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Gamescom Entdeckungen 2014 [SaSo]

Laute Geräusche, blinkende Lichter, Hallen voller Menschen, sich durch die Menge schieben und dann der Moment indem man endlich am Ziel angekommen ist und ein nagelneues Videospiel ausprobieren kann. Jaja, die Gamescom geht einmal wieder zu Ende. Ich hatte – Gott sei Danke – das Glück wieder mit dem Team von I know your Game unterwegs sein zu dürfen. Und dies heißt vor allem eins: Man MUSS nicht in die Consumer Halls – also die normalen Messehallen – um sich Spiele angucken zu können, sondern befindet sich größtenteils im Pressezentrum. Dort bekommt man – wenn man dran gedacht hat einen Termin auszumachen – Präsentationen mit den Entwicklern und kann in aller Ruhe Spiele testen.

Klar hab ich auch ab und zu einen kleinen Abstecher in die normalen Hallen gemacht, man möchte ja mitbekommen, was dort passiert, und habe mich immer wieder gefreut, wenn ich in die Ruhe des Pressebereichs zurück durfte, wo lediglich die Hektik unserer Pressetermine auf einen wartete.

Neue Spiele braucht das Land

Und es wäre nicht die Gamescom, wenn man nicht später erschöpft nach Hause kommen würde und sich wünschen würde hunderte von Euro für neue Spiele auszugeben. Besonders bei Nintendo hätte ich gerne gesagt „Shut up and take my money“, denn das Line-Up kann sich echt sehen lassen!

Neue Spiele der Gamescom 2014

Bilder von: xtodie.com, videogames.lego.com, pastagames.com und nintendo.de

Meine Highlights waren:

XTODIE: RAGNAROK

Dieses Indiespiel hatte ich vorher absolut nicht auf dem Schirm, hat sich aber schnell zu einem meiner Highlights hochgearbeitet. Man läuft durch eine mystische Welt ohne kämpfen zu können – zumindest zu Beginn – und hat dabei als Spieler die Oculus Rift-Brille auf, mit welcher man die Richtung vorgeben kann, ich die man gehen möchte. Ragnarok setzt auf feine Horrorelemente, die sich nicht langsam aufbauen, sondern einfach passieren.

In der Demo beispielsweise konnte man durch einen schneebedeckten Wald stapfen und wurde plötzlich von einem weißen, riesigen Ungeheuer verfolgt, dem man kaum entkommen konnte. Angekündigt wurde dieses nur durch komische Laufgeräusche, die man plötzlich hörte. Leider ist das Spiel der lieben Skandinavier noch nicht wirklich fertig.

Mehr Infos gibt es auf xtodie.com

Erscheint (vermutlich) für: PC

The Talos Principle

In The Talos Principle spielt man eine Figur, der nicht wirklich klar ist ob sie Mensch oder Maschine ist. Mit ihr müssen immer wieder Rätsel gelöst werden um sich weiter durch eine Welt zu bewegen, die aussieht als wäre sie aus allen bekannten Bauwerken Europas entstanden. Die einzigen anderen „Wesen“ sind die Stimme Gottes und ein Computerterminal, dass einen philosophischen Diskurs anstößt. Auch bei diesem weiß man nicht ob man mit Mensch oder Maschine kommuniziert.

Das Spiel erinnert von der Dynamik und dem mystery-Faktor stark an Portal und seine Doppelgänger. Die Rätsel sind spannend und anspruchsvoll und die Diskussionen mit dem Terminal sind spannend. Die Entwickler haben sich sehr bemüht das Spiel für jeden Spieler zu einer möglichst einmaligen Erfahrung zu machen. Ob es ihnen gelungen ist wird man in der Vollversion sehen.

Bisheriger Nachteil: Sehr wackelige Wackelkamera, von der uns drei Zuschauern schlecht geworden ist. Ist hoffentlich auf einem PC-Bildschirm besser als auf dem fetten Fernseher…

Mehr Informationen gibt es auf der Seite des Entwicklerteams von Croteam

Erscheint für: PC, Mac, Linux [über Steam]

Lego Batman 3

Jaja, ein neues Legospiel steht vor der Tür und natürlich bin ich wieder begeistert. In Lego Batman 3 spielt man dort weiter, wo man am Ende von Teil 2 aufgehört hat. Es geht weiterhin darum Gotham und die ganze Welt vor fiesen Schurken zu verteidigen. Wie schon in Teil 2 helfen einem dabei diverse DC-Helden.

Neben der eigentlichen Hauptstory kann man eine komplette Batman-Handlung im 1960er-Stil von Batman durchspielen. Dazu gehört natürlich das enge graue Kostüm mit schwarzen Shorts und Pooooow- / Booooom-Geräusche, wenn man Gegner oder Legosteine schlägt. Sieht gut und witzig aus und wird vermutlich wieder ein sehr kurzweiliges Spiel.

Weiter Infos gibt es hier

Erscheint für: XBoxOne, XBox360, PS4, PS3, PSVita, Wii u, 3DS, PC

Shadow of Mordor

Shadow of Mordor war kein Spiel, dass ich vorher auf dem Plan hatte, sieht jedoch sehr vielversprechend aus. Das Spiel ist zwischen dem Hobbit und Herr der Ringe angesiedelt. Sauron ist gerade nach Mordor zurückgekehrt und beginnt eine neue Arme aufzubauen. Gleichzeitig wird auch der Geist von Celebrimbor, dem Erschaffer der Ringe der Macht, wiedererweckt und findet sich im Körper eines jungen Kriegers wieder. Dieser kämpft sich durch Mordor und die Horden von Orks um Saurons Plan zu vereiteln.

Das Spiel selber spielt sich wie Assassin’s Creed. Dazu kommt ein sehr gutes Feindsystem, bei dem jeder eigene Tod Auswirkungen auf das Spiel hat. Denn wenn man stirbt, so wird der Ork, der einen getötet hat befördert, bevor man wiedererweckt wird. Ein Kapitän kann also plötzlich zu einem General werden oder eine neu Burg bewache.

Sieht nach viel Spaß aus auch wenn ich mir noch sehr unschlüssig bin ob ich mir das Spiel nun wirklich holen werde oder nicht.

Weitere Infos bietet die Seite von Warner Bros.

Erscheint für: PC, XBoxOne, XBox360, PS4, PS3

Destiny

Das Spiel sieht toll aus, spielt sich toll und wäre mit dem Weltraumsetting sicherlich ganz oben auf meinem Wunschzettel, wenn es kein Shooter wäre. Destiny erinnert an Star Wars: The Old Republic – sowohl vom Levelsystem, als auch vom Spielfluss und den Queststationen. Das Aussehen ist sehr, sehr beeindruckend, nur leider sind Shooter nicht mein Fall.

Mehr Infos auf www.destinythegame.com

Erscheint für: PS4, PS3, XBoxOne, XBox360

The Witcher 3

Sah letztes Jahr beeindruckend aus, sieht dieses Jahr noch beeindruckender aus: The Witcher 3: Wild Hunt. Das RPG hat eine so beeindruckend große Open World Karte mit tausenden von Quests, dass man allein davon schon als RPG-Spieler angefixt sein muss. Dazu kommt eine bombastische Grafik, fließende Kampfsysteme und ein tolles Spielprinzip.

Leider bin ich kein wirklicher RPG-Spieler und bin von 50 Stunden Haupthandlung ein bisschen abgeschreckt. Nichts desto trotz ist dieses Spiel wahnsinnig beeindruckend und großartig.

Mehr Infos: thewitcher.com

Erscheint für: XBoxOne, PS4, PC

Splatoon

Endlich ein Shooter auf den ich mich wirklich freue: Splatoon von Nintendo. Dort spielt man ein Männchen, welches Halb Mensch, halb Tintenfisch ist, schießt mit Farbe und nimmt damit nach und nach Gebiete ein oder besiegt Feinde. Außerdem kann man sich jederzeit in einen Tintenfisch verwandeln.

Das Spiel ist sehr japanisch, süß und macht unglaublich viel Spaß. Damit schafft es es direkt von der GC in meinen Warenkorb. Ich bin wirklich gespannt welche Spielmodi es geben wird!

Weitere Informationen gibt es direkt bei Nintendo

Erscheint nur für Wii U

Yoshi’s Wooly World

Ein weiterer Titel von Nintendo, der es mir anetan hat ist natürlich Yoshi’s Wooly World. Das Spiel erinnert vom Stil an Kirby und das magische Garn, spielt sich jedoch wie ein klasssisches Yoshi-Spiel. Wer eines der beiden Dinge mochte, wird auch dieses Spiel in sein Herz schließen.

Auch hier gibt es weitere Informationen bei Nintendo

Es erscheint nur für die Wii U

Captain Toad

Bei Captain Toad steuert man Captain Toad und muss ihm in würfelformigen-3D-Welten Rätsel lösen. Wer bereits Super Mario 3D world gespielt hat kennt dieses Prinzip. Das besondere an diesem Nintendo-Spiel ist, dass man das Ziel erreichen muss ohne springen zu können oder sich zu verteidigen. Natürlich werden einem deshalb besonders viele Hindernisse in den Weg gestellt.

Kommt 2015 auch direkt in meinen Warenkorb!

Mehr dazu auf Nintendo.de

Erscheint für Wii u

Pix the Cat

Ein süßes Indie-Game gab es dann noch am Sony-Stand. Pix the Cat spielt sich wie eine Mischung aus Snake und Pac Man im Multiplayermodus. Ziel des Spiels ist es mit einer kleinen viereckigen Aufziehkatze Gegner zu besiegen. Gleichzeitig sammelt man Eier ein aus denen Küken schlüpfen, die hinter der Katze herlaufen. Klingt absurd? Ist es auch! Und es macht wahnsinnig Spaß! Uuuund es ist ein Arcad-Game!

Mehr dazu gibt es hier

Erscheint als Crossbuy für PS4 und PSVita

Big Fest

Eines meiner absoluten Highlights ist das Spiel Gib Fest bei dem man im Stil von Theme Park World ein Festival aufbauen und managen muss. Dazu gibt es Musik von wirklichen Bands, die als Soundtrack des Spiels läuft. Hat als Demo wahnsinnig viel Spaß gemacht und ist sicherlich auch als Vollversion genial!

Mehr Informationen über das Spiel bietet playstation.com

Das Spiel erscheint für PS3, PS4 und PSVita

Nanu fehlt da nicht was?

Klar Hyrule Warriors und Smash Bros. sahen auch toll aus. Bei AC Unity war ich vorher sehr aufgeregt, weil der Trailer so toll aussah. Leider scheint es wieder das gleiche zu bieten wie jedes AC davor, wodurch es für mich ein wenig langweilig wird. Menschen immer gleich zu ermorden ist eben irgendwann sehr monoton. Der Trailer mit dem Lied von Lorde ist dafür aber sooooooooooooooo gut:

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Im Gespräch mit: I know your Game [IKYG]

Das Internet ist riesig und jede Idee, die man jemals haben könnte, findet sich in seinen Tiefen wieder. Weshalb es sich trotzdem lohnt eine Idee hinauszuposaunen und in der heutigen Zeit ein neues Internetportal zu gründen, verrät im heutigen Interview Daniel aka. Mykel Jay – ehemaliges GIGA-Mitglied und Videospielenthusiast – Chefredakteur von iknowyourgame.de.

Im Gespräch mit Daniel von I know your Game

Hallo Daniel, magst du für diejenigen, die iknowyourgame noch nicht kennen, kurz erklären, was es ist?

Daniel: Hallo Dana! Da hauste aber direkt mal ne harte Frage raus. Was ist IKYG… Hm… IKYG ist ein Videospielmagazin. Und ein Podcast. Und ein Youtube-Kanal. Wir haben uns ja auf die Fahne geschrieben ein möglichst breites Spektrum aus dem Themenbereich „Gaming-Lifestyle“ abzubilden. Das kann natürlich bei einem so kleinen Team mit freien Mitarbeitern, die alle neben IKYG noch ein anderes Berufsleben haben natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.

Als du mit IKYG angefangen hast, gab es bereits einige ähnliche Portale im Internet. Gerade die großen Videospielmagazine bieten alle ein Informationsportal an. Warum hast du trotz allem noch eine Videospielseite eröffnet?

Als GIGA damals von Premiere dicht gemacht wurde, wollte eine Gruppe von GIGA\\Games-Redakteuren nicht einfach von der Bildfläche verschwinden. Weder für die damaligen GIGA-User, noch für die Gaming-Branche. Wir hatten ja alle unser Hobby zum Beruf gemacht, wollten also unbedingt weiter machen. Aus der Not heraus stampften wir IKYG aus dem Boden. Von den ehemaligen Gründungsmitgliedern bin… huch… nur noch ich übrig. Mit der Zeit und mit neuen IKYG-Redakteuren kamen dann und wann Veränderungen für die Seite, unsere Ausrichtung und die Wahl unserer Medien. Aus einem „just-for-fun“-Webblog ist ein – meiner Meinung nach – interessantes Medienprodukt mit einer sehr persönlichen Note und einem Faible für das geworden, was man heute so gerne mit dem Stichwort Videospiel-Kultur umschreibt.

Und natürlich schließt sich an die vorherige Frage die nach dem USP an. Was bietet IKYG, dass andere nicht bieten?

Für gewöhnlich findet man auf einer Gaming-Webseite vor allem News und Tests. Inzwischen hat es sich auch eingebürgert das Thema Gaming-Lifestyle so weit zu fassen, dass die Themen-Wolke noch um Filme, Serien, Comics, oftmals auch Brettspiele da mit draufsitzen. Da wollen wir gar nicht mitmischen. Dafür ist unser Team zu klein und ehrlich gesagt, können das andere viel besser und schneller. Natürlich bilden wir auch die wichtigsten Meldungen ab, aber das ist es nicht, was die User zu IKYG bringt. Wir haben inzwischen seit über 140 Folgen einen wöchentlichen Podcast, haben Podcast-Specials, wir liefern jede Menge verschiedener Videos im Monat aus und versuchen eigentlich immer das zu machen, was uns selbst Spaß macht. Das gilt für unsere Review-Artikel aber auch für die verschiedenen Artikelreihen, in denen wir Gaming- Bücher, Comics, Flashgames, Top 10, ältere Spiele und Fundstücke vorstellen. Ich bin überzeugt, dass unser USP das Team selbst und ihr Umgang mit den Inhalten des Projektes IKYG sind. Bestes Beispiel dafür ist der neue monatliche Pixelfrauen-Podcast, in dem unsere weiblichen Redaktionsmitglieder über die weibliche Sicht auf die Spielelandschaft sprechen.

Sollte ich also als Mädchen lieber I know your Game lesen?

Absolut! Ich bin stolz darauf, dass unsere Redaktion zu 44% weiblich ist. Das macht uns im Gaming-Sektor glaube ich keiner so schnell nach. Das wirkt sich natürlich auch auf die Themengestaltung aus. Nicht nur beim Pixelfrauen-Podcast oder dem wöchentlichen Podcast! Also ja! Kommet reichlich!

Mittlerweile hast du ein Team aus acht Redakteuren und zwei Gastschreiber zusammengestellt. Ab wann hast du gemerkt, dass du die Seite nicht mehr alleine stemmen kannst?

Richtig alleine war ich ja nie. Die Basis – nachdem die meisten Ex-GIGAner gegangen waren – bildeten damals Christian Kurowski, Bastian Köstens und André Nobielski. Als Christian dann zu Gameswelt ging, war das natürlich ein großer Verlust für IKYG. Das was wir uns bis dahin aufgebaut hatten, war mit einem kleineren Team nicht zu schaffen. Alleine schon gar nicht. Damals habe ich mehrfach darüber nachgedacht das Projekt einzumotten.

Und dann hast du nach und nach Leute dazugeholt?

Ja. Wir haben dann in zwei Schüben das Team vergrößert und eine wirklich tolle Truppe auf die Beine gestellt. Auch wenn wir über die ganze Republik verteilt sind, arbeiten wir super zusammen. Es ist nicht immer einfach, alle unter einen Hut zu bringen, aber wir kriegen es immer irgendwie gewuppt und haben schon eine Menge zusammen erreicht.

Die Aufgaben bei so einem Projekt mit so vielen Menschen und so vielen verschiedenen Inhalten und Produktionen sind ziemlich umfangreich und weil das Team so verstreut ist, kommt man sich manchmal schon ein wenig alleine vor. Aber wenn dann in den Konferenzen und Podcasts die Redaktion virtuell zusammenkommt, ist das fast schon eine Entschädigung dafür das sonst jeder vor sich hinarbeitet. Darum sind unsere Podcasts auch ein wenig familiär. So als würde sich Abends die Familie am Essenstisch über die Geschehnisse des Tages austauschen. Zumindest geht mir das so.

Welche Internetseiten haben dich am meisten inspiriert?

Ich kam ja von GIGA, das war sicherlich der größte Einfluss. Immerhin waren wir eine Internet-Macht und eines der größten Jugend-Portale. Mit dem Ende von 2009 war natürlich der Plan zumindest ein wenig auf der GIGA-Welle weiter zu reiten. Funktioniert hat das aber weder reichweitentechnisch, noch thematisch. Der wichtigste Einfluss in Sachen „wie kann man das Thema aufbereiten“ war glaube ich Kotaku.com. Deren Webseite ist immer schon furchtbar designt gewesen, aber thematisch einfach genial sortiert. Das sprach uns an und diesen Themenmix wollten wir abgespeckt nach Deutschland bringen. Und dann gab es da noch einen Print-Ansatz, den wir toll fanden und der unserer Meinung nach ins Web gehörte: Die GEE. Immer ein wenig anders, aber immer spannend und visuell total catchy aufbereitet.

Wenn du heute noch einmal von vorne anfangen würdest, welche Fehler würdest du auf jeden Fall vermeiden?

Wow. Also Fehler habe ich in den fünf Jahren eine ganze Menge gemacht. Ich suche mir mal die drei schlimmsten heraus. Der erste Fehler war zu vorsichtig zu sein. Von nix kommt nix. Wenn man von einer Idee/ einem Produkt überzeugt ist, sollte man Himmel und Hölle in Bewegung setzen. Von alleine fliegt keine Kuh der Welt. Ich hätte direkt zu Beginn einen Geldgeber finden müssen, um das Projekt so anzuschieben, wie es nötig gewesen wäre. Wenn man mit einem Fahrrad einen Berg hochfahren will, nimmt man auch vorher Schwung. Um Geld zu verdienen, muss man erstmal Geld investieren.

Der zweite Fehler ist einer, den ich immer wieder gerne begehe: Dinge aussitzen! Hat noch nie funktioniert, wird auch nie funktionieren. Aussitzen ist die schlechteste aller Strategien. Um genau zu sein, ist es das Fehlen einer Strategie. Probleme verschwinden nicht, bloß weil man die Augen davor verschließt. Manchmal braucht man sechs Arme und drei Köpfe, oder einen 40 Stunden-Tag, um dringende Probleme zu bewältigen, aber es muss sein.

Der allerschlimmste Fehler aber war unvermeidlich, hat uns viel Geld und viel Reichweite gekostet: Google AdSense. Ein Programmierfehler und schon bist du als Werbeflächen-Betrüger gebrandmarkt und verlierst jegliche Privilegien. Diesen Fehler hätte niemand von uns verhindern können. Ein Plugin stürzt beim Speichern ab und bringt unseren Adserver durcheinander. Keiner hat’s gemerkt. Nur Google. Da kann man nix machen. Aufregen, runterschlucken, weiter machen.

Welche Tipps würdest du also nun potenziellen Onlineredaktions-Gründern mit auf den Weg geben?

Glaubt an euer Produkt! Wenn ihr nicht mit Stolz euer Medienprodukt in die Welt hinausposaunen könnt, weil „es ja nur so eine kleine Seite ist“, wer soll es dann machen? Das hat nichts mit selbstverliebt sein zu tun, sondern mit Überzeugung. Authentizität ist das magische Schlüsselwort bei allem, was im Internet passiert. Seid authentisch, verstellt euch nicht und versteckt euch nicht hinter Konventionen. Bei keinem Medium hat man ein so schnelles und schonungsloses Feedback, wie im Internet. Das ist kein Fluch, wie es die etablierten Printmedien gerne propagieren, sondern ein Segen! Es verpflichtet euch aber auch, immer am Puls der Zeit zu sein. Schafft euch ein Netzwerk mit Spezialisten verschiedenster Disziplinen: Webdesign, Programmierung, Grafiker, Texter, PRler und Marketing-Menschen.

Vielen Dank für das nette Gespräch und weiterhin viel Erfolg mit I know your Game!

Vielen Dank dafür und dafür, dass ich hier mal aus dem Nähkästchen plaudern durfte. Hat Spaß gemacht.


I know your Game findet ihr…

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