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Mini-Japan: Die besten japanischen Läden in Düsseldorf [SaSo]

Der heutige Sammlungssonntag ist ein wenig anders als sonst, denn es geht um eine Stadt: Düsseldorf. Seit Jahren reise ich immer wieder nach Düsseldorf um in den sehr schönen japanischen Geschäften, Restaurants und anderen Einrichtungen Zeit zu verbringen und ein wenig Japan zu tanken. Heute soll es um all diese Orte gehen, die ihr dank der größten japanischen Gemeinschaft Deutschlands in Düsseldorf entdecken könnt.

Immermannstraße und Umgebung: Japanische Supermärkte, japanische Restaurants und Merchandise Shops

Egal wen man fragt wo man in Düsseldorf japanische Geschäfte findet, die Antwort wird immer lauten: „Immermannstraße!“ Diese Straße befindet sich wenige Gehminuten vom Düsseldorfer Hauptbahnhof entfernt. Auf ihr gibt es einige japanische Supermärkte, Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen und Restaurants. Doch auch abseits der Hauptstraße lassen sich in den kleinen Seitengassen Merchandise Shops und japanische Bäckereien finden.

Supermärkte

Sowohl der Dae-Yang-Supermarkt (Immermannstraße 21), Shochiku (Immermannstraße 15) als auch der Hanaro Markt (Immermannstraße 45C) bieten eine sehr große Auswahl an japanischen Lebensmitteln und Getränken. Egal ob man nach Zutaten für Nudelsuppen, Sushi oder japanischen Süßigkeiten sucht, ist man hier gut aufgehoben. Jeder der Märkte hat dabei einen leicht anderen Fokus.

Snacks und japanische Nahrungsmittel gibt es in diversen japanischen Supermärkten.

Egal ob Süßigkeiten und Gewürze für japanisches Essen: Auf der Immermannstraße findet man es.

Im Dae-Yang findet man eine riesige Auswahl an Süßigkeiten und Nudelsuppen, zudem sehr schöne Schalen und Tassen. Shochiku bietet neben Süßigkeiten und abgedrehten Getränken vor allem frische Lebensmittel (zum Beispiel Fisch), Haushaltsgegenstände und Gewürze. Der Hanaro Markt ist eher auf die allgemeine japanische Küche ausgelegt, hier findet man jedoch auch Zutaten für koreanische und thailändische Gerichte.

Restaurants und Cafés

Ihr wolltet schon immer die japanischen Brötchen probieren, die man in Animes immer sieht? Euch durch haufenweise Sushi, Ramen oder Reisbällchen kämpfen? Dann werdet ihr auf der Immermannstraße definitiv fündig werden.

Die Bakery My Heart (Marienstraße 26 – gleich hinter dem Shochiku-Supermarkt) bietet vom Melonenbrötchen, bis zum verrückten gedrehten Schokobrot ungefähr alle japanischen Brötchenspezialitäten, die ihr euch vorstellen könnt. Neben der eigentlichen Bäckerei bietet das Geschäft auch einen gemütlichen Café-Bereich indem die Brötchen direkt verputzt werden können.

Gehobenes japanisches Essen bietet das Okinii (Immermannstraße 35), welches mittlerweile in diversen Deutschen Städten Ableger hat. Hier kann man Sushi, japanische Salate, Grillspieße und andere typische Speisen genießen. Besonders das All You Can Eat (circa 20€) lohnt sich sehr, bei dem man die Speisen, die man gerne essen möchte von einer Karte immer wieder in kleinen Portionen nachbestellen kann und diese frisch zubereitet bekommt. Auch hier lohnt sich eine Reservierung, denn meist sind alle Tische ausgebucht. Übrigens ist das Eis (unter anderem in den Sorten Grüner Tee und Schwarzer Sesam) ein Gedicht.

Edeles Sushi und Onigiri als Zwischenmahlzeit.

Links zwei Sushiplatten aus dem Okinii und rechts das Menü aus Onigiri und Miso-Suppe vom Wakaru.

Im Waraku (Immermannstraße 27) findet ihr eine große Auswahl verschiedener Onigiri (Reisbällchen) mit diversen Füllungen (auch für Vegetarier und Veganer geeignet) und Bentoboxen. Diese können mitgenommen oder mit einer kleinen Miso-Suppe direkt im Laden gegessen werden. Da dieser Laden eher dafür ausgelegt ist die Speisen mitzunehmen, findet man hier lediglich zwei Tische für zwei bis drei Personen.

Nudelsuppen isst man in Düsseldorf entweder im Takumi (Immermannstraße 28) oder Naniwa (Oststraße 55). Beide Restaurants bieten extrem gute Gerichte an (auch für Vegetarier). Leider sind sie deswegen auch immer voll, so dass man schon mal eine halbe Stunde vor dem Laden auf einen Tisch warten muss. Während des Japantages kann die Wartezeit sogar mehrere Stunden betragen. Aber, ein Besuch lohnt sich immer!

Merchandise und Schreibwaren

Machen wir uns nichts vor, wer in japanischen Geschäften einkaufen geht, möchte auch Dinge finden die kawaii (niedlich) oder Animebezogen sind. In den japanischen Supermärkten Dae-Yang und Shochiku findet ihr neben Lebensmitteln auch vereinzelte niedliche Gegenstände (Bentoboxen, Stäbchen, Dekorationen für Bentoboxen, Schlüsselanhänger). Daneben gibt es jedoch auch einen sehr großen Schreibwarenladen, das Takagi (Immermannstraße 31), indem ihr Japanische Manga, Bücher und Magazine, aber auch Schreibwaren aller Art und Merchandise findet.

Manga und Merchandise findet man in vielen Geschäften auf der Immermannstraße.

Das Takagi ist die perfekte Anlaufstelle für Schreibwaren und Manga.

Der BOOKstore NIPPON (Immermannstraße 53) bietet lediglich einige wenige Manga, dafür aber häufig sehr ausgefallene Figuren und vor allem japanische Bücher und Magazine an. Wenn ihr nach einem Buch sucht um japanisch zu lernen, dann seid ihr hier richtig.

Etwas über Japan lernen: Japanisches Filmfestival, Tempel und das EKO-Haus

Wer nicht nur zum Essen und für Merchandise nach Düsseldorf fährt, der kann abseits der Immermannstraße allerhand Kulturangebote entdecken. Einmal jährlich lädt das Filmmuseum zu den Japanischen Filmtagen ein. In dieser Zeit zeigt das Filmmuseum diverse japanische Filme. Der Eintritt ist kostenlos, dafür sind die Plätze jedoch begrenzt. In der Regel finden die Filmvorführungen im Januar in einem Zeitraum von zwei bis drei Wochen statt.

Zudem lädt das EKO-Haus ein ein klassisches japanisches Haus, den angrenzenden Park und sogar einen Buddhistischen Tempel mitten in Düsseldorf zu entdecken. Neben Führungen finden hier Zeremonien und Workshops zum Thema Japan statt.

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Nerdification: Nendoroid-Liebe [SammlungsSonntag]

Zu einem guten Leben als Otaku (Anime Nerd) gehört natürlich auch immer eine Figuren-Sammlung mit lauter niedlichen Anime-Figuren. Egal ob aufwendig gearbeitet, wie diese Figur von Shiro aus No Game No Life, oder einfach nur niedlich, die meistens Anime Fans werden sich die ein oder andere Figur in ihre Wohnung stellen. Oder, wenn ihr mit mir befreundet seid, werdet ihr früher oder später mindestens eine Figur von mir erhalten haben / erhalten.

Besonders beliebt sind in den letzten Jahren die sogenannten Nendoroids von Good Smile Company. Diese sind anders als ihre statischen Counterparts veränderbar indem Gesichter, Gliedmaßen oder einzelne Accessoires ausgetauscht werden.

Jeden Monat bringt die japanische Good Smile Company einige neue Nendoroids auf den Markt, die direkt über die Seite gekauft werden können und zunächst nur in limitierter Stückzahl vorhanden sind. Wer etwas länger warten kann findet zwei bis drei Monate nach dem offiziellen Erscheinungsdatum Nendoroids in deutlich günstiger bei Aliexpress.com (quasi dem Chinesischen Amazon). Während die meisten Nendoroids zum Verkaufsstart gut 50€ kosten, findet man sie später auf Aliexpress für gut 10-20€.

Ich liebe diese kleinen Figuren, da sie wirklich sehr süß und wandelbar sind. Außerdem lassen sich alle Bestandteile mit allen anderen Figuren kombinieren, so dass man Link zum Beispiel als Pokémontrainer verkleiden kann.

Wo ihr die Nendoroids vom Bild findet:

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6 abgedrehte Animes für eure Watchliste [Sammlungssonntag]

Von den großen Anime Serien, die überall gehypt werden hört man immer wieder. Egal ob Attack On Titan, One Punch Man oder Tokyo Ghoul, es sind immer die gleichen Reihen, die genannt werden, wenn man jemanden fragt, welche Animes er gerade guckt. Genau um diese Serien soll es heute jedoch nicht gehen. Ich werfe einen Blick auf Serien, die zum einen sehr viel kürzer sind und die sich vermutlich nur mit den Worten „abgedreht“ und „verrückt“ beschreiben lassen.

Himouto! Umaru-chan

Umaru-chan ist sehr schnell einer meiner Lieblingsanimes geworden. Die bisher 12 Folgen umfassende Serie – Gerüchten zufolge erscheint 2017 eine neue Staffel – erzählt Episoden aus dem Leben von Umaru-chan. Die High School-Schülerin ist nahzu perfekt: hübsch, beliebt und natürlich mit perfekten Noten. Bis sie nach Hause kommt und zu einem winzigen Wesen zusammenschrumpft, welches seine tage damit zubringt Videospiele zu zocken und Animes zu gucken. Ganz zum Leidwesen ihres großen Bruders…

Die Serie ist unglaublich komisch und enthält viele Anspielungen an Videospiele und andere Animes. Ein Muss für alle Nerds!

No Game No Life

Auch No Game No Life thematisiert Nerds. Anders als bei Umaru-chan befasst sich diese Serie jedoch mehr mit den Schattenseiten des Geekdaseins, den sogenannten NEET’s, die sich weigern das Haus zu verlassen und zunehmend soziale Phobien entwickeln. Im Mittelpunkt dieses trotz allem sehr komischen Animes stehen der 18-Jährige Sora und seine 11-Jährige Schwester Shiro. Beide verbringen ihre Zeit damit Videospiele zu spielen und die Schule zu schwänzen, bis sie von der Göttin der Spiele in eine Welt gebracht werden, in denen alle Handlungen über Spiele entschieden werden. Selbst wer der nächste König eines Landes wird, entscheidet sich mit einer Reihe von Spielen und schnell ist für Sora klar, dass er endlich ein Ziel im Leben hat: Er will Herrscher werden.

Trotz der eher problematischen Grundstimmung ist dieser zwölf Folgen lange Anime sehr witzig und eher in den Bereich der Comedy einzuordnen. Er basiert auf einer Light Novel von Yuu Kamiya.

Re:zero

Im Grunde ist Re:zero das dramatische Gegenstück zu No Game no Life: Subaru Natsuki, der sein Haus nicht mehr verlässt, wird plötzlich in eine andere Welt gebracht. Als er kurz darauf umgebracht wird, stellt er fest, dass er von den Toten zurückkehren kann.

Auch dieser 25 Folgen lange Anime basiert auf einer Light Novel.

Kiss him, not me

„Abgedreht“ ist vermutlich das einzige Wort, welches diesen romantischen Comedy-Anime beschreiben kann. Kae Serinuma, ein dickliches Fangirl wie es im Buche steht, ist so schockiert, als ihre Lieblingsfigur aus einem Anime hinausgestrichen wird, dass sie sich tagelang in ihrem Zimmer einschließt. Als das Yaoi liebende Mädchen endlich wieder aus ihrem Zimmer kommt, hat sie durch den Schock so viel abgenommen, dass sie plötzlich bildhübsch ist. Zurück in der Schule fangen nun plötzlich vier der Jungs an um ihre Gunst zu kämpfen. Ganz zu Kaes Missfallen, den sie würde lieber sehen wie die vier miteinander zusammenkommen würden.

Auch dieser etwas andere High School-Anime basiert auf einem Manga und ist in zwölf Folgen abgeschlossen.

Non Non Biyori

Non Non Biyori begleitet vier Schülerinnen aus einem winzigen Ort in Japan. Da die vier die einzigen Kinder sind, die im Grund- und Mittelschulalter sind, werden sie gemeinsam unterrichtet. Eine Tatsache mit der Hotaru Ichijo, die gerade mit ihrer Familie von Tokyo in das Dorf gezogen ist, erst einmal versuchen muss klar zu kommen.

Im Grunde ist dieser zwölf Folgen umfassende Anime von 2013 – ja, er ist schon etwas älter – ein sehr gutes Beispiel für Schul-Animes, in denen der Alltag einiger Mädchen in Japan gezeigt wird.

Welcome to the N.H.K.

Zum Schluss kommt man nicht um Welcome to the N.H.K. herum, wenn man über abgedrehte Animes spricht. Dieser 24 Folgen umfassende Anime, der auf einem Roman von 2002 basiert, erzählt vom harten Leben des Hikikomori Tatsuhiro, der sich weigert sein Haus zu verlassen. Der Zustand, der zunächst mit einigen kleinen sozialen Problemen begonnen hat, steigert sich immer weiter, bis er fast vollkommen in einer Art paranoiden Wahn verschwindet, der ihn daran hindert mit anderen Menschen zu reden, bis er Misaki trifft…

Die Geschichte rund um Tatsuhiro ist keinesfalls witzig und weit, weit entfernt von der Leichtigkeit, die No Game No Life trotz allem verbreitet. Der Anime spricht über ein ernstes Problem, welches in Japan von immer größerer Wichtigkeit ist.

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Dragon Ball Super [Opening / Kurzrezension]

Es gibt endlich eine Fortsetzung zu Dragon Ball Z, die – so wie es aussieht – den Platz von Dragon Ball GT einnimmt und so tut, als ob es diese schlimme Fortsetzung niemals gegeben hätte. Bisher gibt es rund 60 Folgen, die alle auf einer Handlung von Akira Toriyama basieren. Diesen Unterschied zu GT, wo er vor allem für das Characterdesign zuständig war, merkt man sofort, denn die Geschichte fühlt sich wieder an wie ein Teil der Dragon Ball-Handlung. Ich bin wirklich gespannt wie es weitergeht, denn der Anfang der Handlung umfasst mehr oder weniger die Geschichte zweier Dragon Ball-Filme, die bereits vor einiger Zeit veröffentlicht wurden.

Wie das Opening bereits verrät spielt diese Serie direkt im Anschluss nach dem Sieg über Boo, also Beginnt vor dem Ende der alten Mangareihe, die nach einem Zeitsprung ansetzt, der etwa vier bis sechs Jahre nach dem Sieg über Boo spielt.

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Sailor Moon Crystal: Braucht Sailor Moon wirklich eine Neuauflage? [Review]

Gefühlt jedes Mädchen hat in den 90er-Jahren mit Bunny und ihren Freunden mitgefiebert, wenn sie wieder einmal gegen einen neuen Gegner kämpfen und den Silber Kristall verteidigen mussten. Nun lässt Tōei Animation Sailor Moon in einem neuen Zeichenstil und in HD wiederaufleben. Doch Sailor Moon Crystal ist so viel mehr als nur ein HD-Remake…

Wieder wird die Geschichte von Usagi – ehemals Bunny – erzählt, die erfährt, dass sie als Sailor Moon, der Kriegerin für Gerechtigkeit, böse Dämonen und Feinde der Erde jagen muss. Unterstützt wird sie dabei von ihren Freundinnen, mit denen sie nach und nach mehr über ihre eigenen Fähigkeiten und ihre Vergangenheit erfährt.

Neue Handlung, alte Handlung?

In Sailor Moon Crystal hat sich einiges getan. Abgesehen davon, dass die Sendung vollkommen neu gezeichnet und dementsprechend auch neu vertont wurde – wobei gerade in der ersten Staffel nicht an 3D-Animationen gespart wurde –, wurde auch die Handlung überarbeitet. Die Abenteuer von Usagi – wie sie nun endlich auch in der deutschen Fassung heißen darf –, Mamo-chan und den anderen sind sehr viel düsterer und rasanter als im bisherigen Anime. Bereits in Folge 9 wird Prinzessin Serenity gefunden, etwas was in der alten Fassung geschlagene 34 Folgen dauerte. (Mit der 34. Folge befindet sich die neue Fassung übrigens gerade in der dritten Staffel.)

Gerade die düstere Handlung wurde von vielen Fans viel diskutiert und vor allem kritisiert. Eigentlich ein komisches Verhalten, vor allem eines, welches deutlich zeigt, wer damals nicht nur den Anime gesehen, sondern auch den Manga gelesen hat, denn die ’neue Handlung‘ ist diejenige des Mangas. Eine Handlung, die nicht nur ohne Filler-Folgen, die den Anime künstlich verlängern sollten, auskommt, sondern eben auch um einiges düsterer und drastischer ist. Kein Wunder also, dass die FSK eine Hochstufung von „Ab 6“ auf „Ab 12“ vorgenommen hat.

Um ehrlich zu sein finde ich dies etwas übertrieb. Klar, die Kämpfe werden etwas detaillierter dargestellt und auch die Beziehung zwischen Haruka und Michiru wird thematisiert, dennoch finde ich dies nicht wirklich ‚jugendgefährdender‘. Im Gegenteil finde ich es schön, dass endlich die vollkommen absurden Monologe von Usagi – früher Bunny – weggefallen sind, in denen sie sich dauerhaft darüber aufregt, dass sie zu dick ist oder von anderen Personen darauf hingewiesen wird. Welche Person in den 90ern hielt es bitte für sinnvoll ein vierzehnjähriges, dürres Mädchen ständig ihren eigenen Körper thematisieren zu lassen, die doch eigentlich ein Vorbild für Mädchen sein sollte? Naja, mehr kann man vermutlich von zwei Typen die vorher unter anderem die deutsche Fassung von Eine schrecklich nette Familie verbrochen haben nicht erwarten. Außerdem fand es doch wirklich jedes Mädchen damals komisch, dass Uranus und Neptun ganz offensichtlich irgendeine Art von Beziehung hatten, die einfach nie angesprochen wurde. Oder ging es nur mir und meinen Freundinnen so?

3D für alle

Naja und dann sind da auch noch die düsteren Seiten des HD-Remakes. Nein, ich meine nicht den vollkommen neuen Zeichenstil und die Pastelfarben, die finde ich sehr schön, es geht um die wirklich auffälligen 3D-Animationen. Ja, Animes werden schon lange am Computer produziert und es wird immer häufiger eine Technik eingesetzt, bei der klassische 3D-Modelle mit Zeichnungen verbunden werden. Nur leider wirkte diese Technik, die zu Beginn vor allem bei den Verwandlungen der Sailor-Kriegerinnen eingesetzt wurde, etwas deplatziert.

Die Kritik der Fans scheint mittlerweile Toei erreicht zu haben, denn seit Staffel drei wurden die Modelle – scheinbar – durch Zeichnungen ersetzt. Dennoch ergeben sie gerade zu Beginn der Sendung einen sehr seltsamen und unnötigen Bruch, den man sicherlich hätte vermeiden können.

„Moon Pride anata no chikara ni naritai“

Abschließend gehört natürlich zu der neuen Vertonung mehr als nur eine neue Synchronfassung. Auch wenn man hier natürlich lange die Entscheidung diskutieren kann für alle Rollen, außer Usagi, neue Sprechen (und das sowohl für die japanische, als auch deutsche Fassung) zu wählen, oder, dass die Sprachzensur für die deutsche Fassung endlich aufgehoben wurde.

Die größte Veränderung stellt vermutlich die Titelmelodie dar. Auch in der deutsche Fassung wurde das japanische Titellied übernommen. Zudem wurde das alte, sehr melancholische Lied, durch ein neues ersetzt, welches nun die Stärke von Mädchen oder zumindest der Sailor-Kriegerinnen besingt, die sich nicht mehr von Männern retten lassen müssen. Etwas, dass tatsächlich auch in der Handlung mit dem immer hilfloser fühlenden Mamoru thematisiert wird.

Während sich einige Fans über eine Neuauflage von Moonlight Densetsu sicherlich gefreut hätten, mag ich den absurden Bruch zwischen dem viel zu süßem Titellied und dem düsteren Anime.

Mehr als ein HD-Remake

Wenn Sailor Moon Crystal eines nicht ist, dann ein einfaches HD-Remake. Man merkt, dass die Toei Animation das 20-jährige Jubiläum groß und gebührend feier wollte. Bisher sind daraus drei sehr gute Staffeln entstanden, die nach und nach auch ins Deutsche übersetzt werden. Die süße Musik, der pastellige Zeichenstil und die düsterere Handlung orientieren sich stark an dem wofür der Manga bekannt war und was leider in der ersten Anime-Fassung verloren gegangen ist. Es ist fast etwas schade, dass es 20 Jahre brauchte um zu seinen Wurzeln zurückzufinden. Wer den Manga damals mochte, wird die neue Fassung lieben. Allen anderen möchte ich diese Fassung ans Herz legen, auch allen männlichen Lesern, die vielleicht die ganze Zeit beim Lesen des Artikels die Augen verdrehen, den dieser sehr kurzweilige Anime zeigt, dass es auch weibliche Superheldinnen geben kann, die die Welt retten können.

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Psycho Pass [Watchlist]

Huch, es ist schon knapp ein Jahr her, dass ich das letzte Mal über einen Anime geschrieben habe und die letzte Anime-Rezension ist so weit entfernt, dass ich keine Lust mehr hatte zu recherchieren wann das war. Sagen wir einfach, dass es wieder Zeit wird um über einen Anime zu sprechen!

Psycho Pass

Quelle: Psycho Pass, KAZE

Psycho Pass ist gerade einer meiner absoluten Favoriten. Ich ärgere mich ein bisschen, dass ich noch nicht vorher davon gehört habe, denn die Serie wurde bereits 2012 gestartet. Huch! Die Geschichte erzählt, wie so viele Serien / Filme / Bücher, eine düstere Zukunftsvision der Erde. Wissenschaftlern ist es gelungen ein gerät zu entwickeln mit dem die Psyche von Menschen untersucht und eingestuft werden kann. So kann man feststellen ob eine Person unter zu viel Stress leidet, zu Depressionen neigt, aber auch ob die Person ein hohes Gewaltpotenzial hat, welches eventuell dazu führen könnte, dass die Person Verbrechen begeht.

Bei wem der sogenannte Psycho Pass – Captain Obvious: „Daher der Titel der Serie!“ – hohe Stresswerte aufweist muss sich in Therapie begeben. Sind die Werte zu hoch und scheinen nie wieder zu sinken, so bleiben der Person eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Sie lassen sich in eine Psychiatrie einweisen oder beginnen für die Polizei zu arbeiten um Verbrecher zu fangen. Wer kann schließlich besser pathologische Verbrecher verstehen als diejenigen, die ihnen vom Geist her ähneln?

Aufgebaut ist die Handlung um die junge Inspektorin Akane, die zusammen mit einer Einheit von potenziellen Verbrechern Kriminalfälle aufklären soll. Dabei muss sie sich immer wieder die Frage stellen, ob das bestehende System wirklich ein Segen ist oder ob scheinbar vollkommen harmlose Menschen ein Leben am Rande der Gesellschaft aufgedrängt bekommen, weil sie nicht wie alle anderen sind.

Die Geschichte von Gen Urobuchi besteht mittlerweile aus zwei Staffel, einer Fortsetzung, einem angeknüpften Manga und einem Film. Immer steht die sehr japanische Frage im Mittelpunkt was wichtiger ist: Das Individuum in die Gesellschaft einzugliedern oder die Gesellschaft vor dem Individuum zu schützen. Eine Frage, die natürlich in Japan noch einmal besser funktioniert als im ohnehin schon sehr individuumszentrierten Westen.

Der Erzählstil des Anime ist zwar relativ simpel gehalten, ohne jedoch flach zu werden. Generell gefällt mir auch der Zeichenstil, auch wenn ich anmerken muss, dass mir die Protagonistin weniger gefällt. Durch ungünstig platzierte Linien an ihren Augen wirkt sie immer etwas naiv und dämlich, was Akane definitiv nicht ist.

Mittlerweile gibt es sogar eine deutsche Synchronfassung der ersten Staffel. Die durch ihre direct-to-DVD-Version jedoch nicht ganz preiswert ist. [Hier kann man die DVD trotz allem bei Amazon kaufen.]