Anime Season Winter 2021: Was soll ich gucken?

Der Beginn des Jahres markiert auch immer den Start der neuen Anime-Winter-Season. Wie so oft habe ich das Gefühl, dass die Winter-Season einen Ticken besser ist, als die Sommer-Season. Zumindest kann man dies bei dem diesjährigen Lineup durchaus vermuten. Heute gibt es eine Liste mit den sechs Anime der aktuellen Season, denen ihr eine Chance geben solltet.

Bilder von: https://myanimelist.net/ (alle Rechte liegen bei den zugehörigen Studios)

The Promised Neverland Season 2

The Promised Neverland ist einer dieser Anime, der einen packt und nicht mehr loslässt. Der Anime erzählt von drei Kindern, die abgeschlossen von der Außenwelt wohlbehütet aufwachsen, bis sie merken, dass ihre Welt nicht so ist, wie sie scheint. Bereits Staffel eins war bis zur letzten Minute Spannung pure. Dieses Jahr geht das Studio Cloverworks in die zweite Staffel, welche direkt am Ende der ersten ansetzt. Es warten also 12 Folgen der ersten Staffel, die es aufzuholen gilt.

In Deutschland guckbar bei Crunchyroll. Erscheint jeden Freitag.

Horimiya

Horimiya oder Hori-san to Miyamura-kun ist einer dieser Manga, der das Herz berührt. Nicht nur, weil er im Genre der Romance-Manga angesiedelt ist, sondern weil jede Figur und ihr Gefühlsleben auf eine solch filigrane Weise beschrieben werden, dass man kaum umher kommt sich in diese Welt und ein bisschen zu verlieben.

Erzählt wird die Geschichte der Highschoolschüler Hori-san und Miyamura-kun. Während sie „das hübsche Mädchen der Klasse ist“, wird er als „der Otaku“ abgestempelt und ausgegrenzt. Durch einen Zufall lernen sich die beiden außerhalb der Schule kennen und müssen schnell feststellen, dass hinter diesen Stereotypen nicht nur sehr viel mehr steckt, sondern sie endlich jemand gefunden haben, bei dem sie so sein können, wie sie wollen.

Der Anime wird ebenfalls von Cloverworks produziert und überzeugt auf allen wichtigen ebenen: Animation, Musik, Synchronisation und Handlung. Eine Warnung: Auch wenn der Anime auf den ersten Blick recht oberflächlich wirkt, erreicht er schnell eine Tiefe, die fast ein bisschen wehtut, und sich dabei mit Themen wie Mobbing und Suizidgedanken beschäftigt. Für mich gehört die Serie jetzt schon zu einer meiner absoluten Favoriten, auch wenn er nicht alle Fassetten des Manga von HERO aufgreifen kann.

In Deutschland guckbar bei Wakanim. Erscheint jeden Samstag.

Yuru Camp Season 2

Auch Yuru Camp geht dieses Jahr in die zweite Staffel. Der Anime rund um fünf Mädchen, die gemeinsam Campen bringt eine neue Staffel voller bildgewaltiger Japaneindrücke und entspannter Momente. Dieser Anime eignet sich für jeden, der einfach abschalten möchte. Die erste Staffel umfasst 12 Folgen, die schnell aufgeholt werden können. Mit einem Anilist-Score von 8,27 gehört dieser Anime zu einem der meistempfehlten der letzten Jahre.

In Deutschland guckbar bei Crunchyroll. Erscheint jeden Donnerstag.

Jobless Reincarnation

Jobless Reincarnation fällt auf dieser Liste gleich doppelt auf. Zum einen ist es ein Isekai auf einem Blog einer Person, die immer wieder betont, dass sie Isekai nicht mag. Zum anderen ist dieser Anime etwas … speziell. Dazu aber gleich mehr.

Jobless Reincarnation begleitet einen 34-jährigen Otaku und Hikikomori, der in den ersten Minuten der Geschichte stirbt und als Rudeus in einer Fantasy-Welt wiedergeboren wird. In dieser kann er sich an alles aus seinem alten Leben erinnern. Die Handlung folgt ihm dabei, wie er von Babyalter an größer wird, Magie und Schwertkampf lernt. Dabei sehen wir zwischendurch Einblicke in sein altes Leben und sehen wie er seine bisherigen Lebenserfahrungen nutzt. Gleichzeitig wird immer wieder klar, dass er ein Leben voller Ängsten geführt hat, von denen er sich auch als Rudeus nicht ganz befreien kann.

Was diesen Anime auszeichnet neben seiner unglaublichen Bildgewalt – jede Folge könnte ohne Schwierigkeiten aus einem Kinofilm stammen – die Art wie eine Geschichte in einem relativ ausgelutschten Genre erzählt wird und damit das Gefühl gibt, dass Isekai so viel mehr sein könnte, als immer wieder aus ihm gemacht wird.

Leider hat der Anime auch ein paar schwierige Momente. Immer dann, wenn Rudeus aka. der Otaku versucht sich Frauen zu nähern und ausnutzt, dass er ein „unschuldiges Kind“ ist. Auch wenn dies immer wieder auf sein Gewissen schlägt und er versucht sich nach und nach zu ändern, so hält dies den Zuschauer davon ab, wirklich mit ihm mitfühlen zu können.

In Deutschland guckbar bei Wakanim. Erscheint jeden Sonntag.

Wonder Egg Priority

Obwohl die aktuelle Season sich fast ihrem Ende zuneigt, ist Wonder Egg Priority immer noch ein Rätsel für mich. Der von Cloverworks – ja, alle drei aktuellen Anime des Studios haben es auf meine Liste geschafft – produzierte Anime fokussiert sich auf die Protagonistin Ai, welche seit dem Tod ihrer besten Freundin nicht mehr in die Schule geht. Als sie ein Insekt beerdigt ertönt plötzlich eine sonderbare Stimme, die ihr zur Belohnung ein sonderbares Ei gibt. Aus diesem schlüpft kurz darauf ein Mädchen, welches von sonderbaren Wesen gejagt wird. Ausgerechnet diese soll Ai aufhalten. Schon bald muss sie merken, dass sie mit dieser Aufgabe nicht allein ist…

Wonder Egg Priority ist genauso schön, wie mysteriös. Müsste man ihn mit einem anderen Anime vergleichen, so fällt einem direkt Puella Magi Madoka Magica ein. Ansonsten wirkt dieser psychologische Fantasy-Anime als müsste man für ihn ein neues Genre entwickeln, in welches sich Werke wie ID: Invaded einordnen ließen.

In Deutschland guckbar bei Wakanim. Erscheint jeden Dienstag.

Bottom-Tier Character Tomozaki

Zum Schluss noch eine etwas eigenwillige Empfehlung: Bottom-Tier Character Tomozaki. Der Rom-Com-Anime erinnert an einen Harem-Anime mit einer wirklich sonderbaren Handlungsprämisse: Tomozaki ist der beste Spieler eines Smash-Bros.-artigen-Videospiels. Als er eines Tages auf den zweitplatzierten Spieler trifft, muss er feststellen, dass es sich bei ihm um seine attraktive Klassenkameradin Hinami handelt. Diese nimmt ihn kurzerhand unter ihre Fittiche, damit er nicht nur in Videospielen, sondern auch im Spiel des Lebens einer der besten Spieler wird. Mit unterschiedlichen Aufgaben versucht sie ihm dabei zu helfen in der sozialen Hierarchie der Schule aufzusteigen und das ultimative Ziel eines jeden Highschool-Schülers zu erreichen: eine Freundin zu finden.

Die Grundhandlung ist etwas einfach und fällt definitiv in das Klischee „der unscheinbare Held ist überraschend beliebt bei allen Mädchen in seiner Nähe“. Dennoch ist die Serie mit sehr viel Humor geschrieben und nimmt sich selber nicht zu ernst, was diesen Comedy-Anime zu einem netten Teil der diesjährigen Season macht.

In Deutschland guckbar bei Wakanim. Erscheint jeden Freitag.

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