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Shinjuku, Hanami und das Wunderland – Abenteuer Japan Teil 10

Am richtigen zweiten Tag in Japan ging es nach Shinjuku, einem Stadtteil etwas oberhalb von Harajuku (dort war ich an Tag 1 unterwegs). Shinjuku war etwas unaufgeregter als Harajuku. Hier sieht man auch viele junge Menschen, doch die wirklich beeindruckend absurd gekleideten Menschen fehlen hier.

Kirschblüten in Shinjuku

Sakura: Die Kirschblüte

Da die Kirschbäume gerade in voller Blüte standen – und uns der Japaner, bei dem wir übernachteten, immer wieder darauf hinwies, dass dies nicht mehr lange anhalten würde – machten wir uns zum Gyoen Park auf. Dieser nicht-öffentliche Park kostet Eintritt, wird von Parkwächtern überwacht und schließt um 17 Uhr.

Hanami

Japaner feiern Hanami, das Kirschblütenfest

Zur Kirschblüte sind alle Parks voll von Japanern, die das sogenannte Hanami [Kirschblütenfest] mit riesigen Picknicks feiern. In vielen Parks und Tempeln werden dazu extra Speisen verkauft. Der Gyoen-koen gehört nicht dazu.

Der Gyoen Park im Herzen Tokyos.

Der Gyoen Park im Herzen Tokyos.

Nichtsdestotrotz lohnt sich der Ausflug in eines der grünen Herzen Tokyos. Der Kontrast zwischen Hochhäusern und beherrschter Natur ist sehr spannend.

Traditionelle Gebäude in Mitten von Hochhäusern.

Auch das ist Shinjuku: Traditionelle Gebäude in Mitten von Hochhäusern.

Nachdem wir vom Schließen des Parks – es wurde sanfte Musik gespielt und alle Japaner verließen geordnet den Park – machten wir uns auf um Shinjuku zu entdecken. Wieder streiften wir durch einige Kaufhäuser und waren fasziniert von der Mischung aus Hochhäusern und kleinen japanischen Häuschen.

Das Alice im Wunderland-Restaurant

Eine Alice-Kellnerin und eine Sushi-Raupe? Das muss das Alice im Wunderland-Restaurant sein.

Ein besonderes Erlebnis war definitiv das Alice im Wunderland-Restaurant. Der Eingang wurde von überdimensionalen Büchern und einer Frau in einem Verrückter Hutmacher-Kostüm versperrt. Nach einiger Zeit wurden wir von einer Alice-Kellnerin zum Tisch geleitet.

In diesem Restaurant in Shinjuku sehen alle Speisen besonders aus.

„Pizza“ und Zwillings-Cocktails

Alle Speisen orientieren sich an Wunderland-Figuren. Wir hatte die Wasserpfeife rauchende Raupe als Sushimenü, Tweedledum und Tweedledee-Cocktails (deshalb auch zwei von ihnen), eine gelbe Raupenpizza und einen regenbogenfarbenen Grinsekatzencocktail. Zwar war alles recht lecker, aber das Erlebnis hatte wirklich seinen Preis…

Kleine Gassen in Tokyo bei Nacht

Tokyo besteht nicht nur aus Hochhäusern, hier gibt es auch viele kleine Gassen.

Bald schon war es richtig dunkel draußen und wir machten uns auf den Weg zurück in unsere Wohnung.

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Tokyo entdecken: Harajuku und Shibuya – Abenteuer Japan Teil 9

Tag eins meiner Japanreise habe ich tatsächlich vollständig damit verbracht von Deutschland nach Japan zu reisen und Abends totmüde in unser sehr gemütliches Bett bei Minoru-san, den wir über Airbnb kennengelernt haben, zu fallen. Nach einer recht langen und erholsamen Nacht, wollten mein Freund und ich direkt sehr viel am ersten Tag schaffen und möglichst viel vom Trendviertel Harajuku und dem Stadtteil Shibuya sehen.

Große Menschenmassen in Harajuku.

Große Menschenmassen in Harajuku: Die Hauptstraße des japanischen Trendviertels.

Unsere ersten Impressionen von den schier unendlichen Menschenmassen in Harajuku durften wir direkt auf der Hauptstraße erleben. Hier eilen geschäftige Japaner von A nach B und die ersten coolen Highschoolschülerinnen, die bereits frei haben, bevölkern hier die Straßen, trendigen Geschäfte und angesagten Cafès.

Der Yoyogi Park in Tokyo

Der Yoyogi Park in Tokyo und der Eingang zum Meiji Schrein.

Für uns ging es jedoch erst Weg von den Menschenmassen und hin zu einem der ruhigsten Orte Harajukus: Dem Yoyogi Park und dem darin befindlichen Meiji Schrein.

Der Meiji Schrein in Harajuku

Inmitten von Bäumen: Der Meiji Schrein in Harajuku

Hier wimmelt es wenn dann nur von ein paar Touristen, die diesen alten Schrein besuchen wollen und Japanern, die zum beten hierherkommen. Jenseits der Hauptwege wird es jedoch schnell sehr still und man steht alleine in Mitten eines Waldes im Herzen von Tokyo.

Holztafeln am Meiji Schrein

Auf diese Holztafeln am Meiji Schrein können Wünsche und Gebete geschrieben werden.

Ein Einkaufszentrum in Tokyo

Auf der Hauptstraße in Harajuku: Ein Einkaufszentrum in Tokyo

Von dort ging es zurück ins Getümmel von Harajuku. Hier finden sich neben den angesagten Boutiquen einige kleine Einkaufszenter, in denen man japanische Mode bestaunen kann.

Dokidoki 6%

Wer regenbogenfarbene Kleidung in Harajuku sucht, wird definitiv im Dokidoki 6% fündig

Doch wer wirkliche Besonderheiten finden möchte, der muss die Hauptstraße verlasse und in die kleinen Gassen, wie z.B. die Catstreet, die Harajuku Street und die Takeshita Street, einbiegen. Dort werden die japanischen Trends geboren: Egal ob es sich um regenbogenfarbenen Kitsch wie bei DokiDoki 6% handelt, süße Rüschenkleider oder moderner Jugendmode, die sich an Baseball-Kleidung orientiert.

Allerhand verrückte Kuscheltiere in Kiddyland

Egal ob verrückt Banane, Line Friends oder Ojipan, im Kiddyland entdeckt man sie alle!

Die verspielte Seite von Harajuku, die stellvertretend für die japanische Gesellschaft steht, die gleichzeitig in Business-Kleidung umherläuft und an ihrem Handy ein riesiges Kuscheltier hängen hat, findet man bei Kiddyland. Dieses Geschäft auf der Hauptstraße Harajukus beinhaltet Merchandising zu allen bekannten japanischen und ausländischen Figuren. Besonders verliebt habe ich mich in den Büropanda Ojipan.

Noch mehr Fundstücke aus dem Kiddyland.

Auch Totoro, das Einhorn von Little Twin Stars oder Gudetama findet man bei Kiddyland.

Aber auch in der Ghibli-Abteilung konnte ich ordentlich zuschlagen und natürlich musste auch dieser Gudetama-Rucksack mitkommen nach Deutschland. Was ihr kennt nicht Gudetama das faule Ei? Diese Figur von Sanrio – oh ja, den Herstellern von Hello Kitty – ist zu faul um sich gar von einem Stäbchen aufheben zu lassen. Die Folgen sind sehr unterhaltsam und der Rucksack ist einfach unglaublich niedlich!

Shibuya von Oben

Viel größer und hektischer: Shibuya von Oben

Nach einer Weile haben wir das „Viertel“ Harajuku – obwohl es für ein klassisches deutsches Viertel viel zu riesig ist – verlassen und befanden uns in der Mitte von Shibuya. Hier bieten viele Einkaufshäuser die Möglichkeit bis in den 20en- oder 30en-Stock hochzufahren und von Oben auf Shibuya hinabzublicken. Was direkt auffällt sind die vielen Hochhäuser. Während viele Gebäude in Harajuku kaum mehr als vier Etagen haben, sind hier zehn oder mehr an der Tagesordnung.

Die Hachiko-Statur

Die Hachiko-Statur am Bahnhof in Shibuya.

Hier findet sich auch die bekannte Hachiko-Statur.

Shibuya Crossing

Ströme von Menschen auf der Kreuzung in Shibuya.

Und natürlich mussten wir Fotos auf einer der größten und berühmtesten Kreuzungen der Welt machen: Der Shibuya Crossing. Bei dieser Kreuzung bleiben alle Autos gleichzeitig stehen und alle Fußgänger laufen gleichzeitig los. Da Japaner sehr geordnet sind, ergibt dies keinesfalls ein Chaos, sondern einen sehr geordneten Menschenstrom, der in alle Richtungen fließt.

Schließlich ging es müde, erschöpft, aber sehr, sehr glücklich zurück zu unserem Zimmer im Herzen Asakusas.

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Ausflugsziele für Kobe – Abenteuer Japan Teil 8

Kobe bietet als Stadt so viel mehr, als nur das berühmte Kobe-Rindfleisch zu produzieren. Nein, es hat viele spannende Viertel, die alle anders und abgedreht sind. Egal ob sie ultramodern, traditionell, westlich oder chinesisch sind.

Ein Reisetage nach Japan und zurück

Wer mit dem JR-Pass-Zugticket unterwegs ist und Zeit in der Kainsai-Region verbringt, sollte unbedingt darüber nachdenken einen Tagesausflug nach Kobe zu unternehmen. Die Stadt am Meer bietet viele verschiedene Seiten und dadurch abwechslungsreiche Sehenswürdigkeiten.

6 wunderbare Dinge, die man in Kobe machen kann

Kobe Harborland

Dieser Teil von Kobe wurde vor einigen Jahren bei einem schweren Erdbeben vollkommen zerstört. Danach wurde hier, direkt an der Küste, ein ultramodernes neues Viertel geschaffen, welches unter anderem ein Riesenrad besitzt.

Seilbahn Kobe

Vom Harborland aus fährt eine Seilbahn auf die kleine Insel in der Bucht. Von dort kann man Kobe und den Ozean bewundern.

Kitano

Dieses Viertel entstand für westliche Einwanderer und wurde seitdem immer weiter erweitert. Das Viertel sieht aus, wie eine Miniaturversion des viktorianischen Englands mit seinen eleganten Häusern. Fast, als wäre man Mitten in Mary Poppins gelandet.

Furuya

Fürs Mittagessen eignet sich das Furuya. Ein Gyoza- (frittierte Teigtaschen) Restaurant, was allerhand verschiedene Sorten anbietet.

Nankinmachi

Das Chinatown Kobes. Dieses Viertel ist ziemlich klein, macht aber die Miniweltreise, die man durch Kobe unternehmen kann, ein wenig vollständiger.

Himeji-jo

Das wohl berühmteste Schloss Japans liegt ein wenig außerhalb von Kobe in dem Ort Himeji. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist es gut zu erreichen und definitiv seine Reise wert.

Mehr Reiseinspirationen gibt es auf meiner Google Maps Karte (wenn euch die Karte unten nicht eingeblendet wird erreicht ihr sie über diesen Link):

Reiseführer und nützliche Links gibt es in den Fußnoten.


Insgesamt komm ich somit für den ersten Teil der Reiseplanung auf folgende Ausgaben:
816€ Flug & Versicherung, JR-Pass
618,5€ Unterkünfte
Insgesamt: 1434,5€

Alle nützlichen Links auf einen Blick:

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Ausflugsziele für Osaka – Abenteuer Japan Teil 7

Osaka ist nicht nur die drittgrößte Stadt Japans, sondern prägt eine ganze Region. Diese sehr moderne Stadt könnte beinahe als das Las Vegas Japans bezeichnet werden, denn dort findet man ganze Viertel, die dem Glücksspiel gewidmet sind. Doch auch wer auf der Jagd nach Sehenswürdigkeiten und Angeboten ist, ist hier richtig.

Ein Reisetage nach Japan und zurück

Mit 2,6 Millionen Einwohnern ist Osaka deutlich kleiner als die Metropolenregion Tokyo-Yokohama (17,5 Millionen). Von der Größe her liegt sie also eher irgendwo zwischen Hamburg und Berlin. Die kleine Größe sorgt dafür, dass man diese Großstadt auch gut in einem Tag bereisen kann. Diese Orte sollten dabei auf eurer Liste stehen:

10 spannende Orte, die man in Osaka besuchen sollte

Dotonbori

Das Jugenviertel Osakas. Hier findet man hippe Shops, Cafés und Restaurants. Unter jungen Japanern ist es beliebt Fotos mit dem Glica-Männchen – einem Maskotchen auf einer riesigen Werbetafel – zu machen.

Umeda Sky Building

Vom Umeda Sky Building aus kann man Osaka von oben betrachten. Der atemberaubende Ausblick kostet knapp 700 Yen.

Freiluftmuseum

Wer mehr über die Geschichte Japans erfahren möchte, der sollte dem Freiluftmuseum – „Old Japanese Farm Houses Museum“ – einen Besuch abstatten. Hier wurden einige traditionelle Gebäude nachgebaut, in die man teilweise sogar reingehen kann um zu sehen, wie Japan früher lebten.

The Instant Ramen Museum

Und wenn man sich schon mit der Geschichte Japans beschäftigt, dann gibt es eine prägende Entwicklung, die man genauer untersuchen sollte: Die Instant Ramen. In Deutschland kennt man vor allem die Yum Yum-Nudeln, welche innerhalb von nur drei Minuten fertig sind. Wer mehr über die Entstehung dieser Fertignudeln erfahren möchte ist hier goldrichtig.

Osaka Schloss

Kultureller wird es beim Schloss von Osaka. Dies ist zwar – leider – ein Nachbau, da das Original zerstört wurde, nichts desto trotz ist es ein beeindruckende Bau im Herzen der Stadt.

Hōzen-ji Temple

Osaka ist nicht unbedingt für seine Tempel bekannt. Ein sehr schöner Tempel, den man jedoch trotz allem in Osaka finden kann, ist Hozen-ji mit seiner von Wasser umgebenen Fudo myoo Statur.

Tenjinbashi suji shotengai

Wofür man eigentlich nach Osaka kommt, ist das Einkaufen. Tenjinbashi suji shotengai ist die längste Einkaufsstraße Japans. Hier findet man wirklich alles, was das Herz begehrt.

CHIBO

Kulturell gesehen gehört zu Osaka nicht nur sein altes Schloss und das Glückspiel, sondern auch Okinomiyaki. Besonders viele Sorten dieser Art von Omlett findet man bei CHIBO.

Aquarium

Das Aquarium von Osaka gehört zu einem der beeindruckendsten der Welt. Leider hat es daher auch seinen Preis.

Pokemon Center Osaka

Und wer nicht nur auf kulturelle Entdeckungen aus ist, der sollte das Pokémon Center in Osaka besuchen und dort allerhand Pokémon-Merchandising kaufen.

Wie immer findet ihr meine vollständige Liste von Ausflugszielen für Osaka auf meiner Google Maps Karte (wenn euch die Karte unten nicht eingeblendet wird erreicht ihr sie über diesen Link):

Zusätzliche Reiseführer und Internetseiten findet ihr unten in den Fußnoten. ;D


Insgesamt komm ich somit für den ersten Teil der Reiseplanung auf folgende Ausgaben:
816€ Flug & Versicherung, JR-Pass
618,5€ Unterkünfte
Insgesamt: 1434,5€

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Ausflugsziele für Nara – Abenteuer Japan Teil 6

Als Tourist nach Japan zu reisen, hat den enormen Vorteil, dass man den sogenannten JR-Pass nutzen und viel verschiedene Städte innerhalb von kürzester Zeit mit dem Shinkansen-Schnellzug besuchen kann. Bei einer Rundreise durch Japan gehört dabei definitiv auch Nara mit auf den Reiseplan.

Ein Reisetage nach Japan und zurück

Vor langer, langer Zeit war Nara die Hauptstadt Japans. Danach wuchs die Stadt vor allem durch die dort ansäßige Textilindustrie immer weiter an. Mit seinen knapp 360.000 Einwohnern ist es eine der größten Städte des Landes. Doch was die Stadt als touristisches Ziel besonders spannend macht, ist der fast vollkommen erhaltene historische Stadtkern, der anders als in vielen Teilen des Landes, nicht durch Brände, Naturkatastrophen und Kriege immer wieder zerstört wurde. Zudem ist Nara die Heimat von über 1.000 Sikahirschen, die im Nara koen (Nara Park) leben, handzahm sind und teilweise sogar in die Innenstadt vordringen.

7 Orte, die man in Nara besuchen sollte

Nara koen

Der Nara Park ist nicht nur wegen seinen wirklich sehr süßen und zutraulichen Hirschen sehenswert, sondern vor allem, weil hier einige der ältesten Tempel und Schreine Naras stehen. Ein Teil von ihnen wurde zwar um 1100 zerstört und wieder aufgebaut, dass macht sie jedoch nicht weniger alt und bedeutend. An schönen Tagen kann man von einem Tempel zum nächsten schlendern.

Mizutani-chaya

Ist man bereits im Nara koen, sollte man dem Teehaus Mizutani-chaya einen Besuch abstatten. Das direkt im Park gelegene Gebäude bietet Besuchern einen wunderbaren Ausblick über den Park.

Nara Dreamland

Das Nara Dreamland ist ein Freizeitpark aus den 60er Jahren, der seit 2006 geschlossen ist. Dieser verlassene Freizeitpark ist auch heute noch sehr beeindruckend und bietet sich für Fotos an. Jedoch sollte man eher nicht versuchen direkt auf das Gelände zu langen, sondern von Außen Bilder schießen, da auch heute noch regelmäßig Sicherheitsleute über das Gelände streifen und das betreten verboten ist.

Naramachi

Das Viertel Naramachi bildet den historischen Stadtkern Naras und ist mittlerweile ein Weltkulturerbe. Hier kann man in historischen Gassen umherwandern, spannende Geschäfte und besondere Restaurants entdecken.

Tempel und Schreine

Wie in ungefähr jeder Stadt Japans kann man in Nara viele bedeutende Schreine und Tempel entdecken. Einige von ihnen gehören mittlerweile zur Liste des Weltkulturerbes. Diese drei solltet ihr unbedingt aufsuchen:

Tōdai-ji

Todai-ji ist ein alter buddhistischer Tempel. Auf seinem Gelände werden euch immer wieder Hirsche über den Weg laufen.

Kasuga-Taisha

Dieser Schrein fällt besonders durch seine 2.000 Steinlaternen auf.

Kōfuku-ji

Das Weltkulturerbe Kofuku-ji wurde bereits 721 errichtet. Später wurden diverse Erweiterungen (darunter eine Pagode) hinzugefügt. Ein Teil der Gebäude musste restauriert bzw. neu aufgebaut werden.

Weiter Tipps und Informationen rund um Nara

Natürlich gibt es noch sehr viel mehr, was man in Nara entdecken kann. Einige Tipps findet ihr unter anderem hier:

Außerdem findet ihr alle meine Empfehlungen für Nara auf meiner persönlichen Google Maps Karte (wenn euch die Karte unten nicht eingeblendet wird erreicht ihr sie über diesen Link):

Nächste Woche geht es weiter mit Osaka. ;)


Insgesamt komm ich somit für den ersten Teil der Reiseplanung auf folgende Ausgaben:
816€ Flug & Versicherung, JR-Pass
618,5€ Unterkünfte
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Ausflugsziele für Kyoto – Abenteuer Japan Teil 5

Kyoto ist eine der ältesten Städte Japans. Es steht für Geishas, Tempel, Teehäuser und Paläste. Aber auch in Kyoto wandelt sich beständig und ist mittlerweile das Zentrum einer modernen Kultur. Doch was muss man in der ehemaligen Hauptstadt gesehen haben?

Ein Reisetage nach Japan und zurück

Im letzten Teil der Reihe habe ich bereits über Reiseführer und praktische Internetseiten geschrieben, so dass ich mich heute mehr auf die Sehenswürdigkeiten an sich und weniger auf das Thema „Wie recherchiere ich Sehenswürdigkeiten“ konzentrieren werde. Generell habe ich für meine Kyoto-Recherche vor allem auf diese Reiseführer und Internetseiten gesetzt:

Wieder einmal fand ich den Lonely Planet Reiseführer sehr praktisch, da er nicht nur die wichtigsten Orte nennt, sondern auch Tipps gibt, wo ‚junge Menschen‘ ihre Zeit verbringen und wo man gut Essen gehen kann.

Reiseplannungen

Das Bild in meinem Reiseplaner (links) stammt von japanlover.me

15 Orte in Kyoto, die man besucht haben muss

Kaiserpalast Kyoto

Im Herzen Kyotos ist der alte Kaiserpalast gelegen. Um ihn herum rangt sich ein wundervoller Garten, der – wie so oft in Japan – mit einigen wundervollen Kirschbäumen gefüllt ist. Im Frühling kann man hier also die Kirschblüte bewundern. Die heutige Variante des Palasts stammt aus dem Jahre 1855, nachdem er vorher einige Male durch Brände zerstört wurde.

Kyoto International Manga Museum

Ein ziemliches Kontrastprogramm zu den nun kommenden Empfehlungen, bietet das Mangamuseum. Zum einen ist es eine riesige Bibliothek, in der Manga gelesen werden können, zum andern werden hier teilweise spannende Zeichnungen ausgestellt.

Tempel & Schreine

Kiyomizu-dera

Dies ist der bekannteste Tempel Kyotos. Gleich vor ihm befinden sich der Otawa Wasserfall.

Heian Schrein

Der Heian-ji ist direkt an einem See gelegen und wird von sehr vielen Kirschbäumen umrankt. Die Besonderheit dieses Schreins ist das sehr große Torii (rote Tor), welches vor dem Tempel gelegen ist.

Nanzen-ji

Dies ist einer der wichtigsten Zen-Tempel Japans. Zu ihm gehört das Sanmon Tor.

Hirano Schrein

Wer die vollen Ausmaße der Kirschblüte (Sakura) sehen möchte, der sollte unbedingt Hirano besuchen. Der Schrein ist mit 500 Kirschbäumen umgeben, was ihn für die Einwohner Kyotos zu einem beliebten Treffpunkt für Hanami – das Feiern der Kirschblüte – macht.

Tenryū-ji

Dieser Tempel ist besonders für seinen angrenzenden, riesigen Bambushain bekannt.

Adashino Nenbutsu-ji

Und wer noch nicht genug von Tempeln hatte, der sollte auf jeden Fall Adashino Nenbutsu mit seinen hunderten Steinbuddhas aufsuchen.

Kinkaku-ji

Der sogenannte goldene Pavilion.

Sannenzaka & Ninenzaka

Ninensaka und Sannensaka sind die Bezeichnungen zweier alter Gegenden in Kyoto, die aneinander angrenzen. Heute lassen sich dort immer mehr Geschäfte nieder. Wer in Kyoto shoppen gehen möchte sollte, neben dem Hauptbahnhof Kyotos, auf jeden Fall diese Gegenden aufsuchen.

Gion

Ebenfalls spannend ist das Viertel Gion. In diesem alten Geisha-Viertel, sieht man auch heute noch einige der letzten arbeitenden Geishas umherwandern. Klassischer Weise sind hier einige Teehäuser angesiedelt. Die meisten von diesen sind recht teuer.

Fushimi Inari-Taisha

Ist ein Tunnel aus roten Toren – Torii -, die sich schier endlos aneinander reihen. Wer den Film Die Geisha gesehen hat, wird diese Tore direkt wiedererkennen.

Der Affenpark

Oder auch 嵐山モンキーパークいわたやま, ist ein Park, indem etwa 130 Schneeaffen in freier Wildbahn leben. Als Besucher kommt man relativ nah an die Affen dran und kann sie mit Nüssen füttern.

Cafe bibliotic HELLO!

Ein modernes Café, welches aussieht wie eine Bibliothek, in der zufällig Kaffee und Tee serviert werden.

Arcade Halle: namco WONDER TOWER

Im namco Wonder Tower könnt ihr auf mehreren Stockwerken an diversen Arcade-Automaten spielen. Der Tower bildet einen krassen Kontrast zum restlichen Kyoto

Abgesehen von diesen Orten, werde ich wohl auch den Nintendo-Hauptsitz aufsuchen. Das Gebäude ist leider ein super hässlicher Bürokomplex, aber zu wissen, dass in ihm wunderbare Spiele produziert werden, ist den Ausflug auf jeden Fall wert.

Alle Orte, die ich für Kyoto markiert habe – und dies sind deutlich mehr als nur 15 – könnt ihr auf meiner personalisierten Google Maps Karte sehen (wenn euch die Karte unten nicht eingeblendet wird erreicht ihr sie über diesen Link):


Insgesamt komm ich somit für den ersten Teil der Reiseplanung auf folgende Ausgaben:
816€ Flug & Versicherung, JR-Pass
618,5€ Unterkünfte
Insgesamt: 1434,5€

Alle nützlichen Links auf einen Blick:

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Ausflugsziele für Tokyo – Abenteuer Japan Teil 4

Hat man erst einmal den Flug und die Unterkünfte für eine Reise nach Japan gebucht, so haben viele – oder vielleicht sogar die Meisten – den Großteil ihrer Reiseplanungen geschafft. Ich gehöre nicht zu dieser Gruppe. Für mich beginnt die Planungsphase dann erst richtig. Ich liebe es Orte rauszusuchen, die man besuchen kann, Restaurant-Tipps zu sammeln und im Internet nach Geheimtipps zu stöbern. Damit ihr vielleicht nicht ganz so lange recherchieren müsst, wie ich, stelle ich euch heute die Dinge vor, die ich mir in Tokyo angucken möchte.

Ein Reisetage nach Japan und zurück

Da ich Bücher liebe und sie für die Recherche immer sehr praktisch finde, bin ich zunächst in die Bibliothek gegangen und habe mir einen Haufen Reiseführer ausgeliehen, von denen sich einige als nützlich, die meisten jedoch eher als uninteressant rausstellten. Scheinbar sind die meisten Reiseführerschreiber reich und/ oder langweilig. Viele Tipps beinhalten die fünf Dinge in Tokyo, die einem vielleicht auch spontan selber einfallen würden: Der Kaiserpalast, diverse Schreine, der Tokyo Tower, die riesige Kreuzung in Shibuya und Hanami. Hinzu kommen Tipps für furchtbar überteuerte Restaurants und absurde Vorschläge wie: „Nehmen sie am besten das Taxi um gemütlich von A nach B zu kommen.“ An dieser Stelle lege ich Reiseführer gerne weg, weil man eh keine praktischen Tipps mehr erwarten kann. Leider.

Wirklich hilfreich fand ich im Endeffekt diese vier Reiseführer:

Nützliche Reiseführer und Internetseiten für Tokyo

Die beiden Japanreiseführer sind sehr praktisch um einen Überblick über das Land, die einzelnen Städte und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu gewinnen. Wenn ihr einen der beiden kaufen wollt, kann ich euch den von National Geographic wirklich ans Herz legen. Er ist sehr übersichtlich und beinhaltet alle wichtigen Regionen. Was ihr in keinem der beiden Reiseführer finden werdet, sind günstige Unterkünfte oder Restaurants. Aber, wie gesagt, für einen ersten Überblick sind sie sehr praktisch.

Absolut begeistert bin ich von den Lonely Planet Reiseführern, die wirklich etwas für jeden beinhalten. Der Encounter-Führer ist im Endeffekt eine Zusammenfassung des ’normalen‘ Tokyo-Reiseführers. Er eignet sich gut um ihn auf seiner Tokyoreise in der Tasche zu haben. Wer im Vorfeld einen wirklich guten und gründlichen Überblick über Tokyo erhalten will und darüber hinaus Tipps für günstige Restaurants erhalten möchte, der sollte definitiv Tokyo von Lonely Planet kaufen.

Wer keine Lust auf Bücher hat, der findet natürlich auch sehr, sehr viele nützliche Tipps, Reiseführer und Übersichten im Internet. Diese Seiten kann ich euch zur Recherche wärmstens empfehlen:

Japanlover ist eine Seite von drei Mädels, die die coolsten und angesagtesten Orte in Japan vorstellen und teilweise auch kleine Sammlungen von Sehenswürdigkeiten zusammenstellen. Dazu gehören zum Beispiel 10 Things To Do When in Harajuku! und 10 Things To Do When in Shibuya, Tokyo!.

Lonely Planet bietet, wie schon die Reiseführer, eine gute Auswahl an diversen coolen Orten, bei denen wirklich jeder fündig wird. Egal ob man sich für Tempel interessiert und Abends in Jazz-Clubs gehen möchte oder den ganzen Tag shoppen möchte. Außerdem sind die einzelnen Tipps immer nach Budget geordnet, was immer hilfreich ist.

Auf Pinterest könnt ihr wild nach Tokyo suchen und werdet hunderte von verschiedenen Reiseführern und „Diese Dinge solltet ihr euch in Tokyo angucken“-Listen finden. Probiert einfach verschiedene Suchbegriffe aus.

Und dahin geht’s in Tokyo

Im Endeffekt wollen mein Freund und ich uns viele crazy Dinge angucken, Japankram shoppen und gleichzeitig etwas von der klassischen Kultur mitbekommen. Unser Plan ist es daher jeden Tag einen anderen Stadtteil zu bereisen und dort uns Tempel, Schreine und Shopping Zentren anzugucken. Außerdem stehen ein paar Museen auf dem Plan. Alles in allem sieht unsere potenzielle Ausflugskarte damit sehr voll aus:

Werden wir diese Orte alle besuchen? Vermutlich nicht. Wir haben erst einmal sehr viele Orte zusammengetragen, aber ob wir wirklich Lust haben 10 verschiedene Schreine und Tempel in Tokyo zu besuchen, bleibt abzuwarten. Grundsätzlich haben wir lieber zu viele als zu wenige Auswahlmöglichkeiten.

Die Karte ist geordnet nach Sehenswürdigkeiten (rot), Essen, Bars & Cafés (grün) und Einkaufsmöglichkeiten (blau). Viele der grünen Punkte sind optional. Von den roten Punkten werden wir vermutlich fast alle besuchen. Bei den blauen Punkten sind wir noch etwas unentschlossen.

Diese Orte werden wir vermutlich zu 100% besuchen:

  • Mega Pokèmon Center
  • Ghibli Museum
  • Meiji Schrein
  • Tokyo Tower
  • Schloss Edo
  • Tokyu Hands Shop
  • Das Rathaus von Shinjuku
  • Shinjuku Gyoen Park
  • Yellow Submarine Shop
  • Mandarake Shoppingcenter
  • Don Quijote Shop
  • Shibuya Kreuzung
  • Cat Street
  • What the Dickens! Pub
  • Hachikô Statur
  • Parco Shop
  • Loft Shop
  • Takeshita Straße
  • Laforet Shop
  • Kiddyland Shop
  • Hanazono Schrein
  • Yadobashi Camera
  • Kanda Myojin Schrein
  • Korea Town
  • Alice Fantasy Restaurant
  • Akihabara Gachapon Kaikan

Die Liste ist immer noch ganz schön lang und beinhaltet vor allem sehr viele riesige Läden in Shinjuku, Shibuya und Harajuku. Außerdem ein paar traditionelle Wahrzeichen Tokyos, das Ghibli und das Filmmuseum und Dinge wie Korea Town, einem japanischen Viertel, indem sehr viele Koreaner leben. Ich freue mich auch darauf die Massen an der Kreuzung in Shibuya zu beobachten und die Cat Street, auf der viele verrückte Geschäfte und noch verrücktere Einkäufer unterwegs sind, zu besuchen.

Alle Orte könnt ihr gesammelt auf meiner Google Maps Karte angucken oder sie als praktisches PDF herunterladen – auch wenn die Karte dann natürlich nicht so mega detailliert ist.


Insgesamt komm ich somit für den ersten Teil der Reiseplanung auf folgende Ausgaben:
816€ Flug & Versicherung, JR-Pass
618,5€ Unterkünfte
Insgesamt: 1434,5€

Alle nützlichen Links auf einen Blick:

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Ein Unterkunft finden – Abenteuer Japan Teil 3

Nach Japan zu reisen ist nicht preiswert und das liegt nicht unbedingt nur an dem teuren Flug, sondern vor allem an den teuren Unterkünften. Ein Blick in die gängigen Hotelportale macht dies deutlich. Knapp 50€ pro Nacht tauchen gar nicht mal so selten auf. Alles daneben sind häufig Unterkünfte, die weit außerhalb liegen oder Kapselhotels sind. Was also tun, wenn man auch in der Innenstadt von Tokyo eine günstige Unterkunft haben möchte?

Ein Reisetage nach Japan und zurück

Klar, es gibt sie, die preiswerten Hotels in Tokyo. Man hat die Gerüchte schon häufig im Internet gehört. In Foren wie Embjapan hört man immer wieder davon. Menschen haben es angeblich geschafft nur 1200€ für den Flug und die Unterkunft für zwei bis drei Wochen in Japan zu bezahlen.

Ich begebe mich also auf die Suche und tatsächlich finde ich über booking.com finde ich tatsächlich ein paar Unterkünfte. Zwei Tage später sind alle meine Favoriten für die Zeitspanne, in der ich gesucht habe, ausgebucht. Übrig sind nur noch Raucherzimmer. Es stimmt also doch, dass die Zimmer im April sehr, sehr schnell weg sind, da nicht nur Ausländer, sondern auch viele Japaner für die Kirschblüte nach Tokyo eilen.

Nichtsdestotrotz finde ich ein sehr gemütlich aussehendes Hotel, welches zwar etwas weiter südöstlich liegt, als ich es gerne hätte, was aber zumindest durch seine Bewertungen überzeugt. Und seien wir mal ehrlich: Wie oft fährt man schon am Tag vom Hotel in die Stadt und zurück?

nun hab ich also ein Hotel für eine Woche gefunden. Es fehlt noch eine Unterkunft für eine weiter Woche in Tokyo und eine Woche Kyoto. Die Suche geht also weiter und endet nach fünf Stunden damit, dass ich vollkommen entnervt vor meinem Computer sitze. Es muss eine Alternative her.

Eine Unterkunft über Airbnb finden

Airbnb als Alternative zum Hotel.

Screenshot: Airbnb

Und die entpuppt sich schnell als die Couch Surfing Plattform Airbnb. Und siehe da, es gibt wirklich günstige, schöne, saubere und vor allem zentrale Unterkünfte in Tokyo und Kyoto. Oft werden einzelne Zimmer vermietet, manchmal sogar ganze Wohnungen.

Hier muss ich aber schnell feststellen, dass viele Zimmer zwar auf den ersten Blick sehr großartig wirken, man aber unbedingt das Kleingedruckte lesen muss. Teilweise muss man zu bestimmten Zeiten wieder da sein oder wird zu anderen Zeiten aus seinem gemieteten Zimmer verbannt.

In Toyko gibt es tatsächlich auch preiswerte Zimmer.

Screenshot: Airbnb

Dennoch finde ich zwei sehr hübsche und vor allem recht unterschiedliche Zimmer. Das eine ist eine moderne Wohnung in Asakusa (Tokyo). Das andere ein traditionelles Häuschen in Kyoto. In beiden Fällen haben die „Vermieter“ sehr gute Bewertungen. Die Zimmer sehen gemütlich aus und die Lage ist beide Male sehr gut.

Der Gastgeber in Tokyo wirbt damit gerne den Reiseführer zu spielen und es kann nie schaden einen Einheimischen zu haben, der einem Tipps zur Stadt geben kann. Das Zimmer ist sehr westlich gehalten und das Bett sieht gemütlich aus. Zum Sky Tree sind es zu Fuß nur wenige Meter.

Das Zimmer in Kyoto hat Tatami-Matten, Papierschiebetüren und einen Garten, der direkt an das Gästezimmer grenzt. In der Mitte des Gartens befindet sich eine Art Minibadehaus mit Badewanne. Das Haus erinnert an klischeeige Schulausflüge in Animes oder das Haus der Familie in Ranma 1/2. Mein Touriherz freut sich.

Nun müssen die Gastgeber nur noch der Anfrage zustimmen, denn bei Airbnb sucht man sich seine Mieter selber aus und es wird bei weitem nicht jeder genommen. Zum Glück habe ich Glück und bekomme für beide Unterkünfte eine Zusage.

Nun fehlt also nur noch ein genauer Plan, welche Orte angeguckt werden sollen. Für einen Moment atme ich auf. Dann sehe ich den riesigen Bücherberg aus Reiseführern, die darauf warten durchgelesen zu werden. Ich habe die Befürchtung, dass die Planungen gerade erst angefangen haben…


Insgesamt komm ich somit für den ersten Teil der Reiseplanung auf folgende Ausgaben:
816€ Flug & Versicherung, JR-Pass
214€ Asakusa, Akihabara, Tokyo Skytree!
175,5€ Kyoto Quiet Sagano room1
229€ APA Hotel Kiba Tokyo
Insgesamt: 1434,5€

Alle nützlichen Links auf einen Blick:

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In welche Städte soll es eigentlich gehen? – Abenteuer Japan Teil 2

Hat man erst einmal einen Flug nach Japan gefunden ist der Rest ein Klacks. Denkst de! Einen Flug zu finden ist mit Abstand das einfachste Unterfangen bei der Planung einer Reise nach Japan. Gerade Unterkünfte sind meistens teuer oder direkt ausgebucht. Außerdem muss möglichst viel in der Zeit unternommen werden, denn schließlich ist man nicht alle Tage in Japan und da soll sich die Reise auch lohnen.

Ein Reisetage nach Japan und zurück

Leider musste ich dies recht schnell feststellen, nachdem ich mit der Planung der Reise begonnen habe. Schlimmer noch: Im April kosten alle Unterkünfte – Dank der Kirschblüte – sehr viel mehr und sind schon Monate vorher weg. Trotz allem möchte ich unbedingt die Kirschblüte sehen, so dass ich dieses Hindernis in Kauf nehme. Schließlich finde ich bei einem groben Blick in die bunten Hotelinternetportale einen Haufen preiswerter Hotels. Ich kann mir also mit dem Buchen Zeit lassen. Oder etwa nicht? Schon wenige Tage später sind fast alle preiswerten Unterkünfte ausgebucht. Übrig sind nur noch Hotels in Yokohama, Raucherzimmer und Kapselhotels.

Je länger ich suche, desto klarer wird mir, dass es nicht so leicht ist viele Unterkünfte in Japan zu finden, denn natürlich möchte ich im Land umherreisen und viele verschiedene Städte entdecken. Es muss also ein neuer Schlachtplan her.

Den Shinkansen nicht unterschätzen

Bevor ich also weiter nach Hotels suche, eine Suche, die nach vier Stunden immer noch kein richtiges Ergebnis geliefert hat, beginne ich darüber nachzudenken welche Orte ich überhaupt sehen möchte. Meine Liste besteht schnell aus:

  • Tokyo
  • Kyoto
  • Nara
  • Osaka
  • Hiroshima

Allein durch dauerndes Ein- und Auschecken würde ich furchtbar viel Zeit verlieren, wertvolle Zeit, die ich besser damit verbringen kann im Pokémon Mega Center zu shoppen oder Taiyaki zu essen, bis mir schlecht ist. Und dann kommt die Erleuchtung: Der Shinkansen soll angeblich alle Städte super schnell miteinander verbinden.

„Shinkansen (jap. 新幹線, [ɕĩŋkaãsẽɴ], dt. „neue Stammstrecke“) ist sowohl der Name des Streckennetzes japanischer Hochgeschwindigkeitszüge der verschiedenen JR-Gesellschaften als auch der Züge selbst.

Dabei ist „Shinkansen“ im ursprünglichen Sinn der Name des ab 1964 eingeführten Normalspur-Schienennetzes und nicht der Züge selbst. Er wird gebildet aus den Schriftzeichen shin (新) für „neue“, kan (幹) für „Stamm/Haupt-“, sen (線) für „Strecke, Linie“, und bezeichnet damit die Rückgratfunktion für das übrige Schienennetz, über das die japanischen Großstädte mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 320 km/h verbunden werden.“ (Quelle)

Und siehe da, von Tokyo nach Kyoto braucht man knapp zwei Stunden. Von dort aus erreicht man Nara und Osaka in knapp einer halben Stunde und auch Hiroshima ist „nur“ noch zwei Stunden entfernt. Ich entscheide mich also dafür eine Weile in Tokyo zu bleiben, dann in Kyoto einige Tage zu verbringen und von dort Tagesausflüge in die übrigen Städte zu unternehmen. Danach geht es wieder zurück nach Tokyo, von wo auch der Flug zurück geht.

Praktischerweise können Europäer den sogenannten JR-Pass außerhalb von Japan kaufen. Dieses Zugticket erlaubt es Touristen beinahe alle Züge in Japan zu benutzen. Für eine Woche kostet er, je nach Umrechnungskurs, etwa 200-260€. Hier sollte man also einen wirklich guten Wechselkurs abwarten um möglichst günstig weg zu kommen.

Den JR-Pass kann mann online oder in diversen Reisebüros kaufen. Den Gutschein löst man dann in Japan ein und reist daraufhin eine Woche mit dem Shinkansen durchs Land. Sollte euch der Preis abschrecken, so muss euch klar werden, dass ihr für die Zugstrecke Tokyo-Kyoto und zurück in etwa 200€ berechnen könnt. Der Pass lohnt sich also extrem, wenn ihr plant auch noch andere Städte zu besuchen.

Nun muss ich also nur noch Unterkünfte finden, mir überlegen was ich eigentlich alles sehen möchte, mich über wichtige kulturelle Unterschiede informieren und ein wenig mehr wichtige Sprachkenntnisse aneignen. Puh!


Insgesamt komm ich somit für den ersten Teil der Reiseplanung auf folgende Ausgaben:
606€ Flug & Versicherung
210€ JR-Pass
Insgesamt: 816€

Alle nützlichen Links auf einen Blick:
JR-Pass

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Eine Reise nach Japan will geplant sein – Abenteuer Japan Teil 1

Dieses Jahr wird endlich ein Traum von mir wahr: Ich reise nach Japan. Seit ich ungefähr zehn Jahre alt war möchte ich in dieses wunderbar ferne Land reisen, aber Japan ist sehr kostspielig und daher nicht gerade ein Ort, an den man „mal eben“ reist.

Im April geht es endlich los und bis dahin ist noch einiges zu tun, denn es gilt innerhalb von drei Wochen so viel wie möglich von Japan kennenzulernen. Momentan kratze ich mühsam Informationen aus diversen Foren zusammen und quetsche die äußert hilfreiche Blacky aus. Damit ihr es auf eurer Japanreise einfacher habt werde ich immer wieder in der Reihe Abenteuer Japan über meinen Planungsfortschritt berichten.

Ein Reisetage nach Japan und zurück

Grundsätzliche Reiseplanungen

Da Japan nicht innerhalb der EU liegt braucht ihr definitiv einen Reisepass. Dieser kostet knapp 60€ hinzu kommen noch Passbilder, die ihr eventuell für den neuen Pass anfertigen lassen müsst, und die zusammen mit dem Pass – falls ihr noch keinen habt – den ersten Kostenpunkt eurer Reiseplanung darstellen.

Habt ihr das einmal erledigt gilt es zu checken welche Impfungen ihr für eure Reise braucht. Die Informationen dazu findet ihr auf der Seite des Auswärtigen Amts. Da Japan ein recht westliches Land ist braucht ihr im Grunde die Standardimpfungen, die ihr ohnehin immer haben solltet. Ansonsten kann es nicht schaden die Impfungen auffrischen zu lassen.

Einen Flug nach Japan buchen

Habt ihr diese störenden Basics erst einmal erledigt kommt ihr zu den großen wichtigen Fragen:

  • Wann wollt ihr fliegen?
  • Von wo wollt ihr wohin fliegen?
  • Direktflug oder Zwischenstop?

Je nach Jahreszeit wirkt Japan vollkommen unterschiedlich. Im Winter ist es eher kalt und in vielen Gebieten schneit es stark. Im Frühjahr könnt ihr euch an der Kirschblüte erfreuen. Im Sommer ist es an vielen Orten unerträglich heiß. Im Herbst kann man sich wunderbar rote japanische Ahornbäume angucken. Für mich war die Entscheidung relativ simpel, dass ich eher im Frühjahr oder Herbst fahren möchte und lieber früher als später. Und so bin ich beim April gelandet: dem Monat der Kirschblüte. Wie sich rausstellen sollte bringt diese Entscheidung einige Komplikationen mit sich, aber dazu später mehr.

Gerade innerhalb der Wintermonate in Deutschland findet man viele günstige Angebote für Flüge. Es lohnt sich also definitiv frühzeitig nach Flügen zu suchen. Sehr praktisch ist dabei das Flugvergleichsportal Skyscanner. Die meisten Flüge nach Japan landen ohnehin in Tokyo, so dass sich das „wohin fliegen“ eigentlich schon fast erledigt hat. In Tokyo selbst gibt es zwei Flughäfen. Ich habe mich einfach für den günstigeren – Narita – entschieden.

Von wo ihr fliegen möchtet hängt bei der Suche von verschiedenen Kriterien ab: „Stört es euch, wenn ihr vorher mit dem Zug zum Flughafen fahren müsst? Entstehen Mehrkosten für euch, wenn ihr mit dem Zug durch halb Deutschland fahren müsst? Wo liegt der preiswerteste Flughafen und ist dieser auch wenn ihr ein Zugticket kaufen müsst immer noch der preiswerteste?“ Zunächst deutschlandweit zu suchen kann in keinem Fall Schaden, weil ihr dann viel besser einschätzen könnt ob es sich lohnt zu einem entfernten Flughafen zu fahren.

In meinem Fall war tatsächlich Köln-Bonn einer der preiswertesten Flughäfen, der bei mir um die Ecke liegt. Nun müsst ihr euch nur noch Entscheiden ob ihr einen Direktflug haben möchtet (dies ist häufig teuer) und mit welcher Fluglinie ihr fliegen wollt.

Nun kommt der etwas kniffelige Part bei Skyscanner: Nicht jedes Angebot ist ein Angebot. Häufig kommen bei den unterschiedlichen Buchungsportalen Bearbeitungsgebühren hinzu, so dass ihr im Endeffekt sehr viel mehr bezahlt, als euch Skyscanner angezeigt hat. Eventuell ist es dann sogar am preiswertesten den Flug direkt auf der Seite der Airline zu buchen. Bei mir war es so.

Auf Grund der guten Bewertungen und des niedrigen Preises habe ich mich für einen Flug von Turkish Airlines entschieden, der einen Zwischenstop in Istanbul einlegt. Kostenpunkt: Knapp 500€ für beide Flüge, was für Japan sehr günstig ist.

Die Flieger sollen gemütlich sein und es gibt eine große Auswahl an Unterhaltungskanälen und Essen. Die Flotte wurde außerdem vor kurzem um einige neue Flieger erweitert.

Versichere dich!

Reiseversicherungen sind nie spaßig zu recherchieren, aber dringend notwendig, vor allem weil ihr eine Krankenversicherung für Japan braucht. Wenn ihr keine Sonderbeiträge zahlt, dann gilt eure Krankenversicherung meist nur für Europa. Solltet ihr in Japan zum Arzt müssen, müsstet ihr alles aus eigener Tasche zahlen. Also sorgt lieber vor, als hinterher Probleme zu bekommen.

Ich habe mich für ein Angebot von AXA für knapp 40€ entschieden, indem auch eine Reiserücktrittsversicherung beinhaltet ist.


Insgesamt komm ich somit für den ersten Teil der Reiseplanung auf folgende Ausgaben:
60€ Reisepass
6€ Automatenfotos
500€ Hin- und Rückflug
40€ Versicherung
Insgesamt: 606€

Alle nützlichen Links auf einen Blick:
Das Auswärtige Amt
Skyscanner
Turkish Airlines