Sinnvolle Up-dates

Heute gibt es neben dem üblichen „Was trage ich heute“ Bild endlich das nächste Kapitel von Morgenrot und einen Link. Nach zu langer Zeit gibt es ein neues Up-date auf Scarletsreich mit Icons, Headern, Wallpapern und einen Tub.

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Tag 19: Kleid von H&M, Strumpfhose unbekannt

Tag 19: Kleid von H&M, Strumpfhose unbekannt

Morgenrot kann wie immer auch oben unter dem Punkt Morgenrot gelesen werden *nach oben deut*


Episode 11: Erwachen

Ach und könnte ich doch nur ein einziges Mal
die Uhren rückwärts drehen!
denn wie viel von dem
was ich heute weiß,
hätt ich lieber nie gesehn.

Wolfsheim- Kein zurück

Sie wusste nicht was dann passiert war. Sie konnte nicht erklären wie sie den Bahnsteig verlassen hatte. Wusste nicht warum sie sich plötzlich so beunruhigt fühlte. Sie sank in einen dunklen Traum. Da war nichts. Kein Licht, nur Schatten. Dunkelheit. Undurchdringlich türmte sich die Finsternis vor ihr auf und verschluckte jedes Geräusch. Sie konnte nicht sagen wie viel Zeit vergangen war oder wo sie war. Sie wusste auch nicht wer die Person war, die da neben ihr saß und sie aus geröteten Augen anstarrte.
„Charlie! Schnell hol einen Arzt! Nun mach schon, sie ist aufgewacht!“, rief eine erschöpft klingende Stimme. Eilige Schritte. Eine Tür wurde geöffnet und geschlossen.
„Mach dir keine Sorgen, alles wird wieder gut.“, flüsterte die weibliche Stimme. Einen Moment noch hielt Mano ihre Augen offen, dann schloss sie sie wieder. Wer war diese Frau und warum sah sie so beunruhigt aus? Vorsichtig öffnete Mano wieder die Augen. Um sie herum konnte sie weiße Wände erkennen. Sie schien in einem Bett zu liegen. Links neben sich sah sie den grauen Himmel durch ein Fenster. Vor dem Fenster ein Ständer mit einer Infusionsflasche. Rechts von ihr die müde Frau mittleren Alters, deren hellbraunes Haar ungepflegt aussah. Sie saß auf einem Stuhl und blickte erleichtert zu Mano hinüber, welche sie verwirrt musterte.
„Alles wird wieder gut.“, wiederholte sie.
Einen Moment dachte Mano nach und kam dann zu der Erkenntnis, dass sie in einem Krankenhauszimmer war. Kurz darauf kam ein erschöpft wirkender Mann mit einem Arzt ins Zimmer gestürmt. Der Arzt musterte Mano, fühlte ihren Puls, blickte ihr in die Augen und meinte dann: „Es scheint alles in Ordnung zu sein. Sie sollte sich aber auf jeden Fall noch ein paar Tage schonen.“
Nach dieser Einschätzung verließ er den Raum und ließ Mano mit den beiden Menschen zurück. Erst jetzt registrierte sie, dass es sich um Kates Eltern handelte. Sie kannte die beiden schon lange, aber bisher hatten sie immer recht gepflegt gewirkt. Nun sahen sie erschöpft aus, ihre Kleidung wirkte irgendwie unordentlich und ihre Haare waren strähnig.
„Möchtest du etwas trinken, mein Schatz?“, fragte Kates Mutter und reichte Mano einen kleinen Becher, indem ein Strohhalm steckte. Langsam hob Mano ihren Kopf, zu mehr fehlte ihr die Energie, und trank einen Schluck. Dann ließ sie sich zurück in die Kissen fallen.
„Was ist passiert?“, flüsterte sie dann leise.
„Du bist auf dem Bahnsteig zusammengebrochen und bist beinahe zwei Wochen nicht aufgewacht. Die Ärzte haben gesagt, dass kann bei einem Schock passieren.“, antwortete Charles, Kates Vater.
Mano spürte wie ihr warme Tränen geräuschlos die Wangen hinab liefen. Sie konnte nicht sagen warum dies passierte.
„Was für ein Schock?“, murmelte sie leise.
Kates Eltern warfen sich einen langen Blick zu. Kates Mutter schüttelte den Kopf, stand auf und verließ dann den Raum. Charles setzte sich auf den Stuhl, auf welchem bis eben noch seine Frau gesessen hatte.
„Mano kannst du dich nicht mehr an das erinnern, was auf dem Bahnsteig passiert ist?“, fragte er liebevoll. Sie wand ihren Kopf langsam nach rechts und starrte ihn an. Immer noch flossen Tränen ihre Wangen hinab.
„Nein.“, hauchte sie schließlich.
Charles ergriff ihre Hand und blickte ihr tief in die Augen. Dann flüsterte er: „Kate ist von einem Zug erfasst worden.“
Mano begann zu zittern. Sie starrte ihn mit aufgerissenen Augen an. Das konnte nicht wahr sein.
„Nein.“, hauchte sie abermals.
„Es tut mir so schrecklich leid.“, sagte er.
„Nein.“, murmelte sie nun etwas energischer.
Vorsichtig drückte er ihre Hand.
„Nein.“, sagte sie abermals.
Sie begann zu schluchzen. Ihre Tränen flossen jetzt schneller. Vorsichtig hob Kates Vater ihren Oberkörper an und umarmte sie.
„Es tut mir so leid.“, flüsterte er ihr ins Ohr. Dann hielt er sie fest, bis sie aufhörte zu zittern und zu schluchzen und in einen unruhigen Schlaf fiel.

Im Traum fand sie sich plötzlich wieder in dem kleinen Haus der alten Frau wieder. Es war nicht mehr die Dunkelheit, die sie umfing, sondern dieser Ort, der ihr langsam so verhasst war.
„Da bist du ja wieder.“, sagte die Alte und schob Mano zu einem der Sessel. Sie selbst setzte sich auf den daneben stehenden. Mano sprang direkt wieder auf und blickte die Frau wild an.
„Machen Sie, dass sie wieder lebt!“, rief sie.
„Das kann ich nicht.“, antwortete die Frau ruhig.
„Ich weiß, dass Sie das können! Ich zahle jeden Preis!“, schrie Mano und begann wieder zu zittern.
„Es geht nicht um den Preis.“, entgegnete die Frau leise.
„Machen Sie sie wieder lebendig! Machen Sie, dass sie wieder da ist. Tauschen Sie uns aus. Sie hätte nicht sterben dürfen!“, schrie Mano und stürmte auf die Alte zu. Sie ergriff ihre Schultern und begann sie zu schütteln.
Die Alte legte ihre Hände auf die Manos und sagte dann: „Es liegt nicht in meiner Macht die Toten zurück zu holen. Das kann niemand.“
Erschöpft sank Mano auf den Boden. Dann begann sie zu schluchzen und starrte die alte Frau lange an. Unter Tränen presste sie hervor: „Bitte, lassen Sie sie zurückkehren.“
„Es tut mir leid.“, sagte die Alte und ergriff liebevoll Manos Hände.
„Warum nur?“, murmelte Mano nun immer wieder und starrte auf den Boden vor sich, der sich von ihren Tränen dunkel färbte.
„Das kann ich dir nicht sagen.“, sagte die Alte und lehnte sich in ihrem Sessel zurück.
„Ich bitte Sie darum.“, antwortete Mano und blickte zu ihr auf.
„Es würde dich noch mehr verletzten, als du es ohnehin schon bist.“
„Bitte, sagen Sie es mir. Ich zahle den Preis dafür!“, flehte Mano nun eindringlicher.
„Der Preis ist das Wissen.“, sagte die Alte und seufzte.
„Bitte, lassen Sie mich zumindest wissen warum Sie starb.“, bat Mano.
„Du bist ganz sicher, dass du es wissen möchtest? Obwohl es danach kein Zurück mehr für dich geben wird?“, fragte die Alte.
Mano nickte.
Einen Moment schien die Alte noch zu überlegen. Aber da sie keine ausgesprochenen Wünsche zurückweisen durfte blieb ihr nichts anderes übrig, als den Wunsch zu erfüllen.
„Es ist wegen dir passiert.“, sagte sie schließlich nach einer kurzen Pause.
„Wegen mir?“, fragte Mano verwirrt.
„Oder eher in Folge dessen, dass sie so viel Zeit mit dir verbracht hat. Alles kostet schließlich seinen Preis.“
„Was soll das heißen?“, fragte Mano und starrte die Alte entsetzt an.
„Das soll heißen, dass ihre Lebensenergie aufgebraucht war. Oder viel mehr, dass du sie aufgebraucht hast.“
„Aber wie? Warum?“, sagte Mano perplex.
„Jede magische Kraft muss durch irgendetwas genähert werden. Für alles muss ein entsprechender Preis gezahlt werden. Erfülle ich einen Wunsch, so muss mir jemand einen Preis geben. Aber für manche Fähigkeiten nimmt der Benutzer jener einfach gewaltsam eine Gegenleistung. Es ist wie bei einem Parasit. Der Benutzer lebt so lange von seinem ‚Wirt‘, bis dieser schließlich stirbt. Da die natürliche Zeit jedoch noch nicht gekommen ist stirbt der ‚Wirt‘ eines unnatürlichen Todes.“, erklärte sie.
„Ich versteh das nicht.“, sagte Mano und blickte starr die alte Frau an.
„Wann immer du in den Traum eines anderen Menschen eindringst verbrauchst du etwas von der Lebensenergie der Person. Je häufiger du das tust, desto schneller ist die Energie der betreffenden Person aufgebraucht. Wanderst du nur selten in dem Traum einer Person, so hat das kaum Auswirkungen, aber wenn du beinahe jede Nacht den Traum einer bestimmten Person aufsuchst, so verbraucht dies unheimlich viel Energie.“
Mano begann stärker zu zittern.
„Also muss jede Person sterben, die in meiner Nähe ist? So wie Kate?“, fragte Mano und blickte mit einem entsetzten Blick die Frau an. Jene nickte.
„So wie meine Eltern?“, fragte Mano. Wieder antwortete die Frau mit einem leichten Nicken.
„Und meine Großeltern?“, fragte sie. Wieder Nicken.
„Und Serafin wird auch sterben?“, fragte Mano und zitterte nun wieder so heftig, dass die Worte nur schwer zu verstehen waren.
Die Alte bückte sich zu Mano und umarmte sie.
„Nein, er nicht. Er wurde erst geschützt durch die Welten, die ihr durchdringen musstet um euch zu sehen und nun kann er nicht mehr träumen, also kannst du auch nicht mehr in seine Träume eindringen.“
Noch einmal schluchzte Mano, dann stieß sie die Alte von sich weg, stand auf und bewegte sich rückwärts von ihr weg. Zornig funkelte sie die Frau an.
„Sie lügen!“, sagte Mano.
„Ich hab dir gesagt, dass du die Wahrheit…“ Mano unterbrach sie und sagte wieder:
„Sie lügen!“
Dann wandte sie sich um, verließ das Haus, verließ den Traum und erwachte.

2 Gedanken zu “Sinnvolle Up-dates

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