Von unplugged Musik im Zug und zunehmenden Zweifeln

Irgendwie schreib ich Momentan zu viele Blogeinträge. Sicherlich legt sich das bald wieder. Sicherlich kennt ihr doch das Lied If a song could get me you von Marit Larsen, oder? Gestern hab ich beim herumstöbern auf Youtube dieses Video gefunden:

Das ist einfach total süß. Es gibt auch Videos bei denen sie auf einem Markt und an einer Haltestelle singt. Mit den hellen Haaren wirkt sie schon irgendwie komplett anders o_O

Sooooo und nach längerer Zeit geht es jetzt mit Morgenrot weiter. Episode neun betont stärker Manos Position [ihre Gedanken treten stärker hervor] und gleichsam gibt es weitere Hinweise auf den Erzähler der Geschichte [eigentlich ist es sogar recht offensichtlich….]. Viel Spaß beim lesen und falls ihr Episoden verpasst habt klickt einfach oben auf den Link Morgenrot.

Episode 9: Zweifel

Worte sind dafür zu schwach,
ich befürchte, du glaubst mir nicht.
Mir kommt es vor, als ob mich jemand warnt,
dieses Märchen wird nicht gut ausgehen.

Die Toten Hosen- Alles aus Liebe

„Hallo, ist Serafin da?“
„Mano, du läufst ihm echt ein bisschen zu viel hinterher. Langsam wird es peinlich.“, sagte William und starrte Mano an, die wieder einmal vor seiner Tür stand. Dann verschwandt er irgendwo in seiner Wohnung und sie wartete in seinem Korridor.
„Heeeeee, Mano, du bist es.“, rief Jane, die gerade um die Ecke wuselte und sie freudig begrüßte.
„Will ist zwar ein bisschen gemein, aber auffällig ist es ja schon. Hast du nicht am Anfang erzählt, dass du einen Freund hast?“
„Also… ähm… ja… aber da ist nichts mehr.“, sagte Mano.
„Oh, dass tut mir leid. Aber bist du sicher, dass du wirklich weiter hinter Serafin herlaufen möchtest? Er sucht doch die ganze Zeit nach diesem mysteriösen Mädchen. Da hast du eh keine Chance.“
„Vielleicht ja doch.“, meinte Mano und lief leicht rosa an.
„Dann Mal viel Glück.“, sagte Jane.
„Wofür Glück?“, fragte Serafin, der in eben diesem Moment den Korridor betrat.
„Ach, nur für ein Projekt.“, antwortete Jane und zwinkerte Mano zu.
„Wollen wir dann los?“
„Ja, lass uns gehen.“, entgegnete Mano und warf Jane einen raschen Blick zu.

Sie liefen gemeinsam durch einen Park. Die letzten Sonnenstrahlen des Herbstes erwärmten den Boden. Der Wind wurde langsam immer kälter.
„Hast du eigentlich schon irgendeinen Anhaltspunkt gefunden? Weißt du wer sie ist?“, fragte Mano. Ein masochistischer Akt.
„Leider immer noch nicht.“ Da war Bedauern in seiner Stimme. Wirklich, aufrichtiges Bedauern. Er vermisste sie. Nein, mich.
„Denkst du nicht, dass du sie vielleicht niemals finden wirst? Vielleicht suchst du aber auch an dem falschen Ort…“
„Nein, ich weiß, dass ich sie finden werde. Wirklich. Ich bin mir sicher.“
Dann solltest du mich wohl erkennen? Nicht wahr? Wieder nur gedacht und nicht ausgesprochen. Stattdessen dann: „Aber vielleicht bringt es ja nichts? Warum konzentrierst du dich nicht einfach auf jemanden anderen?“
Er blieb stehen. Sie ging noch einige Schritte weiter, drehte sich dann um und blickte ihn an.
„Du denkst wirklich, dass ich sie so einfach vergessen kann? Ich bin extra hierhergekommen und nun soll ich einfach aufgeben? Ich soll mir einfach eine Andere suchen? ‚Ach ist ja nicht so schlimm. Vergess sie einfach.‘, hat William gesagt. Aber ich kann das nicht. Ich kann nicht aufhören nach ihr zu suchen!“, brachte Serafin hervor und wurde beim Sprechen immer lauter.
„Du jagst ein Phantom! Du könntest genauso gut nach dem Wind suchen. Du wirst sie nicht finden! Du bist blind. Sie könnte genau hier stehen und du würdest es nicht bemerken!“, energisch geantwortet. Besser hätte ich sagen sollen ‚du bemerkst es nicht‘. Hab ich natürlich nicht getan. Mano begann zu zittern, ebenso Serafin, der zornig auf sie zuschritt und dann ihren Arm ergriff und sie anschrie: „Was denkst du dir eigentlich? Was glaubst du mache ich hier? Ich irre nicht einfach blindlings durch die Straßen. Ich suche an allen Orten, an denen sie sein könnte. Besuche Musen und all solchen Kram. Was meinst du, warum ich mit dir überhaupt zu solchen Orten gehe? Ich geh nicht mit dir da hin, weil es so ein nettes Date ist, sondern weil sie dort sein könnte. Weil sie Kunst liebt!“
„Du bist so ein Idiot! Kannst du dich nicht einfach in mich verlieben? Kannst du dir nicht vorstellen, dass ich das Mädchen wäre.“, sagte Mano und merkte wie sie gegen die Tränen ankämpfen musste.
„Nein, das kann ich nicht.“, entgegnete er ruhig und ließ ihren Arm los. Dann blickte er sie kalt an.
„Du bist eben nicht sie. Daher kann es zwischen uns nichts werden.“
Dann ging er und ließ sie im Park zurück.

Mano ging alleine nach Hause. In der Nacht besuchte sie wieder die Alte. Sie riss die Tür auf, stürmte in den Wohnraum und starrte die Frau an. „Warum tun Sie uns das an? Wieso können wir nicht einfach glücklich werden?“, schrie Mano, ergriff die Schultern der Frau und schüttelte sie. Mit einer Kraft, die Mano ihr nicht zugetraut hätte, schob die Alte sie fort.
„Ach, tu nicht so unschuldig. Du weißt genau, warum ihr nicht zusammen seinen könnt. Im Endeffekt solltest du mir danken, dass ich ihn beschütze.“, sagte sie ruhig.
„Beschützen?! Als würden Sie ihn vor mir schützen müssen. Sie sind einfach nur verbittert und einsam und machen sich nun einen Spaß daraus uns auseinander zu bringen.“
„Einsam bin ich ganz gewiss nicht und ich würde es niemals wagen mir einen Spaß daraus zu machen euch leiden zu sehen. Nein, ich rette ihn vor dir. Du solltest mir wirklich dankbar sein.“
„Man muss ihn nicht vor mir beschützen! Sie zerstören ihn nun innerlich.“
„Rede dir ruhig ein, dass ich die Böse bin.“, sagte die Alte.
„Ich werde einen Weg finden um ihren Fluch zu brechen.“, rief Mano und stürmte aus dem Haus und aus dem Traum.

Als hätte ich das Schicksal aufhalten können. Ich beobachtete die beiden schon so lange und doch hatte ich noch die Hoffnung sie beide retten zu können. Wie dumm von mir so etwas zu vermuten. Aber irgendwann entwickelt man solche Ideen. Ich hatte doch schon längst begriffen, dass diese Geschichte nicht gut ausgehen würde und so langsam hatte auch Mano begannen zu begreifen. Zweifel stiegen in ihr auf und diese bezogen sich nicht nur auf ihre Zukunft mit Serafin, sondern auch auf ihre Vergangenheit und auf Ereignisse, die sie längst vergessen wähnte und die nun langsam wieder ans Tageslicht zurückkehrten.

4 Gedanken zu “Von unplugged Musik im Zug und zunehmenden Zweifeln

  1. Ich hatte doch schon längst begriffen, dass diese Geschichte nicht gut ausgehen würde und so langsam hatte auch Mano begannen zu begreifen. begonnen ;)

    das Video ist ja ultracool *__* mensch, da wäre ich gern life dabei in der straßenbahn gewesen!

    oh und das neue layout ist echt knuffig :D

  2. Aber das bleibt wirklich das Entgültige.

    Scrubs-Session 1-7. Session 8 is come out in a couple of days. I missed Friends so much<3

    O_O Ich schreib auch in Moment ständig Blogeinträge. Aber ich hab halt Ferien. Nach den Ferien wird das wohl schwierig.. nja
    N64<3

  3. nja, fand ich jetzt nicht. Aber richtig gut war Scrubs sowieso nicht. Ich finde es ist in jeder Staffel gleich OK. Wenn ich ne SM Bewertung geben müsste, (hätte ja n Review geschrieben, ist aber leider reserviert) würde ich 66-71% geben.

    Ja, das ist wirklich schade. Aber ich würde auch nicht wollen, dass es n Film oder so dazu gibt. Denn bei Friends und bei GG sind jetzt alle Schauspieler viel viel älter und es würde einfach nicht mehr passen.

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