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6 Onlineshops für kawaii Japan-Merchandise [SaSo]

Eine Frage, die mir erstaunlich häufig gestellt wird ist: „Wo hast du das her? Wo finde ich sowas?“, wenn ich Bilder von japanischen Merchandise poste. Klar, mittlerweile gibt es in vielen Städten Comicläden, die auch japanischen Merchandise verkaufen und viele asiatische Supermärkte verkaufen heutzutage viel mehr als nur Lebensmittel, dennoch gibt es viele Dinge, die man eher online findet, vor allem wenn man nach etwas speziellem sucht. Der heutige Sammlungssonntag dreht sich also um die Frage: „Wo kann ich kawaii Kram shoppen?!

Um zu zeigen wie gut die Auswahl bei den jeweiligen Händlern ist und wie hoch die jeweiligen Kosten sind, habe ich beispielhaft in jedem Shop nach der Nendoroid Breath of the Wild Link-Figur von Goodsmile gesucht. Der Nendoroid sollte um die 37€ kosten, wenn man sich die normalen Standardpreise für Nendoroids anguckt.

Amazon: Der Alles Verkäufer

Amazon verkauft so ungefähr alles, was man sich vorstellen kann. Natürlich findet man hier also auch einigen japanischen Merchandise. Leider kommen diese Produkte meistens nicht vom Deutschen, sondern japanischen Amazon, oder diversen Händlern, so dass man auf eine Lieferung bis zu zwei Monaten warten muss. Zudem kommen dadurch oft Lieferkosten zu den Bestellungen hinzu.

Um bei unserem Beispiel zu bleiben: Den Link-Nendoroid gibt es hier für gut 50€. Dafür braucht er ungefähr einen Monat, bis er zugestellt ist. Weitere Kosten kommen nicht hinzu.

Einer meiner Lieblingshops, innerhalb von Amazon, ist SKATER. Der Shop hat sich auf niedliche Bento-Boxen und passendes Zubehör spezialisiert. Auch hier dauert die Lieferung circa einen Monat.

Nachteil bei Amazon: Oft ist die Produktauswahl sehr eingeschränkt oder die Artikel sind sehr viel teuerer als auf anderen Plattformen.

eBay: Für älteren Merch

eBay ist gerade dann praktisch, wenn man japanischen Merchandise sucht, der älter oder auf vielen Seiten ausverkauft ist. Dementsprechend fallen dann die Preise häufig sehr viel höher aus, als vielleicht sonst üblich. Auch solltet ihr aufpassen, wenn der Preis sehr, sehr niedrig ist. Dann handelt es sich oft um gefälschte Ware aus China. Diese kann sehr gut verarbeitet sein, oder eben sehr weit von dem eigentlichen Produkt entfernt sein.

Unsere Beispiel-Figur kostet hier zwischen 10 und 65€ für die Standardausführung. Der erste Preis ist ein schönes Beispiel für einen Händler, von dem ihr euch eher fernhalten solltet. Hier können außerdem schnell relativ hohe Lieferkosten entstehen. Meistens werdet ihr hier eher internationale Händler finden.

Tokyo Otaku Mode: Für Merch mit Lieferung aus den USA

Tokyo Otaku Mode ist der größte Otaku-Onlineshop der USA. Dementsprechend bezahlt ihr für jedes Paket Lieferkosten und eventuell Einfuhrzölle, wenn das Paket in Deutschland landet.

Tokyo Otaku Mode ist auf Figuren, Plushies, J-Fashion, Schreibwaren, Bücher, DVD’s und „Knick-Knacks“ spezialisiert. In der Regel findet man hier eine große Auswahl an neuerschienenen Merch-Produkten aus Japan. Ältere Artikel sind häufig bereits ausverkauft oder nicht mehr im Sortiment.

Unsere Beispielfigur kostet hier ungefähr 39€, liegt also knapp über dem Händlerwert.

Ich mag die Seite sehr und die Auswahl ist wirklich toll. Häufig hab ich auch schon gehört, dass die Zufallsbeutel, die angeboten werden, wirklich sehr gut sind und tolle Produkte enthalten.

AmiAmi: Für Merch direkt aus Japan

AmiAmi ist mein Favorit. Die Waren werden direkt aus Japan verschickt, die Auswahl ist wirklich riesig und ältere Figuren etc. bekommt man häufig sehr preiswert über den internen An- und Verkauf. Es versteht sich von selbst das dabei Lieferkosten und Einfuhrzölle entstehen.

Hier findet ihr Figuren, Automodelle, Bücher, DVD’s und BluRay’s, CD’s, Trading Card Games, Farbe, Puppen, Character Goods, Spielzeug, Manga, Kalender und Puzzle.

Unsere Beispielfigur kostet hier 34€, liegt also unter dem Wert der Händlerseite.

Ein fantastischer Vorteil von AmiAmi ist übrigens, dass viele Produkte sehr viel günstiger sind als auf vergleichbaren Seiten. Auch könnt ihr selber bestimmen mit welchem Lieferdienst eure Produkte geliefert werden sollen, so dass ihr hier noch einmal zusätzlich Geld sparen könnt.

Neo Tokyo: Für Merch-Lieferungen aus Deutschland

Neo Tokyo liefert aus Deutschland. Die Versandkosten liegen dabei bei 3,90€ und es kommen keine Einfuhrzölle hinzu. Dafür liegen die Preise oft weit über denen von anderen Händlern und die Auswahl ist eher übersichtlich.

Unsere Beispielfigur gibt es hier nicht.

Um ehrlich zu sein, habe ich bisher selber noch nicht bei Neo Tokyo bestellt, da ich die gesuchten Produkte hier oft nicht finde.

AliExpress: Günstig aber fake?

Auf AliExpress, quasi dem chinesischen Amazon, gibt es eine unfassbar große Auswahl an Character Goods, Merchandise und niedlichen Produkten aller Art. Gebt einfach einmal kawaii ins Suchfeld ein und ihr wisst, was ich meine.

Viele Händler liefern ohne Versandkosten und auch Einfuhrzölle bezahlt man hier eher selten. Dafür bekommt man häufig fake-Ware. Diese kann sehr gut gemacht sein, aber auch weit vom Original entfernt sein. Mir persönlich macht es bei vielen Produkten nichts aus ob sie nun „echt“ oder „fake“ sind, so lange die Qualität stimmt und diese kann man den Bewertungen der einzelnen Produkte jeweils entnehmen.

Unsere Beispielfigur kostet hier gut 15€.

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Yunikorn: „ein rohes, ein rebellisches Einhorn“ [Shop]

Mitten in Köln versteckt sich ein Einhorn. Nicht eines dieser, welche man aus My Little Pony kennt, sondern ein „rohes, ein rebellisches Einhorn“. Eines dieser, die es mit dem roten Stier aufnehmen würden, und die mit ihrer grazilen Art und ihrem Charm selbst einem Prinzen den Kopf verdrehen können.

Das Yunikorn von außen

Ja, so ein Einhorn gibt es seit 2013 im Belgischen Viertel – dem Trendstadtteil Kölns – und es hört auf den Namen Yunikorn. Das Besondere an ihm: Es sitzt in der Limburger Straße und wartet darauf, dass eine holde Jungfrau vorbeikommt und von ihm verzaubert wird. Denn das Yunikorn ist eines der aufsteigenden Indie-Shops in Köln und seit Kurzem auch im Internet.

In ihm verkaufen Karina und Daniel Mode aus der ganzen Welt. Momentan führen sie in ihrem Laden Kleidung von Designern aus Paris, Australien, London, Barcelona und Ko Phangan. Woher die Kleider und anderen Designerstücke kommen, ist dabei fast schon egal. Alle verbindet, dass sie edgy und cool sind. Eine sportliche Lässigkeit, die auf der Straße, aber auch auf Abendveranstaltungen getragen werden kann.

Elegante Mode im Industriegebäude

„schlicht, roh, industriell“

Eine Ambivalenz, die auch das Ladenlokal aufweist. Eine Wand besteht aus freigelegten Backsteinen, die Karina und Daniel selbst ausgebuddelt haben. Der Boden ist unfertiger Beton und die Kleiderstangen sind grobe Metallstangen, die von der Decke hängen. An ihnen baumeln die pastelligen und schwarzen Kleidungsstücke und vermitteln den Eindruck, als hätte sich ein Einhorn in einem Fabrikgebäude verirrt.

Ganz neu ist das Storekonzept für Yunikorn-Gründerin Karina nicht. Gleich um die Ecke hat sie ihren ersten Laden: Das Chocolina. Seit acht Jahren bietet sie hier märchenhafte Kleider an, in einem Ambiente, welches kaum einen größeren Kontrast zum Yunikorn bilden könnte. Von der Decke hängen Kronleuchter und weiß angesprühte Äste. Überall glitzert und funkelt es und gibt dem Laden damit einen Prinzessinnencharme. „Man merkt direkt, dass hier kein Mann mitgearbeitet hat.“, sagt Karina und kichert: „Das Chocholina ist einfach weiblicher und mädchenhafter.“

Das Chocolina

Das Chocolina im Vergleich: Die Höhle eines Einhorns.

Nicht so wie im Yunikorn, an dem nicht nur ein Mann, sondern Karinas Mann Daniel, mitgearbeitet hat. Der Grafikdesigner bringt in den Laden nicht nur einen anderen Modeansatz ein, sondern erweiterte das Konzept auch um einen Onlineshop.

„Wir wollten von Anfang an einen Shop machen, der auch das Potenzial hat, dass man ihn auch in anderen Städten aufmachen kann und vor allem auch Onlinepotenzial hat. Und das Potenzial hat einfach nicht jeder. Bei dem Chocolina würde das gar nicht gehen.“
Karina

Was als nächstes bei den Beiden ansteht? Karina seufzt: „Wir haben letztes Jahr so viel gemacht. Wir haben das Chocolina umgebaut. Wir haben diesen Laden eröffnet. Wir haben geheiratet und wir sind umgezogen. Und irgendwie sind wir beide dieses Jahr eher so: ‚Lass uns uns auf die Dinge konzentrieren, die wir haben.‘ Wir brauchen jetzt einfach Zeit um einmal einen Schritt zurückzutreten und zu gucken, was man denn vielleicht noch besser machen kann.“
Stark verbesserungswürdig wirkt der süße Laden gerade nicht. Ein bisschen größer könnte er vielleicht noch sein, um noch mehr Kleidern aus der ganzen Welt ein zu Hause bieten zu können. Karina lächelt bedeutungsschwer. Vielleicht zieht das Yunikorn ja bald in einen größeren Laden. Fürs erste wird er jedoch weiter in der Limburger Straße bleiben und dort den Wogen des Meeres und dem Roten Stier ausweichen.

Das Yunikorn vor Ort: Limburger Straße 9, 50672 Köln
Im Internet: yunikorn.de
Und bei Facebook: /yunikornstore (vorsicht, es teilt sich eine Seite mit dem Chocolina)


Karins Tipps für Gründer

arin, die Besitzerin des Yunikorns

Nicht auf den sofortigen Erfolg setzen: „Einplanen, dass es am Anfang vielleicht auch nicht so toll anläuft.“

Keine Angst vor Zahlen haben: „Es genügt bei weitem nicht ideenreich zu sein. Man braucht auch jemanden der mit Zahlen umgehen kann und dem das Freude bereitet.“

Weniger planen: „ Es gibt nie etwas, dass gradlinig funktioniert. Das ist vielleicht auch gar nicht so schlimm – also bei den Zahlen ist das etwas anderes –, aber wenn man nicht alles durchplant, dann entstehen viele andere Dinge. Lasst Platz für spontane Veränderungen.“

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Let’s talk about: Vipdresses

Zum shoppen muss man heutzutage gar nicht mehr das Haus verlassen. Gerade wenn es um Medien oder Kleidung geht bietet das Internet eine unglaublich große Auswahl und das nicht nur für Standard Filialisten, die man in jeder Einkaufsstraße findet, sondern vor allem für kleine, besondere Läden.

Vipdress

Vipdress: Der Store

Werfen wir also einen Blick auf den Onlineshop Vipdress. Auf den ersten Blick sieht der Shop recht übersichtlich aus. Die Startseite zeigt die neusten Kleider, Kategorien und verweist auf SALE-Aktionen. Sobald man Kleidungskategorien wählt erscheinen erweiterte Suchkriterien. Damit lässt sich der Shop nach Still, Farbe, Größe und Preis sortieren. Für die Bedienbarkeit gibt es hier einen Pluspunkt.

Gucken wir uns also mal die Kleidung etwas näher an. Die Seite ist vor allem spezialisiert auf Abendbekleidung für Frauen und Weg-geh-Outfits. Dementsprechend verweist auch die Startseite auf diese Hauptkategorien. Leider findet man jedoch nicht alle Kleidung, die auf der Startseite angeteasert wird, auch auf den Unterseiten. Schade, denn das süße, schwarze over-sized Kleid sucht man vergeblich.

Dafür findet man sehr viele hübsche Asiatinnen, die verspielte Kleider präsentieren. Wer Bändchen, Schleifchen und Ähnliches mag wird hier definitiv fündig.

Daneben gibt es relativ standardmäßige Bodenlange Abendkleider, wie man sie in ungefähr jedem Abendmodegeschäft findet. Dazu kommt natürlich auch noch eine „Abteilung“ mit Alltagskleidung. Hier kann sich frau vollständig eindecken. Hier werde ich dann auch fündig, was das Bandeau Kleid von der Startseite (Artikelnummer: 1353) angeht. Yeah! Hier zeigt sich dann auch das große Potenzial des Shops, denn die Auswahl ist groß und sehr, sehr süß. Der Bärenhoodie lässt mich entzückt kawaii rufen und versetzt mich in ein leichtes Zucker-Koma.

Vipdress Auswahl

Meine Shop-Highlights | Alle Fotos von Vipdress.de

Weitere Pluspunkte sammelt der Shop bei den Möglichkeiten der Bezahlung. Sowohl Pay-Pal, Sofortüberweisung und Vorkasse werden unterstützt. das ist nicht nur praktisch, sondern spricht natürlich auch eine breitere Masse an. Es gibt viele verschiedene Größen, bestellte Kleidung kann umgetauscht werden und der Support steht quasi immer bereit, um den Kunden zu helfen.

Wer kein Benutzerkonto bei einer neuen Seite anlegen möchte, findet die Produkte von Vipdress zum Teil bei amazon oder ebay.

Die Preise sind eher niedrig (im Durchschnitt knapp 10-50€ pro Kleid) und die Lieferkosten betragen gerade Mal 5€.

Warum ich im Endeffekt jedoch nichts bestelle

Und obwohl ich wirklich begeistert bin von der Auswahl und der Niedlichkeit, gibt es jedoch zwei Dinge, die mich am Kauf der Kleider hindern. Zum einen Trage ich so gut wie nur Kleidung, die aus Baumwolle ist. Die einzigen Ausnahmen sind Nylonstrumpfhosen, Stretchdinge und einige andere Naturmaterialien, die ich mag. Bei den von mir rausgesuchten Kleidungsstücken besteht das Material meist aus mindestens 50% Polyester oder mehr. Dafür gibt es einen Minuspunkt.

Zum zweiten habe ich das Gefühl, dass ich für viele der Kleidungsstücke einfach zu alt bin. Klar ist der Bärenpulli süß – für ein Kind – und auch die Schleifchenkleider sind entzückend, aber leider teilweise ein bisschen zu entzückend.

Was mich an de kompletten Shop verwirrt sind die asiatischen Modells, die recht jung aussehen und manchmal etwas zu lasziv an ihren Minikleidern rumzupfen. Ich bin mir da noch nicht sicher, ob es mich stören soll oder nicht, bin mir jedoch sicher, dass männliche Besucher das Angebot eventuell durcheinander bringen könnte.

Im Überblick

Die Benutzerfreundlichkeit und große Auswahl sprechen mich sehr an. Auch mag ich die sehr süße Kleidung und denke, dass der Shop ein großes Potenzial besitzt, sobald er etwas größer wird und sein Angebot weiter differenziert.

Was mich stört sind die etwas irreführenden Teaser und leider – und damit scheidet der laden für mich leider aus – die Materialien.

Insgesamt richtet sich das Angebot meiner Meinung nach eher an ein jüngeres Publikum, welches hier sicherlich gut aufgehoben ist, gerade wenn man nach süßen Kleidern sucht. Wer kein blöder Materialfreak ist – so wie ich es leider bin – der wird hier sicherlich auch einige gute Schnäppchen machen.