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Das war 2016

Wenn man auf 2016 zurückblickt bleibt einem nichts anderes übrig sich an Terror und den Horror von Aleppo zu erinnern. Wir Leben in Zeiten in denen es immer wichtiger wird, dass wir zusammenhalten. Egal welches Geschlecht, welche Religion oder welche Hautfarbe wir haben.

„Wir sind so stark, wie wir einig, und so schwach, wie wir gespalten sind.“

Schreibt Joanne K. Rowling in Harry Potter und der Feuerkelch und auch wenn unsere Bedrohung nicht von dunklen Mächten, sondern realen Menschen ausgeht, so ist es doch an uns Zusammenhalt zu zeigen und Einigkeit zu demonstrieren.

Das Jahr des Feuer-Affen wurde jedoch auch geprägt durch die EM und Olympia, einem friedlichen Wettkampf. Überall auf der Welt haben Menschen immer wieder gezeigt, dass sie sich ihr Leben nicht von Terror wegnehmen lassen, sondern stattdessen sich mit anderen treffen um gemeinsam die gleiche Kultur zu feiern.

Was im Wonderland passierst ist

Im Januar verbrachte ich Zeit in Aachen, besuchte das Schöne und das Biest-Musical, eine Design-Ausstellung und eine Literaturlesung. Aachen ist wirklich sehr schön. Die Altstadt ist wundervoll und in den vielen kleinen Gassen entdeckt man immer wieder wundervolle kleine Läden und Cafés.

Musicalbesuch, Literaturlesung, Aachen und Design in Köln.

Im Februar war ich besessen mit dem Versuch meine Haare lang wachsen zu lassen und sie gleichzeitig möglichst weiß zu färben. Außerdem experimentierte ich mit Nendoroid-Fotografie, feierte Karneval und süchtelte mich durch alle vier Bücher der Luna-Chroniken.

Die Lunar-Chroniken, Karneval, Nendoroids und weiße Haare.

Im März reiste ich nach Rom (so eine wunderschöne Stadt), guckte den sehr guten Anime Boku dake ga inai machi [Zeitreisende, Morde, sonderbare Ereignisse], schaffte es mit einem Ballett-Foto auf dem Adidas Neo-Instagramprofil geteilt zu werden, verliebte mich in Rainbow Rowell [lest ihre Bücher!], bekam von Satsuki ein wunderschönes Paket voller Gudetame- und Ojipan-Sachen, hatte zwei tolle Gastkatzen bei mir zu Hause [mein Freund und ich machen Katzensitting] und verbrachte Zeit bei Freunden.

Ballett-Schuhe, Carry On von Rainbow Rowell, wundervolle Animeserie und Rom.

Im April begann ich damit Python zu lernen und mit meinem Freund Programmieren zu üben. Außerdem war es warm genug um endlich draußen sitzen zu können und meine Tomatenpflanzen einzupflanzen.

Python-Projekt von Codecadamy, Mochi-Eis, Toon Link und Tomatenpflanzen.

Python-Bild: Codecadamy

Den Mai verbrachte ich zu einem großen Teil im warmen Bayern und besuchte durch München, Landsberg und Augsburg. Außerdem war ich auf einem tollen Hof-Konzert von Svavar Knutur und durfte wieder auf Katzen aufpassen.

Konzert von Svavar Knutur, Katzensitting und München.

Im Juli ging es zur LBC, einer Veranstaltung für Buchblogger [sehr cool], in X-Men Apocalypse und zum Hurricane-Festival, bei dem es so sehr regnete und stürmte, dass ich einen Tag in Zelt ausharren musste.

Den August brachte ich, wie gefühlt jeder Mensch auf der ganzen Welt, damit zu Pokémon Go zu spielen, lass die Bücher des Raven-Cycle [unglaublich großartige Fantasy-Reihe!] und verbrachte ein paar gemütliche Tage in Hamburg.

Im September ging es nach Mallorca und danach war mein Jahr irgendwie gelaufen, den ich brach mir mitten im Urlaub meinen Ellenbogen, musste zu Hause operiert werden und verbrachte den Oktober mehr oder weniger damit zu schlafen, mein sei-jeden-Tag-glücklich-Tagebuch zu pflegen und Schmerzmittel zu schlucken. Zwischendrin war ich dann jedoch kurz auf der Frankfurter Buchmesse mit Nintendo64

Der November und Dezember gingen dann sehr schnell um. Eine neue Gastkatze, Weihnachten und der tolle Rogue One-Film, sowie Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind.

Vorsätze für 2016?

Zwischendurch habe ich bereits über meinen Zwischenstand meiner Vorsätze für 2016 berichtet. Wie sieht es nun am Ende des Jahres aus?

Ich wollte mehr Zeichnen, was ich so halb durchgezogen habe. Eher hab ich kleine Zeichnungen angefertigt, aber wirklich große Projekte habe ich nicht umgesetzt.

Erfolgreicher war mein Versuch 12 Bücher zu lesen. Ich habe sogar 45 geschafft! Welche Bücher ich gelesen habe seht ihr in meinem Goodreads-Profil.

Im Februar habe ich, wie ich es mir vorgenommen habe, mit Ballett angefangen und mache es immer noch, weil es super viel Spaß macht!

Auch „mehr schreiben“ stand auf meiner Liste und ich habe tatsächlich gut die Hälfte eines Romans fertig bekommen. Ha!

Und abschließend wollte ich mehr Reisen, was ich definitiv geschafft habe (Rom, München, Hamburg, Bremen, Mallorca). Leider war keines meiner eigentlichen Ziele dieses Jahr Teil der Reisen, denn eigentlich wollte ich nach Skandinavien. Hoffentlich schaffe ich es dieses Jahr!

Habt ihr eure Vorsätze umgesetzt?

Kooperationen

Ich denke die krasseste Neuerung im letzten Jahr war auf jeden Fall die Zusammenarbeit mit vielen phantastischen Verlagen, bei denen ich mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken möchte. Danke an das tolle Team von Randomhouse (besonders die Mitarbeiter von Heyne und btb!), das Team von Mairisch, Carlsen & Aladin, Bastei Lübbe und EMF. Vielen Dank für die tollen Bücher, die ihr mir habt zukommen lassen und auf ein gutes Jahr 2017!

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Last Minute DIY-Weihnachtsgeschenke

Wie versprochen gibt es noch vor Weihnachten eine vierte Sammlung mit Geschenkideen. Dieses Mal Geschenke bei denen es schnell gehen muss, die persönlich sind und die sicherlich nicht mehr rechtzeitig von Amazon geliefert werden können.

Fotoalbum

Kaum etwas kann man so leicht oder gleichzeitig so zeitaufwendig herstellen wie Fotoalbum. Besonders die neuen Fotoalben von DM sind besonders praktisch um schnell hochwertige Alben zu erstellen. In das Einstecksystem werden Fotos, die ihr ja praktischer Weise sofort im DM entwickeln könnt, und passende Dekokarten – auch diese gibt es im DM – gesteckt, so dass ihr sehr schnell recht aufwendig aussehende Fotoalben erstellen könnt.

Bullett-Journal-Beginn

Bullett-Journal werden immer beliebter. Mit diesen könnt ihr Aufgaben, Errungenschaften, Statistiken und Zeitpläne erstellen. Wie wäre es für einen Freund den Beginn eines Bullett Journals vorzubereiten? Viele tolle Inspirationen findet ihr, wenn ihr den Begriff in die Google-Bildersuche eintragt.

Wunschglas

Wunschgläser oder Gläser mit Gutscheinen sind praktische, schöne Geschenke. Dafür braucht ihr ein Glas und Papier. Schreibt Inspirationen oder ähnliches auf die Zettel (wie bei diesem Glas von beau-coup.com zu sehen) und gebt sie in das Glas. Eine schöne Idee für Buchfreunde könnte zum Beispiel sein Bücher von einer Leseliste eines Freundes aus dem jeweiligen Goodread-Profil aufzuschreiben. Der Freund kann dann einen Zettel ziehen, wenn er nicht weiß was er lesen soll.

Buchstabenmagneten

Die bunten Buchstabenmagenten aus der Kindheit haben viele noch zu Hause herumliegen oder können sie für weniges Geld bei Kodi oder Tedi kaufen, Mit ein wenig Gold-lack werden aus ihnen schnell hochwertige Dekoobjekte.

Lesezeichen

Schöne Lesezeichen kann jeder gebrauchen. Hübsch sind zum Beispiel Lesezeichen wie jene von MyPaperMoose, bei denen Büroklammern wiederverwendet werden.

Gutscheine

Das ultimativ einfachste Geschenk sind selbstgemachte Gutscheine wie jene von giftsoflove.de. Inspirationen für Gutscheininhalte findet ihr übrigens in meinem Artikel zum Thema Gutscheine verschenken.

Ich wünsche euch allen ein frohes Fest!

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Ein Meer aus Tinte und Gold: Wo Schrift zu Magie wird [Buchrezension]

Stell dir vor, du lebst in einer Welt ohne Bücher. Geschichten können nur Jahrhunderte überdauern, wenn sie weitererzählt werden und wessen Leben keine spannende Geschichte beinhaltet, der gerät in Vergessenheit. Genau in dieser Welt lebt Sefia, doch sie hat ein Geheimnis. Das seltsame rechteckige Ding, was sie mit sich herumträgt, und welches nicht nur für den Tod ihrer Eltern verantwortlich ist, sondern ihre komplette Welt verändern könnte.

Ein Meer aus Tinte und Gold: Jugendbuch von Traci Chee über eine magische Welt ohne Bücher und eine Leserin mit einem magischen Buch.

Ein Meer aus Tinte und Gold ist der erste Band der Das Buch von Kelanna-Reihe, oder wie sie im Englischen heißt The Reader. In ihr Debüroman erdenkt Traci Chee eine Welt in der die weite Öffentlichkeit ohne Buchstaben und Wörter auskommen muss, während eine geheime Gesellschaft der Lesenden Schrift nicht nur verwenden könne um Geschichten niederzuschreiben, sondern mit ihr Magie bewirken kann.

Sefia hingegen weiß nichts von dieser Gesellschaft oder was es mit dem Buch, welches sie unter allen Umständen schützen soll auf sich hat. Ihre Eltern haben ihr zwar heimlich das Lesen beigebracht, doch seit sie vor einigen Jahren ermordet wurden, ist sie selbst auf der Flucht, ohne dass sie jemals erfahren hat wovor. Nur ihre Tante Nin steht ihr zur Seite, bis sie von unheimlichen Gestalten entführt wird und Sefia mit ihren 15 Jahren plötzlich auf sich alleine gestellt ist. Zumindest bis sie auf Archer, den stummen Jäger trift.

Gleichzeitig ist dies aber auch das Buch von Lon, der von seinen Eltern zurückgelassen wurde und nun zum Leser ausgebildet wird. Den Lesen bedeutet nicht die seltsamen Zeichen zu entziffern, sondern die Wörter zu verstehen und ihre Magie für sich selbst nutzbar zu machen.

Ein Liebesbrief an Bücher

Vor allem anderen ist Ein Meer aus Tinte und Gold jedoch ein Liebesbrief an Bücher und das Lesen selbst. Es spielt mit Worten, Formatierungen und dem Wechsel verschiedener Perspektiven. Überall verstecken sich kleine Rätsel im Buch. Buchstaben sind plötzlich gefettet oder es finden sich geheime Wörter, die über mehrere Seiten hinweg einen Text entstehen lassen.

Auch sind einige der Seiten so angefertigt worden, dass sie wirken als würden sie aus einem anderen, älteren Buch stammen. Oder die Protagonistin versucht Erinnerungen zu vergessen, so dass plötzlich Textpassagen geschwärzt werden und somit verschwinden.

Abgesehen von den Formatierungen, fragt Ein Meer aus Tinte und Gold immer wieder was für eine Bedeutung Bücher haben. Wozu sind sie da? Welche Auswirkungen haben sie auf eine Gesellschaft?

Wörter als Magie

Zeichen und Wörter mit Magie gleichzusetzen taucht mittlerweile in recht vielen Büchern auf. Eines der prominentesten Beispiele der jüngsten Jahre ist sicherlich Rainbow Rowells Carry On. Auch ein Buch im Buch, welches mit Formatierungen spielt ist vor kurzem mit S. von J.J. Abrams (ja, der Regisseur) erschienen. Auf dieser Ebene kann man Chee sicherlich vorwerfen, dass sie mit relativ bekannten Mitteln an das Thema herangeht.

Dennoch erfolgt ihre Umsetzung auf höchst beachtliche Art und Weise. Eigentlich müsste man das Buch nachdem man es ausgelesen hat, direkt wieder von vorne anfangen um alle Referenzen, die das Buch auf sich selbst setzt, zu verstehen. Auch die Welt von Sefia wirkt klug durchdacht und funktioniert anders als Beispielsweise Bradbury’s Welt in Fahrenheit 451 nicht nach der Prämisse der Auslöschung von Büchern, sondern einer in der nie die Schrift entwickelt wurde. Geschichten können in Bildern dargestellt werden oder in gesprochenen Wörtern. Es ist keine Dystopie die aufgezeigt wird und keine rein magische Welt, die wir betreten. Vielmehr entführt Chee den Leser in eine Welt in der eine neue Wertschöpfung für Bücher als gebundenes Werk in einer digitalen Welt entsteht. Es geh darum das Buch als solches zu feiern und nicht nur als zwingendes Medium für eine Geschichte zu präsentieren.

Zudem verbindet sie dies mit einer wirklich sehr gelungene Geschichte, die Lust auf mehr macht und den Leser mit der Frage zurücklässt: Wann erscheint endlich Band 2?

Ein Meer aus Tinte und Gold | Traci Chee | Carlsen Verlag | 496 Seiten | Bei Amazon kaufen


Ein Meer aus Tinte und Gold wurde mir von Carlsen zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.

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Spiele zu Weihnachten verschenken [SaSo]

Noch eine Woche bis Weihnachten! Na, habt ihr schon alle Geschenke zusammen? Mir fehlen noch ein paar wenige, die ich diese Woche holen muss. Für alle von euch, denen es wie mir geht, habe ich noch eine Liste mit Inspirationen zusammengestellt. Dieses Mal geht es um Gesellschaftsspiele und wie ihr das richtige Spiel für den richtigen Menschen findet.

Wie wäre es zu Weihnachten mit einem von diesen Geschenken: Hanabi, Codenames, Agricola, Die Siedler von Catan, Dixit oder Exploding Kittens?

Bilder: amazon.de

Es gibt mittlerweile unfassbar viele verschiedene Spiele. Egal ob man quasi nie Spiele spielt, nur Gesellschaftsspiele mag, die in wenigen Minuten vorbei sind, oder nur Spaß an Spielen hat, die Stunden dauern, es gibt das passende Geschenk für jeden. Daher habe ich auch versucht möglichst aus allen Kategorien und für jeden Geschmack etwas zusammen zu stellen, denn nur weil man Spiele mag heißt es nicht, dass man jedes Spiel mag.

Hanabi: Kooperatives Kartenspiel

Beim Kartenspiel Hanabi arbeiten alle Spieler zusammen um gemeinsam ein Feuerwerk zu veranstalten. Hierfür hat jeder Spieler fünf Karten auf der Hand, die in der Mitte – um das Spiel zu gewinnen – auf fünf Stapel in fünf Farben in aufsteigender Reihenfolge von 1-5 gelegt werden müssen. Der Clou dabei: Ihr seht von euren eigenen Handkarten nur die Rückseite, während eure Mitspieler eure Karten sehen. Um das Spiel zu gewinnen müsst ihr euren Mitspielern Hinweise darauf geben, welche Karten sie auf der Hand haben. Hinweise dürfen dabei entweder einem anderem Spieler mitteilen, dass er eine bestimmte Zahl oder Farbe auf der Hand hat.

Dieses Spiel ist fantastisch für alle Spieler, die gerne gemeinsam mit anderen Spieler zusammen gewinnen wollen. Außerdem geht es darum möglichst kluge Hinweise zu finden und durch logische Kombinationen gegen das Spiel zu arbeiten. Zudem ist es mit rund sechs Euro eines der günstigsten Spiele, welche ihr momentan auf dem Markt findet und damit ein sehr gutes kleines Geschenk.

Hanabi | rund 6€ | 2-5 Spieler | Kartenspiel | ab 8 Jahren | ca 20 Minuten | Bei Amazon kaufen

Codenames: Partyspiel mit Logikfaktor

Codenames ist vollkommen zu recht Spiel des Jahres 2016 geworden. In diesem Spiel spielen zwei Teams gegeneinander. Dabei liegen 25 Begriffe in der Mitte aus von denen ein Teil zu Team Rot und ein Teil zu Team Blau gehört. Ein Teammitglied muss seinen Mitspielern einen Hinweis bestehend aus einem Wort und einer Anzahl von zugehörigen Begriffen geben, um somit seinem Team mitzuteilen, welche Begriffe zu ihnen gehören.

Das Spiel ist sehr leicht zu erklären und zu lernen. Es eignet sich hervorragend für größere Gruppen und ist in wenigen Minuten zu spielen.

Codenames | rund 20€ (jedoch findet ihr es regelmäßig auch für 15€ oder weniger) | 2-8 Spieler | Kartenspiel | ab 14 Jahren | ca. 20 Minuten | Bei Amazon kaufen

Agricola: Ein Brettspiel für alle die es kompliziert mögen

Wer einfache Spiele mag, der wird das Brettspiel Agricola hassen Für alle anderen ist es ein fantastisches Spiel, welches zu einem der besten Spiele gehört, die jemals konzipiert wurden.

In Agricola schlüpft jeder Spieler in die Rolle einer Bauernfamilie, die langsam einen Bauernhof bewirtschaftet. Dabei könnt ihr Felder bestellen oder Tiere züchten. So oder so führen viele Wege zum Ziel. In der Mitte des Spielplans befindet sich eine Liste von Aktionen, die ihr durchführen könnt, doch jede Aktion kann pro Runde nur von einem Spieler ausgeführt werden, so dass ihr eure Strategie nicht nur daran anpassen müsst, welche Rohstoffe gerade vorhanden sind, sondern auch daran ob euch die passende Aktion gerade von einem anderen Spieler weggeschnappt wurde.

Agricola | rund 40€ | 1-4 Spieler | Brettspiel | ab 12 Jahren | 30 Minuten pro mitspielendem Spieler | Bei Amazon kaufen

Die Siedler von Catan: Der Brettspielklassiker

Die Siedler von Catan gehören mittlerweile zu den unangefochtenen Spieleklassikern. Dieses Brettspiel, bei dem ihr Rohstoffe mit euren Mitspielern handeln müsst, um so Dörfe, Städte und Straßen zu bauen, gehört in jeden Haushalt. Es ist leicht zu lernen, familienfreundlich und für nahzu alle Altersgruppen geeignet.

Die Siedler von Catan | rund 25€ | 2-4 Spieler | Brettspiel | ab 10 Jahren | 75 Minuten | Bei Amazon kaufen

Dixit: Kreatives Partyspiel

Auch Dixit lässt sich, ebenso wie Codenames in größeren Gruppen spielen. Bei Dixit erhält jeder Spieler einige Handkarten, die unterschiedliche Bilder zeigen. Ein Spieler legt eine Karte verdeckt auf den Tisch und erklärt mit einem Wort oder einem Satz was man auf dieser Karte sehen kann. Alle anderen Spieler legen nun eine Karte verdeckt ab, die ebenfalls zu dem Wort oder Satz gehört. Danach werden alle Karten gemischt und aufgedeckt. Nun muss jeder Spieler versuchen zu erraten um welche Karte es sich zu Beginn gehandelt hat. Dabei muss der Startspieler jedoch aufpassen, dass sein Hinweis nicht zu genau war, denn wenn alle Spieler für seine Karte stimmen, bekommt er keinerlei Punkte. Gleichzeitig muss der Hinweis genau genug sein, damit genug Spieler für seine Karte abstimmen.

Dieses Spiel benötigt ziemlich viel Fantasie, denn die Bilder sind teilweise sehr surreal und einen Begriff zu finden, der genau den richtigen Grad zwischen genau und ungenau trifft ist häufig gar nicht so einfach.

Dixit | rund 25€ | 3-6 Spieler | Brettspiel | ab 8 Jahren | 30 Minuten | Bei Amazon kaufen

Exploding Kittens: Verrücktes Partyspiel

Exploding Kittens ist lustig, leicht zu lernen und sehr selbsterklärend, denn im Grunde ist es russisches Roulette mit Katzen und ohne Tote.

Die Runde jedes Spielers endet damit, dass er eine Karte von dem Stapel in der Mitte zieht. In diesem befinden sich normale Karten und explodierende Katzen. Zieht ein Spieler eine Karte, so hat er verloren und alle anderen Spieler spielen weiter, bis nur noch ein Spieler im Spiel ist. Um seinem Schicksal zu entgehen kann jeder Spieler, wenn er am Zug ist, jedoch auch so viele Handkarten spielen, wie er möchte, um beispielsweise zu verhindern, dass er eine Karte spielen muss oder sich angucken darf, welche Karten oben auf dem Stapel liegen.

Kombiniert wird diese sehr einfache Spielmechanik mit verrückten Katzenbildern.

Exploding Kittens | rund 25€ | 2-5 Spieler (Mit Erweiterungen mit bis zu 10 Spielern spielbar) | Kartenspiel | ab 12 Jahren | ca 10 Minuten | Bei Amazon kaufen

Last Minute-Geschenke

Zur Abwechslung erhaltet ihr in der nächsten Woche bereits am Donnerstag eine Sammlung mit Last Minute-DIY-Geschenkideen.

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Weihnachtsgeschenke: Zeit verschenken [SaSo]

Was gibt es schöneres, als mit seinen Liebsten Zeit zu verbringen? Deswegen gibt es am dritten Advent ein paar Tipps für Geschenke mit denen ihr gemeinsame Zeit / Abenteuer / Erlebnisse verschenken könnt.

Ruhrtopcard, Rheinlandcard und Co.

Sowohl die Ruhrtopcard, als auch die Rheinlandcard ermöglichen es dem Besitzer kostenlos oder stark rabattiert (gilt nur für erstere) Zoos, Freizeitparks, Schwimmbäder, Lasertag-Hallen und vieles weitere zu besuchen. Die Karte wird für ein ganzes Jahr gekauft und kostet je nach Region 50-70€. Wer die darin erhaltenen Ausflüge alle tätigt spart damit rund 700€ an Eintrittspreisen.

Natürlich gibt es Regionalkarten mittlerweile für fast jedes Bundesland und für die meisten großen Regionen. Eine sehr gute Auflistung der besten Karten findet ihr bei sehnsuchtdeutschland.com.

weitere Informationen: ruhrtopcard.de/ | rheinlandcard.de

Mydays, Groupon und Jochen Schweizer

Im Grunde bieten alle drei Gutscheinplattformen den gleichen Service: Sie verkaufen Gutscheine für Erlebnisse, Ausflüge und Reisen aller Art. Während ihr bei Mydays gute Angebote für Städtereisen findet, gibt es bei Groupon eher regionale Ausflüge oder Gutscheine für Kleinigkeiten (kaufe zwei Gerichte, zahle eins) und Jochen Schweizer war lange Zeit auf Abenteuer spezialisiert. Langsam verschieben sich diese Grenzen jedoch immer weiter, so dass ihr auf all diesen Plattformen auch jeweils Gutscheine für Spezialitäten der anderen finden werdet.

Genau daher lohnt es sich aber auch auf allen drei Plattformen zu gucken, wenn ihr nach einem bestimmten Gutschein sucht, denn häufig gibt es noch bessere Konditionen auf einer der anderen Seiten. Generell finde ich die bezahlten Gutscheine als Geschenk immer besser als einen Gutschein, der lediglich selbst ausgefüllt wurde. Der vorbezahlte Gutschein hat einen reellen Wert – schließlich wurde für ihn bereits Geld ausgegeben. Ihn verfallen zu lassen bedeutet Geld zu verschwenden, wohin gegen andere Gutscheine niemals ihren Wert verlieren, da ihre Bezahlung ohnehin noch aussteht und dies bedeutet häufig, dass die nett gemeinte Geste irgendwann verfällt.

Weitere Informationen: mydays.de/ | groupon.de | jochen-schweizer.de

Eigenen Gutscheine verschenken

Natürlich braucht es keine feste Plattform um gemeinsame Zeit zu verschenken. Schließlich haben eigenen Gutscheine den Vorteil, dass sie sehr viel persönlicher sind. Aber Achtung: Denkt daran den Beschenkten darauf hinzuweisen, dass er den Gutschein wirklich einlösen muss. Ruhig auch in den folgenden Monaten nach Weihnachten, denn der gut gemeinte Filmabend bleibt so lange ein Stück Papier, bis der schlussendlich eingelöst wird.

Generell solltet ihr euch fragen – egal ob nun gekaufter Gutschein oder eigens erstellter – womit ihr dem jeweils anderen eine Freude machen könnt. Gemeinsame Zeit ist schön und gut, aber einem Freund einen Gutschein für Achterbahnfahrten zu schenken, obwohl dieser Achterbahnen hasst, oder einen Saunagutschein, obwohl der beschenkten Person dies unangenehm sein wird, ist vielleicht nicht das beste Geschenk.

In unserem Freundeskreis sind gerade zum Beispiel Team Escape-Events total beliebt. Dabei wird man als Gruppe in einen Raum eingesperrt und hat eine Stunde Zeit um Rätsel zu lösen um so aus dem Raum zu entkommen. Vorteil von Gutscheinen dafür: Ihr könnt gleich mit all euren guten Freunden gemeinsam etwas unternehmen. Viele Anbieter bieten auch Gruppenrabatte an.

So oder so könnt ihr mit gemeinsamer Zeit nichts falsch machen. Und sei es nur, dass ihr mal wieder gemeinsam mit euren Geschwistern ins Kino geht.

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Das Echolot: Ein kollektives Tagebuch [Buchrezension]

Das Echolot von Walter Kempowski ist vermutlich eine der beeindruckendsten historisch-kulturwissenschaftlichen Sammlungen, die ich jemals gesehen habe. In diesem vier Bände und 3056 Seiten umspannenden Werk, fasst Kempowski Tagebucheinträge, Berichte, Meldungen und Fotos aus Januar und Februar 1943 zusammen. Hierbei ist es egal ob eine Erinnerung von einer bedeutenden oder unbedeutenden Person stammt. Es geht viel mehr darum Stimmen aus aller Welt zu sammeln um zu zeigen wie Menschen auf der ganzen Welt den Zweiten Weltkrieg, die Schlacht von Stalingrad und die Aktionen der Weißen Rose erlebt haben.

Das Echolot: ein kollektives Tagebuch von Walter Kempowski über Januar und Februar des Jahres 1943

Die Originalausgabe des Echolot wurde bereits 1993 veröffentlicht und stellt nur einen Teil des insgesamt zehn Bände umfassenden Werkes dar. Hierin befasst sich Kempowski ebenfalls mit den Jahren 1941 und 1945. In der Neuauflage, die 2016 im Penguin Verlag erschienen ist, finden sich nun die vier Bände des Jahres 1943 in einer Taschnbuchausgabe passend zu jenen, die bereits bei btb erschienen sind.

Wie auch in der Originalausgabe handelt es sich um eine Sammlung von Notizen, Meldungen und Tagebucheinträgen, die unkommentiert bleiben. Sie wurden lediglich zum besseren Verständnis allesamt in eine Sprache übersetzt. Und dies ist auch einer der Gedanken hinter Kempowskis Projekt: Verständnis. Es ging ihm nicht nur darum zu bewahren wie Menschen den Zweiten Weltkrieg erlebt haben, sondern darum zu zeigen, dass Menschen auf der ganzen Welt den Krieg in ähnlicher Art und Weise erlebt haben. Er selbst schreibt dazu in der Einleitung des Echolots:

„An einem Winterabend des Jahres 1950 wurde ich in Bautzen über den Gefängnishof geführt, und da hörte ich ein eigenartiges Summen, Der Polizist sagte: ‚Das sind Ihre Kameraden in den Zellen, die erzählen was.‘ Ich begriff in diesem Augenblick, daß [!sic] aus dem Gefängnis nun schon seit Jahren ein babylonischer Chorus ausgesendet wurde, ohne daß [!sic] ihn jemand wahrgenommen […] hätte […]. […] Die Stimmen der Häftlinge in Bautzen können wir nicht zurückholen, sie sind verweht, und die Toten behalten ihre letzten Erfahrungen für sich, aber ihre überall deponierten Mitteilungen können wir aufnehmen und entschlüsseln, darauf dürfen wir nicht verzichten.“

Dieser „babylonische Chorus“ ist es, den er entschlüsseln möchte. Wie haben Menschen über den Krieg geschrieben? Was haben sie in ihrer Sprache über ihn gesagt, während sie überall auf der Welt warteten, dass er vorbeigehen würde oder an der Front kämpften?

Gleichzeitig möchte er, wie wir in der Einleitung erfahren, ein Bild festhalten. Einen Moment, der vorbeigeht ohne, dass wir ihn je zurückholen können. In Jahren werden alle, die sich an den Zweiten Weltkrieg erinnern können, gestorben sein. Historiker werden dann rätseln können, wie es war in jener Zeit zu leben. Wie es sich angefühlt haben muss Flyer der Weißen Rose zu finden oder einen ganz normalem Alltag nachzugehen, während die Welt um einen herum auseinander fiel. Trotz allem wurden in jener Zeit Kinder geboren, Paare heirateten und Freunde verabredeten sich.

Die Einträge zeigen uns fast schon ein sonderbares Bild der Vergangenheit. So wird in Band 1 über zwei Seiten hinweg das Programm der Hamburger Oper zusammengefasst. Frei nach dem Motto The show must go on, während noch einen Eintrag zuvor ein Wärter eines Straflagers aus Norwegen über Massengräber und Tod berichtet. Es ist ein unangenehmes Bild der Vergangenheit, welches wir nicht erwarten. Doch natürlich gingen in jenen Tagen, in denen viele sich mit Tod, Verfolgung und Grausamkeit auseinander setzen mussten, noch viele ihrem normalem Alltag nach. Einem Alltag, der hinter allen historischen Ereignissen in Vergessenheit gerät, weil er für uns im Vergleich zur „Geschichte“ unwichtig erscheint. Und dennoch sagen uns diese kleinen Einträge des Alltags viel mehr über jene Zeit, als die Steifen Tagebucheinträge großer Persönlichkeiten, die schrieben, weil sie wussten, dass jemand ihre Texte vermutlich lesen würde.

Das Echolot: Unkommentierte Tagebuchsammlung. Segen oder Fluch?

Es sind die Stimmen, die niemals in einer Dokumentation zu hören wären, weil sie zu bedeutungslose Worte von sich geben, die diese Sammlung erst richtig spannend macht. Gleichzeitig ist genau diese Detailversessenheit das, was Das Echolot zu einem solch anstrengenden Werk macht. Es braucht gut 70 Seiten, bis Tag eins abgehandelt ist, an dem weit weniger passiert ist, als man es vielleicht von dem Start eines neuen Jahres erwarten würde. Immer wieder wird man mit zusammenhanglosen Auflistungen von Einkaufslisten, Spielplänen und ähnlichem konfrontiert.

Zwar sind dies Details des täglichen Lebens, doch beginnt man sich zu fragen ob jemand, der nicht in jener Zeit gelebt hat, nicht häufiger mit einer kommentierten Fassung mehr anfangen könnte. Kleine Zusammenfassungen am Beginn eines jeden Tages, die beschreiben welche Ereignisse an diesem Tag stattfanden, würden dem Leser Orientierung geben. Es würde dazu betragen, dass aus einer Blättersammlung ein Text entsteht, der zur Einordnung von Ereignissen beiträgt. So bleibt es dem Leser überlassen sich selbst zu informieren was an jenen Tagen geschehen ist und wer die Personen sind, die hier Tagebuch führen. Denn auch wenn Namen wie Thomas Mann oder Joseph Goebbels natürlich zugeordnet werden können, so ist vielleicht nicht unbedingt jedem Leser der Name Willi Graf ein Begriff.

Bei der Arbeit, die in dieses Projekt ohnehin geflossen sein muss – Kempowski hat Jahrzehnte mit der Sammlung von Quellen zugebracht – fragt man sich, weshalb er nicht sein Wissen an Leser weitergeben hat. Ist es nicht die Aufgabe eines Historikers dafür zu sorgen, dass historische Quellen zugänglich und verständlich gemacht werden?

Vermutlich entsteht dieser Eindruck nur, wenn man die Texte versucht aus einer Laienperspektive zu betrachten. Walter Kempowski hat Das Echolot nicht einfach zusammengetragen um Menschen einen einfacheren Zugang zur Vergangenheit zu geben. Er will die Einträge nicht durch eigenen Interpretationen verfälschen. Sie sollen für sich stehen und so gehört das Spielprogramm der Oper eben genauso zu einem vollständigen Bild, wie der Tagebucheintrages eine Willi Graf, der über alltägliche Gespräche schreibt, bevor sie zu einem historischen Ereignis werden.

In der Wissenschaft gibt es kein gut oder schlecht

Ein Werk wie Das Echolot lässt sich nicht so einfach bewerten wie einen Roman. Es gibt kein gut oder schlecht geschrieben. Man kann über das Layout diskutieren, aber auch dies nur bis zu einem bestimmten Grad. Die Gestaltung nimmt sich so weit wie möglich zurück um dem Inhalt Platz zu geben. Genau dies ist es, was man von einem solchen Werk erwartet. Es soll nicht künstlerisch wirken, sondern einem dokumentarischem Zweck dienen.

Wie im oberen Teil bereits ausgeführt gibt es viele Argumente, die für und gegen eine kommentierte Ausgabe sprechen. Ich finde es in der Tat Schade, dass ein Werk, welches bei einem nicht-wissenschaftlichen Verlag erschienen ist, keine weitere Kommentierung nach dem Tod des Autors – Kempowski starb 2007 – vorgenommen hat. Dann wiederum wäre es natürlich diese Veränderung, die seiner Intention zuwiderhandeln würde.

Walter Kempowskis Das Echolot muss also vielmehr wie ein eigenständiges Kunstprojekt behandelt werden. Und somit wird es für jeden Betrachter zu dem, was er selbst daraus machen möchte. Es wird zu einer Sammlung, die Raum für Interpretationen lässt und deren Kernzielgruppe ohnehin Geisteswissenschaftler sein dürfte, die sich mit der Materie befassen.

Das Echolot | Penguin Verlag | 3056 Seiten | 2016 | Bei Amazon kaufen


Dieses Buch wurde mir vom Penguin Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

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Von Männern, die keine Frauen haben: Eine Erzählungssammlung von Murakami [Buchrezension]

Von Männern, die keine Frauen haben ist Haruki Murakamis neuste Erzählungensammlung. In ihr befinden sich sieben Erzählungen, die – wie der Titel vermuten lässt – sich mit Männern auseinandersetzen, die aus irgendwelchen Gründen keine Frau haben, sie verlieren, nicht gewinnen können oder niemals hatten. Es ist – bis auf wenige Ausnahmen – die unmurakamieske Erzählungssammlung bisher.

Von Männern, die keine Frauen haben fasst sieben Erzählungen und Kurzgeschichten Haruki Murakamis in einem Band zusammen.

Es gibt ein Spiel Namens Murakami-Bingo, bei dem sich wiederholende Motive aus Murakamis Werken abgehackt werden, während man einen seiner Romane liest. Wendet man diese Liste auf Von Männern, die keine Frauen haben, so findet man Mysteriösen Frauen, Etwas, dass verschwindet, das Gefühl verfolgt zu werden (zumindest am Rande), unerwartete Anrufe, Katzen, Alte Jazz Musik, Urbane Erzählungen, sonderbare Teenager, Kochen, mit Katzen sprechen (am Rande), seltsamen Sex, Tokyo bei Nacht, seltsame Namen und verschwundene Katzen. Damit erhält man zur Abwechslung tatsächlich nicht eine komplette Reihe bei Murakami-Bingo, obwohl man ansonsten fast alle Themen in jedem einzelnen Buch abhacken kann. Dass so viele klassische Murakami-Motive fehlen passiert zwar häufiger in seinen Kurzgeschichten, doch dass sie gleich in so vielen Geschichten auf einmal ausbleiben ist äußerst sonderbar. Genauso wie die Tatsache, dass alle Erzählungen unter einem Grundthema zusammengefasst sind: Die fehlenden Frauen. Und dann auch noch meist in der Kombination, dass nicht nur eine Frau fehlt, sondern auch noch einem anderen mann davon erzählt wird.

Aber gehen wir einmal wieder zurück zum Beginn des Buches. Wie bereits erwähnt enthält dieses Werk sieben von Murakamis Erzählungen. Gleich in der ersten geht es um einen Mann, dessen Frau gestorben ist, doch auch vorher hat er eine gewisse Abwesenheit seiner Frau gespürt. All dies wird ihm nach und nach klar, während er mit seiner Chauffeurin über sein Leben redet.

In Yesterday geht es um einen jungen Mann, dessen bester Freund ihm vorschlägt mit seiner Freundin auszugehen, da er sich selbst nicht bereit fühlt eine ernsthafte Beziehung einzugehen und er befürchtet, dass seine Freundin ihn sonst mit einem Fremden betrügen könnte. Die Situation finden zur Abwechslung auch einmal der Protagonist und die betroffene Freundin sonderbar und es kommt nicht zu seltsamen Sexszenen. Dafür jedoch zu dem sehr schönen Dialog, indem der beste Freud erklärt, dass Menschen so wie Bäume nur durch Erfahrungen reifen können und Jahresringe erhalten, doch so sehr der Protagonist über diesen Vergleich nachdenkt, er landet mit seinen Gedanken immer wieder bei Baumkuchen.

Das eigenständige Organ ist eine der traurigsten Geschichten, die ich seit langem gelesen habe. Es erzählt von einem Mann, der an gebrochenem Herzen stirbt und den Umständen die dazu führten. Auch hier erzählt Murakami von bodenständigen Gefühlen, ohne sonderbare Ereignisse, sondern einfach von den einfachsten menschlichen Regungen, die es gibt.

Gefolgt von Scheherazade, einer Geschichte in einer Geschichte und Kinos Bar, in der sich endlich sonderbare Ereignisse überschlagen, Jazzmusik gehört und sich mit Katzen unterhalten wird. Es ist die Geschichte, die dafür sorgt, dass zumindest einige der Motive im Murakami-Bingo abgehackt werden können.

Genauso wie die darauf folgende Geschichte Samsa in Love, in der ein Mann eines Tages erwacht um festzustellen, dass er sich in Gregor Samsa aus Die Verwandlung von Kafka verwandelt hat. Die Geschichte ist äußerst bizarr, stellt jedoch eine sehr schöne Verbindung zu dem Autor dar, der immer wieder als heimliche Inspirationsquelle für Murakami herzuhalten scheint.

Schließlich endet die Sammlung mit der titelgebenden Geschichte Von Männern, die keine Frauen haben, die sich in sonderbaren philosophischen Gedanken und widersprüchlichen Anekdoten verliert.

Ja, ich fand, dass dies nicht Murakamis beste Sammlung war. Der Elefant verschwindet oder Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah sind um Längen besser als seine neuste Sammlung. Dann wiederum handelt es sich um quengeln auf hohem Niveau, denn natürlich liefert Murakami brillant erzählte Geschichte ab, die seine Leser in Stauen versetzen, überraschen und in ihren Bann ziehen. Häufig enden die Geschichten so weit entfernt von ihrem Anfang, dass man sich unweigerlich fragen muss, wie man dort gelandet ist. Gerade Das eigenständige Organ ist eine fantastische Erzählung, die ihres gleichen sucht. Auch Kinos Bar ist eine wirklich sehr gute Erzählung, die zeigt wie fantasievoll Murakami erzählen kann.

Dennoch fehlt mir gerade diese fantasievolle Art in seinen anderen Erzählungen. Sie wiederholen Motive, die wir bisher kennen. Sie erzählen immer wieder die Geschichte des Mannes, der die Frau seiner Träume nicht haben konnte, sie unter den falschen Umstanden verloren hat oder der erst, als er bei einer anderen war, feststellt, was ihm eigentlich fehlt. Es sind nicht die feinen Denker, die uns sonst begegnen, sondern Männer der Tat, die von großen Eroberungen prallen oder in ihren Tag hineinleben.

Beinahe wirken die Geschichten, als hätte Murakami Zeitdruck gehabt und musste schnell sieben Geschichten zusammenschreiben. Leider erhärtet sich dieser Eindruck bei mir je mehr neuere Werke ich von ihm lese. Sie experimentieren weniger, sie sind weniger ausgeklügelt und sie zeigen uns weniger emotionalen Tiefgang, als wir es nach Werke wie Naokos Lächeln gewohnt sind. Sind die Geschichten zugänglicher? Ja, dass alle mal. Aber ist es das, was man erwartet, wenn man ein Werk von Murakami in die Hand nimmt? Ich glaube nicht. Ich möchte mehr Fische, die vom Himmel regnen, während alte Jazzplatten laufen. Sex, der Menschen zur völligen Selbstaufgabe bewegt. Ich möchte Emotionen, die über den Tod hinaus eine Seele an diese Welt binden und Welten, die nur Murakami sich erdenken kann und die gleichzeitig dem existierenden Tokyo so seltsam ähneln.

Sollte man Von Männern, die keine Frauen haben als Murakami-Fan lesen? Ja, unbedingt, denn es sind wieder einmal sehr gut erzählte Geschichten. Sollte man dieses Buch lesen, wenn man nichts mit Murakami am Hut hat? Ja, es wird selten einen einfacheren Einstieg in sein Werk geben. Dennoch sollte man im Hinterkopf haben, dass diese Werke, sollten dies die ersten Texte sein, die man von Haruki Murakami liest, weit von de entfernt sind, was er sonst im Stande ist zu leisten.

Von Männern, die keine Frauen haben | 2016 | 254 Seiten | btb Verlag | Bei Amazon kaufen


Dieses Buch wurde mir von btb zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

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Weihnachtsgeschenke für Buchwürmer [SaSo]

In diesem Artikel soll es weniger darum gehen euch zu sagen: „Kauft dieses Buch zu Weihnachten für alle Menschen, die Bücher mögen.“, sondern darum echt Inspirationesquellen für gute Buchgeschenke zu geben. Dabei müssen Geschenke für Menschen, die Bücher mögen nicht zwingend Bücher sein, sondern können auch sehr schöne Dinge mit Buchbezug sein.

Etsy: Handgemachte Buchgeschenke

Etsy ist eine Fundgrube für kreative Geschenke. Sucht dort einfach nach dem Titel einer Lieblingsreihe, eines Lieblingsbuches oder eines Lieblingsautoren der zu beschenkenden Person. Auch das Wort „Buch“ alleine bringt euch viele schöne Ergebnisse. Besonders schön sind zum Beispiel Geschenke wie diese Poe-Tasse von JitterMug oder literarische Kerzen, wie jene von The Bookish Flame, bei denen Gerüche, die im Buch mit einem Ort oder einer Person assoziiert werden, in den Geruch einer Kerze umgewandelt werden.

Wichtig: Findet vorher heraus welche Reihen, Bücher, Autoren euer Buchwurm mag.

Redbubble: Kleidung und Kissen mit bedruckten Motiven

Auf Redbubble findet ihr ebenfalls viele kreative Geschenke. Während die Gegenstände bei etsy jedoch in der Regel handgefertigt werden, gibt es hier vor allem Print-Produkte. Dies können Poster und Postkarten sein, aber auch Aufdrücke auf T-Shirts, Pullis und Kissen. Eines meiner liebsten Fundstücke dort ist das Bedtime-Kissen von FandomizedRose. Dies definiert die Bettzeit als eine Zeit in der Fangirls sagen, dass sie schlafen gehen um dann die Nacht hindurch zu lesen.

Auch hier findet ihr viele schöne Geschenke, wenn ihr nach Autoren, Buchtiteln oder den Wörtern „Buch“ und „Book“ sucht.

Society6: Hochwertige Kunstdrucke

Society6 ist gar nicht so anders als Redbubble, denn auch hier findet ihr Drucke aller Art. Auch hier sucht ihr nach einem passenden Stichwort und findet dann so schöne Dinge wie dieses Hogwarts-Poster von Anne Lambelet@Society6.

Bücher

Wer hätte das gedacht, Buchwürmer mögen eventuell auch Bücher. Hier könnt ihr entweder den Buchwurm direkt auf einen Buchwunsch ansprechen – auch wenn dies eventuell verrät, was ihr vorhabt – gucken ob er bei Goodreads (einem Sozialen Netzwerk für Bücher) angemeldet ist und eine Liste mit Buchwünschen angelegt habt, oder sein Buchregal durchstöbern um Inspirationen zu finden.

Wenn ihr nun immer noch keine Ahnung habt, was ihr verschenken sollt, so empfehle ich diese beiden Bücher / Reihen:

Wenn der Rabe ruft / The Raven Cycle

Die Raben-Reihe / the Raven-Cycle ist definitiv eine der besten Reihen, die ich seit langem gelesen habe und meine Lieblingsreihe aus 2016. Es erzählt die Geschichte von Blue, die als einziger Mensch ohne besondere Fähigkeiten in einem Haus voller Wahrsager groß wird. Von Ronan dem Träumer. Von Noah, dem Besorgten. Von Adam, der mehr in seinem Leben erleben will. Und natürlich Gansey, der einen vor Jahrhunderten gestorbenen König finden und auferwecken möchte um sich einen Wunsch erfüllen zu können. Man könnte es als Schicksal bezeichnen, dass sich diese fünf in einer kleinen Stadt über den Weg laufen um gemeinsam das Abenteuer ihres Lebens zu erleben.

Die Reihe ist abgeschlossen und besteht aus vier Bänden. Bald soll es einen dreiteiligen Ableger geben.

The love that Split the world

The love that split the world ist von allen Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe, mein absoluter Favorit. Die Highschoolschülerin Natalie ist seit Jahren in Psychologischer Behandlung, da die Dinge, die sie sieht, nicht zu einem gesunden Verstand zu passen scheinen. Bis sie Beau trifft, der scheinbar die Antworten auf all ihre Fragen bereithält und gleichzeitig viel mehr aufwirft. Ein fantastisches Buch über die Frage was real ist. Eine Frage, die bis zum Ende des Buches offen bleibt. Emotional, grandios geschrieben und einfach großartig.

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To all the boys I loved before: Ein romantisches Teenie-Komödien-Hörbuch [Rezension]

Ihr mögt Young Adult-Bücher und romantische Teenie-Komödien à la Zehn Dinge, die ich an dir hasse? Dann ist To all the boys I loved before das perfekte Hörspiel.

To all the boys I loved before, ein Jugend-Hörbuch über Lara Jean, eine erfundene Beziehung und die Frage wann man weiß ob man verliebt ist.

Ungefähr zehnmal habe ich euch bereits die Reihe von Jenny Han (Autorin der The Summer-Reihe) ans Herz gelegt und wenn ihr immer noch nicht dazu gekommen seit To all the boys I loved before zu lesen oder gerade weil ihr es bereits gelesen habt, möchte ich euch das dazu passende Hörbuch von cbj audio ans Herz legen.

Han erzählt in ihrem Roman die Geschichte von Lara Jean. Die Highschoolschülerin war viermal so richtig verliebt, doch statt dem jeweiligen Jungen ihre Liebe zu gestehen, hat sie für jeden Jungen einen Liebesbrief geschrieben, den sie für immer in ihrer Hutschachtel aufbewahren will. Nur blöd, dass die Briefe ausversehen versendet werden. Und dann auch ausgerechnet an den beliebtesten Jungen der Schule, ihren besten Freund und zwei Jungs, mit denen sie schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesprochen hat.

Doch damit nicht genug. Um seine Ex-Freundin eifersüchtig zu machen und damit Lara Jean endlich mit dem Jungen zusammenkommen kann, in den sie eigentlich verliebt ist, beschließen sie und Peter – Lacrosse-Spieler, gut aussehend und zufällig einer der Jungen, an den einer ihrer Briefe ging – so zu tun, als wären sie ein Pärchen. Was kann da schon schief gehen…?

Angenehme Hörbuch-Stimme und sonderbare Kürzungen

Gelesen wird das Hörbuch von Schauspielerin Leonie Landa, deren Stimme man häufiger in Hörspielen und als Synchronsprecherin lauschen durfte. Ihre klare Aussprache, die fast schon zögerlichen, gewählten Worte, machen aus dem Hörbuch plötzlich ihre Geschichte und es klingt nicht mehr so, als würde sie ein Buch vorlesen, sondern als würde sie ihre eigene Geschichte erzählen und man kann nicht anders, als ihr weiter zuzuhören.

Auf sechs CDs und in fast siebeneinhalb Stunden liest sie Lara Jeans Geschichte vor. Die Regie übernahm Wolfgang Stockmann, der ebenso wie Landa aus der Theaterszene stammt. Im großen und ganzen hat auch er seinen Job gut gemacht, denn wer das Buch nicht kennt, wird wohl nur an wenigen Stellen bemerken, dass es sich bei dieser Lesung um eine gekürzte Fassung handelt. Besonders viele Szenen mit Lara Jeans älterer Schwester, dem Altersheim und John fehlen. Was leider bedeutet, dass wenn ihr Teil eins nur als Hörbuch gehört habt, ihr in Teil zwei – P.S. I still love you – nur bedingt verstehen werdet was gerade passiert. So dass euch dann nur übrig bleibt To all the boys I loved before doch noch zu lesen.

Die Frage: „Sollte ein Hörbuch ein Buch ersetzen können?“ und weitere Informationen zur Reihe

Natürlich sollte man sich beim bewerten dieses Hörbuchs fragen ob es überhaupt die Aufgabe des Hörbuchs ist das eigentliche Buch komplett ersetzten zu können? Sollte es nicht nur unterhalten, so wie auch eine Verfilmung uns mehr unterhalten soll, als sich penibel an jedes kleine Detail des Buchs zu halten? Ich persönlich finde es immer komisch, wenn man sich bereits die Mühe macht ein siebeneinhalb Stunden langes Hörbuch aufzunehmen und dann die letzte halbe Stunde oder vielleicht noch ganze Stunde, die fehlen würde, damit das Buch komplett ist, einfach rausschneidet. Natürlich, das Hörbuch ist auch ohne John und Stormy einigermaßen vollständig, aber ernsthaft, die wenigen Seiten die Fehlen machen, nun ja, den Kohl auch nicht mehr fett – um es flapsig auszudrücken. Außerdem würde es allen Hörern des Hörbuchs ermöglichen direkt in Band zwei einzusteigen und weiterzulesen, bevor es ein zweites Hörbuch gibt, bzw. falls es überhaupt eins geben sollte.

“It’s not like in the movies. It’s better, because it’s real.”
― Jenny Han, To All the Boys I’ve Loved Before

Betrachtet man das Hörbuch einfach nur als ein Mittel um die Grundhandlung losgelöst zu erzählen, so muss man dem Team eingestehen, dass es eine wirklich sehr gute Leistung erbracht hat. Es fällt nicht auf, dass es Kürzungen gab, denn auch so wirkt die Handlung noch kohärent. Landas Stimme ist wirklich fantastisch gewählt und versprüht einen jugendlichen Charm, dem eine gewisse Sehnsucht nach der großen Liebe innewohnt ohne kitschig zu wirken. Naja, ein wenig kitschig, dies ist jedoch der Handlung von To all the boys I loved before geschuldet.

Wie bereits erwähnt besteht die Reihe bisher aus zwei Bänden, von denen Band ein unter dem Originaltitel in Deutschland bereits veröffentlicht wurde. Für Band zwei gibt es in der Deutschen Fassung noch keinen Erscheinungstermin, obwohl das Buch bereits in der Englischen Fassung erschienen ist. Ein dritter Band – Always and Forever, Lara Jean – ist für April nächsten Jahres angekündigt.

Im Grunde ist meine Empfehlung für oder gegen das Hörbuch gar nicht so unentschlossen, wie es bis hierher vielleicht klingen mag. To all the boys I loved before ist ein fantastisches Hörbuch, welches ich mir sicherlich noch häufiger anhören werde. Landa ist fantastisch und die Geschichte enthält genug Kitsch, Drama und Humor um als romantische Komödie zu gelten, ohne vollkommen schmalzig zu werden. Eine sehr schöne Produktion und eine echte Alternative zum Buch.

To all the boys I loved before | Hörbuch | 2016 | cbj audio | Bei Amazon kaufen


Dieses Hörbuch wurde mir von cbj audio zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.


Weiterhin in der Reihe erschienen:

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Eine Sammlung von Geschenken: Adventskalender [SaSo]

Am heutigen Sammlungssonntag sprechen wir über Adventskalender, den ob ihr es glaubt oder nicht, nächste Woche Donnerstag ist bereits der erste Dezember und somit der erste Tag an dem eure Liebsten einen Törchen öffnen dürfen. eine der wichtigsten Fragen vor der Adventszeit ist immer: Kaufen oder selber Basteln. Wie haltet ihr es? Mittlerweile kann man ja wirklich viele verschiedene Adventskalender kaufen. Egal ob Teekalender, Pralinen oder Bier [ich mache keine Scherze], für jeden Geschmack ist etwas dabei. Für alle, die einen gekauften Kalender zu unpersönlich finden, für die habe ich ich heute ein paar Tipps, denn dass schwierigste am Kalender ist der richtige Inhalt. Nicht wahr?

Einen Adventskalender basteln

Natürlich gibt es sehr viele schöne Kalender, die man selber befüllen kann, aber erst ein komplett selber gebastelter Kalender macht so richtig etwas her.

Adventskalenderinspirationen zum selber Basteln.

Der Klassiker am Ast von La Petite Cuisine; weiß-schwarzer Adventskalender von Meine Svenja; Adventskalender aus Tüten zum Hinstellen von Lieber Backen; bei Tabula Rosi kommen die Adventskalendergeschenktüten an die Wand; bei mir gab es Schneemänner nach einer Vorlage von Minieco und Spaaz.

Sowohl der Adventskalender, der an einem Ast befestigt wird, als auch der bei dem Toilettenpapierrollen gesammelt und befüllt werden, gehören wohl zu den Bastelklassikern schlechthin. Aber besonders die Idee Frühstücktstüten zu nehmen, diese zu verzieren und dann zu befüllen, ist wirklich sehr hübsch, schnell umsetzbar und vor allem dekorativ. So oder so gilt jedoch für jeden Adventskalender: Die Verpackung muss groß genug sein für eure Geschenke. Wenn ihr noch nicht wisst, was in den Kalender soll, dann könnt ihr euch später bei der Befüllung nach der Größe der Beutel, Rollen, etc. richten. Stellt ihr später fest, dass ihr etwas in den Kalender geben wollt, welches dann doch zu groß ist, so könnt ihr das jeweilige Törchen einfach mit einem Gutschein befüllen und das eigentliche Geschenk später hervorzaubern.

Dieses Jahr habe ich mich tatsächlich mal für einen relativ einfachen Kalender entschieden. Die einzelnen Geschenke wurden in buntes, weihnachtliches Geschenkpapier eingeschlagen und dann mit selbstgemachten Etiketten aus meinem Etikettiergerät beklebt:

Adventskalender müssen nicht aus komplizierten Basteleien bestehen: Auch bunt verpackte Geschenke machen viel her.

Einen Adventskalender befüllen: Kreativ und Praktisch

Doch nicht die Frage: „Wie soll der Adventskalender aussehen?“, ist von Bedeutung, sondern viel mehr die Frage: „Womit befülle ich den Kalender?“ Die Antwort richtet sich natürlich danach für wen man den Kalender befüllt. Kinder? Beste Freundin? Partner? Mutter?

Generell gilt: Was für Interessen hat diese Person? Was für Vorlieben hat er / sie? Wie viel Geld wollt ihr ausgeben? Den meisten Menschen macht ihr bereits damit eine Freude, dass ihr daran gedacht habt einen Adventskalender zu schenken. Bonuspunkte gibt es dabei immer dafür, wenn ihr ihn selber gestaltet habt.

Konkret eignen sich diese Dinge sehr gut zum befüllen eines Adventskalenders:

  • Süßigkeiten: Beispielsweise gemischte Tüten mit unterschiedlichen Schokoriegeln von Aldi / Lidl
  • Tee: Kauft unterschiedliche Sorten und mischt die Beutel gut durch
  • Badezusätze: Bei DM, Rossmann und ähnlichen Drogeriemärkten gibt es eine große Auswahl an Badezusätzen (Beutel, Badekugeln, Badestangen, Badesalz in kleinen Flaschen)
  • Witziger Krimskrams: Bei Kodi, Tedi und ähnlichen Ketten findet ihr viele witzige Kleinigkeiten. Egal ob Bastelkram, Spielzeug oder Scherzartikel, hier findet ihr auf jeden Fall etwas
  • Spielzeug aller Art
  • Nützliches: Socken, Erkältungsschutz, Handcreme, etc.

Generell ist es immer gut kleine Geschäfte, die Krimskrams anbieten, aufzusuchen und Produkte in kleinen Verpackungsgrößen von DM und Rossmann zu nutzen. Außerdem macht es Sinn Nützliches und Spaßiges miteinander zu mischen. Schenkt niemandem einfach nur Socken und Duschzeug, sondern mischt Spielzeug und tollen Tee mit hinein.

Gute Kombinationsmöglichkeiten sind zum Beispiel:

  • Für Kreative: Diverse Bastelsachen (Washitape, tolles Papier, Scheren, Klebe, Sticker, …)
  • Für Köche: Diverse Gewürze, besondere Zutaten (Achtung, achtet auf Verderblichkeit) und unterschiedliche Rezepte zum beispiel auf schön gestalteten Rezeptkarten
  • Für die Winterzeit: Tee, Badezusätze (achtet darauf, dass die Person, die ihr beschenkt eine Badewanne hat) und Mittel, die Erkältungen vorbeugen
  • Für Naschkatzen: viel, viel Süßes

Wenn ihr wisst, dass jemand auf Japanische und Koreanische Marken steht (Gudetama, Hello Kitty, Molang, Rillakuma, …) lohnt es sich immer nach Kleinkram bei Aliexpress zu suchen. Aber Vorsicht, die Waren brauchen bis zu zwei Monaten, so dass eine solche Befüllung langfristig geplant werden sollte.

Ich habe in den letzten Jahren meinem Freund beispielsweise einen Adventskalender mit unterschiedlichen Teesorten, Filmen für seine Analogkamera und Pokémonfiguren befüllt. Einer meiner Lieblingskalender als Kind war einer bei dem ich jeden Tag ein Matchbox-Auto bekam und zu Weihnachten einen Stadtteppich und ein Parkhaus erhielt (oh ja, ich bin ein Mädchen, welches sehr gerne mit Autos gespielt hat xD).