Graffiti ist doch keine Kunst!?

Vor dem eigentlichen Eintrag gibt es hier noch das übliche Blabla. Endlich hab ich angefangen die Unterseiten von Wonderland zu überarbeiten. Alte Projekte sind jetzt in der Kategorie Blog Projekte gelandet. Das trifft auf die Geschichte Morgenrot, so wie die Liste der Filme, die ich 2010 geguckt habe zu. Wenn Wearing Today (also die Outfitfotos, welche ich 365 Tage lang mache) vorbei ist, dann finden sich die Fotos auch unter diesem Punkt. Die Verlinkungen zu den zu vielen Sozialen Netzwerken, in denen man mich findet sind nun auch unter Social Networks zusammengefasst. Als nächstes werden die Link-Box überarbeitet. Dort wird es dann kurze Beschreibungen zu den verlinkten Seiten geben.
Daneben hab ich angefangen an einem neuen Blogprojekt zu basteln. Worum es sich handelt werdet ihr jedoch erst erfahren, wenn es ein wenig konkreter ist.


Graffiti Street Art!

Seit einiger Zeit geistert dieses Wort immer wieder durch die Medien: Street Art. Kunst, die auf der Straße geschieht. Die Bewegung, die vor allem in den zweitausender Jahren an Bedeutung und Zuwachs gewann kann dabei sowohl als Kunst oder auch als bloße Verunstaltung des öffentlichen Raums verstanden werden. Als Unterform des Graffiti ist die zweite Auffassung leider noch sehr verbreitet. Das Anbringen von Bildern und Skulpturen oder auch das besprühen und bemalen von Wänden, Bänken, Telefonzellen und Ähnlichem ist schließlich Sachbeschädigung. Hinzu kommt, dass viele der ‚Künstler‘ heimlich vorgehen, sich im illegalen Raum bewegen und häufig noch nicht einmal eine bestimmte Botschaft vermitteln wollen. „Werden Graffiti in der öffentlichen Wahrnehmung, insbesondere die nicht genehmigten Graffiti, meist als Form des Vandalismus betrachtet, werden sie von anderer Seite auch als Form der Kunst anerkannt.“ (vgl.) Dieser Widerspruch zwischen Kunst und Illegalität macht dabei den Reiz der Street Art aus.

Welche Farbe hat die Liebe

Street Art von El Bocho


Was jedoch ist der Unterschied zwischen Graffiti und Street Art. Wo hört das eine auf und wo fängt das andere an. Im allgemeinen Verständnis werden besprühte oder bemalte Wände, egal welcher Art, immer als Graffiti verstanden. Wo kann jedoch eine Grenze gesetzt werden? ‚Gewöhnliche‘ Graffiti zeichnen sich meistens durch einige Techniken aus, welche im öffentlichen Raum in einer Vielzahl von Formen gefunden werden. Besonders das ‚Style-Writing‘ (Schriftzüge, welche meistens mit einer Sprühdose aufgetragen werden) und ‚Scratching‘ (eingekratzte Botschaften, Bilder oder Schriftzüge) finden sich dabei an vielen Stellen. Aber auch mit Schablonen aufgemalte Bilder oder die heute viel verbreiteten Postaufkleber, welche mit Zeichnungen verziert sind, lassen sich in den Bereich der Graffiti einordnen. Diese Elemente finden sich jedoch unter anderem auch im Bereich der Street Art. Häufig wird argumentiert, dass Graffiti eher hingekritzelt sind. Zusätzlich finden sich Gang- oder Fußballfanzeichen (z.B. Ultra) eher im Bereich der Graffiti und sich weniger künstlerisch. Des weiteren zeigt Street Art häufig ein beachtliches Repertoire an Techniken und kreativen Inhalten. Die Wand wird zur Leinwand, die Stadt zum Museum und die Passanten zu Beobachtern.
Original Thoughts

Street Art von Banksy


Im Endeffekt liegt es jedoch sowohl an den Beobachtern, so wie an den Künstlern selber.
Auffällig ist, dass seit kurzem Street Art auch von Museen und Kunstsammlern als Kunst verstanden wird. Street Art-Künstler veranstalten Ausstellungen in diversen Galerien. Gleichzeitig werden ihre Bilder plötzlich zu hohen Preisen gehandelt. Was vor kurzem noch als „Verschmutzung der Innenstädte“ angesehen wurde ist plötzlich bedeutenden Kunst der Gegenwart.
Street Art

El Bocho gerahmt

Passend zum Thema Street Art kann ich nur den Film Exit Through The Gift Shop empfehlen. Dieser ist eine Dokumentation von Banksy (einem Street Art-Künstler), welcher eine Dokumentation über einen Mann gedreht hat, welcher wiederum Banksy filmen wollte.


Und weil es so einsam ohne die Fotos wirken würde hier die Wearing Today Fotos der letzten Tage:
Tag 335 (06.06.2011): Top Primark, Jeans H&M, Haarband H&M kids, Armreifen aus den 70ern (von meiner Mum)

Tag 335 (06.06.2011): Top Primark, Jeans H&M, Haarband H&M kids, Armreifen aus den 70ern (von meiner Mum)


Tag 336: Jumpsuit H&M, Kette KoolKatKustom

Tag 336: Jumpsuit H&M, Kette KoolKatKustom


Tag 337: Strickjacke H&M, T-shirt Pretty Sucks, Jeans H&M

Tag 337: Strickjacke H&M, T-shirt Pretty Sucks, Jeans H&M


Tag 338: T-shirt Gina Tricot, Jeans H&M

Tag 338: T-shirt Gina Tricot, Jeans H&M


Tag 339 (10.06.2011): Sweatshirt-Jacke unbekannt; Top, Jeans und Mütze H&M (wunderbares IKEABild als Hintergrund)

Tag 339 (10.06.2011): Sweatshirt-Jacke unbekannt; Top, Jeans und Mütze H&M (wunderbares IKEABild als Hintergrund)


Noch 26 Tage!!!

2 Gedanken zu “Graffiti ist doch keine Kunst!?

  1. Finde das Jumpsuit cool.

    Ansonsten: Recht witzig, habe ich letztens gesehen: Negativ-Graffiti. Eine Schablone + Hochdruckreiniger, so kann man Muster/Bilder auf dreckige Wände u.ä. aufbringen, und es ist sogar ne rechtliche Grauzone (im Gegensatz zu „normalem Graffiti“), weil man es ja nicht „verschmutzt“ oder bemalt, sondern eig. nur säubert… :D

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