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Ein Unterkunft finden – Abenteuer Japan Teil 3

Nach Japan zu reisen ist nicht preiswert und das liegt nicht unbedingt nur an dem teuren Flug, sondern vor allem an den teuren Unterkünften. Ein Blick in die gängigen Hotelportale macht dies deutlich. Knapp 50€ pro Nacht tauchen gar nicht mal so selten auf. Alles daneben sind häufig Unterkünfte, die weit außerhalb liegen oder Kapselhotels sind. Was also tun, wenn man auch in der Innenstadt von Tokyo eine günstige Unterkunft haben möchte?

Ein Reisetage nach Japan und zurück

Klar, es gibt sie, die preiswerten Hotels in Tokyo. Man hat die Gerüchte schon häufig im Internet gehört. In Foren wie Embjapan hört man immer wieder davon. Menschen haben es angeblich geschafft nur 1200€ für den Flug und die Unterkunft für zwei bis drei Wochen in Japan zu bezahlen.

Ich begebe mich also auf die Suche und tatsächlich finde ich über booking.com finde ich tatsächlich ein paar Unterkünfte. Zwei Tage später sind alle meine Favoriten für die Zeitspanne, in der ich gesucht habe, ausgebucht. Übrig sind nur noch Raucherzimmer. Es stimmt also doch, dass die Zimmer im April sehr, sehr schnell weg sind, da nicht nur Ausländer, sondern auch viele Japaner für die Kirschblüte nach Tokyo eilen.

Nichtsdestotrotz finde ich ein sehr gemütlich aussehendes Hotel, welches zwar etwas weiter südöstlich liegt, als ich es gerne hätte, was aber zumindest durch seine Bewertungen überzeugt. Und seien wir mal ehrlich: Wie oft fährt man schon am Tag vom Hotel in die Stadt und zurück?

nun hab ich also ein Hotel für eine Woche gefunden. Es fehlt noch eine Unterkunft für eine weiter Woche in Tokyo und eine Woche Kyoto. Die Suche geht also weiter und endet nach fünf Stunden damit, dass ich vollkommen entnervt vor meinem Computer sitze. Es muss eine Alternative her.

Eine Unterkunft über Airbnb finden

Airbnb als Alternative zum Hotel.

Screenshot: Airbnb

Und die entpuppt sich schnell als die Couch Surfing Plattform Airbnb. Und siehe da, es gibt wirklich günstige, schöne, saubere und vor allem zentrale Unterkünfte in Tokyo und Kyoto. Oft werden einzelne Zimmer vermietet, manchmal sogar ganze Wohnungen.

Hier muss ich aber schnell feststellen, dass viele Zimmer zwar auf den ersten Blick sehr großartig wirken, man aber unbedingt das Kleingedruckte lesen muss. Teilweise muss man zu bestimmten Zeiten wieder da sein oder wird zu anderen Zeiten aus seinem gemieteten Zimmer verbannt.

In Toyko gibt es tatsächlich auch preiswerte Zimmer.

Screenshot: Airbnb

Dennoch finde ich zwei sehr hübsche und vor allem recht unterschiedliche Zimmer. Das eine ist eine moderne Wohnung in Asakusa (Tokyo). Das andere ein traditionelles Häuschen in Kyoto. In beiden Fällen haben die „Vermieter“ sehr gute Bewertungen. Die Zimmer sehen gemütlich aus und die Lage ist beide Male sehr gut.

Der Gastgeber in Tokyo wirbt damit gerne den Reiseführer zu spielen und es kann nie schaden einen Einheimischen zu haben, der einem Tipps zur Stadt geben kann. Das Zimmer ist sehr westlich gehalten und das Bett sieht gemütlich aus. Zum Sky Tree sind es zu Fuß nur wenige Meter.

Das Zimmer in Kyoto hat Tatami-Matten, Papierschiebetüren und einen Garten, der direkt an das Gästezimmer grenzt. In der Mitte des Gartens befindet sich eine Art Minibadehaus mit Badewanne. Das Haus erinnert an klischeeige Schulausflüge in Animes oder das Haus der Familie in Ranma 1/2. Mein Touriherz freut sich.

Nun müssen die Gastgeber nur noch der Anfrage zustimmen, denn bei Airbnb sucht man sich seine Mieter selber aus und es wird bei weitem nicht jeder genommen. Zum Glück habe ich Glück und bekomme für beide Unterkünfte eine Zusage.

Nun fehlt also nur noch ein genauer Plan, welche Orte angeguckt werden sollen. Für einen Moment atme ich auf. Dann sehe ich den riesigen Bücherberg aus Reiseführern, die darauf warten durchgelesen zu werden. Ich habe die Befürchtung, dass die Planungen gerade erst angefangen haben…


Insgesamt komm ich somit für den ersten Teil der Reiseplanung auf folgende Ausgaben:
816€ Flug & Versicherung, JR-Pass
214€ Asakusa, Akihabara, Tokyo Skytree!
175,5€ Kyoto Quiet Sagano room1
229€ APA Hotel Kiba Tokyo
Insgesamt: 1434,5€

Alle nützlichen Links auf einen Blick:

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In welche Städte soll es eigentlich gehen? – Abenteuer Japan Teil 2

Hat man erst einmal einen Flug nach Japan gefunden ist der Rest ein Klacks. Denkst de! Einen Flug zu finden ist mit Abstand das einfachste Unterfangen bei der Planung einer Reise nach Japan. Gerade Unterkünfte sind meistens teuer oder direkt ausgebucht. Außerdem muss möglichst viel in der Zeit unternommen werden, denn schließlich ist man nicht alle Tage in Japan und da soll sich die Reise auch lohnen.

Ein Reisetage nach Japan und zurück

Leider musste ich dies recht schnell feststellen, nachdem ich mit der Planung der Reise begonnen habe. Schlimmer noch: Im April kosten alle Unterkünfte – Dank der Kirschblüte – sehr viel mehr und sind schon Monate vorher weg. Trotz allem möchte ich unbedingt die Kirschblüte sehen, so dass ich dieses Hindernis in Kauf nehme. Schließlich finde ich bei einem groben Blick in die bunten Hotelinternetportale einen Haufen preiswerter Hotels. Ich kann mir also mit dem Buchen Zeit lassen. Oder etwa nicht? Schon wenige Tage später sind fast alle preiswerten Unterkünfte ausgebucht. Übrig sind nur noch Hotels in Yokohama, Raucherzimmer und Kapselhotels.

Je länger ich suche, desto klarer wird mir, dass es nicht so leicht ist viele Unterkünfte in Japan zu finden, denn natürlich möchte ich im Land umherreisen und viele verschiedene Städte entdecken. Es muss also ein neuer Schlachtplan her.

Den Shinkansen nicht unterschätzen

Bevor ich also weiter nach Hotels suche, eine Suche, die nach vier Stunden immer noch kein richtiges Ergebnis geliefert hat, beginne ich darüber nachzudenken welche Orte ich überhaupt sehen möchte. Meine Liste besteht schnell aus:

  • Tokyo
  • Kyoto
  • Nara
  • Osaka
  • Hiroshima

Allein durch dauerndes Ein- und Auschecken würde ich furchtbar viel Zeit verlieren, wertvolle Zeit, die ich besser damit verbringen kann im Pokémon Mega Center zu shoppen oder Taiyaki zu essen, bis mir schlecht ist. Und dann kommt die Erleuchtung: Der Shinkansen soll angeblich alle Städte super schnell miteinander verbinden.

„Shinkansen (jap. 新幹線, [ɕĩŋkaãsẽɴ], dt. „neue Stammstrecke“) ist sowohl der Name des Streckennetzes japanischer Hochgeschwindigkeitszüge der verschiedenen JR-Gesellschaften als auch der Züge selbst.

Dabei ist „Shinkansen“ im ursprünglichen Sinn der Name des ab 1964 eingeführten Normalspur-Schienennetzes und nicht der Züge selbst. Er wird gebildet aus den Schriftzeichen shin (新) für „neue“, kan (幹) für „Stamm/Haupt-“, sen (線) für „Strecke, Linie“, und bezeichnet damit die Rückgratfunktion für das übrige Schienennetz, über das die japanischen Großstädte mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 320 km/h verbunden werden.“ (Quelle)

Und siehe da, von Tokyo nach Kyoto braucht man knapp zwei Stunden. Von dort aus erreicht man Nara und Osaka in knapp einer halben Stunde und auch Hiroshima ist „nur“ noch zwei Stunden entfernt. Ich entscheide mich also dafür eine Weile in Tokyo zu bleiben, dann in Kyoto einige Tage zu verbringen und von dort Tagesausflüge in die übrigen Städte zu unternehmen. Danach geht es wieder zurück nach Tokyo, von wo auch der Flug zurück geht.

Praktischerweise können Europäer den sogenannten JR-Pass außerhalb von Japan kaufen. Dieses Zugticket erlaubt es Touristen beinahe alle Züge in Japan zu benutzen. Für eine Woche kostet er, je nach Umrechnungskurs, etwa 200-260€. Hier sollte man also einen wirklich guten Wechselkurs abwarten um möglichst günstig weg zu kommen.

Den JR-Pass kann mann online oder in diversen Reisebüros kaufen. Den Gutschein löst man dann in Japan ein und reist daraufhin eine Woche mit dem Shinkansen durchs Land. Sollte euch der Preis abschrecken, so muss euch klar werden, dass ihr für die Zugstrecke Tokyo-Kyoto und zurück in etwa 200€ berechnen könnt. Der Pass lohnt sich also extrem, wenn ihr plant auch noch andere Städte zu besuchen.

Nun muss ich also nur noch Unterkünfte finden, mir überlegen was ich eigentlich alles sehen möchte, mich über wichtige kulturelle Unterschiede informieren und ein wenig mehr wichtige Sprachkenntnisse aneignen. Puh!


Insgesamt komm ich somit für den ersten Teil der Reiseplanung auf folgende Ausgaben:
606€ Flug & Versicherung
210€ JR-Pass
Insgesamt: 816€

Alle nützlichen Links auf einen Blick:
JR-Pass

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Eine Reise nach Japan will geplant sein – Abenteuer Japan Teil 1

Dieses Jahr wird endlich ein Traum von mir wahr: Ich reise nach Japan. Seit ich ungefähr zehn Jahre alt war möchte ich in dieses wunderbar ferne Land reisen, aber Japan ist sehr kostspielig und daher nicht gerade ein Ort, an den man „mal eben“ reist.

Im April geht es endlich los und bis dahin ist noch einiges zu tun, denn es gilt innerhalb von drei Wochen so viel wie möglich von Japan kennenzulernen. Momentan kratze ich mühsam Informationen aus diversen Foren zusammen und quetsche die äußert hilfreiche Blacky aus. Damit ihr es auf eurer Japanreise einfacher habt werde ich immer wieder in der Reihe Abenteuer Japan über meinen Planungsfortschritt berichten.

Ein Reisetage nach Japan und zurück

Grundsätzliche Reiseplanungen

Da Japan nicht innerhalb der EU liegt braucht ihr definitiv einen Reisepass. Dieser kostet knapp 60€ hinzu kommen noch Passbilder, die ihr eventuell für den neuen Pass anfertigen lassen müsst, und die zusammen mit dem Pass – falls ihr noch keinen habt – den ersten Kostenpunkt eurer Reiseplanung darstellen.

Habt ihr das einmal erledigt gilt es zu checken welche Impfungen ihr für eure Reise braucht. Die Informationen dazu findet ihr auf der Seite des Auswärtigen Amts. Da Japan ein recht westliches Land ist braucht ihr im Grunde die Standardimpfungen, die ihr ohnehin immer haben solltet. Ansonsten kann es nicht schaden die Impfungen auffrischen zu lassen.

Einen Flug nach Japan buchen

Habt ihr diese störenden Basics erst einmal erledigt kommt ihr zu den großen wichtigen Fragen:

  • Wann wollt ihr fliegen?
  • Von wo wollt ihr wohin fliegen?
  • Direktflug oder Zwischenstop?

Je nach Jahreszeit wirkt Japan vollkommen unterschiedlich. Im Winter ist es eher kalt und in vielen Gebieten schneit es stark. Im Frühjahr könnt ihr euch an der Kirschblüte erfreuen. Im Sommer ist es an vielen Orten unerträglich heiß. Im Herbst kann man sich wunderbar rote japanische Ahornbäume angucken. Für mich war die Entscheidung relativ simpel, dass ich eher im Frühjahr oder Herbst fahren möchte und lieber früher als später. Und so bin ich beim April gelandet: dem Monat der Kirschblüte. Wie sich rausstellen sollte bringt diese Entscheidung einige Komplikationen mit sich, aber dazu später mehr.

Gerade innerhalb der Wintermonate in Deutschland findet man viele günstige Angebote für Flüge. Es lohnt sich also definitiv frühzeitig nach Flügen zu suchen. Sehr praktisch ist dabei das Flugvergleichsportal Skyscanner. Die meisten Flüge nach Japan landen ohnehin in Tokyo, so dass sich das „wohin fliegen“ eigentlich schon fast erledigt hat. In Tokyo selbst gibt es zwei Flughäfen. Ich habe mich einfach für den günstigeren – Narita – entschieden.

Von wo ihr fliegen möchtet hängt bei der Suche von verschiedenen Kriterien ab: „Stört es euch, wenn ihr vorher mit dem Zug zum Flughafen fahren müsst? Entstehen Mehrkosten für euch, wenn ihr mit dem Zug durch halb Deutschland fahren müsst? Wo liegt der preiswerteste Flughafen und ist dieser auch wenn ihr ein Zugticket kaufen müsst immer noch der preiswerteste?“ Zunächst deutschlandweit zu suchen kann in keinem Fall Schaden, weil ihr dann viel besser einschätzen könnt ob es sich lohnt zu einem entfernten Flughafen zu fahren.

In meinem Fall war tatsächlich Köln-Bonn einer der preiswertesten Flughäfen, der bei mir um die Ecke liegt. Nun müsst ihr euch nur noch Entscheiden ob ihr einen Direktflug haben möchtet (dies ist häufig teuer) und mit welcher Fluglinie ihr fliegen wollt.

Nun kommt der etwas kniffelige Part bei Skyscanner: Nicht jedes Angebot ist ein Angebot. Häufig kommen bei den unterschiedlichen Buchungsportalen Bearbeitungsgebühren hinzu, so dass ihr im Endeffekt sehr viel mehr bezahlt, als euch Skyscanner angezeigt hat. Eventuell ist es dann sogar am preiswertesten den Flug direkt auf der Seite der Airline zu buchen. Bei mir war es so.

Auf Grund der guten Bewertungen und des niedrigen Preises habe ich mich für einen Flug von Turkish Airlines entschieden, der einen Zwischenstop in Istanbul einlegt. Kostenpunkt: Knapp 500€ für beide Flüge, was für Japan sehr günstig ist.

Die Flieger sollen gemütlich sein und es gibt eine große Auswahl an Unterhaltungskanälen und Essen. Die Flotte wurde außerdem vor kurzem um einige neue Flieger erweitert.

Versichere dich!

Reiseversicherungen sind nie spaßig zu recherchieren, aber dringend notwendig, vor allem weil ihr eine Krankenversicherung für Japan braucht. Wenn ihr keine Sonderbeiträge zahlt, dann gilt eure Krankenversicherung meist nur für Europa. Solltet ihr in Japan zum Arzt müssen, müsstet ihr alles aus eigener Tasche zahlen. Also sorgt lieber vor, als hinterher Probleme zu bekommen.

Ich habe mich für ein Angebot von AXA für knapp 40€ entschieden, indem auch eine Reiserücktrittsversicherung beinhaltet ist.


Insgesamt komm ich somit für den ersten Teil der Reiseplanung auf folgende Ausgaben:
60€ Reisepass
6€ Automatenfotos
500€ Hin- und Rückflug
40€ Versicherung
Insgesamt: 606€

Alle nützlichen Links auf einen Blick:
Das Auswärtige Amt
Skyscanner
Turkish Airlines