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Augenblicke

Heute gibt es zu Abwechslung nur eine kurze Einleitung, keine Fotos und eine neue Episode von Morgenrot. Es ist nicht wirklich viel passiert (ein bisschen Uni und ein wenig arbeiten). Naja, viel Spaß mit Episode 10 [krass, bald ist die Geschichte schon abgeschlossen].
Verpasste Kapitel einfach oben unter dem Punkt Morgenrot nachlesen.

Episode 10: Augenblicke

And I never wanted anything from you
Except everything you had and what was left after that too, oh
Happiness hit her like a bullet in the head
Struck from a great height by someone who should know better than that

Florence and the machine- Dog Days are over

„Whaaaa ich hab dich fast gar nicht erkannt!“, rief Kate, rannte auf Mano zu und umarmte sie dann stürmisch. Sie ließ sie wieder los und betrachtete die Haare eingehend.
„Was hast du nur gemacht? Reicht es nicht, dass du dir die Haare gefärbt hast? Musstest du sie gleich auch noch abschneiden? Und warum trägst du eigentlich farbige Kontaktlinse?“, fragte sie eilig.
„Die langen Haare mochte ich eben nicht mehr und die Augenfarbe hab ich einem Unfall zu verdanken.“, murmelte Mano.
„Du lügst.“, sagte Kate entschieden. „Vielleicht kannst du andere Menschen täuschen, aber ich kenne dich. Also, was ist passiert?“
„Das kann ich dir wirklich nicht erklären. Es tut mir leid.“, sagte Mano und blickte Kate tief in die Augen.
„Okay, wenn du einen Grund dazu hast, dann sag es mir eben nicht.“, meinte Kate und blickte sie ein wenig gekränkt an.
„Ich würde es dir wirklich gerne erklären.“, entgegnete Mano entschieden.
„Ist schon gut.“, antwortete Kate und umarmte Mano noch einmal. „Komm, lass uns das Gleis verlassen.“
Nach all den Turbulenzen und dem Streit mit Serafin hatte sie nicht mehr mit ihm gesprochen. Oder vielmehr er nicht mehr mit ihr. Deshalb hatte sie beschlossen einige Tage zu Kate zu fahren. Viel zu lange hatten sie sich nicht mehr getroffen und das durch einen Feiertag verlängerte Wochenende schien wie geschaffen dafür zu sein.
Gemeinsam durchquerten sie den Bahnhof, stiegen dann in eine Bahn und fuhren zu Kates kleiner Wohnung. Zumindest hatte sie jene als klein bezeichnet. Neben einem geräumigen Wohnraum befanden sich dort noch zwei große Schlafzimmer, eine große Küche in deren Mitte eine Kochinsel stand und ein großes Bad.
„Das ist mein Zimmer. Und dort ist das Schlafzimmer meiner Mitbewohnerin, die auch Tanz studiert.“, erklärte Kate und deutete auf die Türen.
„Das hier ist purer Luxus.“, meinte Mano und stellte ihren kleinen Koffer in Kates Schlafzimmer.
„Najaaaaa.“, sagte jene nur und setze sich auf das kleine Sofa, welches in ihrem Zimmer stand. „Vielleicht ein bisschen.“, murmelte sie dann.
Es war ein ruhiger Samstagmorgen als die beiden zur Innenstadt aufbrachen. Sie liefen von einem Geschäft zum nächsten, machten ab und zu Halt und aßen gegen Mittag in einem kleinen Restaurant. Als sie am Nachmittag wieder zurückkehrten waren sie erschöpft und durchgefroren. Langsam zog der Winter auf. Während Mano ihren dünnen Mantel ablegte und sich ins Wohnzimmer setze bereitete Kate Kaffee zu und kam dann mit ihm und einem Teller voller Plätzchen in das Zimmer.
„Meine Mutter wollte dir auch noch ein paar Plätzchen schicken. Sie sollten bald bei dir ankommen.“, meinte Kate, während Mano sich bereits auf das Gebäck gestürzt hatte.
„Ich hätte auch kein Jahr ohne ihre Kekse ausgehalten.“, sagte Mano und grinste.
„Das dachte ich mir schon. Vielleicht solltest du sie häufiger anrufen. Sie macht sich Sorgen um dich.“
„Okay, dann ruf ich sie noch häufiger an.“, meinte Mano.
„Hast du eigentlich schon wieder etwas von deinem Onkel gehört?“, fragte Kate.
„Seit ich umgezogen bin nicht mehr. Seit ich im vorletzen Oberschuljahr bei ihm ausgezogen bin hab ich eh kaum mit ihm gesprochen. Zur Abschlussfeier in der Schule ist er auch nicht gekommen. Wäre ich nicht die Tochter seiner verstorben Schwester und seine einzige Verwandte, dann hätte er ohnehin schon vor Jahren den Kontakt zu mir abgebrochen.“, meinte Mano.
„Zumindest hat er sich seit dem Tod deiner Eltern um dich gekümmert.“, entgegnete Kate.
„Ja, aber nur, weil er es als seine Pflicht angesehen hat. Und von ‚kümmern‘ kann kaum die Rede sein, denn schließlich war er fast nie zu Hause.“, gab Mano zurück.
„Naja, dafür hat meine Mutter sich ja rührend um dich gekümmert.“, sagte Kate und grinste breit.
Es stimmte. Fast ihre komplette Kindheit hatte Mano bei Kate verbracht. Dort hatte sie irgendwann auch wochenlang übernachtet. In die Familienurlaube war sie mitgefahren und zu den Familienfesten war sie ebenfalls gegangen. Kates Vater hatte manchmal Scherze darüber gemacht und gemeint, dass er zwei Töchter habe.

Viel zu schnell war der Sonntag gekommen. Den Samstagabend hatten die beiden damit zugebracht sich zu unterhalten und schließlich einen Filmmarathon gestartet. Nun war es bereits Sonntagmittag. Die beiden Freundinnen hatten gemeinsam Mittagessen zubereitet und hatten schließlich beschloss noch ein wenig in dem kleinen Park auf der gegenüberliegenden Straßenseite spazieren zu gehen. Nachdem sie ein wenig gelaufen waren kamen sie an einen kleinen Weiher, an dessen Ufer sich bereits eine dünne Eisschicht gebildet hatte. Sie blieben dort stehen und beobachteten eine Weile wie einige übriggebliebene Vögel am kalten Wasser umherliefen.
„Du möchtest mir wirklich nicht erzählen was passiert ist, richtig?“, unterbrach Kate die Stille.
„Ich würde gerne, aber ich weiß nicht wie ich es dir erklären kann ohne, dass es sich anhört als hätte ich mir die ganze Sache nur ausgedacht.“, entgegnete Mano.
„Verstehe.“, gab Kate zurück. „Hat sich eigentlich die Sache mit dem Jungen geklärt?“, fragte sie plötzlich.
„Was?“, sagte Mano entgeistert und starrte sie an.
„Also bitte. Du warst so häufig mit deinen Gedanken wo Anders. Und dann hast du auch noch zwischendurch so verträumt gelächelt.“
„War das wirklich so auffällig?“, antwortete Mano, der klar war, dass sie ihrer besten Freundin nichts vormachen konnte.
„Und wie!“, bestätigte Kate und lächelte.
Mano seufzte, dann sagte sie: „Naja, irgendwie schon. Nur hatte er einen Unfall und leidet seitdem an Gedächtnisschwund. Er weiß zwar, dass er Gefühle für jemanden hatte, aber er kann sich an Nichts erinnern.“
„Dann musst du um ihn kämpfen! So ein dummer Unfall kann euch doch nicht auseinander bringe.“, meinte Kate.
Langsam umrundeten sie den Weiher und überlegten sich dabei alle möglichen Pläne um Mano und Serafin zusammen zu bringen. Schließlich wurde es für Mano Zeit zurück zu fahren. Gemeinsam gingen sie zum Bahnhof. Seit Wochen hatte sie sich nicht mehr so leicht gefühlt. Sie war sich nun sicher, dass sie die Sache mit Serafin irgendwie klären könnte.
Zusammen gingen sie durch den Bahnhof und auf das Gleis.
„Wir sind viel zu früh hier.“, meinte Kate und deutete auf die Anzeigetafel. „Vor deinem Zug kommt noch ein Anderer an. Du hast mich nur wieder viel zu früh hierher gebracht, weil du immer befürchtest, dass du den Zug verpasst.“
„Jedes Mal, wenn du nachgeguckt hast, wann ein Zug fährt haben wir ihn verpasst.“, meinte Mano und lächelte.
„Das eine Mal haben wir den Zug bekommen.“, entgegnete Kate und tat so, als würde sie schmollen. Sie blickte sich ein wenig um, musterte die ankommenden Züge auf den anderen Gleisen und wand sich dann an Mano: „Wir dürfen nicht wieder so lange warten, bis wir uns wiedersehen.“
„Spätestens an Weihnachten sehen wir uns doch eh.“, sagte Mano.
„Ich will dich aber auch Mal besuchen. Du musst mir deine Wohnung zeigen, die Stadt in der du wohnst und vor allem mir endlich den Jungen vorstellen, der dir schon so lange den Kopf verdreht.“
„Klar!“, meinte Mano und lächelte Kate an.
Und dann plötzlich veränderte sich die Situation. Die Zeit schien anders zu vergehen. Ein Mann eilte zwischen Kate und Mano her und stieß dabei versehentlich gegen Kate. Ohne sich umzublicken lief er weiter. Er achtete nicht auf Kate, die plötzlich das Gleichgewicht verlor. Er bemerkte nicht, wie Mano versuchte ihre Hand zu ergreifen. Er sah nicht wie Kate nach hinten von der Plattform fiel und wie der kurz darauf eintreffende Zug sie mit sich riss. Von all dem bemerkte der Fremde gar nichts. Aber er hörte den gellenden Schrei des Mädchens, welches mit einem Mal auf die Knie fiel und laut zu schluchzen begann. Und dann sah er die Menschenmasse, die herandrängte.

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Von unplugged Musik im Zug und zunehmenden Zweifeln

Irgendwie schreib ich Momentan zu viele Blogeinträge. Sicherlich legt sich das bald wieder. Sicherlich kennt ihr doch das Lied If a song could get me you von Marit Larsen, oder? Gestern hab ich beim herumstöbern auf Youtube dieses Video gefunden:

Das ist einfach total süß. Es gibt auch Videos bei denen sie auf einem Markt und an einer Haltestelle singt. Mit den hellen Haaren wirkt sie schon irgendwie komplett anders o_O

Sooooo und nach längerer Zeit geht es jetzt mit Morgenrot weiter. Episode neun betont stärker Manos Position [ihre Gedanken treten stärker hervor] und gleichsam gibt es weitere Hinweise auf den Erzähler der Geschichte [eigentlich ist es sogar recht offensichtlich….]. Viel Spaß beim lesen und falls ihr Episoden verpasst habt klickt einfach oben auf den Link Morgenrot.

Episode 9: Zweifel

Worte sind dafür zu schwach,
ich befürchte, du glaubst mir nicht.
Mir kommt es vor, als ob mich jemand warnt,
dieses Märchen wird nicht gut ausgehen.

Die Toten Hosen- Alles aus Liebe

„Hallo, ist Serafin da?“
„Mano, du läufst ihm echt ein bisschen zu viel hinterher. Langsam wird es peinlich.“, sagte William und starrte Mano an, die wieder einmal vor seiner Tür stand. Dann verschwandt er irgendwo in seiner Wohnung und sie wartete in seinem Korridor.
„Heeeeee, Mano, du bist es.“, rief Jane, die gerade um die Ecke wuselte und sie freudig begrüßte.
„Will ist zwar ein bisschen gemein, aber auffällig ist es ja schon. Hast du nicht am Anfang erzählt, dass du einen Freund hast?“
„Also… ähm… ja… aber da ist nichts mehr.“, sagte Mano.
„Oh, dass tut mir leid. Aber bist du sicher, dass du wirklich weiter hinter Serafin herlaufen möchtest? Er sucht doch die ganze Zeit nach diesem mysteriösen Mädchen. Da hast du eh keine Chance.“
„Vielleicht ja doch.“, meinte Mano und lief leicht rosa an.
„Dann Mal viel Glück.“, sagte Jane.
„Wofür Glück?“, fragte Serafin, der in eben diesem Moment den Korridor betrat.
„Ach, nur für ein Projekt.“, antwortete Jane und zwinkerte Mano zu.
„Wollen wir dann los?“
„Ja, lass uns gehen.“, entgegnete Mano und warf Jane einen raschen Blick zu.

Sie liefen gemeinsam durch einen Park. Die letzten Sonnenstrahlen des Herbstes erwärmten den Boden. Der Wind wurde langsam immer kälter.
„Hast du eigentlich schon irgendeinen Anhaltspunkt gefunden? Weißt du wer sie ist?“, fragte Mano. Ein masochistischer Akt.
„Leider immer noch nicht.“ Da war Bedauern in seiner Stimme. Wirklich, aufrichtiges Bedauern. Er vermisste sie. Nein, mich.
„Denkst du nicht, dass du sie vielleicht niemals finden wirst? Vielleicht suchst du aber auch an dem falschen Ort…“
„Nein, ich weiß, dass ich sie finden werde. Wirklich. Ich bin mir sicher.“
Dann solltest du mich wohl erkennen? Nicht wahr? Wieder nur gedacht und nicht ausgesprochen. Stattdessen dann: „Aber vielleicht bringt es ja nichts? Warum konzentrierst du dich nicht einfach auf jemanden anderen?“
Er blieb stehen. Sie ging noch einige Schritte weiter, drehte sich dann um und blickte ihn an.
„Du denkst wirklich, dass ich sie so einfach vergessen kann? Ich bin extra hierhergekommen und nun soll ich einfach aufgeben? Ich soll mir einfach eine Andere suchen? ‚Ach ist ja nicht so schlimm. Vergess sie einfach.‘, hat William gesagt. Aber ich kann das nicht. Ich kann nicht aufhören nach ihr zu suchen!“, brachte Serafin hervor und wurde beim Sprechen immer lauter.
„Du jagst ein Phantom! Du könntest genauso gut nach dem Wind suchen. Du wirst sie nicht finden! Du bist blind. Sie könnte genau hier stehen und du würdest es nicht bemerken!“, energisch geantwortet. Besser hätte ich sagen sollen ‚du bemerkst es nicht‘. Hab ich natürlich nicht getan. Mano begann zu zittern, ebenso Serafin, der zornig auf sie zuschritt und dann ihren Arm ergriff und sie anschrie: „Was denkst du dir eigentlich? Was glaubst du mache ich hier? Ich irre nicht einfach blindlings durch die Straßen. Ich suche an allen Orten, an denen sie sein könnte. Besuche Musen und all solchen Kram. Was meinst du, warum ich mit dir überhaupt zu solchen Orten gehe? Ich geh nicht mit dir da hin, weil es so ein nettes Date ist, sondern weil sie dort sein könnte. Weil sie Kunst liebt!“
„Du bist so ein Idiot! Kannst du dich nicht einfach in mich verlieben? Kannst du dir nicht vorstellen, dass ich das Mädchen wäre.“, sagte Mano und merkte wie sie gegen die Tränen ankämpfen musste.
„Nein, das kann ich nicht.“, entgegnete er ruhig und ließ ihren Arm los. Dann blickte er sie kalt an.
„Du bist eben nicht sie. Daher kann es zwischen uns nichts werden.“
Dann ging er und ließ sie im Park zurück.

Mano ging alleine nach Hause. In der Nacht besuchte sie wieder die Alte. Sie riss die Tür auf, stürmte in den Wohnraum und starrte die Frau an. „Warum tun Sie uns das an? Wieso können wir nicht einfach glücklich werden?“, schrie Mano, ergriff die Schultern der Frau und schüttelte sie. Mit einer Kraft, die Mano ihr nicht zugetraut hätte, schob die Alte sie fort.
„Ach, tu nicht so unschuldig. Du weißt genau, warum ihr nicht zusammen seinen könnt. Im Endeffekt solltest du mir danken, dass ich ihn beschütze.“, sagte sie ruhig.
„Beschützen?! Als würden Sie ihn vor mir schützen müssen. Sie sind einfach nur verbittert und einsam und machen sich nun einen Spaß daraus uns auseinander zu bringen.“
„Einsam bin ich ganz gewiss nicht und ich würde es niemals wagen mir einen Spaß daraus zu machen euch leiden zu sehen. Nein, ich rette ihn vor dir. Du solltest mir wirklich dankbar sein.“
„Man muss ihn nicht vor mir beschützen! Sie zerstören ihn nun innerlich.“
„Rede dir ruhig ein, dass ich die Böse bin.“, sagte die Alte.
„Ich werde einen Weg finden um ihren Fluch zu brechen.“, rief Mano und stürmte aus dem Haus und aus dem Traum.

Als hätte ich das Schicksal aufhalten können. Ich beobachtete die beiden schon so lange und doch hatte ich noch die Hoffnung sie beide retten zu können. Wie dumm von mir so etwas zu vermuten. Aber irgendwann entwickelt man solche Ideen. Ich hatte doch schon längst begriffen, dass diese Geschichte nicht gut ausgehen würde und so langsam hatte auch Mano begannen zu begreifen. Zweifel stiegen in ihr auf und diese bezogen sich nicht nur auf ihre Zukunft mit Serafin, sondern auch auf ihre Vergangenheit und auf Ereignisse, die sie längst vergessen wähnte und die nun langsam wieder ans Tageslicht zurückkehrten.

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Rei Kuroshima

Totom, endlich geht in diesem Artikel Morgenrot weiter. Für jene von euch, die noch nichts davon gelesen haben gibt es gleich noch eine kurze Erklärung dazu was das eigentlich ist. Uuund ich hab wieder einmal versucht am PC zu zeichnen. Die erste Skizze der dargestellten Person hab ich ja schon hochgeladen. Hier sieht man nun das komplette Bild. Zudem gibt es auch noch Hintergrundinformationen zur neuen Geschichte. Bereit? Dann geht es jetzt los!

Rei Kuroshima und die dunkle Stadt

Rei Kuroshima und die dunkle Stadt

Wenn ihr das Bild anklickt seht ihr es in der kompletten Größe und könnten dann auch mehr der Details erkennen. Ich hab mir wirklich sehr viel Mühe mit dem Hintergrund gegeben. Leider bin ich immer noch wahnsinnig schlecht in sowas. Dies ist die ausgearbeitete Version der Hauptperson der neuen Geschichte. Die Handlung wird in einer distopischen Zukunft angelegt sein und in mehreren Zeitphasen spielen. Zum einen zur Zeit der Oberschule und dann später mitten in der Uni Zeit. Die weibliche Hauptperson ist Rei Kuroshima [japanisch: Rei- Seele; Kuro- schwarz; Shima- Insel -> 霊 黒島 (wenn hier jetzt kryptische Zeichen stehen werden die Kanji bei euch nicht angezeigt . . .)], welche ein wenig zurückgezogen lebt. Eines Tages freundet sich Naoki Fukuyoshi [jap.: Naoki- Ehrenwert; Fuku- Glück; Yoshi~moralisch gut (直き 福善し)], einer ihrer Mitschüler mit ihr an. Nach der Oberschule gehen beide auf unterschiedliche Universitäten und treffen sich dann eines Tages zufällig wieder. Sie versuchen die alten Zeiten wiederaufleben zu lassen, doch stellen dann fest, dass dies nicht ohne weiteres möglich ist, da beide sich stark verändert haben.
Naja, so soll zumindest die Grundhandlung sein. Rei ist die erste weibliche Person, die ich je mit Brille gezeichnet hab.


Wie vielleicht schon einige mitbekommen haben ist Morgenrot meine momentane Projektgeschichte. In der oberen Leiste dieses Blogs befindet sich ein Link zu Morgenrot. Dort kann die komplette Handlung + eine Inhaltsangabe nachgelesen werden. Ganz kurz zusammengefasst geht es um Mano, welche in den Träumen von anderen Menschen umherlaufen kann, dort Serafin trifft, sich in ihn verliebt und dann jedoch enttäuscht feststellen muss, dass es niemals ein Treffen zwischen ihnen geben kann. Jedoch bemerken beide bald, dass es eine mächtige Hexe gibt, welche ihnen beiden helfen kann, doch dies hat seinen Preis . . .
Und jetzt viel Spaß mit Episode 8:

Episode 8: Der Trommler

First kiss and the first time that I felt connected to anything
The weight of water, the way you told me to look past everything I had ever learned
The final word in the final sentence you ever uttered to me was love

Snow Patrol- Make this go on forever

Schließlich gingen sie noch in das Antiquariat und dann getrennt nach Hause. Fassungslosigkeit begleitete Mano. Wie konnte er sie nur vergessen haben? Und nicht nur das, nein, er stand auch noch vor ihr und spürte nichts. Ja, es schien die große Liebe zu sein. Ihr Verstand sagte ihr, dass sie ihn gehen lassen sollte, doch ihr Herz…
Es wurde wieder Wochenende und wieder versammelten sich alle bei William. Auch Mano war gekommen. Rasch entdeckte sie Serafin, der auf einem der Sofas saß und von einigen Mädchen umringt war. Als er sie entdeckte eilte er auf sie zu. „Gut, dass du kommst. So kann ich endlich dieser Meute entkommen.“, sagte Serafin und schob sie ein Stück weiter durch das Gedränge an einen freien Ort an der Wand.
„Na, schon erfolgreich dein Mädchen gefunden?“, fragte sie und blickte ihm dabei tief in die Augen.
„Nicht hier, nein.“, sagte er und lächelte. Offenbar hatte er ihre Bemerkung für einen Witz gehalten. Wie konnte man auch hoffen, dass gerade eine der vielen weiblichen Bekanntschaften Williams die Richtige sei.
„Deine ganze Geschichte erinnert mich an das Märchen der Trommler.“, meinte Mano schließlich nach kurzem Schweigen.
„Das kenn ich gar nicht.“
„Der Trommler ist ein Märchen der Gebrüder Grimm. Es geht darum um einen jungen Trommler, der eines Tages an einem See ein Stück Leinen findet und mit nach Hause nimmt. In der Nacht erscheint ein Mädchen bei ihm, dem das Stück gehört und welches es braucht um damit wieder nach Hause zurückkehren zu können. Der Trommler verliebt sich natürlich direkt in sie. Doch wie es die Umstände wollen wir sie von einer bösen Hexe auf einem Glasberg festgehalten. Also eilt er los, durch den Wald der Riesen, auf den Glasberg, löst dort drei Aufgaben, besiegt die Hexe, rettet das Mädchen und geht mit ihr zu seinen Eltern. Als sie vor dem Elternhaus stehen warnt sie ihn und sagt ihm dass er seine Mutter nicht auf die rechte Wange küssen darf, sonst würde er sie vergessen. Er lacht nur darüber und meint, dass er sie nie vergessen könne. Also geht er rein, küsst seine Mutter auf die rechte Wange und vergisst das Mädchen. Es vergeht einige Zeit und schließlich verloben ihn seine Eltern mit einer Anderen. Auf seiner Verlobungsfeier taucht seine Geliebte wieder auf, doch er erinnert sich nicht an sie.“
„Das ist ja ein schreckliches Märchen. Geht es denn noch gut aus?“, fragte Serafin bestürzt.
„Natürlich, es ist ein Märchen. Aber nur weil es dort gut geht heißt es nicht, dass es in der Realität auch gut gehen muss.“, entgegnete sie entschieden.
„Hm, da wäre ich mir gar nicht so sicher.“
„Okay, wie stellst du dir das ganze vor? Du kannst doch nicht einfach kreuz und quer durch die Stadt ziehen und sie suchen? Und was ist wenn deine Erinnerungen zurückkommen und sie sich plötzlich komplett verändert hat? Was ist, wenn sie plötzlich eine andere Haarfarbe hat und du deshalb einfach an ihr vorbei läufst?“, meinte Mano.
„Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich werde sie auf jeden Fall erkennen!“, sagte er nochmal entschieden.
„Und was wenn nicht? Was wäre wenn ich es wäre und du es einfach die ganze Zeit nicht bemerken würdest?“, fragte sie schließlich und starrte ihm tief in seine Augen. Irgendeine Reaktion. Irgendetwas.
„Dann würdest du es mir einfach sagen. Dann könntest du sagen: He, du erinnerst dich nicht, aber ich bin diejenige welche.“
„Und was ist, wenn ich das nicht könnte?“
„Warum solltest du so etwas nicht sagen können?“, fragte er und blickte sie verwirrt an.
„Vielleicht geht es ja einfach nicht. Vielleicht hindert mich etwas daran.“
Serafin begann zu lachen.
„Was ist so komisch?“, fragte Mano leicht gereizt.
„Es ist nur die Tatsache, dass du hier stehst und versuchst mir Gründe zu nennen, warum du das Mädchen sein könntest, dass ich suche. Dabei ist das doch komplett irrelevant, weil du nicht sie bist.“, sagte er, grinste und tätschelte ihr dann den Kopf. „Nimm es mir nicht übel. Du bist ja nett und alles, aber du bist nicht sie.“
Sie schob seinen Arm wirsch weg. „Und was ist wenn doch? Was wenn ich dich ständig schon getroffen hab? Was wenn ich alles über dich weiß. Und wenn ich…“

Ein grelles, weißes Licht- ein surrendes Geräusch- ein greller Piepton und dann nichts mehr. Einfach gar nichts. Null. Und dann wieder Konturen, wieder Formen, wieder Luft, die die Lungen füllte. Wieder ein Herzschlag, wieder ein Zucken des Organismus. Wieder Leben. Vorsichtig öffnete Mano die Augen und blickte sich um. Sie lag auf einem Bett in einem altmodisch eingerichteten Haus. Über ihr breitete sich der bunte Blumenhimmel des Bettes aus. Wo war sie. Vorsichtig richtete sie sich auf und durchquerte den Raum. Sie öffnete die Tür, trat vorsichtigen Schrittes in den Korridor und schritt langsam die knarrende Holztreppe hinunter. Unten angelangt hörte sie plötzlich eine Stimme aus einem Blumensessel am Kamin. Sie wandte sich um und entdeckte die alte Frau, der sie im Traum begegnet war. „Setz dich mein Liebchen.“, forderte die Alte sie auf.
Mano blieb stehen und fragte: „Was ist passiert?“
„Beinahe hättest du unsere Abmachung gebrochen und das hätte recht schreckliche Folgen für dich gehabt. Daher dachte ich, ich hol dich da vorher raus. Gut, dass ich dich den ganzen Abend wachsam beobachtet habe.“
„Was für Folgen? Wie haben sie mich beobachtet? Wie haben sie mich rausgeholt?“, fragte Mano.
„Die Folgen können unterschiedlich sein. Je nachdem gegen was du verstößt. Aber bei einem magischen Vertrag wie diesem wäre wahrscheinlich dein Leben in meine Hände gefallen oder du wärst gestorben. Naja, in beiden Fällen wäre dein Leben beendet gewesen. Was deine zweite Frage betrifft. Nun ja, ich habe dich mit meinen Augen beobachtet. Wie wäre es mir sonst möglich gewesen? Und drittens habe ich dich einschlafen lassen.“
Schweigen folgte auf diese Erklärung.
„Ich wäre gestorben?“, fragte Mano schließlich.
„Ja, das wäre die Konsequenz gewesen.“, sagte die Alte und blickte Mano mit einem seltsamen Blick an. War es Mitleid oder Enttäuschung?
„Er hat den anderen Teil bezahlt, nicht wahr?“, fragte Mano und blickte der Alten fest in die Augen.
„Ja, das hat er. Sein Preis war sein Gedächtnis. Oder zumindest Teile davon. Er kann sich an jeden Augenblick mit dir erinnern, nur eben nicht an dein Aussehen oder deinen Namen.“
„Er hat gar nichts bemerkt.“, sagte Mano und ließ sich auf einen der Sessel fallen.
„Es scheint beinahe so.“, meinte die Alte und blickte Mano weiterhin sonderbar an. „Ich glaube, ich sollte dich jetzt zurückschicken.“, sagte sie schließlich und im nächsten Moment wachte Mano auf.

Sie lag in einem unbekannten Schlafzimmer. Sie hörte Stimmengemurmel. Das Licht einer Straßenlaterne fiel in das Zimmer, so dass Mano einige Umrisse sehen konnte. Da standen ein kleiner dunkler Schrank, ein kleiner Tisch mit einem dazu passendem Sessel, das Bett und ein kleiner Nachtisch mit einer Lampe darauf. Neben dem Bett kniete eine Gestalt. Die Arme verschränkt auf dem Bett und darauf der Kopf. Die langen dunklen Haare bedeckten die Person halb. Es war Emily. Langsam richtete sie sich im Bett auf. Emily erwachte und blickte zu Mano.
„Du bist wieder aufgewacht.“, sagte sie freudig und schaltete dann das kleine Licht auf dem Nachtisch an.
„Was ist passiert?“, murmelte Mano.
„Du bist plötzlich eingeschlafen. Gut, dass Janes Bruder da war. Der ist ja Mediziner und kennt sich daher aus. Er meinte, dass er es noch nie erlebt hat, dass jemand einfach so eingeschlafen ist. Du musst schon ziemlich erschöpft gewesen sein.“, erklärte Emily. Mano fiel auf, dass Emily irgendwie sehr müde aussah. Dunkle Ringe lagen unter ihren Augen und ließen sie älter wirken.
„Möchtest du dich noch einen Moment ausruhen?“
„Nein, ich geh lieber nach Hause.“
„Dann bring ich dich aber.“, sagte Emily, stand auf und half Mano aus dem Bett.


Übrigens existiert das Märchen Der Trommler tatsächlich und kann hier nachgelesen werden.

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Haruhi Suzumiya: „Listen! This isn’t fun and games! You mess around and I’ll kill ya!“- Episode 3

Salut, eine neue Woche hat begonnen und yeah, am Freitag ist endlich die Statistikklausur weg und ich kann mein Studentendasein wieder genießen. Am Samstag geht es dann auch Mal wieder zu Freierfall [Geburtstag feiern und neue Wohnung bewundern] uuuuund ich hab dann viel mehr Zeit um zu lesen, nichts zu tun und vor allem den zweiten Teil von Schokoladenliebe [ein selbstgeschriebenes Spiel auf SR] zu erstellen. Bisher habe ich schon einige Ideen. Jedoch such ich für den zweiten Teil vor allem erst einmal nach einem sinnvollen Program um die Dialoge mit Hintergrundbildern und Dialogauswahlfeldern dazustellen. Wer so etwas kennt darf mir gerne etwas empfehlen. Kostenlos und browsereingebunden wäre natürlich ideal . . .
Teil zwei [es bekommt auch noch einen Titel, aber vorläufig wird es wohl „Ab ans Meer!“ heißen] wird komplett davon handeln, was passiert ist, nachdem die beiden Protagonisten ein Paar geworden sind. Kitschig AniMa~mässig geht es dann ans Meer zum Schwimmen, Feuerwerk gucken, Melonenzerschlagen und Ähnlichem. Höchst wahrscheinlich werden wieder Bilder aus Lucky Star verwendet [yeah guck ich den Anime zum 4. oder 5. Mal xDD], weil die Bilder einfach sehr gut passen. Im schlimmsten Fall zeichne ich selber Etwas [Leidet Benutzer, leidet!!! #_#]. Bald wird es hier noch mehr belanglose Informationen über meinen Kram geben [yeah ein Schaubild aller von mir geschrieben Geschichten und wie sie sich beeinflussen]. Zudem soll Morgenrot weiter gehen und eventuell bearbeite ich alte Sachen von mir und die kommen dann auch noch hier hin.

Hier kommt aber erste einmal wieder eine Zeichnung von mir.

Schuluniform Design

Schuluniform Design


Wie die Bildunterschrift schon sagt ging es mir vor allem um die Schuluniform. Ich bastel schon recht lange an einer geeigneten und individuelleren Schuluniform rum. Wofür? Irgendwann kann ich die bestimmt gebrauchen. >_> Die Figur ist wahrscheinlich die Hauptperson in der Nachfolgegeschichte von Morgenrot. Ich hab schon sehr viele Ideen dazu. Wahrscheinlich wird es eine Geschichte/ Erzählung/ Novelle [oder einfach gesagt: vermutlich verdammt kurz…] über eine utopische Gesellschaft. Noch einmal zum Bild: Der Anhänger an der Tasche basiert auf den Comics von Souldrangen, der versucht hat mich als AniMa-Figur zu zeichnen. Jetzt wisst ihr es, so sehe ich aus. xD

Bald gibt es mehr. Danke für die vielen Besuche in letzter Zeit. Warum auch immer sich irgendwer hier her verirrt. . .
Das Zitat im Titel stammt übrigens aus Die Melancholie der Haruhi Suzumiya und wenn man den Anime kennt ist es lustig. Wenn nicht, sollte man ihn umbedingt jetzt gucken! Das ist Kulturgut und so. . . O_O