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Old people, young style

Ich finde es immer wieder faszinierend, wenn man diese Menschen in der Bahn oder auf der Straße sieht: schlabbriges Top, Jeans-Hotpants, schwarze Nylonstrumpfhose, 0815-H&M-Halbschuhe und zerstrubbelte, meist blondierte Haare. Man sieht sie von hinten, bewundert ihren Stil und dann drehen sie sich um und man blickt in das Gesicht einer 50-60jährigen Frau. Einerseits bewundere ich diese Menschen dafür, dass sie in ihrem Alter noch eine durchaus gute Figur haben, andererseits verwirrt es mich so dermaßen, dass sie es nicht schaffen ihrem Alter „angemessen“ angezogen zu sein.

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Kleidung von hm.com/dressingroom

Blickt man knapp 10-20 Jahre zurück, so sahen die richtig, richtig Erwachsenen aus, wie… nun ja Erwachsene. Die Kleidung hob sich von der der Jugend ab, sah edler und teilweise Eleganter aus. Etwas, was sich auch heute noch finden lässt, dennoch nicht immer anzutreffen ist. Viele Frauen über 40 wollen nicht alt werden und während J-Lo, die auf den Tourplakaten von 2012 beinah jünger aussieht als auf ihrem ersten Album, und Co. es vormachen, scheint der „Trend“ auch langsam deutsche Großstädte zu überfluten.

Natürlich darf jeder Mensch tragen, was er möchte, dennoch wirkt es äußert seltsam wenn Mutter und Tochter nebeneinanderstehen und das beinahe identische H&M-Outfit tragen. Auch wenn man mit 50+ noch so durchtrainiert aussieht, die gemusterte Leggins der Tochter und das hippe Bandt-shirt sehen an jenen Frauen einfach verkehrt aus.

Und während die Alten versuchen ewig jung zu bleiben und den Stil der Jugend aufgreifen wollen – oder in vielen Fällen das, was Pimkie und Co als den neuesten Trend verkaufen – scheinen immer mehr Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gerade den Spieß umdrehen zu wollen. Immer mehr Teenager laufen in Kleidung umher, die beinahe schon businessmäßig wirkt. Blazer, Ledertaschen und Kleider, die bis obenhin zugeschnitten sind, bilden einen Contratrend zum üblichen „frischen Stil“. Einige Studenten sehen dabei älter aus, als ihr Eltern.

Eine merkwürdige Verkehrung der Mode geht vor sich. Und während die Jugend möglichst Erwachsen wirken möchte, ist es die Elterngeneration, die plötzlich in Pseudo-Punk und Festivalkleidung den Alltag bestreitet. Der Höhepunkt dieses Verhaltens findet sich bei den 60jährigen Frauen, die mit lila oder blauen Haaren umherlaufen.

Immer wenn ich so etwas sehe hoffe ich, dass ich ein bisschen in Würde altern werde und dass ich, wenn ich selber in de Alter bin, mir nicht die Kleidung meiner Tochter leihe, die dann hoffentlich in Kleidung für Jugendliche herumlaufen wird, um mich jünger zu fühlen.

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Entscheidungen

Alle paar Monate habe ich diesen einen Moment, indem ich irgendwelchen typischen Frauenblödsinn machen möchte. Das endet meist in einem Paar Billigschuhe. Dieses Mal wollte ich mir endlich eine wunderbare, flexible Handtasche kaufen, die ich auch gut mit ins Büro nehmen kann. Aber sich für eine Tasche zu entscheiden ist gar nicht so einfach, zumal die Auswahl grooooooß ist.

Meine Top-4 nach langem Suchen sah dann so aus:

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Sehr wundervolle, klassische Tasche. Leider ein bisschen zu teuer…

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Hübsche Form, ein bisschen zu klein.

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Vielfältig, schöne Größe. Preis ist okay. Leider nicht aus Leder.

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Wieder eine Bowlingtasche. Leider auch ein bisschen zu klein und zu teuer.

Im Endeffekt habe ich mich für die Pimkietasche entschieden. Die Größe ist nahezu perfekt. Das Material ist gut verarbeitet, wenn auch kein Leder. Und der Preis stimmt auch noch.

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Neue Kategorie: Soulis und Chochis Anime Diskussion

Schon längere Zeit überlege ich schon, wie ich zum einen sinnvoll einen zweiten Autor mit einbauen kann und wieder mehr über Animeserien und -filme schreiben kann. Kurzerhand hab ich einfach beides kombiniert und heraus kam Soulis und Chochis Anime Diskussion. Etwa jede Woche werden wir gemeinsam über ein bestimmtes Animethema diskutieren und euch so zeigen, dass sich hinter den Serien oft mehr versteckt, als man im ersten Moment zu vermuten scheint. oder wir outen uns einfach als recht starke Nerds, wer weiß…

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Bei unserer ersten Diskussion geht es um den Anime K-On. Dieser handelt von vier High-School-Mädchen, die gemeinsam eine Band gründen und versuchen gemeinsam erfolgreich zu werden. In Japan war er einer der erfolgreichsten Anime aller Zeiten und ist bis heute der meistverkaufte. Aber was macht ihn so besonders?

Souli: Ganz einfach weil es auf megasüß gemacht ist. Dadurch wird bei der männlichen Zuschauerschaft der Beschützerinstinkt geweckt. Frauen finden es einfach nur süß und die Musik ist toll!

Chochi: Stimmt, aber es ist ja nicht nur der „Süßheitsfaktor“, der die Serie genial macht. Hamtaro ist auch süß, aber nicht annähernd so gut wie K-On!

Souli: K-on ist wirklichkeitsbezogen, Hamtaro nicht.

Chochi: Es geht um Hamster, mehr Wirklichkeit findest du in vielen anderen Animeserien auch nicht. ö_ö

Souli: In K-On geht es um Schulalltag, ohne Magie, ohne Fabelwesen usw. Sprechende Hamster sind zwar toll, haben aber nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Außerdem kann man sich in einen Schüler besser hineinversetzen als in einem Hamster. Ich weiß ja nicht wie das bei dir ist ;P

Chochi: Vielleicht sprechen Hamster ja miteinander…. Aber das war eigentlich gar nicht das, worauf ich hinaus wollte. Lucky Star funktioniert auf einer ähnlichen Schiene: High School Alltag blabla, dennoch ist es eben nicht gleich gut… oder besser gesagt anders. Wäre Lucky Star + Musik in etwa so gut wie K-On?

Souli: Nein, allein schon aus dem Grund weil das Musik Element in die Story integriert ist. Es geht eben nur um Musik.

Chochi: Und um Freundschaft. *Kitschseifenblasen* Aber ja, Musik ist wirklich ein wichtiges Element. Dennoch ist die Serie auch für Nicht-Musiker interessant.

Souli: Weil sie lustig ist, nicht übertrieben wie in Lucky Star, sondern „realistisch“ lustig.

Chochi: Das kann man aber auch über School Rumble oder Toradora! sagen…

Souli: Ich habe bei K-On immer das Gefühl dass das was dort passiert, genauso gut an der Uni sein könnte.

Hm…School Rumble?^^ In School Rumble kommen auch abgedrehte Dinge vor. Aber ja, Toradora fährt auf die gleiche Schiene wie K-On, nur das dort eben das Musik Element fehlt.

Chochi: Oh ja, aber wesentlich ruhiger und realistischer, als in Lucky Star.

Souli: Ja, eben drum finde ich, dass K-On und Toradora mehr Gänsehaut hinterlassen, als Lucky Star oder School Rumble. Lucky Star und School Rumble arbeiten weniger mit Gefühlen als vielmehr mit Slapstic.

Chochi: Okay, wenn es um Gefühle geht kann man sich auch Kimi ni Todoke angucken, welches neben der Außenseitergeschichte auch einen sehr netten Humor enthält. Trotzdem erreicht es nicht das gleiche Level. Das kann doch nicht nur an der Musik liegen, oder?

Souli: Hm, vielleicht auch Zeichenstil, ich bin ein riesiger Fan von seiner Kunst die Umgebung usw. unheimlich realistisch zu gestalten, die Figuren aber selbst im Kontrast zu zeichnen.

Chochi: Aber ja, realistische Hintergründe, Details und eine gute Umsetzung sind in jedem Fall eine wichtige Grundlage für einen Anime. Dennoch finde ich es bemerkenswert, dass die Figuren nicht fehl am Platz wirken, sondern vollkommen in die Umgebung passen.

Souli: Jaa, genau das bewundere ich so. ^^

Chochi: Ich finde, man merkt auch, dass echte Orte als Vorlage verwendet wurden. Wie z.B. die Toyosato Grundschule.

Souli: Von der Grundidee wollen alle Animes die in diese Richtung gehen, so denke ich jedenfalls, eine heile Welt schaffen, wo es kein wirkliches Leid zu geben scheint und Musik harmonisiert nun Mal.

Chochi: Mister Philosophie!
Naja, ich weiß nicht, ob die Serie wirklich so weit gehen möchte…

Souli: Nicht im Bewusstsein des Autors, sondern im Bewusstsein des Genres. Es wird eine Story geschaffen, die uns zum Lachen bringen soll, die uns zeigen will wie schön das Leben sein kann. Man wird aus seiner Realität hinausgerissen, um in eine andere „realistische“ Realität einzutauchen um vielleicht in dieser anderen Realität das zu sehen, was man in seiner Realität verloren zu haben scheint.
Jetzt werde ich ja echt philosophisch. o.o

Chochi: Wobei es beim High-School-Genre, wenn du das meinst, nicht immer so harmonisch vorgeht, wie in K-On. Häufig wird sehr viel Bitternis dargestellt, aus welcher sich die Helden nach und nach befreien um zu erkennen, wie schön das Leben sein kann. Das wirkt in vielen Fällen eher wie eine Ermutigung an Kinder, die sich die Serie angucken, als eine nette Ablenkung (außer man nimmt nun wieder Lucky Star und ähnliche Serien als Beispiel). K-On scheint im Vergleich zu anderen Serien des Genres schon sehr, sehr harmonisch zu sein.

Souli: Genau, Probleme tauchen ja bei K-On quasi gar nicht auf, bis auf den Abschluss und den damit verbunden Abschied zu Asunyan.
Mit Genre meinte ich nicht das High-School-Genre, sondern vielmehr dieses „kawai-knuddel“-Genre, gepaart mit „slice of life“.

Chochi: Obwohl ich mich manchmal frage, ob das nur Fassade ist. Betrachtet man einmal Yuis Haushalt, so kann man ernsthaft annehmen, dass ihr Leben nicht einfach sein dürfte. Ihre Eltern scheinen immer fort zu sein und sie muss mit ihrer kleinen Schwester ganz alleine klar kommen. Oder eher ihre kleine Schwester mit ihr. Dennoch scheinen da ein großer Teil ihres Lebens und die damit verbundenen (möglichen) Probleme einfach ausgeblendet worden zu sein.

Souli: Yop, das finde ich ja so toll beim K-On Film, den ich noch zu Ende gucken muss, denn dort tauchen die Eltern zum ersten Mal auf.
Aber ich denke nicht, dass es eine Fassade ist und es Yui schlecht geht…

Chochi: Bei Lucky Star tauchen die Eltern auch auf….

Souli: Ja, aber Lucky Star funktioniert doch anders als K-On. Soweit waren wir doch schon. ^^

Chochi: Ja, dennoch funktioniert es ähnlich.

Souli: Inwieweit?

Chochi: Handlungstechnisch. Anfangs geht es um eine kleine Gruppe von Mädchen, die ihren Alltag zusammen bewältigen. Je weiter sie in ihrer Schullaufbahn voranschreiten, desto mehr Personen kommen zu der Gruppe hinzu. Die Eltern sind dabei immer mit einbezogen in die Handlung. Auch in anderen High-School Animes kommen die Eltern selbstverständlich vor, während in K-On lediglich ab und zu über sie gesprochen wird. Ansonsten scheinen die Personen alleine klar kommen zu müssen.

Souli: Aber bei School Rumble erfährt man auch nichts von denen.
Was ich übrigens auch eine gute Lösung finde ist, Dinge realistisch zu gestalten, obwohl sie es gar nicht sind.

Chochi: Die Handlung kann auch realistisch sein, wenn sie in einer Parallelwelt mit Elfen und Magie angesiedelt ist, dass ist nicht der Punkt, dennoch finde ich – und darüber haben wir ja eigentlich gesprochen -, dass K-On viele Dinge einfach ausklammert. Immer, wenn es etwas dramatischer werden könnte wird es irgendwie umgangen darüber zu sprechen. Im Endeffekt scheint alles immer schön zu sein. Es gibt keinen Streit, keine Probleme und wenn es einmal doch ein Problem gibt, dann wird es kurzerhand weggesungen.

Souli: Ah, da denke ich interpretierst du zu viel rein, wo werden Dinge denn richtig dramatisch? K-On will gar nicht dramatisch sein.

Chochi: Ich weiß, dennoch fehlt da leider manchmal eine gewisse Tiefe bei den Figuren.

Souli: Hmhmhm. Find ich nicht. Tiefe muss nicht durch Familiensituation geschaffen werden, sondern alleine schon durch den Zusammenhalt der Gruppe. Die Geschichte will erzählen wie fünf Freunde nach und nach erfolgreicher werden, der Rest fließt mit, auch wenn das bisschen gewagt klingt.

Chochi: Klingt es nicht. Es bleibt eine kleine, harmonische Geschichte über Freunde, die gerne zusammen musizieren. Trotzdem lernt man immer nur einen Teil der Figur kennen. Durch Familien- und Hintergrundinformationen könnten die Figuren weiter ausgebaut werden. Das würde der Grundharmonik der Sendung nicht schaden.

Souli: Stimmt, es würde tatsächlich nicht schaden. Deswegen finde ich es ja toll, dass die Eltern im Film vorkommen.

Chochi: Womit wir wieder bei ungefähr der Mitte der Diskussion angekommen wären…
Da du schon einiges über den Film weißt kommt jetzt eine Frage für dich: Findest du es sinnvoll, dass ein Film gemacht wurde (einmal abgesehen davon, dass du als ‚Fan‘ natürlich Interesse daran hast)?

Souli: Auf jeden Fall! Ich habe fast ein halbes Jahr darauf warten müssen, dass der Film dem deutschen Publikum zugänglich gemacht wird. Es macht einfach unheimlich Spaß seine Lieblingsfiguren wieder in Aktion erleben zu dürfen. Aber ja, auch als nicht Fan würde mir das sinnvoll erscheinen. Man wusste halt nicht wie es nach der zweiten Staffel weitergeht.

Chochi: Und der Film setzt nun die Handlung fort?

Souli: Jop, es ist der Übergang zwischen Abschluss und Studium.

Chochi: Was natürlich wieder Lust auf mehr und eine dritte Staffel macht. Auch wenn dazu scheinbar noch nichts feststeht…

Souli: Was? Klar, der Manga geht ja weiter, nur leider hat der Mangaka aufgehört… Die Story an der Uni hatte so viel Potential. Ich verstehe nicht warum er ein so abruptes Ende ausgewählt hat.

Chochi: Im Internet liest man viel darüber, dass eine dritte Staffel nicht geplant ist. Der Film könnte also auch das Ende bilden.

Souli: Das Hauptproblem wird sein dass im Uni Kapitel die Story gesplittet wird. Es wird ständig zwischen Asunyan und den vier Mädels gewechselt.
Ob der Film ein guter Abschluss ist, kann ich noch nicht sagen. Hab ihn bisher nur zu 1/3 gesehen…

Chochi: Okay, also weg vom Film, hin zum Manga. Schon am Anfang fandst du das Element der Musik besonders wichtig für die Serie. Im Manga bekommt man nun jedoch nichts von der Musik wirklich mit. Zudem ist dort die Handlung eher etwas eingeschränkt durch den Four-Step-Comic-Aufbau. Dennoch war auch der Manga erfolgreich. Eine Erklärung dafür?

Souli: Der Manga wurde erfolgreich? Okay, musste ja, sonst wär kein Anime gekommen. Absolut keine Ahnung. Kann mir K-On ohne Musik nicht vorstellen. Es war auch nicht wirklich toll den Manga zu lesen.

Chochi: Der Manga wurde durch den Anime erfolgreich. Nicht umgekehrt. Es ist also doch die Musik, schließlich lassen sich, wie unsere Diskussion gezeigt hat, viele der anderen Elemente in anderen Serien finden. Dennoch ist K-On gerade durch die Verwendung von Musik erfolgreich geworden.
Es ist eben schon bezeichnend für einen Anime, wenn dessen Soundtrack-Singels es beinahe allesamt in die Top-10 der japanischen Charts schaffen.

Souli: Sehr interessant, aber auch zu Recht. ^^

Chochi: Lässt sich also abschließend feststellen, dass K-On ein Anime ist, der über einen sehr guten Humor verfügt, der sich mit dem Realismus der Serie vermischt ohne dabei zu dramatisch oder übertrieben zu wirken. Und sich zusätzlich durch den Themenkomplex ‚Musik‘ von anderen High-School-Animes abhebt.

Souli: Ai, hinzu kommt das trotz Weglassung des genaueren Hintergründe trotzdem Gefühle erzeugt werden, die eine Gänsehaut hervorrufen.

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Sommergewinnspiel: Die Gewinner stehen fest

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Nach einem Monat des Wartens stehen die Gewinner des Sommergewinnspiels nun fest. Mit Hilfe von random.org wurden die drei Glücklichen bestimmt, die sich über die drei Preise freuen dürfen.

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Platz drei geht somit an Thomas M.

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Über Platz zwei darf sich Sabrina M. freuen.

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Und Platz eins geht an Daniela S.

Herzlichen Glückwunsch euch dreien. leider gilt wie immer: meldet ihr euch innerhalb einer Woche nicht (also bis zum 12.8.12) wird euer Platz neu ausgelost und der Preis geht an eine neue Person.

Ich möchte mich noch einmal ganz, ganz herzlich bei Koolkatkustom für die Unterstützung bedanken!

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Up: High in the woods

Okay, wenn man Höhenangst hat sollte man sich unbedingt von hohen Orten fernhalten und Bäume gehören definitiv dazu. Aus irgendeinem Grund hatten Katerboy und ich dennoch die Idee, dass es bestimmt lustig wäre in einem Kletterwald herumzuklettern. Ausgerechnet wir beiden nicht schwindelfreien Menschen…

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Nach einer kurzen Einführung zum Thema richtiges Sichern und zu den Regeln des Klettern durften wir auf den ersten von vier Parcours mit ansteigender Schwierigkeit. Während die ersten Hindernisse vor allem aus wackeligen Brücken bestand, kamen nach und nach in der Luft hängende Klötzchen und zu umkletternde Stämme dazu. Zwischen manchen Bäumen waren Seilbahnen gespannt, die durch eine eigene Rolle erst einmal zusammengebaut werden mussten.

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Ein nettes Hindernis: eine Röhre zum durchkrabbeln. Auch dort galt: immer gut gesichert sein!

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Schwieriger waren diese Stangen, um die man herumklettern musste.

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Mit der Seilbahn konnte man sich von Baum zu Baum schwingen.

Leider musste ich bei Parcours vier feststellen, dass ich nicht in der Lage bin auf ein dünnes Drahtseil zu klettern, welches über meinem Kopf befestigt ist um dann mich in der Hocke befindend über den Park zu bewegen. Zumindest hat es Katerboy bis zum Ende geschafft.

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Hoch, hoch, hoch ging es an den letzten Hindernissen hinaus.

Insgesamt hat es Spaß gemacht seine Grenzen auszuprobieren, auch wenn ich mich jedes Mal über den festen Boden gefreut habe und der Muskelkater im Nachhinein ziemlich schlimm ist.


Übrigens könnt ihr noch bis heute um 18 Uhr an dem Sommergewinnspiel teilnehmen. Um 20 Uhr werden die Gewinner bekanntgegeben. Gegen 16 Uhr werdet ihr heute auch erfahren, welches der letzte Preis sein wird. Also nehmt fleißig weiter teil. Noch habt ihr eine Chance auf einen von drei Preisen!

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First Time: Comic kaufen

Buh ja, Manga sind auch Comics, aber ich habe mir nun tatsächlich meinen ersten us-amerikanischen Comic geholt. The Unwritten heißt das gute Stück und ist mit fast 13 € pro Band deutlich teurer als ein Durchschnittsmanga. Hübsches Fotopapier und das nur zweimalige erscheinen pro Jahr gleichen dies dann wiederum aus. Bis her hat mich der amerikanische Stil, auch bei überzeugenden Handlungen, immer vom kaufen abgehalten, denn die Zeichnungen sind wirklich nicht meins. Die Figuren sehen von Frame zu Frame anders aus – vor allem was Alter und Haarfarbe betrifft -, der Stil an sich spricht mich nicht so recht an und irgendwie mag ich den Bildaufbau oft auch nicht. Kurzum habe ich bisher ca zwei Comics gelesen, die aus der Stadtbibliothek stammten, und ansonsten immer nur hin und wieder welche – vorwurfsvoll guckend – durchgeblättert. The Unwritten ist nun also eine große Ausnahme. Wieso???

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Der Comic erzählt die Geschichte von Tom Taylor, dem Sohn eines Autors, der auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Seitdem ist es Tom, der seinen Vater auf Buchevents vertreten muss, den Winson Taylor ist der Autor DER Fantasy-Kinderbuchreihe schlecht hin: Tommy Taylor. In seinen Büchern erlebt der kleine Zauberlehrling Tommy aufregende Abenteuer mit seinen Freunden. Tom selber gilt als Vorlage für die Figur, so dass viele der Bücherfans ihn verehren. Als jedoch eine junge Studentin die Vermutung äußert, dass Tom vielleicht nur adoptiert ist, beginnt sein Image zu bröckeln. Fans werden zu Feinden, Verehrung wandelt sich zu Zorn und Tom muss plötzlich vor der aufgebrachten Menge fliehen. Doch mit dem aufkommen der Frage ob Tom vielleicht gar nicht der Sohn des Autors ist, kommt eine zweite Frage auf: Was, wenn Tom nicht nur die Vorlage für den Zauberlehrling ist, sondern gar Tommy selber ist. Was für die Fans nur eine wilde Fantasie ist, wird für Tom nach und nach Wirklichkeit, denn die Abenteuer, die sein Vater ausgedacht hat, scheinen gar nicht so weit hergeholt zu sein, als sich Tom plötzlich in einem Roman wiederfindet…

Bisher bin ich bei Band zwei und bin sehr, sehr begeistert. Literatur und Wirklichkeit werden nach und nach vermischt und auf solch spannende Weise verwoben, dass ich über den Stil gerne hinwegsehe. Auch für nicht-Comicfans empfehlenswert ;3

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Saftige Beats und tanzender Regen

Nachdem es letztes Jahr mit A-chan und V-chan bereits zum Hurricane-Festival ging, wollten wir dieses Jahr das Juicy Beats ausprobieren. Während das Hurricane ganze drei Tage geht und knapp sechs Bühnen – inklusive Zelt – voller Musik bietet, geht das Juicy Beats gerade einmal einen Tag. Klingt nach nicht viel? Ganz im Gegenteil. Das JB wartet mit sechs Bühnen und 14 Floors auf, welche überall im Dortmunder Westfalenpark aufgebaut werden. Von 12-ca. 22 Uhr spielen dort kunterbunt gemischte Bands. Danach legen überall im Park diverse DJ’s auf, so dass bis in die Morgenstunden gefeiert werden kann. Statt 100 Euro für drei Tage bezahlt man dort dann 30 Euro für einen Tag (oder 15 Euro, wenn man nach 22 Uhr kommen möchte). Ein unglaublicher Vorteil von dieser Art des Festivals ist, dass man am Ende des Tages einfach nach hause ins Bett gehen kann und nicht in einem Zelt die Nacht verbringen muss. Leider ist auch dies der Nachteil des eintägigen Festivals, denn das gleiche Feeling, welches bei drei durchgängigen Tagen mit Musik aufkommt, lässt leider etwas auf sich warten.

Zumindest haben wir vom letzten Jahr gelernt und nachdem wir dort wirklich sehr nass geworden sind, waren wir dieses Mal gut vorbereitet. Feste Schuhe (okay auf dem Hurricane hatten wir alle Gummistiefel), Regenjacken, Regenponcho zum drauf sitzen, kein eigenes Essen (beim Hurricane haben wir fast unsere kompletten Vorräte wieder mitgenommen, da das Festivalgeländeessen dann doch recht verlockend war), viele Schichten Kleidung, ausreichend Geld, Ohrenstöpsel, mehrere Kameras und einen großen Jutebeutel um alles zu verstauen.

Unser Programm sah dann wie folgt aus:

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Ankunft auf dem verregneten Gelände. Keine guten Aussichten…

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Platz am ersten Wellenbrecher der Hauptbühne erkämpft und auf Band Nummer eins gewartet. Steigende Spannung!

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Nosliw, einer DER Reggae-Künstler aus Deutschland? Nach circa der Hälfte waren wir drei so eingelullt, dass wir fliehen mussten. Zeit für Hotdogs, Asianudeln und Mini-Doughnuts

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Prinz Pi mit Orgelbegleitung. Sehr großartig, obwohl ich ihn auf CDs gar nicht ganz so toll finde. Für Stimmung sorgen kann der gute Mann jedoch wirklich sehr gut!

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Das Gelände füllt sich. Die Wolken bleiben.

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Nach Prinz Pi ging es auf zur Himbeerbühne und somit zu Kakkmaddafakka. Nach HipHop also Indie und noch mehr gute Musik mit der recht abgedrehten Band. Endlich zeigte sich auch die Sonne.

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Und dann der große Auftritt, auf den sich vor allem V-chan freute: Casper. Die Menschen waren ausgelassen und gefühlt waren tausende der Zuschauer nur für ihn da. Alles in allem eine wirklich gute Show.

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Zum Abschluss dann I heart Sharks auf der vermutlich am weitesten entferntesten Bühne. Zumindest konnte man hinter dem Publikum sitzen…

Das JB kann ich euch wirklich nur empfehlen. Von Indie bis HipHop finden sich hier ungefähr alle Musikrichtungen vertreten. Da wir zum Schluss wirklich fertig waren sind wir nicht noch für die DJ-Nacht geblieben. Aber auch so wurden wir mehr als nur unterhalten und das ist es schließlich, was zählt!

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Instgram-Time!

Huch, nach einem wirklich langem, harten und vor allem schlaflosen Wochenende, bekommt ihr heute einen etwas verspäteten Instgram-Beitrag mit ein paar Bildern aus den letzten Wochen. Morgen folgen dann auch Bilderchen vom Juicy Beats Festival ;3

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Fleißig mit Photoshop herumgemalt (sollte eigentlich der neue Header werden, lädt euch nun jedoch zum Gewinnspiel ein :3) und zwei wirklich wunderbare Wasserpistolen, mit denen Katerboy und ich nun immer bewaffnet sind.

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Neues Regal bekommen (ganz selbstgemacht für die wunderbar, überflüssige Ecke, in die nichts passt) und das Feuerwerk der Kölner Lichter bewundert.


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Selber Eistee gemacht und die Haare rosa färben lassen ♥

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Den Skybeach in Köln besucht (da ist ein Strand auf einem Parkhaus!!!) und schließlich beim Juicy Beats gewesen!!

Ist doch recht viel passiert und das trotz Bachelorarbeitsdruck und einer wunderbaren Woche mit Fieber…

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„Ein Sturm zieht auf“ – Catwoman

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Und es ist wahrscheinlich einer der großen Kinostürme der letzten Jahre – wenn man dem Publikum glauben darf. Vier Jahre nach dem zweiten Teil der Trilogie von Christopher Nolan, findet die Reihe nun ihren Abschluss. In Gotham sind mittlerweile acht Jahre vergangen. Harvey Dent wird als großer Held verehrt, während Batman alle Schuld an den letzten Kämpfen, Verbrechen und dem Tod Dents gegeben wird. Und somit vertrieben aus Gotham zieht sich auch Bruce Wayne immer weiter zurück. Seit Jahren hat ihn niemand mehr gesehen, geschweige den mit ihm gesprochen. Wayne Enterprises leidet unter diesem Verhalten, aber es ist vor allem Alfred – der Butler -, der nicht weiter mit ansehen kann, wie sein Herr dahinvegetiert.

Es bedarf einer überaus flinken Diebin, die in Wayne Manor einbricht und Bruce bestiehlt, um ihn wachzurütteln. Doch Bruce hat seine Kräfte verloren. Er ist nicht mehr so wendig, schnell und stark, wie gewohnt. Das laufen fällt ihm schwer und gerade als er in seinen Batmananzug schlüpft wird ihm klar wie schwer die kommenden Kämpfe werden.

Und obwohl die Stadt scheinbar auch ohne Batman funktioniert, muss sie schnell begreifen, dass sie einen Helden brauchen, denn unterhalb von Gotham sammelt sich eine Arme von Ausgestoßenen, die unter der Leitung von Bane einen Aufstand der Extraklasse plant. Wird sich Bateman erneut aufrichten können?

Wieder einmal zeigt Nolan ein Feuerwerk aus Effekten und Explosionen. Zusammen mit der wirklich beeindruckenden Musik von Hans Zimmer ergibt dies ein wundervolles, graues Grundszenario. Die Schauspieler dazu passen wirklich hervorragend und überzeugen allesamt in ihren Rollen. Ich mag die neue Variante von Catwoman und der Levitt-Gordan Polizist ist auch sehr wunderbar.

Sehr witzig fand ich die ganzen Szenen, die sich an der Französische Revolution orientiert haben. Wirkte im ersten Moment im Film etwas verwirrend, war dann jedoch sehr, sehr passend. Was mir wirklich gut gefallen hat war, dass der Film die ersten sinnvoll weiterführt und sie vor allem zu einem wirklich gutem Abschluss bringt – natürlich mit einer Möglichkeit für eine Fortsetzung. Im Endeffekt kann ich diesen Film wirklich nur empfehlen. Punkt!