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Ins Magisterium mit Charlotte Holmes mit Mangan im Gepäck: Meine Leseliste der ersten drei Monate [SaSo]

Kaum zu glauben, aber das erste Quartal 2017 ist schon wieder um. Es ist schon April und damit Zeit um einen Blick auf die Bücher zu werfen, die ich bisher gelesen habe. Obwohl ich mir vorgenommen habe, dieses Jahr wieder deutlich mehr Literatur für die Zielgruppe „Erwachsene“ und Klassiker zu lesen, habe ich bisher fast nur Jugendbücher und ein paar Manga gelesen. Hoppala!

Bisherige Buchfavoriten: Magisterium, Das Buch der Wunder, The Last of August, Mein Freund Pax, Ano Hana und Eden Summer.

Bilder: Amazon.de

Moonatics

★★☆☆☆ [Sci-Fi] – Arne Ahlert | 2016 | Heyne – Im Grunde geht es um Hipster, die auf dem Mond Leben und frei nach dem Motto YOLO ihr Leben verschwenden. Die Handlung war mir viel zu dünn. – Ganze Rezension zu Moonatics lesen | Moonatics bei Amazon kaufen

Magisterium Band 1-3

★★★★☆ [Young Adult, Fantasy] – Cassandra Clare & Holly Black | 2014 | ONE – Zauberer-Internat mit sarkastischem Erzähler. Sehr tolle Fantasy-Reihe, die ich innerhalb weniger Tage verschlungen habe. Band vier folgt in diesem Jahr. – Rezension zu Magisterium lesen | Band 1 der Magisteriums-Reihe bei Amazon kaufen

Angstmädchen

★★★☆☆ [Horror, Thriller] – Jenny Milewski | 2017 | Heyne – Sonderbare Ereignisse passieren in einem Studentenwohnheim und niemand glaubt der Protagonistin, bis es fast zu spät ist… Schöne Geistergeschichte ohne große Überraschungen. – Vollständige Rezension von Angstmädchen | Angstmädchen auf Amazon kaufen

Das Buch der Wunder

★★★★☆ [Indie Literatur, Philosophie, Coming of Age] – Stefan Beuse | 2017 | Mairisch Verlag – Tom und Penny sind zwei gegensätzliche Kindern, die an Vernunft und Gefühle glauben. Immer wieder nimmt Penny Tom auf fantastische Reisen in fremde Welten mit, bis sie plötzlich verschwindet und nur noch das Buch der Wunder übrig bleibt. – Vollständige Rezension des Buch der Wunder | Das Buch der Wunder bei Amazon kaufen

The Last of August

★★★★☆ [Krimi, Young Adult] – Brittany Cavallaro | 2017 | Katherine Tegen Books – Die Ur-Ur-Ur-Enkel von Sherlock Holmes und John Watson stürzen sich in ein neues Abenteuer. Sehr guter zweiter Teil der Charlotte-Holmes-Reihe! – The Last of August bei Amazon kaufen

Zelda: Ocarina of Time Band 1+2

★★★☆☆ [Manga, Fantasy] – Akira Himekawa | 2009 | TOKYOPOP – Ocarina of Time als Manga: Link muss Prinzesin Zelda retten und reist dabei ausversehen durch die Zeit… Der Zeichenstil gefiehl mir nicht sonderlich und es gab einige Abweichungen zum Spiel. – Zelda: Ocarina of Time Band 1 bei Amazon bestellen

Eden Summer

★★★☆☆ [Jugendbuch, Young Adult, Thriller] – Liz Flanagan | 2017 | Aladin – Jess beste Freundin verschwindet und nur Jess glaubt daran, dass sie Eden, die beliebte Highschoolschülerin, wiederfinden wird. Gut geschriebenes Jugendbuch. Punktabzug gibt es für übertriebene Dramatik. – Vollständige Rezension von Eden Summer lesen | Eden Summer bei Amazon bestellen

Ano Hana

★★★★★ [Manga, Romance, Drama] – Mitsu Izumi | 2016 | TOKYOPOP – Nach dem Tod von Menma haben sich die fünf übrigen Freunde immer weiter voneinander entfernt. Mit sechzehn haben sie gast alle keinen Kontakt mehr zueinander und besonders Jinta leidet sehr darunter. Bis Menma plötzlich als Geist vor ihm erscheint und ihn bittet ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Nur blöd, dass nur Jintan sie sehen kann… Vermutlich der perfekte Manga: Gleichzeitig super witzig und unfassbar traurig. Eine sehr schöne Liebesgeschichte, die selbst den Tod überdauert. – Ano Hana bei Amazon bestellen

Mein Freund Pax

★★★★☆ [Jugendbuch, Kinderbuch] – Sara Pennypacker | 2017 | FISCHER Sauerländer Verlag – Peter und sein Fuchs Pax sind beste Freunde. Bis der Krieg kommt und beide getrennt werden. Nun gibt es nur noch ein Ziel für die beiden: Wieder zusammen sein. Ein nachdenkliches und sehr schönes Buch über Krieg, Frieden und Füchse. – Vollständige Rezension von Mein Freund Pax lesen | Mein Freund Pax bei Amazon bestellen

Bisherige Lieblingsbücher 2017

Im Durchschnitt habe ich bisher 3,6 Sterne verteilt, was entweder zeigt, dass ich zu unkritisch bin, oder wirklich sehr viele gute Bücher gelesen habe. Besonders die Magisteriums-Reihe, The Last of August und Ano Hana kann ich wirklich jedem empfehlen. Gerade lese ich Hundert Stunden Nacht, von dem ich auch sehr begeistert bin!

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Moonatics: Wir haben die Erde zerstört, lasst uns auf dem Mond weiterfeiern [Buchrezension]

Wie wird unsere Zukunft aussehen, wenn wir weiter so leben wie wir heute leben? Was wird aus der globalen Erwärmung werden? Wie werden sich Techniken wie Alexa weiterentwickeln? Was wird aus der Menschheit? All diese Fragen versucht Arne Ahlert in seinem ersten Roman Moonatics zu beantworten.

Wie sieht unsere Zukunft aus? Moonatics von Ahlert versucht eine mögliche Zukunft der Erde zu beschreiben. Im Gewand eines Reiseromans.

Wir schreiben das Jahre 2043. Darian ist 42, kommt aus London und fühlt sich, wie fast jeder Mensch seiner Generation – den Millennials – irgendwie verloren. Seit der Veränderung des Golfstroms ist es in Europa schrecklich kalt und um dieser Kälte zu entgehen tut er, was fast jeder Mensch tut, er reist um die Welt, arbeitet als freiberuflicher Webseitenentwickler und fühlt sich nirgendwo richtig zu Hause. Seine Hippie-Mutter, die nach Indien ausgewandert ist und sein abwesender Vater, dessen Namen Darian noch nicht einmal kennt, sind dabei keine wirkliche Hilfe.

Bis er eines Tages einen Brief von seinem Vater erhält oder vielmehr von seinem Anwalt, der Darians Leben auf einen Schlag verändert, denn plötzlich ist er reich. So reich, dass er sich eine Reise zum ultimativen Urlaubsziel leisten kann: Levania. Das Hotel auf dem Mond, in welches sich die reichen und berühmten zurückziehen. Das Hotel am Ende des Mondes, in dem man, wenn man es sich leisten kann, in aller Ruhe Ausflüge über den Mond unternehmen kann ohne von den Chinesen gestört zu werden.

Drei Wochen lang soll dies Darians Wahlheimat sein, bevor es zurück zu Erde geht. Doch Levania, welches immer eine große Party zu sein scheint, die von Industriemagnaten, Ex-Terroristen und den sogenannten Monnatics gleichermaßen besucht wird, übt eine immer größere Wirkung auf ihn aus. Und dann ist da noch die Sache mit der Steuerfahndung, die Darian die Entscheidung – auf dem Mond bleiben oder zur Erde zurückkehren – sehr viel einfacher zu machen scheint.

Konzeptbuch ohne wirkliche Handlung: PARTY!

Was soll ich sagen, was Moonatics wirklich gut kann und es im Vergleich zu vielen Sci-Fi-Büchern wirklich hervorhebt ist die Detailversessenheit von Ahlert. Er beschreibt eine potenzielle Zukunft, die sich im Angesicht unserer Gegenwart gar nicht so falsch anfühlt. Apple bietet seinen Anhängern mittlerweile auf der ganzen Erde gleich aussehende Zimmer, die nach einem Netflix-Model es dem jeweiligen Abonnenten ermöglichen überall auf der Erde zu wohnen. Die Google-Glasses haben sich durchgesetzt, dafür aber eine Kontaktlinse, die Informationen aus dem Internet heraussuchen kann. China ist die wichtigste Weltmacht und Roboter haben sich so weit weiterentwickelt, dass man von wirklicher künstlicher Intelligenz sprechen kann.

Besonders die Auswirkungen des Menschen auf die Umwelt und mögliche Folgen – Klimaerwärmung, verseuchte Meere, Müllberge und so weiter – wurden von Ahlert sorgfältig recherchiert und in seine Handlung eingebunden. Oder viel mehr in das sogenannte setting, denn nichtsdestotrotz muss man sich fragen ob dieses Buch eine wirkliche Handlung besitzt.

Auf beinahe 600 Seiten lässt Ahlert seinen Protagonisten von einer krassen Party zur nächsten eilen. Immer mit dabei: pseudo-philosophische Diskussionen, viel zu viel Alkohol, Gras und die über alles schwebende Gefahr, dass irgendein Trottel vollkommen high ohne Raumanzug durch die Luftschleuse auf den Mond rennt. Was dann im Laufe des Buches ein paar Mal passiert und von den wirklich sehr abgestumpften Figuren hingenommen wird. „The show musst go on.“, oder viel mehr die Party, denn wenn man schon weiß, dass der Menschheit nur noch ein paar gute Jahre bevorstehen werden, warum sollte man sich dann um das Problem kümmern, wenn man auch stattdessen feiern könnte, als gäbe es kein Morgen mehr?

Bittere Aussichten für die Menschheit

Ahlerts Version einer Mond-Hippie-Kommune ist alles andere als berauschend. Die Zukunft die er zeigt besteht nicht nur aus faszinierenden Fragen danach, wie sich unsere Technik weiterentwickelt und mit ihr der Mensch, es besteht vor allem darin aufzuzeigen, dass jeder Mensch der Generation-Y und der Millenials als Erwachsene keinerlei Verantwortungsbewusstsein entwickelt haben. Stattdessen stehen Party, Party und noch mal Partys an erster Stelle.

Klar ab und an geht es darum ob man nicht ein neues Paradies auf dem Mond erschaffen könnte, alles in allem bleibt Ahlerts Roman jedoch flach und langweilig. Nachdem das setting über beinahe 200 Seiten aufgebaut wurde, erwartet man, dass nun endlich eine Handlung beginnen wird. Und nein, dabei reicht es nicht Darian auf eine neue Party zu schicken oder einen Golfplatz auf dem Mond zu konstruieren, sondern eine wirkliche Handlung, bei der Dinge geschehen oder zumindest bedeutungsschwangere Diskussionen geführt werden.

Stattdessen läuft der Roman auf ein fast schon absurdes, tarantinoartiges Ende zu, bei dem sich die Ereignisse plötzlich überstürzen, parallele Welten auftauchen und irgendwie Mord zur Abendunterhaltung wird.

Moonatics | Arne Ahlert | Sci-Fi | 2016 | Heyne | Bei Amazon bestellen


Moonatics wurde mir vom Heyne-Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst