Gesellschaftsspiele: Internationale Spieletage-Spezial [SaSo]

Die Internationalen Spieletage oder auch einfach kurz Spiel! gehen heute zu Ende. Natürlich war ich – nun schon das zwölfte mal – dort um die neuesten Gesellschaftsspiel-Trends zu entdecken. Und daher wird sich heute, am Sammlungssonntag, alles um die neusten Spiele drehen.

Grundsätzlich lohnt sich ein Besuch bei der Spiel! für jeden, der auf Spiele steht. Dabei ist es egal ob es sich um Brett-, Karten-, Aufbau- oder Rollenspiele handelt. Für jeden Geschmack ist etwas auf der größten Messe für Spiel dabei. Im Gegensatz zu manch anderen Messen heutzutage – wie beispielsweise bei der Gamescom – kann man alle Spiele ohne längere Wartezeiten ausprobieren. Eventuell wartet man mal zehn Minuten das ein Tisch bei einem sehr beliebten Spiel frei wird. In der Regel kann man jedoch sofort losspielen.

Schön ist hier auch, dass man viele internationale Spiele entdecken kann, die noch nicht von einem deutschen Verlag übersetzt wurden und die nur für die Messe eine deutsche Anleitung bekommen haben. Oder auch diverse kleine Indiespiele, die nie große Bekanntheit erlangen und an die man tatsächlich nur auf der Messe kommt oder wenn man die Entwickler selber kennt.

Zudem kann man viele Schnäppchen auf der Messe ergattern. Einige Spieleläden bieten Spiele aus ihrem Lager für sehr kleines Geld an und gerade bei den internationalen Spielen würde man deutlich mehr Geld im Laden als im Stand bezahlen. Manchmal muss man jedoch auch aufpassen, denn die vermeintlichen Angebote liegen teilweise auch ein ganzen Stück über dem UVP. So nun aber genug erklärt. Hier kommen meine Spielehighlights der Spiel 2015:

Colt Express, Kronmaster Arena, die blutige Herberge, Pick a Seal, Codenames und Evolution.

Colt Express

Um ehrlich zu sein habe ich von Colt Express nicht wirklich irgendwas erwartet. Das sonderbare Spiel mit de Pappzug sieht sogar ein wenig langweilig aus. Wie eine modernere Form des Schneckenrennens. Ist es aber nicht. Es ist zu recht Spiel des Jahres geworden. Jeder Spieler schlüpft in die Rolle eines Bandident, der einen Zug ausrauben möchte. In jeder Runde kann jeder Spieler etwa vier Aktionen ausführen. Diese werden über Handkarten gesteuert. Der Clou dabei: Die Spieler legen reihum ihre gewünschte Aktionskarte auf einen Stapel. Danach wird der Stapel umgedreht und die Aktionen ausgeführt. Dabei kann es sein, dass die Person, mit der man kämpfen möchte schon längst im nächsten Waggon ist.

Gespielt wird mit 2-6 Spielern. Empfohlen ist es ab 10, obwohl ich glaube, dass auch jüngere Kinder das Spiel ohne Probleme spielen können.

Kronmaster Arena

Bei diesem Spiel handelt es sich um ein sehr niedliches taktisches Brettspiel, welches an Videospiele wie Disgaea erinnert. Man zieht die Figuren über den Spielplan, sammelt Gold, Erfahrung und levelt auf. Dabei werden die Figuren stärker um die Mitspieler nacheinander auszuschalten. Wem die acht Figuren des Spiels nicht ausreichen, kann knapp hundert weitere Figuren einzeln kaufen und dem Spiel hinzufügen.

Gespielt wir mit 2-4 Spielern. Es ist freigegeben ab 14, wobei vermutlich zehnjährige das Spiel auch hinbekommen.

Die blutige Herberge

Galt als einer der Geheimtipps der Messe. Im Grunde spielt man hier fast schon einen Horrorfilm nach. Man leitet eine Herberge, in die immer wieder Gäste kommen, die ausgeraubt oder auch – in vielen Fällen – umgebracht werden müssen. Ein Spaß für die ganze Familie. xD

Gespielt wird mit 1-4 Spielern. Freigegeben ist es ab 14.

Pick a Seal

Hab ich nur ausprobiert, weil das japanische Spiel so niedlich aussah. Tatsächlich macht das Spielprinzip sehr viel Spaß und eignet sich super als Partyspiel. Auf dem Tisch werden 30 Karten mit Robben ausgelegt. Jede Robbe weist bestimmte Merkmale auf (ein Arm, zwei Arme, Sonnenbrille, Tunfischdose, Hintergrundfarbe, Größe). Jeder Spieler erhält eine Anfangskarte und muss nun versuchen eine Robbenkarte zu finden, die sich in null oder einem Merkmal von der eigenen Karte unterscheidet. Danach geht es mit der gerade aufgenommenen Karte weiter. Gespielt wird, bis gleichzeitig und bis ein Spieler sicher ist, dass er keine passende Robbe mehr aufnehmen kann. Sehr süß und vor allem auch sehr witzig.

Gespielt wird mit 1-5 Spielern. Freigegeben ab 8. Vermutlich sollten auch Kindergartenkinder dieses Spiel hinbekommen.

Codenames

Ist ein weiteres simples Partyspiel. In der Mitte werden Karten mit diversen Begriffen ausgelegt. Diese gehören, nach einem bestimmten Schema, welches zu erraten gilt, zu einem der beiden Teams. Das Schema sehen die jeweiligen Teamleiter. Um ihr Team nach und nach das Schema aufdecken zu lassen, dürfen die Spielleiter in jeder Runde jeweils ein Wort und eine zahl als Hinweis nennen. Zum Beispiel Körperteil – 2. Liegen in der Mitte z.B. die Wörter Herz und Kiefer, so können die Teammitglieder diese nennen und dadurch das Schema aufdecken. Werden falsche Begriffe erraten, ist das andere Team dran.

Gespielt wird mit 2-8 Spielern. Freigegeben ab 14. Je nach Wortschatz sollten auch Kinder ab zehn es spielen können. Ich empfehle außerdem dringend es mit mindestens vier Spielern zu spielen.

Evolution

Bei Evolution geht es darum eine Spezies zu erschaffen und sich weiterentwickeln zu lassen. Hierzu kann man Karten ausspielen, die die Eigenschaften der eigenen Rasse weiterentwickeln und verbessern. Aber Vorsicht, wenn es nicht genug Nahrung gibt, verhungern einige Tiere der Population oder sterben sogar aus.

Ein recht interessantes Spiel, welches zwar Spaß macht, für meinen Geschmack aber zu kompliziert ist um als simpel zu gelten und zu einfach um wirklich kompliziert zu sein.

Gespielt wird mit 2-6 Spielern. Empfohlenes Alter ist 10.


Wart ihr auch auf der Messe? Was sind eure Highlights? Oder welche Spiele habt ihr dieses Jahr entdeckt?

2 Gedanken zu “Gesellschaftsspiele: Internationale Spieletage-Spezial [SaSo]

  1. Aw, Arena hab ich am Freitag auch entdeckt auf eine Spielmesse :D
    die süßen Figuren sind wirklich ein Augenfang. Hätt ich am liebsten gleich mitgenommen, aber ich glaube ich habe hier niemanden, der mit mir spielt ._. sehr schade

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