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Das etwas andere Outfit: Tattoos [OuMi]

Heute spreche ich einmal über ein Teil, der täglich ein Teil meines Outfits ist: Meine Tätowierungen. Zum einen, weil ich häufiger Fragen dazu bekomme, zum anderen, weil ich einen sinnvollen Rahmen für die Insta-Tattoos schaffen wollte, die ich von tttattoo.com zur Verfügung gestellt bekommen habe.

Tattoo-FAQ

1. Tut eine Tätowierung weh?
Entschuldigt bitte, aber die Antwort ist leider ja. Das Gefühl ist relativ unangenehm, auch wenn ich es nicht unbedingt als schlimmen Schmerz beschreiben würde. Es fühlt sich ein wenig an, wie wenn man die Haut mit zwei Händen fest in unterschiedliche Richtungen dreht. Außerdem brennt es, ein Gefühl, welches vermutlich durch die gereizte Haut entsteht.

2. Was muss ich bei der Auswahl eines Tätowierers beachten?
Jeder Tätowierer ist auf irgendwelche Motive und Stille spezialisiert. Wer unbedingt ein Tattoo haben möchte, welches aussieht, als wäre es ein Aquarell, sollte nach jemanden suchen, der so etwas kann. Ich hab bei meiner Suche nach Tätowiererin in Köln gesucht, bin nach Bewertungen gegangen und habe mich durch Bildergalerien der einzelnen Tätowierer geklickt. Gerade in größeren Studios findet ihr häufig unterschiedliche Personen, die unterschiedliche Fertigkeiten haben.

Außerdem, aber das sollte eigentlich selbstverständlich sein, sollte das Studio sauber und hygenisch sein. Auch zu diesem Kriterium finden sich eigene Bewertungen. Das wichtigste wird aber sein, ob die Chemie beim ersten Beratungsgespräch stimmt. Trefft ihr den Tätowierer und er will in eine ganz andere Richtung als ihr, oder seine Vorschläge findet ihr nicht gut, dann sucht euch jemanden anderen. Schließlich geht es um euren Körper und ihr solltet nichts permanent unter eure Haut stechen lassen, wenn ihr nicht von dem Motiv überzeugt seid.

Ich war übrigens bei reinkarnationtattoos.com in Köln.

3. Wie in etwa ist der Ablauf beim Tätowieren?
In der Regel geht ihr in das Studio und macht einen Beratungstermin aus. Bei kleinen Studios kann dieser direkt stattfinden, bei großen wird es vermutlich einige Tage bis dahin dauern. Leichter ist es, wenn ihr vor dem Gespräch bereits Skizzen, Ideen oder Inspirationen abgebt, damit der Tätowierer weiß, in welche Richtung es gehen soll. Während des Beratungsgesprächs wird festgelegt was genau gemacht werden soll.

Einige Tage, Wochen oder sogar Monate – wenn ihr zu einem wirklich bekannten Künstler wollt – findet dann der eigentliche Termin statt. Dort wird eure Haut desinfiziert und eine Vorlage wie ein Instant-Tattoo aufgeklebt, welches dann tätowiert wird. Natürlich gibt es auch Künstler, die Freihand tätowieren…

4. Was steht eigentlich auf deinem Arm?

Auf meinem Arm sind drei Minitattoos. Der Spruch „Life what is it but a dream“ aus Hinter den Spiegel (Teil zwei von Alice im Wunderland), „Ministry of Love“ (eines der Ministerien aus 1984) und das Heiligtümer des Todes-Zeichen aus Harry Potter. Ich mag es Tinte, wie bei Büchern, mit Zitaten und Anspielungen aus Bücher unter meiner Haut zu haben. Es gibt noch ein paar Zitate, die ich gerne unterbringen würde, aber ich weiß nicht genau wie.

Instatattoos

Wer erst einmal ausprobieren möchte ob ein Tattoo das richtige ist, der kann ein Instant-Tattoo ausprobieren. Zum einen gibt es mittlerweile viele Dienste, die vorgefertigte Tattoos anbieten, aber ihr könnt euch auch personalisierte Tattoos anfertigen lassen. Einer dieser Dienste ist tttattoo.com.

Tattoos von tttattoos mit Sternenbildern und Mondphasen.

Von ihnen habe ich sowohl das Sternenbild Scorpio, als auch ein Tattoo mit Mondphasen zugeschickt bekommen, da ich beides sehr mag. Die Instant-Tattoos funktionieren dabei genauso wie jene, die es früher in Kaugummiverpackungen gab.

Das Tattoo wird aufklebt und mit Wasser abgelöst.

Reinigt die Haut, zieht eine Plastikfolie ab, drückt das „Tattoo“ auf eure Haut, feuchtet die Rückseite an und entfernt das Papier auf der Rückseite nach 20 Sekunden.

Das fertige Tattoo hält etwa eine Woche und lässt sich mit Babyöl entfernen.

Tada! Das Tattoo hält etwa eine Woche, bleibt auch beim Duschen auf der Haut und lässt sich durch Babyöl entfernen.

Die Motive von tttattoo finde ich wirklich sehr hübsch, da sie nicht nur aus Schwalbe und Sternchen bestehen. Außerdem finde ich toll, dass die Tattoos sich auch personalisieren lassen. Dadurch kann man eigene Tattooideen ausprobieren ohne sich direkt permanent mit einem Motiv abfinden zu müssen. Die Preise sind mit rund drei Euro okay, vor allem wenn man die Qualität der Tattoos bedenkt.

Was mich leider etwas stört ist, dass sich um das Tattoo im aufgeklebten Zustand eine Art Plastikschicht bildet, die glänzt und die Illusion, dass es ein wirkliches Tattoo sein könnte, vollkommen zerstört. Auch mit Feuchtigskeitscreme, Tipp der Verpackung, lässt sich dieser Effekt nicht entfernen. Außerdem fühlt sich diese Schicht – zumindest bei meiner ausgetrockneten Haut – schnell etwas komisch an, so dass ich wirklich viel Feuchtigkeitscreme auf die Stelle geschmiert habe.

So oder so finde ich die Idee wirklich sehr gut, die Qualität toll und die Motive wirklich schön!


Die Tattoos wurden mir von tttattoo zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

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Space: Eine Entdeckungsgeschichte des Weltalls [Review]

Wie sind Menschen auf die Idee gekommen, dass die Erde sich um die Sonne dreht? Wann wurden die ersten Planten entdeckt? Wieso wissen wir heute, dass Sterne aus Gas bestehen? In Space: Eine Entdeckungsgeschichte des Weltalls gehen die beiden Astronomen Heather Couper und Nigel Henbest diesen Fragen nach.

Space: Eine Entdeckungsgeschichte des Weltalls von Heather Couper und Nigel Henbest. Erschienen im Mairisch Verlag.

Die Geschichte dieses Buches startet in einem Sommer 1984 zwischen den Steinen von Stonehenge mit der Frage wozu diese Stätte, die lange Zeit als eine der ältesten Observatorien der Menschheit galt, dient. Es begleitet Caesar bei der Erfindung des Kalenders, folgt Kopernikus und der Rosetta-Mission und beobachtet die erste Mondlandung.

Jedes dieser Ereignisse bildet ein eigenes Kapitel, in welchem anhand einer Geschichte ein Teil der Astronomie-Geschichte enthüllt wird. Dabei werden die Erkenntnisse der jeweiligen Wissenschaftler, Erfinder, Poeten und Feldherren in einen historischen Kontext eingebunden um zu erklären, weshalb menschen in der Antike beispielsweise ein Model des Weltalls erstellten, was eher eine große Ähnlichkeit mit unserem heutigen – sehr vereinfachten – Schallenmodel für Elektronen in der Chemie hat.

Gleichzeitig bilden die Kapitel eine zeitliche Abfolge, die bei den ersten Völkern, die sich mit den Sternen beschäftigen beginnt, über die Antike, in der die Sterne und Planeten zu Göttern wurden, hin zum Mittelalter, in dem man aus der Kirche verstoßen wurde, wenn man behauptete, dass die Sonne sich nicht um die Erde bewegt, bis hin zur Moderne, den ersten Ausflügen ins Weltall und den Missionen, die den Rand unseres Sonnensystems erreichten.

Couper und Henbest versuchen dabei nicht vordergründig ein wissenschaftlich tiefgehendes Werk zu schaffen, sondern populärwissenschaftlich die Geschichte der Astronomie zusammen zu fassen. Auf gut 300 Seiten fassen die beiden Wissenschaftler Thesen, Theorien und Entwicklungen zusammen und unterlegen diese mit spannenden Anekdoten herausragender Männer und Frauen.

Beide Autoren haben gemeinsam über 30 Bücher geschrieben, für die BBC gearbeitet und waren Mitglieder der British Astronomical Association. Space merkt man diese Erfahrung durchaus an. Es ist klar verständlich und mit einer Leichtigkeit erzählt, die auf erfahrene Autoren schließen lässt. Zudem gelingt es ihnen komplizierte Themen auf eine einfachen Nenner herunter zu brechen und dies so geschickt zu formulieren, dass man sich mehr als nur von diesem Buch unterhalten fühlt. Diese Kombination macht beide Autoren so erfolgreich und sorgt dafür, dass man nicht genug bekommen kann. Selten habe ich bei einem wissenschaftlichen Roman, einer geschriebenen Dokumentation, so sehr mitgefiebert, obwohl man natürlich von Anfang an weiß wie das Buch enden wird.

Space: Eine Entdeckungsgeschichte des Weltalls | 2016 | Heather Couper & Nigel Henbest | Mairisch Verlag | Buch bei mairisch.de kaufen | Buch bei Amazon kaufen


Das Buch wurde mir vom Mairisch Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

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Harry Potter-Merchandise: Lasst uns das achte Buch feiern! [Sammlungssonntag]

Harry Potter und das verwunschene Kind – Band 8 der Harry Potter-Reihe – ist an diesem Wochenende also endlich auch auf Deutsch erschienen. Um noch weiter in der richtigen Harry Potter-Stimmung zu sein – bis am 17. November Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind ins Kino kommt – gibt es heute eine Sammlung von Harry Potter-Merchandise.

Du kannst nicht genug von Harry Potter bekommen? Wie wäre es mit Harry Potter und das verwunschene Kind, Funko Pop Voldemort, Kurzgeschichten aus Hogwarts, Hermines Zauberstab, Harry Potter Trival Pursuit, Mini Funko-Pop-Figuren auf Kugelschreibern (noch mehr Hermine!

Quelle / Credits: amazon.de

Harry Potter und das verwunschene Kind

Natürlich kann man den achten Band der Harry Potter-Reihe auch irgendwie mit zu Merchandise zählen, schließlich ist er kein eigentliches Buch, sondern das Script für das in London uraufgeführte Theaterstück Harry Potter and the cursed child. Innerhalb des Stückes geht es um Harry Potters jüngsten Sohn Albus – wir erinnern uns zurück an die Endszene von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, in welcher Harry mit Albus spricht. Das Stück setzt am Ende der Heiligtümer des Todes an, also 19 Jahre nach der Handlung der Vorgängerbücher, und begleitet Albus und seinen besten Freund Scorpio bei ihren Abenteuern auf Schloss Hogwarts.

Ich mochte leider Albus überhaupt nicht und fand die Handlung an sich etwas dünn, aber es ist super interessant zu sehen, was aus allen Helden der eigentlichen Reihe geworden ist. Was machen Harry, Ron und Hermine nach den Büchern? Wer sich für diese Frage interessiert, der sollte unbedingt den achten Band der Reihe lesen.

-> Harry Potter und das verwunschene Kind gibt es für 20€ als gebundene Fassung bei Amazon

Harry Potter-Figuren von Funko

Die Funko Pop-Reihe sind wirklich sehr schöne Figuren passend zu diversen Filmen, Videospielen und Serien. Natürlich sind mittlerweile auch einige der Helden und Antiheld aus der Harry Potter-Reihe in der Figurensammlung vertreten. Wie zum Beispiel diese Figur von Lord Voldemort, dem knuffigsten Dunklen Lord, den es zu kaufen gibt.

-> Den Funko Mini-Voldemort gibt es für gut 10€ bei Amazon

Pottermore Presents: Kurzgeschichten aus Hogwarts

Leider nur als E-Book erschienen, aber deshalb nicht weniger spannend sind die drei Kurzgeschichtensammlungen von J.K. Rowling, die Informationen rund um Hogwarts, die magische Welt und einzelne Figuren liefern Besonders toll war für mich die Hintergrundgeschichte von McGonagall!

-> Kurzgeschichten aus Hogwarts: Macht, Politik und nervtötende Poltergeister
-> Kurzgeschichten aus Hogwarts: Heldentum, Härtefälle und hanebüchene Hobbys
-> Hogwarts: Ein unvollständiger und unzuverlässiger Leitfaden

Hermines Zauberstab

Mittlerweile gibt es fast jeden Zauberstab, den wir im Film gesehen haben, zu kaufen. Was sagt mehr: „Ich liebe Harry Potter“, als einen Zauberstab. Aus Holz, 10¾“ mit einem Kern aus Drachenherzfaser.

-> Die hochwertige Fassung gibt es für gut 40€ bei Amazon

Harry Potter Trivial Pursuit

Wer weiß mehr über die Welt von Harry Potter? Wenn ihr diese Frage auf angemessene Art und Weise klären wollt, bleibt euch kaum etwas anderes übrig als eine Fassung von Harry Potter Trivial Pursuit zu kaufen.

-> Harry Potter Trivial Pursuit bei Amazon

Hermine-Kugelschreiber

Von Funko gibt es übrigens auch Kugelschreiber mit winzigen Harry Potter-Figuren, weil es nichts schöneres gibt, als Stifte die sagen: „Ich bin ein Potterhead!“

-> Den Hermine-Kugelschreiber gibt es für gut 8€ bei Amazon


Sehr preiswerten Harry Potter-Merchandise gibt es übrigens gerade bei Primark. Egal ob ihr nach Bettwäsche oder Socken sucht.

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Röcke, Strümpfhosen und japanische Einflüsse + die Liste der Tag’s [OuMi]

Hurricane T-Shirt, Gudetamarucksack, Faltenrock und Collage-Jacke.

Haha, ihr dachtet schon, dass ich es endlich auf die Reihe bekomme und wieder regelmäßig neue Fotos für den Blog mache, ne? Irgendwie war die letzte Woche super anstrengend und daher gibt es (mal wieder) recycelte Bilder von meinem Instagram-Profil.

Zur linken seht ihr mich in meinem Hurricane-2016-Festival-T-Shirt [guckt euch diesen Fuchs an!], dazu ein Rock von Uniqol, eine Strickjacke von H&M und Socken von einer japanischen Marke, von der ich gerade den Namen vergessen habe. Die Streifen sind toll! Und natürlich ist Gudetama mit dabei – aus Gründen!

Zur rechten gibt es ein Grunge-inspiriertes Outfit. Oder vielmehr sieht es auch aus wie viele Outfits, die ich in Japan gesehen habe. Die Jacke, Leggings und Schuhe sind von Primark [die Schuhe sind soooo toll!]. Das Top und der Rock stammen von H&M und der Schirm ist aus einem japanischen Supermarkt. Im ersten Moment, als ich die Collage-Jacke gesehen habe, habe ich nur das H gesehen und dachte, dass das Hogwarts-Merch. ist. Leider ist sie „nur“ für Harvard.

Der Teil mit den vielen Antworten

Oh puh, in letzter Zeit haben mich Akai und Reitenshi getagt und da sie nicht aufhören werden mich auf diversen Medien darauf hinzuweisen, bis ich die Fragen beantwortet habe, bekommt ihr heute einen Haufen Antworten auf Random-Frage. Bereit? Okay!

Akais Fragen:

1. Warum tust du gerade das was du tust? Blogtechnisch oder Beruflich? Hm, also ich mag Bücher, Medien und Mode und schreib mehr oder weniger über alles, was ich mag und was mir gerade in den Sinn kommt. Beruflich arbeite ich im IT-Projektmanagement, weil ich einfach sehr gerne Internetseiten erstelle / plane.

2. Was tust du überhaupt? :D So im Leben, Beruf, Hobby? Beruflich Internetseiten planen. Neben dem bloggen, lese ich viel, gucke viel, viel, viel zu viele Serien, mache Yoga, gehe zum Ballett-Unterricht und hänge zu viel auf Instagram rum. Ah und ich mach Katzen-Sitting.

3. Magst du von deinen Zielen erzählen? Viel reisen und die Welt entdecken.

4. Das schönste, das dir bisher passiert ist? Die Möglichkeit mit meinem tollen Freund zusammen Japan zu entdecken.

5. Wie stoppen wir die Erderwärmung? Theorien dazu? Weniger Strom verschwenden, das Licht häufiger ausmachen, Fahrrad fahren und naja, der Rest müsste wohl von der Industrie ausgehen.

6. Wenn du einen Workshop veranstalten würdest, was wäre der Inhalt? Photoshop für Blogger und Journalisten. Punkt.

7. Was verdankst du deinen Blog? Ich hab super viele Leute über meine ehemalige Webseite und meinen Blog kennengelernt. Außerdem bekomme ich mittlerweile von Verlagen Rezensionsexemplaren, wodurch ich so viel spannende Bücher entdecken kann.

8. Gibt es etwas, dass du immer noch nicht verarbeitet hast? Hm, der Tod von meinem Großvater. :/

9. Erzählst du uns eine kleine Geschichte aus deiner Grundschulzeit? :) In der Grundschule hat ein Mädchen in der Klasse unter mir einen Pokémon-Club gegründet, in den man nur aufgenommen wurde, wenn man ein recht hartes Quiz (unter anderem musste das Gewicht der ersten 150 Pokémon auswendig gelernt werden) bestand. Ich hab es tatsächlich in den Club geschafft und abgesehen davon, dass wir irgendwann kein Pokémon-Club mehr waren, haben wir uns jeden Donnerstag bis zur sechsten Klasse getroffen, zusammen uns Spiele ausgedacht und Süßigkeiten gegessen.

10. Wie sieht die Welt in 20 Jahren aus? Schrecklich, wenn es so weitergeht.

11. Beschreibe deinen Blog in 5 Worten? Durchgedreht, süß, nerdig und kawaii

Uuuund hier kommen Reitenshis Fragen:

01. Erinnerst du dich noch, welchen Song zu 2005 am meisten gehört hast? Down in the Past von Mando Diao, welches immer noch eines meiner absoluten Lieblingslieder ist.

02. Was war das erste, das du dir von eigens erarbeitetem Geld gekauft hast? Ein Paar graue Chucks.

03. Welches ist dein drittliebstes Hobby? Mh, Zeichen.

04. Könntest du den Tag „Montag“ umbenennen – wie hieße er? Wir können den Montag nicht umbenennen, dann kann man das Sams nicht mehr lesen!

05. Wärst du gerne Schüler an einer amerikanischen High School? NEIN!

06. Welches Schulfach würdest du sofort abschaffen? Sport. Bzw Sport mit Benotung. Sowas wie Sport und Ernährung, aber ohne Benotung wäre okay.

07. Stadt- oder Strandurlaub? Ich liebe eine Mischung von beidem. Urlaub in der Nähe einer Stadt, so dass man auch verrückte Kultursachen angucken kann.

08. Was war dein erstes Fandom? Sailor Moon. Punkt.

09. Welche Cartoonserie hast du in deiner Kindheit niemals verpasst? Sailor Moon. ö_ö Ja, Sailor Moon.

10. Wer ist dein größter Held? Emma Watson. Sie ist toll. Sie setzt sich für Frauenrechte und Gleichheit ein. Und sie ist Hermine und Belle. Alles an ihr ist toll.

11. favourite oder favorite? favorite

Und ich tagge jeden, der mitmachen möchte! Linkt zu meinem Blog zurück, damit ich weiß, dass ihr die Fragen beantwortet habt. Dies hier sind meine elf Fragen:

  1. Warum bloggst du?
  2. Katze oder Hund?
  3. Pudding oder Kuchen?
  4. Internat oder normale Schule?
  5. Was ist deine Lieblingsserie?
  6. Film oder Buch?
  7. Kann es so etwas wie Weltfrieden geben?
  8. Dean oder Jess oder Logan?
  9. Stadt oder Land?
  10. Guckst du Filme in der Originalsprache?
  11. Konsole oder PC?
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Es ist gefährlich bei Sturm zu Schwimmen [Review]

Ben und Hanna kennen sich seit sie zehn sind. Beste Freunde ohne Geheimnisse, zumindest waren sie das bis zum großen Streit. Bis zu dem Punkt, an dem Ben plötzlich kurz nach den Abiprüfungen verschwindet und ausgerechnet am Tag der Abschlussfeier – Hannas Geburtstag – wieder auftaucht. Kann ein Roadtrip ihre Freundschaft retten?

Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen, das Jugendbuch von Ulla Scheler.

Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen ist der Debüt-Roman der deutsche Autorin Ulla Scheler. Ihr Jugendbuch teilt sich in zwei Teile. Der erste begleitet Hanna und Ben auf ihrem Weg ans Meer, in die Nähe von Hamburg, und in die Zweisamkeit. Viel Zeit um über die Zukunft, die Gegenwart und die Vergangenheit zu sprechen und sich darüber klar zu werden, was sie eigentlich wollen. Wieso fällt es auf einmal so schwer über „alles“ zu reden, obwohl sie doch Hanna und Ben sind? Hanna und Ben, die alle nur als Einheit kennen. Das schüchterne Mädchen und der Draufgänger.

„[…] In diesem Teich gibt es zwei rote Fische. Und obwohl sie nur Graustufen sehen, finden sich diese beiden Fische.“

Doch die Idylle wird schnell durchbrochen und Bens größtes Geheimnis schwebt weiterhin zwischen ihnen. Und dann ist da noch die Legende des Strandes. Der Strand, der jedes Jahr ein Opfer fordert…

Große Wortgewalt für Gefühlschaos

Die größte Stärke dieses Romans ist definitiv die Wortwahl der Autorin. Scheler schaft es realistische Jugendsprache – eben weil sie selber noch zur „Jugend“ gehört – mit großen Metapher und tollen Bildern zu verbinden. Wenn sie über das Meer redet, dann kann man das Salz in der Luft riechen und gleichzeitig sehen, wie das Meer für hunderte von verschiedenen Gefühlen stehen kann. Es ist kalt, einladen, gefährlich, liebevoll und mysteriös. Gerade dadurch wird es für Scheler zur perfekten Bühne, auf der ihre Figuren diskutieren und streiten können.

Vor allem anderen zeigt die Handlung von Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen, dass Erwachsen werden hart ist. Man muss das zu Hause und eventuell auch Freunde zurücklassen. Man wird langsam eine eigene Person, die sich nicht mehr von der Clique oder dem besten Freund beeinflussen lässt. Es bedeutet auch eigene Entscheidungen zu treffen und zu diesen zu stehen.

Ben und Hanna, die gerade mit ihrem Abi fertig sind, stehen an der Klippe zu dieser Phase und sprechen – metaphorisch gesehen – darüber ob sie springen sollen oder nicht. Während Ben schon in der Luft ist, weiß Hanna nicht ob sie sich von ihm mitziehen lassen soll.

„Bei dir kommt es mir so vor, als hättest du im Leben die gleiche Musik auf den Ohren, egal ob du in die andere Richtung läufst und andere Dinge siehst als ich.“

In diesem Sinne schreibt Scheler eine klassische coming-of-age-Geschichte über Freundschaft, Liebe und das Meer. In tollen Bildern und einer fesselnden Handlung, die viele von uns schon ähnlich gelesen haben, die man jedoch selten in solch eloquenten Worten liest.

Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen | Ulla Scheler | 2016 | Heyne fliegt

-> Bei Amazon kaufen


Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen wurde mir vom Heyne Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

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Serienherbst: Von Hackern, glücklichen Familien und Abenteurern [SaSo]

Der Herbst ist da! Endlich, endlich, endlich bricht wieder die Zeit des Jahres an, in der man mit einer heißen Tasse Tee sich in eine Decke einkuscheln kann, während es draußen stürmt, dunkel und kalt wird. Es ist auch die Zeit zum lesen, für Videospiele und natürlich um Serien zu gucken. Traditionell bringt der Herbst viele neue Serienstaffeln und Neuerscheinungen mit. Und somit bringe ich heute sechs Serien für den Herbst 2016.

Was soll ich mir bloß anschauen? Wie wäre es mit Mr. Robot, Hold and Catch Fire, Modern Family, Gilmore Girls, Marco Polo oder Jessica Jones?

Bilder / Credits: amazon.de & netflix.com

Serien mit Hacker

Über Mr. Robot habe ich bereits eine lange Rezension geschrieben. Kurz gesagt geht es in dieser Amazon-Serie um Elliot, einen Hacker aus New York, der auf eine Gruppe von Hackern trift, die die Welt verändern wollen. Ihr radikaler Plan besteht unter anderem darin das Bankwesen der USA lahm zu legen. Dies ist definitiv ein komplett neues Level für Elliot, der bisher vor allem Menschen in seiner Umgebung gehackt hat um betrügerische Ehemänner zu entlaven. Die Serie ist sehr, sehr spannend, lebt von ihren Figuren und vor allem von den sehr realistischen Computerszenen. Toll! Gerade bringt Amazon im wöchentlichen Rhythmus die zweite Staffel auf Englisch raus. Die erste ist bereits auf Deutsch erschienen und kann auf Amazon angeguckt werden.

Ebenfalls fantastisch ist AMC’s Hold and Catch Fire. Sie begleitet in den 80er-Jahren eine Gruppe von Entwicklern und Programmierern, die versuchen eines der ersten Laptops zu entwickeln. Dabei müssen sie immer wieder gegen Vorurteile und voreingenommenen Meinungen kämpfen, denn ein Computer, der kleiner ist als ein Aktenkoffer scheint zu dem Zeitpunkt vollkommen undenkbar. Und dann soll das Betriebssystem auch noch von einer Frau geschrieben werden. Auch hier lebt die Serie zum großen Teil von ihren Figuren. Die Handlung selbst orientierte sich zum Teil an wirklichen Begebenheiten. Gerade erscheint die dritte Staffel auf Englisch – und kann wöchentlich auf Amazon angeguckt werden. Die ersten beiden Staffel sind auch auf Deutsch übersetzt worden und können auf Amazon gestreamt werden. Eines meiner Highlights dieser Serie ist ganz klar Lee Pace (Pushing Daisies / Der Hobbit).

Serien rund um glückliche Familien

Modern Family geht in wenigen Tagen bereits in die achte Staffel. Wenn ihr viele Folgen braucht, die ihr runtersuchten könnt, dann ist dies definitiv eure Serien. Die Handlung dreht sich um die Familie Pritchett. In einem pseudodukumentarischen Stil werden Claire, ihr Mann und ihre Teenager-Kinder, ihr Vater und dessen Frau Gloria und Claires Bruder und dessen Lebensgefährte begleitet. Die Serie ist unfassbar lustig, lebt von Wortwitzen und den fantastischen Schauspielern. Die komplette Geschichte besteht mehr oder weniger aus alltäglichen Situationen und genau dies macht ihren Charm aus. Bisher sind die ersten sechs Staffeln auch auf Deutsch erschienen, obwohl ich – gerade wegen der vielen Wortwitze – jedem nur die Originalfassung ans Herz legen kann. Alle Staffeln gibt es bei Amazon auf DVD.

Die Gilmore Girls dürften mittlerweile so gut wie jedem bekannt sein. Die Geschichte rund um das Mutter-Tochter-Gespann, die gemeinsam den Versuch unternehmen Rory (die Tochter) nach Harvard zu bringen, galt lange Zeit als abgeschlossen. Zur Freude aller Fans bringt Netflix diesen November eine achte Staffel raus, die die bisherige Handlung weitererzählt. Solltet ihr die Serie bisher nicht gesehen haben, dann guckt sie euch unbedingt an. Der Humor ist großartig und man muss alle Figuren in dieser Serie einfach lieb haben. Die wirklich erschwingliche DVD-Box gibt es für gut 45€ bei Amazon oder als Stream bei Netflix.

Serien mit Abenteurern

Die Abenteuer von Marco Polo gehören zu einem der bekanntesten Reiseberichte, die es jemals gab. Netflix hat aus deren Inhalt eine sich mehr oder weniger am Original orientierende Serie geschaffen. Marco Polo begleitet dabei den jungen Marco auf seiner ersten Reise über die Seidenstraße, die damit endet, dass sein Vater ihn in der Obhut des Kahns – dem Herrscher des mongolischen Reiches – zurücklässt. Durch seine Talente schafft er einen raschen Aufstieg am Hofe, wird jedoch immer wieder daran erinnert, dass er ein Fremder in einem weit entfernten Land ist. Marco Polo ist eine wirklich, wirklich spannende Serie mit imposanten Bildern und toller Musik. Staffel zwei ist dieses Jahr (2016) erschienen. Eine deutsche Fassung ist bereits vorhanden. Wer keinen Netflix-Account hat, kann die Serie auch auf Amazon ansehen.

Jessica Jones ist nicht unbedingt im traditionellen Sinn eine Abenteuerin. Sie hat unglaubliche Kräfte und Reflexe, die sie als Superheldin für die Menschheit einsetzen sollte. Doch dann geriet sie in die Fänge eines Fremden, der sie manipulierte und in seinem Auftrag morden ließ. Knapp ein Jahr ist vergangen, seit Jessica ihrem Peiniger entkommen konnte. Aus Angst vor ihren eigenen Fähigkeiten, arbeitet sie nun als Detektivin. Doch obgleich sie weiß, dass Kilgrave für immer verschwunden ist, wird sie das Gefühl nicht los, dass sie verfolgt wird. Bisher ist eine Staffel der Marvel-Verfilmung erschienen. Eine zweite Staffel soll, Gerüchten zufolge, noch dieses Jahr erscheinen. Erzählt wird die Serie übrigens in der Tradition von Film Noir-Filmen

Eure Tipps?

Von welcher Serie könnt ihr gerade nicht genug bekommen oder könntet ihr immer wieder anschauen? Hinterlasst in den Kommentaren eure Lieblingsserien.

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Rosa Rock und Ehrenfeld-T-Shirt: Outfitmittwoch in Mitten Kölns

Und endlich wieder ein Outfitfoto. Dieses Mal durfte das Agnesviertel mit seinen vielen Altbauten als Hintergrund dienen. Dabei durfte natürlich auch mein Ehrenfeld Apparel T-Shirt nicht fehlen. Ich liebe, dass dieses T-Shirt allen anderen Kölnern sagt „Ich komme aus Köln“, ohne rot-weiß und mit dem Aufdruck „I love Cologne“ versehen zu sein.

Rock aus Südkorea von Dodostyle und T-Shirt von Ehrenfeld Apparel Mitten auf der Weishausstraße

Ich lieeebe ja Faltenröcke. Der hier stammt von Dodostyle, einer koreanischen Marke. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen auch den türkisen Zwilling dieses Rocks zu bestellen.

Schlendern durch Köln in frühherbstlichen Outfit

Der Rucksack – zur Abwechslung nicht mein Gudetama-Rucksack, da er leider zu klein für das Kamera-Equipment ist – stammt glaub ich von New Yorker. Die winzigen Flamingos sind toll. Und ja, es ist eigentlich noch etwas zu warm für Leggings, aber gleichzeitig ist der Wind hier schon richtig frisch.

Rosa Polaroidkamera passend zum rosa Faltenrock.

Hach und guckt euch diese super süße Kamera von Fuji an. Ich mag Polaroids total gerne. Sie sind genauso schnelllebig wie das Leben selbst und sind eine tolle Erinnerung an spontane Erlebnisse. Und ganz nebenbei sind Türkis und Rosa momentan meine Lieblingsfarben (neben Weinrot, welches mein Allzeitliebling bleibt), so dass ich vor dieser Wand unbedingt ein Foto machen musste!

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Neue URL, alte URL + über welche Themen wollt ihr mehr lesen?

Hallo ihr Lieben! Ab jetzt könnt ihr den Wonderland-Blog endlich auch über chochi-in-wonderland.com erreichen. Natürlich könnt ihr auch weiterhin über mitsuki.wordpress.com auf die Seite zugreifen (keine Frage ;) ).

Auch weiterhin werde ich versuchen meinen Zeitplan weiter aufrecht zu erhalten und hoffentlich Donnerstags mehr zum Thema DIY und Yoga-Bloggen, wie klingt das? Mein Freund ist auch wieder da, so dass es (hoffentlich) wieder regelmäßig Outfitmittwoch-Beiträge gibt.

Außerdem habt ihr die Chance an meiner Umfrage teilzunehmen und mitzubestimmen, was für Beiträge ihr häufiger lesen möchtet. Ansonsten gehe ich nach Suchphrasen und Google-Auswertungen. Das sollte jetzt nicht wie eine Drohung klingen, aber ihr habt jetzt die Chance eure Wünsche in den Kommentaren zu äußern oder einfach abzustimmen:

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Das Krokodil: Eine Sammlung von Dostojewski-Erzählungen [Review]

Wenn man über Dostojewskis Werke spricht, geht es kaum mehr um die Frage ob sie gelungen sind oder nicht. Fjodor Michailowitsch Dostojewski ist einer der bekanntesten Autoren Russlands. Werke wie Schuld und Sühne oder Die Dämonen sorgten dafür, dass seine Werke zu Klassikern wurden. Mit klaren Worten beschreibt er seine Welt, versucht sich an verschiedenen Erzählformen und behält dabei immer einen nachdenklichen, beinah schon melancholischen Ton bei. An manchen Stellen blitzt ein Lächeln zwischen den Sätzen durch und zieht den Leser in seinen Bann.

Das Krokodil: Eine Erzählungssammlung von Fjodor Dostojewski

Wer einen guten Überblick über sein Handeln bekommen möchte, der ist mit Das Krokodil mehr als nur gut bedient. Das Buch – im Manesse-Verlag erschienen – enthält fünf Erzählungen Dostojewskis aus seinen verschiedenen Lebensphasen.

Die Sammlung beginnt mit dem Roman in neuen Briefen von 1845. Die Anspielung an A.A. Bestuschews Roman in sieben Briefen ist ein klassischer Briefroman, der jedoch erst nach Arme Leute veröffentlicht wurde und daher von den Kritikern sehr schlecht aufgenommen wurde. Dies mag vor allem daran liegen, dass der Roman in neun Briefen eben nicht im Laufe eines Jahres, sondern mehr oder weniger in einer Nacht geschrieben wurde. Auch der satirische Unterton und die Anspielungen sorgten bei Kritikern eher für Verunsicherung.

Das Krokodil von 1865 ist zwar nur das Fragment einer Erzählung, gilt heute jedoch als eine der bekanntesten Geschichten Dostojewskis. Die Erzählung nimmt – wie so oft in den Handlungen des Autoren – eine etwas absurde Wendung, die aktuelle Strömungen der Philosophie kritisiert und parodiert. Eine Ehepaar geht mit einem Freund aus um ein Krokodil zu betrachten. Als die Ehefrau das Tier als hässlich und enttäuschend degradiert, möchte der Familienfreund Iwan beweisen, dass das Tier sehr viel interessanter ist und reizt es solange, bis das Krokodil ihn verschluckt. Das Ehepaar fordert sofort die Ermordung des Tieres, doch Iwan plädiert, aus dem Bauch des Krokodils heraus, dafür das Tier am Leben zu lassen. Schließlich könne er seine Tätigkeit als Beamter auch von dort ausüben und er möchte keinen wirtschaftlichen Schaden entstehen lassen.

Die kafkaeske Wende – obwohl man sich anhand der Lebensdaten immer wieder Fragen muss ob Kafka nicht eher von Dostojewski beeinflusst wurde – ist ein Kunstgriff, den der Autor viele Male benutzt.

Geschichten aus der Verbannung und emotionaler Höhepunkt

Vor allem anderen war Dostojewskis Leben davon geprägt, dass er die Vorgehen der Regierung immer wieder kritisierte. Sowohl in seinen journalistischen, als auch literarischen Texte hinterfragt er Gesetzte, Bestimmungen und Einschränkungen. So auch in seiner Erzählung Eine peinliche Geschichte von 1862, in der er über die Auflösung der Leibeigenschaft spricht.

Werke wie dieses und seine durchweg kritische Haltung sorgten dafür, dass er inhaftiert und zum Tode verurteilt wurde. Während der Gefangenschaft entstand unter anderem die Erzählung Ein kleiner Held. Erst viel später – nachdem sein Urteil in Verbannung umgewandelt wurde und er nach seiner Zeit in Sibirien wieder nach Russland zurückkehren durfte – wurde er auch im eigenen Land als wichtiger Autor wahrgenommen.

Unter anderem geschah dies durch seine Berichte und Erzählungen in Literaturzeitschriften. Dazu gehört auch Die Sanftmütige von 1876. Es ist eines seiner letzten Werke, welches klar im Hintergrund immer noch unter dem Zeichen des ‚Hinterfragens‘ geschrieben wurde. Auch wenn es hier sein Protagonist ist, der die Fragen stellt. Die fiktive Schilderung beschreibt wie der Protagonist seine Frau kennenlernte und mir ihr zusammenlebte. Am Anfang, wie am Ende steht dabei ihr Selbstmord und die offene Frage: „Wieso hat sie sich in den Tod gestürzt?“ Innerhalb der Sammlung ist dies durchweg die emotionalste. Sie versucht mit dem Mittel der Rationalität Emotionen zu ergründen, zu bündeln und zu erklären.

Schmuckeinband fühlt sich ‚unschmuck‘ in der Hand an

Wie bereits zu Beginn gesagt, geht es bei den Werken von Dostojewski schon lägst nicht mehr darum sie in gut oder schlecht einzuteilen und sie mit Sternchen von eins bis fünf zu bewerten. Die einzelnen Erzählungen zeigen alle auf ihre Weise einen Ausschnitt aus dem Können und Leben Dostojewskis. Somit hat der Herausgeber der Sammlung einen guten Blick für das Gesamtwerk bewiesen. Auch die Erläuterungen zu den einzelnen Texten sind überaus hilfreich und auf einem für diese Art von Texten angemessenem Niveau.

Was ich leider nicht nachvollziehen kann, ist die Wahl des Einbandes. Wer beschließt einen Roman in Kunstleder zu binden? Selten habe ich ein Buch gelesen, welches sich so unangenehm in der Hand angefühlt hat. Obwohl ich das kleine Format des gebundenen Buches – es ist ungefähr handgroß – durchaus schätze, hätte mich der Einband in seinem kalten, glatten, fast schon klebrigen Einband definitiv davon abgehalten diese Ausgabe in einem Geschäft zu kaufen. Auch finde ich – ich weiß, man sollte ein Buch nicht nach seinem Cover bewerten –, dass das Cover nicht so wirklich zu einer Klassikersammlung wie dieser passt. Schwarzes Kunstleder mit neongrünem Aufdruck sagt leider nicht gerade: Ich bin ein wichtiger Teil der russischen Literaturgeschichte, sondern versucht auf absurde Art und Weise jung und frech zu wirken.

Vermutlich ist dies das erste Buch, bei dem ich lieber die E-Book-Ausgabe gelesen hätte. Sowohl die Auswahl als auch die Stimme der Übersetzerin gefallen mir sehr. Die Geschichten sind ein toller Einstieg in Dostojewskis Werk und genau deshalb werde ich es auch immer wieder gerne weiterempfehlen. Dennoch hat der Verlag mit dem Einband und der Gestaltung des Buches durchaus eine sehr ungünstige Wahl getroffen, die mich dazu verleiten würde dieses Buch mit zwei Sternen zu versehen, wenn ich der Gestaltung ebenso große Bedeutung beimessen würde, wie dem Inhalt.

Das Krokodil | Manesse Verlag | 2016 | 448 Seiten | Bei Amazon kaufen und das Wonderland unterstützen


Das Buch wurde mir von Randomhouse zur Verfügung gestellt. Dies hat nicht meine Meinung beeinflusst.

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Reisetagebuch schreiben und gestalten: Tipps für ein niedliches Tagebuch [DIY]

Über Instagram habe ich schon einige Fragen zu meinem Reisetagebuch bekommen. Hauptsächlich ging es immer um Fragen zu Materialen, Tipps zur Gestaltung und wie man während einer Reise möglichst mit einfachen Mitteln ein Reisetagebuch gestalten kann.

Gestaltetes Reisetagebuch mit Stickern, Polaroids, Andenken, Karten und Washi-Tape.

Die einzelnen Seiten des Reisetagebuchs beinhalten immer einen kurzen Tagesbericht, Andenken, die ich während der Reise gefunden habe, Polaroids und Sticker, die zu den jeweiligen Ereignissen passen. Für meine Reise nach Japan hatte ich damals einige Bilder von Japanlover.me heruntergeladen und auf Stickerpapier ausgedruckt. Ansonsten verwende ich jedoch auch Stickerbögen, die entweder dem Flow-Magazin beilagen oder, die ich über Aliexpress bestellt habe. Das Washi-Tape habe ich in den unterschiedlichsten Läden gefunden. Netterweise kann man es mittlerweile allerorts finden.

Alle Materialien auf einen Blick: Sticker, Papier, Flow-Magazine, Fotoecken, Schere, Washi-Tape und Andenken

Natürlich schlepp ich nicht all diese Materialien im Urlaub mit mir herum. In der Regel suche ich mir vor der Reise aus Magazinen (meine Hauptquelle ist hier sicherlich das Flow-Magazin) oder aus dem Internet Bilder heraus, die zu der Reise passen könnten. Hauptsächlich sind dies kleine Motive, die entweder zu dem Ort passen an den ich reise – weil sie zum Beispiel ein Bild der jeweiligen Stadt zeigen – oder die etwas mit Urlaub im weitesten Sinne zu tun haben. Die einzelnen Ausschnitte lege ich zur sicheren Verwahrung hinten in mein Reisetagebuch, welches eine Art kleines Fach enthält.

Vorbereitungen für eine Reise: Eingeklebte zusätzliche Seiten

Papierseiten, die von beiden Seiten nett gestaltet sind, klebe ich bereits vor der Reise als zusätzliche Tagebuchseiten in das Notizbuch ein. Teilweise liegen dem Flow-Magazin – vor allen den Ferienbüchern – kleine Reisetagebücher bei, die ich auseinandertrenne um die einzelnen Seiten als Ergänzung zu verwenden.

Material für das Reisetagebuch

Unterwegs während der eigentlichen Reise sammel ich allerhand kleine Gegenstände, die man in das Reisetagebuch einkleben kann und die etwas über die Reise erzählen. Zum einen sind das Flyer, die an Museen und Sehenswürdigkeiten ausliegen, oder auch Stadtkarten, die man an Touristeninformationen erhält. Zum anderen sind es aber auch Eintrittskarten, Kassenzettel, Polaroids, die ich im Urlaub gemacht habe, Bonbonpapiere (passt hier auf, dass sie vollkommen sauber sind, ihr wollt ja nicht, dass sie irgendwann anfangen zu schimmeln), Blumen, die ich während der Reise im Tagebuch presse, und allerhand platter Kleinkram, den man irgendwie einkleben kann.

Andenken und Polaroids, die ich im Urlaub gesammelt habe.

In der Regel klebe ich kleine Gegenstände mit Fotoecken ein. Teilweise befestige ich auch nur eine Seite mit Washi-Tape, so dass man den jeweiligen Gegenstand hochklappen und darunter weiterschreiben kann. Karten verkleinere ich meistens so, dass sie die gleiche Größe haben, wie die Tagebuchseiten, und befestige sie als zusätzliche, blätterbare Seite mit Washi-Tape. Da ich keine Schere mitnehme falte ich einfach die Kanten immer wieder, bis man sie leicht durchtrennen kann.

Washi-Tape mit Punkten, Mustern, Kameras und Summigurashi-Motiv

Mittlerweile besitze ich viel zu viel Washi-Tape, von dem ich immer nur eine kleine Auswahl an den jeweiligen Reiseort mitnehme. Teilweise bereite ich vor der Reise einige Tagebuchseiten vor, die ich mit einem Rahmen aus Washi-Tape versehe. Wer keine Lust hat Washi-Tape zu verwenden, kann natürlich auch auf Tesafilm oder ähnliches zurückgreifen. Ich mag dieses Tape jedoch sehr, da es leicht transparent ist, hübsch aussieht und sich ohne Tesafilmspender durchtrennen lässt.

Sticker mit Ojipan, Summigurashi-Motiven und Reiseaufkleber

Auch Stickerbögen packe ich immer mit ins Reisetagebuch oder klebe bereits vorher auf manche Seiten Sticker. Die Sticker mit japanischen Motiven bestelle ich in der Regel bei Aliexpress. Der Bogen ganz rechts lag dem Flow-Magazin bei.

Ausschnitte aus Magazinen mit Urlaubsmotiven

Wie schon am Anfang erwähnt, sammel ich außerdem vor der Reise passende Bilder aus Magazinen. Die abgebildeten stammen alle aus dem Flow-Magazin und wirken sommerlich oder enthalten Reisemotive. Diese klebe ich als Ergänzung ins Tagebuch, wenn ich beispielsweise ein Polaroid lieber an meine Fotowand hängen möchte und auch ansonsten keine guten Materialien an dem jeweiligen Tag gefunden habe.

Während der Reise Tagebuch führen

Reisetagebuchmaterialien für eine Reise: Notizbuch, Sticker, Fotoecken, Washitape und Kugelschreiber

Auf die eigentliche Reise nehme ich so wenige Materialien wie möglich mit, da sie nur unnötig Platz wegnehmen würden. Dennoch führe ich gerne direkt vor Ort Tagebuch, da viele Ereignisse einem nach der Reise gar nicht mehr so detailliert im Gedächtnis sind. Gerade bei langen Reisen vergisst man viel zu viel, viel zu schnell, da man so viele neue Eindrücke mit nach Hause mitnimmt.

In der Regel nehme ich folgende Materialien mit:

  • Das eigentliche Reisetagebuch (meines stammt von Semikolon und war zwar etwas teurer, dafür ist es edel und wird hoffentlich lange halten)
  • Sticker
  • Fotoecken
  • Washi-Tape
  • Kugelschreiber

Meistens schaffe ich es direkt Abends kurz aufzuschreiben, was ich während des Tages erlebt habe. Teilweise nutze ich aber auch längere Zugfahrten um einen Eintrag zu schreiben. Während der Japanreise habe ich viel im Shinkansen – dem japanischen Schnellzug – und später auch auf dem Flug nach Hause geschrieben.

Ganz wichtig ist, dass ihr euch nicht selber unter Druck setzt. Wenn ihr im Urlaub keine Zeit dazu findet, dann macht es eben später. Wenn ihr Zeit findet, dann setzt euch nicht unter Druck den best formuliertesten Text in der Geschichte der Reisetagebücher zu schreiben. Notiert kurz was ihr erlebt habt. Und wenn ihr an einem tag nur am Strand herumgelegen habt, dann schreibt eben nur, dass ihr Zeit am Strand verbracht habt. In der Regel soll das Tagebuch eine Erinnerung für euch sein und sonst für niemanden.

Und eben weil es schön ist seinen eigenen Regeln zu brechen, folgt hier nun noch ein Video mit allen Reisetagebuchseiten, die ich bisher fertig habe: