einer großartigen Grafik, toller Musik, einem großartigem Setting und einer spannenden Handlung auf. Abwechselnd schlüpft man in die Rollen der Assassinen-Zwillinge Evie und Jacob und versucht mit ihnen – mitten in der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts – Londons Arbeiter zu befreien. Großartig!

Erschienen für PC, PS4 & XBox One

Zelda Triforce Heroes

Ich bin nicht unbedingt der größte Zelda-Fan, aber mit einem Toon-Link-Spiel kann man mich immer ködern! In Triforce Heroes schlüpft ihr in die Rolle von Link und müsst durch kämpfen und Rätsel lösen die Prinzessin retten. Doch dieses mal seid ihr nicht alleine. Wieder einmal helfen euch zwei weiter Helden. Gesteuert werden können diese entweder von euch oder von zwei Freunden, mit denen ihr das Spiel gemeinsam spielen könnt. Es ist zwar nicht das große Zelda-Spiel, auf das alle warten, aber es ist super niedlich und macht verdammt viel Spaß.

Erschienen für Nintendo 3DS

Life is strange

Jaja, ich weiß, dass Life is strange schon länger draußen ist, aber endlich ist Staffel 1 vollkommen abgeschlossen. Schlüpft in die Rolle von Max, einer introvertierten Studentin, die eines Tages feststellt, dass sie durch die Zeit reisen kann. Im Laufe des Spiels werdet ihr immer wieder vor die Wahl gestellt, ob ihr eure Entscheidung noch einmal durch einen Zeitsprung korrigieren möchtet. Denn jede Entscheidung hat Auswirkungen auf die Zukunft!
Das Spielprinzip ist nicht unbedingt neu, aber sehr ist sehr beeindruckend umgesetzt. Die Grafik gefällt mir nicht unbedingt gut, erschafft aber eine gute Atmosphäre. Sehr empfehlenswert für alle Spieler, die nicht mega viel Zeit haben.

Erscheinen für PC, PS3, PS4, XBox 360, XBox One

Disgaea 5

Zu diesem Spiel habe ich letztens schon eine Review geschrieben und weil ich so begeistert von dem neuesten Teil der Disgaea-Reihe bin, gehört er natürlich in diese Liste. Bei diesem sehr japanischen Spiel schlüpft man in die Rolle einer Gruppe von Dämonen-Rebellen, die die Unterwelt befreien wollen. Das rundenbasierte Taktikspiel trumpft dabei mit einer ordentlichen Menge Niedlichkeit und Sarkasmus. (Um das Spiel zu verstehen muss man keinen der Vorgängerteile gespielt haben.)

Erschienen für PS4

Mega Woll Yoshi

Der Mega Woll Yoshi ist nicht wirklich ein Videospiel, kann als Amiibo aber einige Spiele unterstützen. Der riesige Yoshi ist einfach unglaublich niedlich und wundervoll!!!

Erscheint am 27. November für Nintendo Wii U & 3DS

Animal Crossing: Happy Home Designer

Auch beim Happy Home Designer können Nintendo-Fans ordentlich meckern, denn, es ist kein vollständiges Animal Crossing. Stattdessen hat Nintendo eine der beliebtesten Spielekomponenten genommen und daraus ein eigenes Spiel gemacht: Das Häuser einrichten. Ich finde es witzig und niedlich, kann aber verstehen, dass man dieses Spiel nicht genauso intensiv spielen kann wie beispielsweise ACNL. Und ich finde es nicht schlimm, denn manchmal müssen Spiele auch einfach ein Ende finden.

Erschienen für Nintendo 3DS

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Disgaea 5: Alliance of Vengeance [Gamereview]

Endlich, der fünfte Teil von Disgaea ist nun auch in Europa erhältlich. Das Nippon Ichi-Videospiel für die Playstation 4 wartet dabei mit allerhand feinen Neuerungen und einer komplett neuen Handlung auf, die Disgaea-Fanherzen ein wenig höher schlagen lässt.

Erzählt wird dieses Mal eine Geschichte aus der Unterwelt, bei der fast alle Bereiche der Netherworld von einem Herrscher erobert wurden. Killian, ein Dämon, über den man außer seinem Namen zunächst nichts weiß, Seraphena und Red Magnus schließen sich zu einer Allianz zusammen um den Eroberer zu stoppen und verlorene Gebiete zurückzuerobern.

Grundsätzlich folgt die Handlung gewohnten Mustern. Mysteriöser Protagonist, rothaarige Frau, die die Prinny’s herumkommandiert und ein Muskelprotz und fertig ist das Grundspiel. Dann füge man einen Haufen süßer Prinny’s, einen potenziellen Anhänger des Himmels, einen Held und einen fiesen Gegner hinzu und verschweige Details über die Vergangenheit des Helden: Fertig!

Trotz allem funktioniert diese Mischung und der Humor der Entwickler auch Jahre nach dem ersten Teil der Reihe. Außerdem eignet sich diese Handlung auch für diejenigen, die noch keines der anderen Spiele gespielt haben, denn was die Netherworld ist, was Prinny’s sind – Pinguinartige Geschöpfe, die Seelen von Toten darstellen – und wie das Spiel funktioniert, wird recht schnell nebenbei erklärt.

Zum eigentlichen Spielepart des Spiels

Wie von Nippon Ichi gewohnt, handelt es sich um ein Spiel, welches zwischen Anime-cut-scenes, Dialogen und Kämpfen hin und her wechselt. Die Kämpfe werden dabei als rundenbasiertes Taktikspiel ausgefochten, bei denen jede Figur eine gewisse Anzahl an Schritten und unterschiedliche Angriffsmöglichkeiten hat. Sind alle Gegner besiegt ist die „Stage clear“ und es geht zur nächsten. Mit jedem gewonnen Kampf geht dabei die Handlung ein Stück voran.

Auch in diesem Teil kann man sein Team selber zusammenstellen. Es können neue Figuren erstellt, Kampfklassen zugeordnet und ausgerüstet werden. Durch Kämpfe werden die Figuren stärker und durch zusammenarbeit mit anderen Teammitgliedern vervielfachen sie ihre Stärke im Kampf.

Soweit ist alles gleich geblieben. Was sich jedoch geändert hat sind ein paar Feinheiten, die die Spielmechanik erheblich beeinflussen. Feinde können nun gefangengenommen und verhört werden. Die Fähigkeiten leveln sehr viel langsamer, so dass es länger dauert, bis man große Massenzauber bewerkstelligen kann. Es gibt nun einen ziemlich krassen Revengemodus, indem Figuren stärker angreifen und in den Figuren sehr schnell geraten, wenn Figuren des eigenen Teams angegriffen werden.

Kaufen oder nicht kaufen?

Du stehst auf niedliche Animes, verrückte japanische Musik, skurrilen sarkastischen Humor und taktische Kämpfe? Dann ist das Spiel genau für dich (ja, dich du Leser da draußen) gedacht. Disgaea 5 überzeugt nämlich genau mit diesen Dingen, die es für mich beinahe perfekt machen. Sera ist manchmal etwas anstrengend, aber auch sehr cool, und Killian ist einfach eine fantastische Figur.

Übrigens sind in der normalen Spielebox ein Artbook und ein Soundtrack enthalten. Hui!

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7 Geschenkideen für Nerds [SaSo]

Oh Gott, oh Gott, Weihnachten ist nicht einmal mehr zwei Wochen entfernt. Die dritte Kerze am Adventskranz brennt bereits und der erste Schnee ist auch schon gefallen. Der Druck die letzten (oder gar ersten) Weihnachtsgeschenke zusammenzubekommen wird also immer größer.

Heute geht es um mein Lieblingsthema: Nerdgeschenke! Geekige Geschenke gibt es mittlerweile Haufenweise. Auf Kingplayer und getdigital findet man viele schönen Nerdkram. Während sich Kingplayer eher auf Anime- und Videospiel-Merchandise spezialisiert hat, findet man auf getdigital lustige Gadgets und Geekkram.

Abgesehen davon finde ich, dass diese Sachen sehr schöne Nerdgeschenke sind:

Geschenkideen für Nerds und Geeks

*Die Bilder stammen aus den unten verlinkten Shops

1. Pikachu Schlafanzug

Dieser sehr niedliche Jumpsuits ist nicht nur sehr weich, sondern vor allem sehr gemütlich. Jedes Nerdmädchen sollte diesen Schlafanzug besitzen!
Gefunden auf Amazon.de

2. Videospiele

Spiele sind vielleicht nicht unbedingt das preiswerteste Geschenk, kommen aber sicherlich immer gut an. Wichtig ist nur darauf zu achten, dass ihr die richtige Konsole erwischt. Wenn ihr euch nicht sicher seid, welches Spiel ihr holen sollt oder euch ein Spiel einfach zu teuer ist, dann könnt ihr immer noch einen Gutschein für einen der Konsolen- oder Steam-Shops holen.

3. Handheld mit Spiel

Das teuerste Geschenk auf dieser Liste ist mit Abstand ein Handheld mit Spiel. Den 2DS gibt es mit einem Spiel (z.B. dem sehr guten Mario Kart) bereits für 130€. Das Bundle gibt es auch in anderen Ausführungen. Wer nicht so der Nintendo-Fan ist, der kann sich natürlich auch für eine PS Vita entscheiden…
Gefunden auf Amazon.de

4. Raspberry Pi

Ein sehr schön geekiges Geschenk ist der Raspberry Pi, ein winziger Computer, der leicht selber programmiert werden können. Den ungefähr handgroßen Computer gibt es in unterschiedlichen Ausführungen.
Gefunden auf: Amazon.de

5. Amiibo

Sehr, sehr süß und vor allem praktisch – wenn man eine Wii u besitzt – sind die Amiibos. Diese Figuren sind wunderbar niedlich und dekorativ. Außerdem können sie in verschiedenen Spielen, z.B. Smash Bros., verwendet werden. Pikachu und Samus sind gerade meine Favoriten.
Gefunden auf: Amazon.de

6. Sackboy Kuscheltier

Ein vollkommen nintendoloses Geschenk – huch, hier gibt es wirklich einen krassen Nintendo-Überhang gerade ^^“ – ist dieses Sackboy Kuscheltier. Auch ihn gibt es in verschiedenen Ausführungen. Unter anderem in einem Pandakostüm.
Gefunden auf: Amazon.de

7. Nerdige Ausstechförmchen

Neben den Star Wars-Austechförmchen bietet Totalum eine breite Auswahl an Keksformen an. Darunter Harry Potter-Symbole, eine Tardis oder auch diverse SUperheldensymbolen.
Gefunden auf etsy.com/Totalum


*Die Amazon-Links sind mit dem Amazon-Partnerprogramm erstellt worden.

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„Everybody wants to rule the world“

Vermutlich einen der coolsten Soundtracks des Jahres bietet Assassin’s Creed Unity. Gerade die sehr düstere Version von Everybody wants to rule the world (im Original von Tears for Fears und für das Spiel als Cover von Lorde) hat es mir sehr, sehr, sehr angetan:

 

„There’s a room where the light won’t find you
Holding hands while the walls come tumbling down
When they do I’ll be right behind you“

Das Lied wird sich übrigens auch im Soundtrack für den dritten Teil der Tribute von Panem-Reihe finden lassen.

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Im Gespräch mit: I know your Game [IKYG]

Das Internet ist riesig und jede Idee, die man jemals haben könnte, findet sich in seinen Tiefen wieder. Weshalb es sich trotzdem lohnt eine Idee hinauszuposaunen und in der heutigen Zeit ein neues Internetportal zu gründen, verrät im heutigen Interview Daniel aka. Mykel Jay – ehemaliges GIGA-Mitglied und Videospielenthusiast – Chefredakteur von iknowyourgame.de.

Im Gespräch mit Daniel von I know your Game

Hallo Daniel, magst du für diejenigen, die iknowyourgame noch nicht kennen, kurz erklären, was es ist?

Daniel: Hallo Dana! Da hauste aber direkt mal ne harte Frage raus. Was ist IKYG… Hm… IKYG ist ein Videospielmagazin. Und ein Podcast. Und ein Youtube-Kanal. Wir haben uns ja auf die Fahne geschrieben ein möglichst breites Spektrum aus dem Themenbereich „Gaming-Lifestyle“ abzubilden. Das kann natürlich bei einem so kleinen Team mit freien Mitarbeitern, die alle neben IKYG noch ein anderes Berufsleben haben natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

Als du mit IKYG angefangen hast, gab es bereits einige ähnliche Portale im Internet. Gerade die großen Videospielmagazine bieten alle ein Informationsportal an. Warum hast du trotz allem noch eine Videospielseite eröffnet?

Als GIGA damals von Premiere dicht gemacht wurde, wollte eine Gruppe von GIGA\\Games-Redakteuren nicht einfach von der Bildfläche verschwinden. Weder für die damaligen GIGA-User, noch für die Gaming-Branche. Wir hatten ja alle unser Hobby zum Beruf gemacht, wollten also unbedingt weiter machen. Aus der Not heraus stampften wir IKYG aus dem Boden. Von den ehemaligen Gründungsmitgliedern bin… huch… nur noch ich übrig. Mit der Zeit und mit neuen IKYG-Redakteuren kamen dann und wann Veränderungen für die Seite, unsere Ausrichtung und die Wahl unserer Medien. Aus einem „just-for-fun“-Webblog ist ein – meiner Meinung nach – interessantes Medienprodukt mit einer sehr persönlichen Note und einem Faible für das geworden, was man heute so gerne mit dem Stichwort Videospiel-Kultur umschreibt.

Und natürlich schließt sich an die vorherige Frage die nach dem USP an. Was bietet IKYG, dass andere nicht bieten?

Für gewöhnlich findet man auf einer Gaming-Webseite vor allem News und Tests. Inzwischen hat es sich auch eingebürgert das Thema Gaming-Lifestyle so weit zu fassen, dass die Themen-Wolke noch um Filme, Serien, Comics, oftmals auch Brettspiele da mit draufsitzen. Da wollen wir gar nicht mitmischen. Dafür ist unser Team zu klein und ehrlich gesagt, können das andere viel besser und schneller. Natürlich bilden wir auch die wichtigsten Meldungen ab, aber das ist es nicht, was die User zu IKYG bringt. Wir haben inzwischen seit über 140 Folgen einen wöchentlichen Podcast, haben Podcast-Specials, wir liefern jede Menge verschiedener Videos im Monat aus und versuchen eigentlich immer das zu machen, was uns selbst Spaß macht. Das gilt für unsere Review-Artikel aber auch für die verschiedenen Artikelreihen, in denen wir Gaming- Bücher, Comics, Flashgames, Top 10, ältere Spiele und Fundstücke vorstellen. Ich bin überzeugt, dass unser USP das Team selbst und ihr Umgang mit den Inhalten des Projektes IKYG sind. Bestes Beispiel dafür ist der neue monatliche Pixelfrauen-Podcast, in dem unsere weiblichen Redaktionsmitglieder über die weibliche Sicht auf die Spielelandschaft sprechen.

Sollte ich also als Mädchen lieber I know your Game lesen?

Absolut! Ich bin stolz darauf, dass unsere Redaktion zu 44% weiblich ist. Das macht uns im Gaming-Sektor glaube ich keiner so schnell nach. Das wirkt sich natürlich auch auf die Themengestaltung aus. Nicht nur beim Pixelfrauen-Podcast oder dem wöchentlichen Podcast! Also ja! Kommet reichlich!

Mittlerweile hast du ein Team aus acht Redakteuren und zwei Gastschreiber zusammengestellt. Ab wann hast du gemerkt, dass du die Seite nicht mehr alleine stemmen kannst?

Richtig alleine war ich ja nie. Die Basis – nachdem die meisten Ex-GIGAner gegangen waren – bildeten damals Christian Kurowski, Bastian Köstens und André Nobielski. Als Christian dann zu Gameswelt ging, war das natürlich ein großer Verlust für IKYG. Das was wir uns bis dahin aufgebaut hatten, war mit einem kleineren Team nicht zu schaffen. Alleine schon gar nicht. Damals habe ich mehrfach darüber nachgedacht das Projekt einzumotten.

Und dann hast du nach und nach Leute dazugeholt?

Ja. Wir haben dann in zwei Schüben das Team vergrößert und eine wirklich tolle Truppe auf die Beine gestellt. Auch wenn wir über die ganze Republik verteilt sind, arbeiten wir super zusammen. Es ist nicht immer einfach, alle unter einen Hut zu bringen, aber wir kriegen es immer irgendwie gewuppt und haben schon eine Menge zusammen erreicht.

Die Aufgaben bei so einem Projekt mit so vielen Menschen und so vielen verschiedenen Inhalten und Produktionen sind ziemlich umfangreich und weil das Team so verstreut ist, kommt man sich manchmal schon ein wenig alleine vor. Aber wenn dann in den Konferenzen und Podcasts die Redaktion virtuell zusammenkommt, ist das fast schon eine Entschädigung dafür das sonst jeder vor sich hinarbeitet. Darum sind unsere Podcasts auch ein wenig familiär. So als würde sich Abends die Familie am Essenstisch über die Geschehnisse des Tages austauschen. Zumindest geht mir das so.

Welche Internetseiten haben dich am meisten inspiriert?

Ich kam ja von GIGA, das war sicherlich der größte Einfluss. Immerhin waren wir eine Internet-Macht und eines der größten Jugend-Portale. Mit dem Ende von 2009 war natürlich der Plan zumindest ein wenig auf der GIGA-Welle weiter zu reiten. Funktioniert hat das aber weder reichweitentechnisch, noch thematisch. Der wichtigste Einfluss in Sachen „wie kann man das Thema aufbereiten“ war glaube ich Kotaku.com. Deren Webseite ist immer schon furchtbar designt gewesen, aber thematisch einfach genial sortiert. Das sprach uns an und diesen Themenmix wollten wir abgespeckt nach Deutschland bringen. Und dann gab es da noch einen Print-Ansatz, den wir toll fanden und der unserer Meinung nach ins Web gehörte: Die GEE. Immer ein wenig anders, aber immer spannend und visuell total catchy aufbereitet.

Wenn du heute noch einmal von vorne anfangen würdest, welche Fehler würdest du auf jeden Fall vermeiden?

Wow. Also Fehler habe ich in den fünf Jahren eine ganze Menge gemacht. Ich suche mir mal die drei schlimmsten heraus. Der erste Fehler war zu vorsichtig zu sein. Von nix kommt nix. Wenn man von einer Idee/ einem Produkt überzeugt ist, sollte man Himmel und Hölle in Bewegung setzen. Von alleine fliegt keine Kuh der Welt. Ich hätte direkt zu Beginn einen Geldgeber finden müssen, um das Projekt so anzuschieben, wie es nötig gewesen wäre. Wenn man mit einem Fahrrad einen Berg hochfahren will, nimmt man auch vorher Schwung. Um Geld zu verdienen, muss man erstmal Geld investieren.

Der zweite Fehler ist einer, den ich immer wieder gerne begehe: Dinge aussitzen! Hat noch nie funktioniert, wird auch nie funktionieren. Aussitzen ist die schlechteste aller Strategien. Um genau zu sein, ist es das Fehlen einer Strategie. Probleme verschwinden nicht, bloß weil man die Augen davor verschließt. Manchmal braucht man sechs Arme und drei Köpfe, oder einen 40 Stunden-Tag, um dringende Probleme zu bewältigen, aber es muss sein.

Der allerschlimmste Fehler aber war unvermeidlich, hat uns viel Geld und viel Reichweite gekostet: Google AdSense. Ein Programmierfehler und schon bist du als Werbeflächen-Betrüger gebrandmarkt und verlierst jegliche Privilegien. Diesen Fehler hätte niemand von uns verhindern können. Ein Plugin stürzt beim Speichern ab und bringt unseren Adserver durcheinander. Keiner hat’s gemerkt. Nur Google. Da kann man nix machen. Aufregen, runterschlucken, weiter machen.

Welche Tipps würdest du also nun potenziellen Onlineredaktions-Gründern mit auf den Weg geben?

Glaubt an euer Produkt! Wenn ihr nicht mit Stolz euer Medienprodukt in die Welt hinausposaunen könnt, weil „es ja nur so eine kleine Seite ist“, wer soll es dann machen? Das hat nichts mit selbstverliebt sein zu tun, sondern mit Überzeugung. Authentizität ist das magische Schlüsselwort bei allem, was im Internet passiert. Seid authentisch, verstellt euch nicht und versteckt euch nicht hinter Konventionen. Bei keinem Medium hat man ein so schnelles und schonungsloses Feedback, wie im Internet. Das ist kein Fluch, wie es die etablierten Printmedien gerne propagieren, sondern ein Segen! Es verpflichtet euch aber auch, immer am Puls der Zeit zu sein. Schafft euch ein Netzwerk mit Spezialisten verschiedenster Disziplinen: Webdesign, Programmierung, Grafiker, Texter, PRler und Marketing-Menschen.

Vielen Dank für das nette Gespräch und weiterhin viel Erfolg mit I know your Game!

Vielen Dank dafür und dafür, dass ich hier mal aus dem Nähkästchen plaudern durfte. Hat Spaß gemacht.


I know your Game findet ihr…

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