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Heute geh ich nicht ins Kino, heute lese ich ein Buch

Der Sommer steht vor der Tür und das bedeutet hoffentlich vor allem eins: gutes Wetter und schlechte Filme. Die Kinosäle sind wie leergefegt – was sicherlich auch immer wieder an der wirklich dürftigen Filmauswahl liegt -, die Wiesen sind gefüllt und wo man auch hingeht sieht man Menschen, die die Sonne genießen wollen. Wer nicht auf Filme in dieser Zeit verzichten möchte, für den bittet der Sommer die passende Zeit für Kopfkino. Anregungen dafür bieten eine Vielzahl guter Bücher.

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Um ein passendes Kinogefühl zu bekommen, bieten sich verfilmte Bücher natürlich an. Die großen, bekannten Geschichten bieten dabei häufig wesentlich mehr Informationen in den Buchvorlagen, als man jemals in den Filmen finden wird. Ob Reihen wie Harry Potter und Die Tribute von Panem oder Einzelbände wie Die Frau des Zeitreisenden oder Abbitte. Jedes einzelne bietet eine Welt für sich und jedes zeigt neue Fassetten.

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Wer noch näher an Filmen dran sein möchte, als es durch die Geschichten möglich ist, für den kommen Bücher über Filme in Frage. Diskussionen über bestimmte Filme werfen einen neuen Blickwinkel auf Bekanntes und einige Bücher machen nur wieder Lust auf neue alte Filme, die in kanonischen Zusammenfassungen aufgelistet sind.

Nach langem Stöbern in Büchern über Filme oder Filmbüchern erhält man auch gleich eine schöne Liste mit Filmen, die man unbedingt noch sehen möchte. Dann hat man auch gleich eine neue Beschäftigung für den anstehenden Herbst :3

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Vom Film zum Buch: Extrem laut und unglaublich nah [Review]

Anfang des Jahres erschien die Verfilmung des Buches Extremely Loud & Incredibly Close in den deutschen Kinos. Damals faszinierte mich der Film so sehr, dass ich mir direkt das Buch kaufte. Und weil ich es nun endlich durch habe bekommt ihr einen kleinen Einblick in das Buch und einen Vergleich mit dem Film. Na, wie klingt das?

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Das Buch von Jonathan Safran Foer (Tiere essen, Alles ist erleuchtet) handelt von Oskar, der stark in sich selbst zurückgezogen lebt. Der zwölfjährige Junge scheint teilweise autistische Verhaltensmerkmale aufzuweisen. Nur sein Vater kann ihn immer wieder beruhigen. Bis er am 11. September stirbt. Daraufhin zieht sich Oskar immer weiter von allen Menschen zurück. Unfähig seinen eigenen Schmerz auszudrücken weiß er nicht, was er tun soll. Eines Tages, einige Zeit nach dem Tod seines Vaters, schleicht er sich heimlich in dessen Zimmer und findet dort einen mysteriösen Schlüssel. Wozu gehört er? Warum hat sein Vater ihn versteckt? Was bedeutet das Wort Black, welches auf dem Umschlag, in welchem der Schlüssel versteckt war, steht? All diese Fragen versucht Oskar nun zu ergründen. Und wenn er dafür mit jedem Menschen Namens Black reden muss, der in New York lebt, so wird er dieses Schicksal auf sich nehmen um seinem Vater noch ein wenig länger nah sein zu können.

Parallel dazu erzählt das Buch – und hier liegt wohl die größte Änderung zum Film vor – die Lebensgeschichte von Oskars Großeltern. Als Überlebende des Bombenangriffs auf Dresden, treffen sich die beiden zufällig in New York, wo sie durch ihre Einsamkeit, ihre Vergangenheit und ihren gemeinsamen Verlust zueinander finden und versuchen sich ein „normales“ Leben aufzubauen. Doch nach alles, was sie erlebt haben, scheint ihnen das Glück nun verwehrt zu bleiben auch wenn sie sich noch so sehr bemühen es zu erzwingen. Den manchmal ist das, was man verloren hat, so viel größer und kostbarer, als das, womit man es zu ersetzen versucht. Und Lieben scheint nicht aus gemeinsamen Verlust heraus entstehen zu können…

Insgesamt springt das Buch recht viel in der Zeit und der Erzählposition. Dadurch wirkt es eher wie eine Sammlung verschiedener Berichte, welche zu einem Buch zusammengefügt wurden. Tagebucheinträge, direkte Erzählung, Briefe und das Lebenswerk Oskars Großmutter werden zu einem durchweg stimmigen Text zusammengemischt. Ergänzt wird dieser durch Fotos, welche jeweils passend zu Handlung eingebunden werden.

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Während ich im Film Oskar – gespielt von Thomas Horn – recht traurig fand und mit ihm alles Mitgefühl der Welt hatte, ging mir der Buch Oskar leider gewaltig auf die Nerven. Das Kind im Film ist wissbegierig, lernfähig und scheinbar interessiert an allem. Im Buch hingegen ist er furchtbar besserwisserisch, würgt Menschen immer wieder ab und kennt sich gerade einmal ein wenig in einigen geschichtlichen und naturwissenschaftlichen Bereichen aus. Alles was darüber hinaus geht und ihn nicht unmittelbar interessiert wird von ihm als unwichtig abgetan. Dazu ist sein Teil der Erzählung etwas verworren und hektisch geschrieben, welches mich an manchen Stellen beinah etwas an ein ADHS Kind erinnert. Somit macht es nicht so viel Spaß seinen Teil der Geschichte zu lesen, der vor allem recht stringent ist und die Handlung in weiten Teilen nicht wirklich voran bringt, da sie immer wieder aus neuen Begegnungen mit den Blacks besteht.

Dahingegen fand ich die Geschichte der Großeltern sehr, sehr viel Interessanter und fand es absolut Schade, dass gerade dieser Teil der Handlung im Film weggelassen wurde. Natürlich ist es Logisch gerade die Parallelhandlung zu streichen um den Rest möglichst detailliert abbilden zu können. Das ist mir schon klar, aber ein paar mehr Informationen über den Hintergrund der Großeltern hätte ich mir doch im Film gewünscht.
Im Vergleich zu Oskars Handlungsabschnitt ist die Erzählung hier sehr viel klarer. In jedem Abschnitt erfährt man neue Hintergründe, so dass es hier durchweg spannend bleibt. Auch wenn die Haupthandlung immer wieder durch diese Erzählung unterbrochen wird, so kam es mir später im Buch eher so vor, als wäre es genau umgekehrt. Und ganz ehrlich gesagt war die interessante Handlung für mich eher die zwischen den Großeltern. Schade, dass dieses nervende Kind die beiden immer wieder unterbrochen hat.

Wenn ihr den Film also mochtet, so behaltet Oskar lieber als Filmerinnerung in eurem Kopf und lest das Buch nur als Hintergrundinformation für die Großeltern. Das das Buch wie eine große Textsammlung verfasst war, hat mir übrigens sehr gut gefallen.

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Nun geht es erst einmal weiter mit den Tributen von Panem.

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Das Zeitalter der Superhelden

Es ist langsam schon auffällig wie viele Superhelden die Kinoleinwand besiedeln. Meistens als Comicverfilmung, manchmal auch nur als Anspielung an bekannte Helden. Betrachtet man alleine die letzten zehn Jahre, so scheinen die Helden eine äußerst erfolgreiche Zeit gehabt zu haben: Spiderman, Hulk, The Avengers, Batman, The Incredibles, Buzz Lightyear, die Watchmen, Cap. America, Ironman, die X-Men, Superman, die Fantastic Four und wie sie nicht alle heißen. Auffällig oft sind sie Männer. Viel zu oft tragen sie hautenge Anzüge. Immer kämpfen sie nicht nur gegen die Superbösewichter des Universums, sondern auch ihren eigenen Alltag.

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I don’t own any of these pictures!

Heutzutage müssen Helden nicht nur zeigen, dass sie unbesiegbar sind, sondern, dass sie eben auch ganz normale menschliche Schwächen haben. Ein Defizit, welches sie verletzlich, menschlich und dadurch zu potenziellen Einnahmequellen macht. Eine Theorie, die durch Kinobesuchszahlen immer wieder belegt wird. Erst durch ihre menschliche Seite können die Helden von heute ihr eigentliches Potenzial erwecken, denn erst durch den Wunsch jemanden retten zu wollen – oder häufig sogar die ganze Welt – wachsen sie über sich selbst hinaus und werden zu dem Helden, der sie die ganzen Zeit hätten sein können, wozu sie jedoch nicht die geeignete Kraft aufbringen konnten.

Es ist erstaunlich, dass gerade dieser Trend – verletzter Mensch wird zum Held, tote Eltern, rettet Menschen, verliebt sich, muss Geliebte beschützen und gegen Feind aus der Vergangenheit kämpfen – sich immer wieder in neuen Formen wiederholt und langsam in andere Medien und Filmgenre einfällt. Den klassischen Superhelden scheint es nicht mehr geben zu müssen. Stattdessen können „gewöhnliche“ Menschen über sich hinauswachsen. Dafür müssen sie noch nicht einmal in der nähe eines Sonnensturms gewesen, von einer radioaktiven Spinne gebissen oder an sonst einem Unfall beteiligt gewesen sein.

Und obwohl das Angebot an Alltagshelden zunimmt, scheint sich das Filmpublikum weiter nach großen Superhelden zu sehnen. Es scheint beinahe so, dass sich in diesem entmythologisierten Zeitalter die Menschen nach etwas „Magie“ und der Gewissheit „irgendwer wird uns alle retten“ sehnen. Ein Sehnen, welches logischer Weise durch das Fantasy-Genre bedient werden sollte. Doch was Fantasy-Filme häufig nicht bieten ist eine direkte Verhandlung mit unserer Welt. Natürlich rettet Harry nicht nur die Zaubererwelt, sondern auch unsere, doch kommt unsere dabei zu kurz. Und die Gefährten kämpfen auch als Menschen um Mittelerde, doch ist dieses eben auch nicht unsere Welt. Hinzu kommen unsere Alltagsprobleme, welche keineswegs mit denen der Elben und Hobbits übereinstimmen.

Es braucht also einen menschlichen Superhelden, gerne auch in hautengem Anzug, der aus seinem Büro in die Welt tritt, sich ein Kostüm überzieht und die Welt retten geht. Nicht weil er es muss, sondern weil er es will. Weil er die Fähigkeit dazu hat nicht nur alle Menschen vor einem Tyrannen zu beschützen, sondern, weil er dadurch die beschützen kann, die er liebt. Damit er nicht noch einmal jemanden geliebtes verlieren muss. Und wenn doch, dann wird der Tod ihn stärker machen.

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Harry Potter Kinder bleiben Harry Potter Kinder!?

Geht man nach der Meinung einiger Menschen, so werden die Hauptdarsteller aus Harry Potter wohl für immer mit den Filmen verbunden werden und – schlimmer – keine große Filmkarriere schaffen, da sie immer mit den alten Figuren assoziiert werden. Und daher werfe ich heute einen großen Blick auf die Post- und Pre-Harry Potter Zeiten von Daniel Radcliff, Emma Watson und Rupert Grint.

Harry

Daniel Radcliff und die Figur von Harry sind mittlerweile für viele verschmolzen. Dabei sind seine Haare nicht verstrubbelt und wirklich grün sind sie auch nicht. Was ihm an Buch-Ähnlichkeiten fehlt, macht er jedoch durch ein sehr überzeugendes Rollenimage wett. Das dies bei weitem nicht alles ist was er kann, zeigte er bereits vor seinem Auftritt im Stein der Weisen. Zuvor war der kleine Daniel als Schauspieler im Theater tätig und ergatterte 1999 die Rolle des jungen David Copperfield im gleichnamigen TV-Film an der Seite von Maggie Smith (oh ja, McGonagall), Zoë Wanamaker (Madam Hooch), Imelda Staunton (Umbridge) und Dawn French (Fat Lady). Auch während der Harry Potter Zeit betätigte er sich als Theaterschauspieler und erhielt einiges Lob für seine Rolle in Equus, in welchem er einen psychisch gestörten Jungen spielte.

Das seine Karriere nicht mit dem Ende der Filmreihe endet bewies er dieses Jahr in Die Frau in Schwarz. In dem düsteren Film spielte er den Anwalt Arthur Kipps und zeigte damit, dass aus dem Kinderschauspieler ein ernst zu nehmender junger Mann geworden ist.

Hermine

Auch Emma Watson war bereits vor ihrem Kinodebüt als Theaterschauspielerin tätig. Parallel zu den Harry Potter Filmen arbeitete sie vor allem als Model für diverse Firmen und war unter anderem Werbeträgerin für Chanel. Daneben studierte sie an der Brown University.

In den nächsten Jahren wird sie dann immer häufiger in diversen Filmen zu sehen sein. Nach My Week with Marilyn (2011), folgt dieses Jahr The Perks of Being a Wallflower und 2013 The Bling Ring sowie End of the World, ein Film, denn sie zusammen mit einigen Schauspielerkollegen produziert.

Ron

Die kleine, lustige Junge mit den roten Haaren ist nun auch groß geworden. Das er nicht als Ron abgetan werden möchte bewies er schon während der Harry Potter Teile. So war er von 2002- 2010 in Thunderpants, Driving Lessons, Cherrybomb, Wild Target und Come Fly with Me zu sehen. Dieses Jahr folgte Into the White. Und weil Filme und Kurzserien für ihn nicht reichen ist er nun auch noch in Ed Sheerans Musikvideo Lego House zu sehen.

Was aus den dreien wird kann heute noch niemand abschätzen. Klar ist, dass die Harry Potter Filme ihnen einen sehr guten Start in die Filmszene verschafft haben, bei denen sie mit großen Schauspielern zusammenarbeiten konnten.

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Prinzessin Fantaghirò

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Vor langer, langer Zeit herrschte Krieg zwischen zwei Königreichen. Niemand wusste wie es dazu gekommen war, den der Krieg tobte schon so lange, dass keiner mehr lebte, der seinen Anfang mitbekommen hätte. Mitten in diese Zeiten wird die kleine Fantaghirò geboren, doch der Preis ist hoch. Ihr Mutter stirbt bei der Geburt und damit jede Hoffnung auf einen Thronerben, der den Krieg beenden kann.

Die Zeit vergeht und Fantaghirò wächst zu einer hübschen jungen Frau heran. Doch im Vergleich zu ihren beiden älteren Schwestern, wird sie nicht zu der Prinzessin, die sie sein sollte. Sie weigert sich Handarbeiten zu erlernen und zu schweigen, wenn Männer reden. Sie lässt sich keine Befehle von ihrem Vater erteilen und weigert sich vor allem anzuerkennen, dass sie als Frau eine niedrigere Position inne haben soll, als alle Männer um sie herum.

Und so flieht sie aus dem beschränkten Leben, welches sie im Schloss führen muss, in den Wald, wo sie auf den weißen Ritter trifft, der ihr das Kämpfen beibringt. Von hier an beginnt sie ihren eigenen Mann zu stehen und versucht Ruhm und Ehre für das Königreich zu erbringen.

Eine Aufgabe, die ihr durch den jungen Thronfolger und neuen König, des verfeindeten Königreichs, erschwert werden soll…

Diese Vorgeschichte wird in den ersten beiden Episoden von Prinzessin Fantaghirò erzählt. Einer Serie in 10 Teilen, welche von 1991-1996 in deutsch-italienischer Kooperation entstand. Basierend auf einem toskanischen Volksmärchen aus dem 9. Jahrhundert, welches später neu aufbereitet wurde.

Von hier an erzählen jeweils zwei Episoden – eine Folge geht knapp eine Stunde – eine Geschichte. Das Grundmuster besteht dabei daraus, dass eine kurze Geschichte zu einem schrecklichen Herrscher erzählt wird, welcher kurz darauf das Königreich von Fantaghirò angreift. Nun ist es an ihr ihre Familie, ihr Volk und ihren Geliebten zu retten. Immer wieder muss sie dabei in Kämpfen ihren Mut, ihr Geschick und vor allem ihre Liebe unter Beweis stellen.

In allen Episoden ist Fantaghirò einfach bezaubernd und wundervoll. Am liebsten möchte man direkt mit ihr befreundet sein, durch den Wald tollen und in Strumpfhosen irgendwelche Feinde niederstrecken. Dabei kommt immer wieder die Frage auf: Was kann ihrem Königreich den jetzt noch passieren? Und selbst wenn man es kaum glaubt, so gibt es immer wieder eine Steigerung der Gefahren und Gegner.

In den 90ern wurde die komplette Serie im deutsche Fernsehen ausgestrahlt und mehrmals wiederholt. Damals habe ich sie geliebt und mich auf jeden neuen Teil gefreut. Leider wusste ich lange Zeit nicht wie die Serie hieß und verschwommene Anhaltspunkte an eine Prinzessin, die kämpft, haben mir leider nicht wirklich bei der Suche geholfen. Bis ich schließlich in den weiten des Internets über die Fantaghirò-DVD-Box stolperte. Gefunden – gekauft – geschaut. Anfangs habe ich mich stark auf eine Enttäuschung eingestellt, denn ich konnte mich fast gar nicht mehr an die Handlung erinnern. Und wie so oft stellen sich viele Serien, die man als Kind liebte, später als wirklich schrecklich heraus.

Hier herrschte genau das Gegenteil. Die Serie ist absolut großartig! Die Figuren sind sehr liebevoll ausgearbeitet, die Schauspieler wirken unglaublich natürlich in ihren Rollen und die Kulissen sind einfach sehr süß. Alles in allem kann ich diese Serie daher nur jeden ans Herz legen, der auf Fantasy und Märchen steht. Flotte Sprüche und die wirklich herzzerreißend schöne Liebesgeschichte um Fantaghirò – nein, die Serie lässt sich nicht nur auf Liebesblödsinn beschränken – werten die Serie nur noch weiter auf.

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, sollte sich schnell alle Folgen ansehen (die Box kostet knapp 20 Euro, ist also wirklich erschwinglich). Alle Folgen? Nein, bitte lasst Folge 9 + 10 weg!!! Die eigentliche Handlung endet in Folge acht. Was sich die Macher bei den letzten beiden Folgen gedacht haben, in der bis auf Fantaghirò eigentlich keine der Hauptpersonen mehr vorkommt. verstehe ich nicht. Zusätzlich ist das Ende von Folge 10 nach allem, was Fantaghirò in den Folgen davor durchgestanden hat, einfach nur enttäuschend!

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Wieso es dazu keinen Blogpost gab…

Wie schon einmal gezeigt, sortiere ich sehr viele Blogeinträge aus, weil sie mir dann doch nicht gefallen. Oder das Thema zu doof war. Ooooder, weil alle Fotos dazu doof waren.

Was ich in letzter Zeit aussortiert habe??

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Kleine Änderung der Accessoire können ein Outfit verändern. Zumindest wollte ich euch dies mit dem Doppelfoto zeigen. Hat leider nicht so gewirkt, wie ich der gerne wollte xD
Das Doppelfoto war übrigens sehr anstrengend ö_ö

[Kleidung: Shirt H&M, Rock Avanti, Strumpfhose C&A, Schuhe Allstar, Mütze selbstgemacht, Schal Prag, Uhr Fossil]

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Da ich Tripple Town wirklich sehr liebe sollte es dazu einen ganzen Blogeintrag geben. Nachdem ich aus meinem Wahn ein bisschen raus war, habe ich schnell bemerkt, dass sich mit dem Thema kein ganzer Eintrag füllen lässt. Stattdessen findet ihr eine kurze Beschreibung hier.

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Boule ist ein ziemlich geniales Spiel, bei dem zwei Team abwechselnd versuchen Metallkugeln so nah wie möglich an eine vorher platzierte Kugel zu werfen. Ich liebe das Spiel, da es sich gut für den Sommer eignet. Einen ganzen Eintrag dazu habe ich trotzdem nicht zusammen bekommen xD

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Das Star Wars T-Shirt vom H&M ist einfach genial. Mehr lässt sich dazu nicht sagen ö_ö

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Das Mini-Fondue gab es von Neko-chan. Verspeist wurde es dann jedoch mit Katerboy. Mit einem Gitter, IKEA-Kerzen und einer Metallschale lässt sich so ein sehr gutes Fondue herstellen (ohne Fondue-Set).

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Black and White day. Sollte es werden, wurde es dann jedoch nicht, weil ich von den schwarz-weiß-Fotos dann doch nicht so begeistert war. Irgendwie sollte es mehr aussehen wie ein Traum. Zumindest gibt es verwischte Hände und Licht. Der Hintergrund wirkt jedoch doof. Und das Bein. Und der zweite Arm. Und…

[Kleidung: T-shirt, Strickjacke und Rock Pimkie; Strumpfhose H&M; Kette Primark]


Leider wird es am Wochenende hier keine neuen Einträge geben. Dafür dürft ihr euch nächste Woche auf Berichte und Fotos aus Paris freuen! Donnerstag Nacht geht es los. Ich bin schon total gespannt!

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App-gehen!

Nachdem ich nun eine Zeit lang mit meinem Smartphone herumlaufe, habe ich einen Faible für ein paar praktische Apps entwickelt. Einige habe ich euch hier schon einmal vorgestellt. Hinzugekommen (und teilweise nun wesentlich stärker im Gebrauch) sind diese:
[Alle gezeigten Apps sind kostenlos für Android verfügbar]

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All pictures from google.play

draw something: Ein sehr lustiges und vor allem sehr abhängig machendes Spiel, welches mit Freunden per Internet gespielt wird. Abwechselnd malen beide einen vorgegebene Begriff, welcher dann vom anderen erraten werden muss. Für jedes richtig erratene Wort geht es eine Runde weiter. Für das Spiel müssen nicht beide gleichzeitig online sein. Die Zeichnung wird jeweils an den anderen geschickt. Dann gilt es zu warten, bis der andere seine eigene Zeichnung erstellt.

Business Calender: Sieht nicht sonderlich hübsch und funktioniert wie jeder andere Kalender auch. Was ich an dieser APP jedoch sehr praktisch finde, ist das Listen-Widget. Dieses zeigt sehr übersichtlich alle anstehenden Termine hintereinander an.

Instgram: Nun auch für Android erhältlich. Mit der APP lassen sich Handyfotos mit Filtern bearbeiten und per Sociales Netzwerk teilen. Sorgt dafür, dass die Fotos zumindest ein wenig annehmbarer aussehen.

Wunderlist: Die APP für kleine Listenmacher. Man kann damit Listen machen. Und das finde ich schön ö_ö

Triple Town: Ein total abhängig machendes Spiel, mit einem super einfachen Spielprinzip. Der Spieler hat Gras, Büsche und Bäume zum platzieren zur Auswahl. Werden drei Büsche nebeneinander gestellt wird daraus ein Busch. Drei Büsche werden ein Baum. Drei Bäume ein Haus. Drei Häuser ein großes Haus und so weiter. Für jede Kombi bekommt man Punkte. Wenn kein Platz mehr für Objekte da ist, endet die Runde.

Blobby Volleyball: Dieses schreckliche, alte Spiel, welches in der Schule in Informatik gerne gespielt wurde. Zwei Spieler treten gegeneinander in einem Volleyballmatch an. Lässt sich über Bluetooth spielen.

Evernote: Noch eine APP für Notizen und Listen. Praktisch. Und bereits meine dritte dieser Art xD

Jelly Defense: Ein Tower Defense Spiel, bei welchem man seine Kristalle vor kleinen Monstern beschützen muss. Sehr süß, mit verstörender Musik und viel Spannung.

gReader: Eine der APPS, die ich am häufigsten nutze, da es mein RSS-Reader ist. Er stellt alle abonnierten Blogs übersichtlich da, schickt Benachrichtigungen, wenn neue Feeds vorhanden sind, und hilft vor allem den Überblick über alle RSS-Feeds zu behalten.

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„Indian summer“

Erst einmal möchte ich euch lieben Lesern danken, dass ihr so treu jeden Tag hierher kommt. Wonderland gibt es nun seit sechs Jahren. Dass ich so lange durchhalte hätte ich am Anfang niemals gedacht und ihr tragt ein ganzen Stück dazu bei. Also noch einmal ein großes Dank!

Schon in den letzten Jahren zogen langsam Federohrringe und Indianerschmuck (oder Schmuck, der an Native Americans erinnert ö_ö) in die Welt der Mode ein. Dieses Jahr breitet sich das Phänomen noch weiter aus, nimmt alte mexikanische Symbole und Muster mit und macht daraus einen bunten Mix aus Formen, Federn und Materialien.

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Federschmuck finde ich grundsätzlich erst einmal sehr süß. In vielen Läden findet sich dazu jedoch ein grausamer Farbenmix, der mich schrecklich an die 90er erinnert. Hoffentlich wird es zum Sommer hin nicht noch schlimmer.

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Wer auf den neuen Trend steht, wird sicherlich in der neuen „Fashion against Aids“ Kollektion von H&M fündig. Daraus stammt unter anderem auch die Federkrone auf dem oberen Foto. Die Kollektion selber findet ihr auf H&M.com und in ausgewählten Geschäften.

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Inst-was?

Seit einiger Zeit wird die Blogerwelt von seltsamen, viereckigen, retro-Fotos heimgesucht. Gab es die Instgram-App bisher nur für iPhone und co., können sich nun auch Android-Nutzer über diese Fotoanwendung freuen. Also habe ich auch sie nun einmal für euch getestet.

Was ist Instgram eigentlich? Es ist eine kleine App, welche auf dem Handy installiert wird. Mit ihr lassen sich Handyfotos mit verschiedenen Filtern bearbeiten. Diese geben den Bildern den Eindruck aus der Analogfotografiezeit zu stammen.

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Die bearbeiteten Fotos werden in der Instgramcommunity hochgeladen. Dort könnt ihr Freunden folgen oder euch – ganz in Tumblr-Manier – verfolgen lassen. Zusätzlich könnt ihr die Bilder in diversen sozialen Netzwerken teilen.

Bisher finde ich es ganz gut. Die Effekte und Rahmen gefallen mir und die App lässt sich leicht bedienen. Einzig bei den Profileinstellungen treten ab und zu Fehler auf. Ansonsten macht es Spaß und wertet die qualitativ nicht wirklich hochwertigen Handyfotos etwas auf.

Mein Name lautet chochi_rain.


Wusch, jetzt geht es zur Geschichte hinter den Fotos. Wie letztens schon berichtet ist endlich das neue Album der Ärzte erschienen. Nun steht die CD auch bei mir zu Hause. Die Aufmachung des Albums gefällt mir sehr. Die Verpackung sieht aus wie ein Brettspiel, die Texte stehen auf einem Spielplan und die CD dient als Würfel/ Drehrad für das Spiel. Dazu gibt es drei Spielfiguren um nicht nur die Musik hören zu können, sondern auch das passende Spiel spielen zu können.

Für die Uni gibt es wieder einen ganzen Haufen Bücher. Intertextualität, Mafia und Programmierung. Was sind wohl die Themen in diesem Semester? ;3

Das Essen sieht leider auf dem Foto nicht so großartig aus, wie es geschmeckt hat. Die Tagliatelle mit Huhn und Spinat waren aber sehr gelungen.

Und gestern Abend ging es in die Klangfabrik. Der Geburtstag unseres kleinen DJs musste gefeiert werden. Und das sogar im VIP Bereich. War cool, auch wenn der dortige DJ Daft Punk und einige anderen Bands kaputtgemixt hat >_<

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Ein Ausflug zum Rande der Zeit [Review]

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Der Roman Die Villa am Rande der Zeit von Goran Petrovic, wird auf seiner Rückseite beschrieben als „eine Liebeserklärung an das Lesen“. Als Zusammenfassung des Romans kann ich die Aussage nur unterstreichen, denn genau das ist der Roman.

In acht Abschnitten erzählt der Serbe Petrovic von Menschen, die in Büchern herumlaufen können und deren Schicksal durch das mysteriöse Buch „Mein Vermächtnis“ verwoben sind. Protagonist der Geschichte ist der Student Adam, der den Auftrag bekommt Änderungen in einem seltsamen, in Saffianleder gebundenes Buch vorzunehmen. Sowohl das Werk als auch der Autor, ein gewisser Anastas S. Branica, scheinen dabei vollkommen unbekannt zu sein. Doch das Seltsamste ist der Inhalt des Buches. Dieser besteht aus einer detaillierten Beschreibung einer Villa und ihres Umlandes. Daneben gibt es keine Personen, keine Handlung, nichts.
Während er sich daran macht das Werk zu ändern, begegnen ihm nach und nach andere Leser, die, wie sonst nicht üblich, ihn sehen können. Auch sie verfügen über die Gabe des vollständigen Lesens – also des Eintauchens in Romane.
Von hier an weicht der Roman immer wieder von der Haupthandlung um Adam und die Änderungen ab und geht hin zu den anderen Figuren, die er in der Villa trifft.

Da wäre unter anderem das Mädchen Jelena, die als Gesellschafterin bei einer alten Dame arbeitet und von ihr die Kunst des vollständigen Lesens lernt. Ausgerechnet auf sie trifft Adam dann auch noch in der Realität, so dass ihre Wege vollkommen verwoben sind.
Aber auch die alte Dame, Natalija, ist stärker mit dem Roman verbunden, als es auf den ersten Moment scheint. Und was ist eigentlich mit dem sonderbaren Gärtner und dem Professor los?
Je weiter der Roman voranschreitet, desto mehr erfährt nicht nur der Leser über die Figuren, sondern auch Adam. Gleichzeitig wird Adam jedoch auch immer stärker bewusst, dass es sich bei dem Roman nicht nur um ein gewöhnliches Buch handelt sondern, dass es eine besondere Bewandtnis damit haben muss.

„Wie sehr sich Bücher auch voneinander unterscheiden mögen, irgendwo hinter dem Horizont treffen sie sich.“ – Petrovic

Der Roman erschien bereits 2000 in Serbien, wo er ein großer Erfolg war, und erst 2010 in Deutschland. Es ist recht Schade, dass er erst so spät hier erschienen ist. Viel mehr bedaure ich, dass er hier so wenig Beachtung genießt, denn es ist einer der besten Romane, die ich seit langem gelesen habe. Die Art, wie er Bücher beschreibt, als wären sie lebendige Geschöpfe, ist erstaunlich. Viele seiner Beschreibungen des Lesens treffen die Gefühle, die man hat, wenn man sich ganz in einen Roman vertieft, so gut, dass ich des Öfteren dachte „Genauso ist es“.
Die Handlung dazu ist sehr gelungen und windet sich sehr dynamisch durch das Buch. Gleichzeitig wurde man also ‚Zeuge‘ einer wirklich spannenden und lebendigen Geschichte, während mein eine Ode auf das Lesen selbst las. Ich bin immer noch vollkommen begeistert von dem Gelesenen und werde das Buch definitiv noch einmal lesen. Was mich leider ein wenig enttäuscht hat, war das Ende. Man hätte die Geschichte sehr gut weiterentwickeln oder zumindest einige der offenen Fragen auflösen können. Stattdessen endet es ein wenig abrupt.

„Vielleicht lag es an dem Licht, das im Übermaß hereinströmte, und daran, dass die grobmaschigen Gardinen offenbar noch nie zugezogen worden waren. Das Zimmer schien den Glanz gewissermaßen zu speichern; an der Ostseite befand sich ein beeindruckend großes Sprossenfenster, dessen fünf Flügel in jeweils neun Felder unterteilt waren, so dass es mit seinen zahlreichen Scheiben an ein Gewächshaus im Botanischen Garten denken ließ, mit dem Unterschied, dass hier anstelle von Pflanzen Bücher gediehen.“
– Petrovic – Die Villa am Rande der Zeit

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