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Hiroshima – Abenteuer Japan Teil 19

Wer auch nur den Namen Hiroshima hört, denkt gleich an Zerstörung und Grausamkeit. Doch Hiroshima ist mehr als nur eine Stadt, die Opfer der ersten Atombombe wurde. Die Großstadt im Süden Japans besitzt eine fantastische Vergangenheit, spannende Sehenswürdigkeiten und ein riesiges Areal, welches den Frieden feiert.

Von Kyoto aus braucht man knapp drei Stunden mit dem Shinkansen in die Stadt dessen Name ‚weitläufige Insel‘ bedeutet. Tatsächlich sieht die Stadt an sich heute recht langweilig aus und würde vermutlich so gut wie gar nicht von Touristen beachtet werden, wenn sie es nicht innerhalb von wenigen Jahren geschafft hätte aus den Trümmern neu zu entstehen.

Die eigentliche Besonderheit Hiroshimas liegt vor den Toren der Stadt: Die Insel Miyajima, der erste Stopp auf unserer Hiroshimatour. Um auf die Insel zu gelangen fährt man lediglich ein Paar Haltestellen mit dem Regionalzug und nimmt dann die Fähre (die man kostenlos mit dem JR-Pass nutzen kann).

Die Insel Miyajima.

Mit ihrem dichten Wald und dem fast 1500 Jahre alten Tempel eignet sich Miyajima sehr gut für Ausflüge.

Rehe auf Miyajima.

Wie auch schon in Nara gibt es hier wild lebende Rehe, die mitten in der Siedlung leben und sich von den Touristen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Im Gegensatz zu den Rehen aus Nara sind diese Exemplare sehr viel entspannter und laufen nicht jedem Touristen hinterher, den sie sehen.

Der Itsukushima Tempel.

Hauptattraktion der Insel ist der 593 errichtete Tempel, der im 10 Jahrhundert neu aufgebaut und durch sein berühmtes im Wasser stehendes Torii erweitert wurde.

Das große Steintor.

Das große Steintor symbolisiert hier den Eingang zum Tempelareal, welches sich über weite Teile der Insel erstreckt.

Auch auf Miyajima kann man Rehe streicheln.

Natürlich finden sich auch hier wieder Rehe, die sich in aller Ruhe streicheln lassen. Kawaii!

Das berühmte im Wasser stehende Torii von Itsukushima.

Der eigentliche Höhepunkt des Tempels – und Touristenmagnet – ist das scheinbar im Pazifik stehende Torii. Das rote Tor des Tempels wurde so auf den Strand der Insel gebaut, dass es bei Flut im Meer zu stehen scheint.

Am Tor haben sich Muscheln angesammelt.

Bei Ebbe lassen kann man die Muscheln sehen, die sich an den Säulen des Tors angelagert haben.

Japanerin mit faszinierendem Haar.

Mitten unter den Touristen – größtenteils japanische Schulklassen – finde ich diese sehr nette Japanerin, die mit ihrem breiten Grinsen und den grauen Haaren wie Totoro aussieht.

Das Tor mitten im Pazifik.

Nach einer Weile breitete sich das Meer auf dem Strand aus und lässt das Tor im Meer ’schwimmen‘. Von hier geht es weiter in die Innenstadt Hiroshimas und in den Friedenspark.

Der Dom in Hiroshima.

Der Friedenspark erinnert an die schrecklichen Vorfälle rund um die Atombombenabwürfe und erinnert daran, dass wir friedlich zusammenstehen müssen. Neben einigen Gedenkstätten und einem Museum, befindet sich hier der Atombombendom. Es ist eines der einzigen Gebäude, welches den Atombombenabwurf relativ unbeschadet überstand, da die Bombe direkt oberhalb der Kuppel explodierte, und es ist das einzige Gebäude, welches nicht während der Aufbauphase abgerissen wurde. In seinem unveränderten Zustand belassen erinnert es an die Schrecken des Krieges.

1000nde von Kranichen.

An einer anderen Stelle zeigen Vitrinen die tausenden Kraniche, die aus aller Welt nach Hiroshima geschickt wurden und immer noch geschickt werden. Einer Legende nach soll sich ein Wunsch erfüllen, wenn man 1000 Kraniche gefalten hat. Nach den Abwürfen erinnerte sich eines der Opfer an diese Legende und begann Kraniche zu falten, doch sie starb bevor sie 1000 Kraniche falten konnte.

Die Kranich-Statur im Friedenspark von Hiroshima.

Heute stehen die Kraniche vor allem für die Hoffnung, dass der Frieden anhalten wird.

Der Friedenspark in Hiroshima.

Auch ein Friedensfeuer brennt ununterbrochen vor dem Eingang des Museums.

Ein Model von Hiroshima nach dem Atombombenabwurf.

Hier wird unter anderem anhand eines Models gezeigt wie groß die Zerstörung der Stadt nach dem Krieg war. Außerdem werden Bilder der Stadt vor und nach de Krieg gezeigt und einzelne Geschichten von Opfern erzählt. Darunter auch die spannende Geschichte eines Mannes, der sowohl den Abwurf in Hiroshima, als auch Nagasaki überlebte.

Hiroshima nach dem Atombombenabwurf.

Es ist erstaunlich wie angespannt und gleichzeitig ruhig die Stimmung innerhalb des Museums ist. Die Stille ist fast greifbar. Und obwohl kaum ein Besucher die Sprache des anderen kann, verstehen sich alle Menschen auf eine Weise, die man kaum in Worte fassen kann. Jedem ist klar, dass man so eine Tragödie niemals wiedererleben möchte und gleichzeitig sind alle Besucher schockiert, dass Menschen sich so etwas gegenseitig antun können.

Gegen Abend geht es zurück nach Kyoto zur letzten Nacht in dieser wunderschönen Stadt.


Denkt dran, bis zum 1. November habt ihr noch die Möglichkeit an meinem Kawaiibox-Gewinnspiel teilzunehmen und eine Kawaiibox voller niedlicher japanischer Dinge zu gewinnen.

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Ausflugsziele für Nara – Abenteuer Japan Teil 6

Als Tourist nach Japan zu reisen, hat den enormen Vorteil, dass man den sogenannten JR-Pass nutzen und viel verschiedene Städte innerhalb von kürzester Zeit mit dem Shinkansen-Schnellzug besuchen kann. Bei einer Rundreise durch Japan gehört dabei definitiv auch Nara mit auf den Reiseplan.

Ein Reisetage nach Japan und zurück

Vor langer, langer Zeit war Nara die Hauptstadt Japans. Danach wuchs die Stadt vor allem durch die dort ansäßige Textilindustrie immer weiter an. Mit seinen knapp 360.000 Einwohnern ist es eine der größten Städte des Landes. Doch was die Stadt als touristisches Ziel besonders spannend macht, ist der fast vollkommen erhaltene historische Stadtkern, der anders als in vielen Teilen des Landes, nicht durch Brände, Naturkatastrophen und Kriege immer wieder zerstört wurde. Zudem ist Nara die Heimat von über 1.000 Sikahirschen, die im Nara koen (Nara Park) leben, handzahm sind und teilweise sogar in die Innenstadt vordringen.

7 Orte, die man in Nara besuchen sollte

Nara koen

Der Nara Park ist nicht nur wegen seinen wirklich sehr süßen und zutraulichen Hirschen sehenswert, sondern vor allem, weil hier einige der ältesten Tempel und Schreine Naras stehen. Ein Teil von ihnen wurde zwar um 1100 zerstört und wieder aufgebaut, dass macht sie jedoch nicht weniger alt und bedeutend. An schönen Tagen kann man von einem Tempel zum nächsten schlendern.

Mizutani-chaya

Ist man bereits im Nara koen, sollte man dem Teehaus Mizutani-chaya einen Besuch abstatten. Das direkt im Park gelegene Gebäude bietet Besuchern einen wunderbaren Ausblick über den Park.

Nara Dreamland

Das Nara Dreamland ist ein Freizeitpark aus den 60er Jahren, der seit 2006 geschlossen ist. Dieser verlassene Freizeitpark ist auch heute noch sehr beeindruckend und bietet sich für Fotos an. Jedoch sollte man eher nicht versuchen direkt auf das Gelände zu langen, sondern von Außen Bilder schießen, da auch heute noch regelmäßig Sicherheitsleute über das Gelände streifen und das betreten verboten ist.

Naramachi

Das Viertel Naramachi bildet den historischen Stadtkern Naras und ist mittlerweile ein Weltkulturerbe. Hier kann man in historischen Gassen umherwandern, spannende Geschäfte und besondere Restaurants entdecken.

Tempel und Schreine

Wie in ungefähr jeder Stadt Japans kann man in Nara viele bedeutende Schreine und Tempel entdecken. Einige von ihnen gehören mittlerweile zur Liste des Weltkulturerbes. Diese drei solltet ihr unbedingt aufsuchen:

Tōdai-ji

Todai-ji ist ein alter buddhistischer Tempel. Auf seinem Gelände werden euch immer wieder Hirsche über den Weg laufen.

Kasuga-Taisha

Dieser Schrein fällt besonders durch seine 2.000 Steinlaternen auf.

Kōfuku-ji

Das Weltkulturerbe Kofuku-ji wurde bereits 721 errichtet. Später wurden diverse Erweiterungen (darunter eine Pagode) hinzugefügt. Ein Teil der Gebäude musste restauriert bzw. neu aufgebaut werden.

Weiter Tipps und Informationen rund um Nara

Natürlich gibt es noch sehr viel mehr, was man in Nara entdecken kann. Einige Tipps findet ihr unter anderem hier:

Außerdem findet ihr alle meine Empfehlungen für Nara auf meiner persönlichen Google Maps Karte (wenn euch die Karte unten nicht eingeblendet wird erreicht ihr sie über diesen Link):

Nächste Woche geht es weiter mit Osaka. ;)


Insgesamt komm ich somit für den ersten Teil der Reiseplanung auf folgende Ausgaben:
816€ Flug & Versicherung, JR-Pass
618,5€ Unterkünfte
Insgesamt: 1434,5€

Alle nützlichen Links auf einen Blick: