Space: Eine Entdeckungsgeschichte des Weltalls [Review]

Wie sind Menschen auf die Idee gekommen, dass die Erde sich um die Sonne dreht? Wann wurden die ersten Planten entdeckt? Wieso wissen wir heute, dass Sterne aus Gas bestehen? In Space: Eine Entdeckungsgeschichte des Weltalls gehen die beiden Astronomen Heather Couper und Nigel Henbest diesen Fragen nach.

Space: Eine Entdeckungsgeschichte des Weltalls von Heather Couper und Nigel Henbest. Erschienen im Mairisch Verlag.

Die Geschichte dieses Buches startet in einem Sommer 1984 zwischen den Steinen von Stonehenge mit der Frage wozu diese Stätte, die lange Zeit als eine der ältesten Observatorien der Menschheit galt, dient. Es begleitet Caesar bei der Erfindung des Kalenders, folgt Kopernikus und der Rosetta-Mission und beobachtet die erste Mondlandung.

Jedes dieser Ereignisse bildet ein eigenes Kapitel, in welchem anhand einer Geschichte ein Teil der Astronomie-Geschichte enthüllt wird. Dabei werden die Erkenntnisse der jeweiligen Wissenschaftler, Erfinder, Poeten und Feldherren in einen historischen Kontext eingebunden um zu erklären, weshalb menschen in der Antike beispielsweise ein Model des Weltalls erstellten, was eher eine große Ähnlichkeit mit unserem heutigen – sehr vereinfachten – Schallenmodel für Elektronen in der Chemie hat.

Gleichzeitig bilden die Kapitel eine zeitliche Abfolge, die bei den ersten Völkern, die sich mit den Sternen beschäftigen beginnt, über die Antike, in der die Sterne und Planeten zu Göttern wurden, hin zum Mittelalter, in dem man aus der Kirche verstoßen wurde, wenn man behauptete, dass die Sonne sich nicht um die Erde bewegt, bis hin zur Moderne, den ersten Ausflügen ins Weltall und den Missionen, die den Rand unseres Sonnensystems erreichten.

Couper und Henbest versuchen dabei nicht vordergründig ein wissenschaftlich tiefgehendes Werk zu schaffen, sondern populärwissenschaftlich die Geschichte der Astronomie zusammen zu fassen. Auf gut 300 Seiten fassen die beiden Wissenschaftler Thesen, Theorien und Entwicklungen zusammen und unterlegen diese mit spannenden Anekdoten herausragender Männer und Frauen.

Beide Autoren haben gemeinsam über 30 Bücher geschrieben, für die BBC gearbeitet und waren Mitglieder der British Astronomical Association. Space merkt man diese Erfahrung durchaus an. Es ist klar verständlich und mit einer Leichtigkeit erzählt, die auf erfahrene Autoren schließen lässt. Zudem gelingt es ihnen komplizierte Themen auf eine einfachen Nenner herunter zu brechen und dies so geschickt zu formulieren, dass man sich mehr als nur von diesem Buch unterhalten fühlt. Diese Kombination macht beide Autoren so erfolgreich und sorgt dafür, dass man nicht genug bekommen kann. Selten habe ich bei einem wissenschaftlichen Roman, einer geschriebenen Dokumentation, so sehr mitgefiebert, obwohl man natürlich von Anfang an weiß wie das Buch enden wird.

Space: Eine Entdeckungsgeschichte des Weltalls | 2016 | Heather Couper & Nigel Henbest | Mairisch Verlag | Buch bei mairisch.de kaufen | Buch bei Amazon kaufen


Das Buch wurde mir vom Mairisch Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

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