Otakus vs Hikikomoris

Mir [oder viel mehr KHQ] ist aufgefallen, dass ich schon recht lange nichts mehr über AniMa geschrieben habe. Daher werde ich das jetzt erst einmal nachholen. Davor kommt jetzt aber erst einmal ein Zitat meines Bruderkekses.

„Warum wirst du nicht Rufus Beck?“

Eigentlich wollte er mir nur vorschlagen Hörbücher zu machen. . . wahrscheinlich ist er nur auf die sonderbare Idee gekommen, weil ich ihm regelmäßig über’s Telfon Kurzgeschichten und Erzählungen vorlese, die ihn interessieren könnten. . .
Und jetzt geht’s los!

Genshiken vs Welcome to the N.H.K.

Es gibt mittlerweile schon einige Manga und Animes, welche sich mit den Rezipenten von Manga und Anime befassen. Darunter gibt es zum einen jene, welche dokumentieren, wie ein Mangafan zum Mangaka [Mangazeichner] wird. Es gibt jedoch auch immer wieder Manga, welche sich mit den „Extremfällen“ der „Szene“ beschäftigen. Dies tun die Manga Genshiken und Welcome to the N.H.K. Beide zeigen dabei jedoch verschiedene Positionen.

Genshiken

Genshiken


Genshiken ist ein Manga von Kio Shimoku, welcher zwischen 2002 und 2006 erschien. In ihm geht es um Kanji Sasahara, der auf eine Uni kommt und dort sich für eine AG oder einen Club, dem er beitreten möchte, entscheiden muss. Er entschließt sich für die Genshiken, die Gesellschaft zur Erforschung der modernen visuellen Kultur. Diese befasst sich vor allem mit Anime, Manga und Videospielen und prägt von da an das Leben des Studenten. Neben ihm werden nach und nach die verschiedenen Clubmitglieder vorgestellt und drei Jahre lang begleitet. Dabei werden diverse Mangafangruppen thematisiert, welche durch jeweils eins der Mitglieder vertreten werden. So gibt es zum Einen den „normalen“ Leser (hier Kanji). Zum Anderen aber auch eingefleischte Fans, Cosplayer, Shonen-Ai-Liebhaber, Videospielverfechter und einen Mangazeichner. Daneben gibt es dann auch noch Saki, welche Manga und ihre Fans nicht mag, jedoch ihren Freund zum Club begleitet und von da an nach und nach in den Mangabereich rutscht. Was der Manga vor allem zeigt ist, wie sich Mangafans verhalten und was für unterschiedliche Dinge sie unternehmen (Conventions, Ausflüge in Mangaviertel, gemeinsame Projekte…). Immer wieder wird dabei das Thema Otaku thematisiert. Ein Otaku ist ein Fan von bestimmten Dingen (meistens gibt es direkt die Assoziation mit AniMa oder Videospielen), welcher sich mit großer Leidenschaft seinem Hobby widmet. In Genshiken wird immer wieder die Frage aufgeworfen wann man noch Fan und wann schon Otaku ist.
Besonders spannend an diesem Manga ist, dass vor allem das gemeinsame Erleben von AniMa und das diskutieren jener in den Vordergrund gerückt wird. Zwar sind AniMafans eine eigene „Szene“, am Rande der Gesellschaft, aber sie halten zusammen. Jeder Mangafan sollte diesen Manga unbedingt lesen, da er sehr viel Wirklichkeit wiederspiegelt.
Neben dem 9 Bände umfassenden Manga, der vollständig in Deutschland bei Heyne erschienen ist, gibt es auch einen 24 Folgen umfassenden Anime.

Welcome to the N.H.K.

Welcome to the N.H.K.


Welcome to the N.H.K. entführt den Leser ebenfalls in die Welt der Animefans. Hier werden jedoch komplett andere Gesichtspunkte aufgegriffen und neben dem Otakudasein vor allem das Problem der Hikikomoris thematisiert. Als Hikikomoris werden in Japan Menschen bezeichnet, welche sich nicht mehr trauen ihre Wohnung zu verlassen und unter Menschen zu gehen. In dem Manga von Kendi Oiwa und Tatsuhiko Takimoto trifft der Leser auf Tatsuhiro Satō, der in Tokyo lebt, von der Uni geworfen wurde und nun alleine die Tage in seiner Wohnung verbringt. Irgendwann entwickelt er Angst vor der N.H.K., der Nihon Hikikomori Kyokai, welche nach Satō eine Verschwörung rund um Hikikomoris ist. Doch dann erscheint Misaki Nakahara bei ihm und versucht ihn zu retten.
In die Handlung eingebunden ist Kaoru Yamazaki, ein Otaku, welcher sich mit Satō anfreundet und ihm immer wieder hilft. Er schleppt ihn dabei in riesige Mangaviertel und konfontiert ihn mit der Mangakultur. Im Vergleich zu Genshiken steht hier vor allem die Verschwörungstheorie im Vordergrund. Zudem werden Mangafans gezeigt, die extrem in sich gekehrt leben. Welcome to the N.H.K. ist ebenfalls als Anime, in 24 Folgen, erschienen. Der 8 Bände umfassende Manga ist komplett bei Carlsen Manga in Deutschland erschienen.

Alles in allem sind beide Manga und Anime sehr empfehlenswert. Also guckt sie euch an und holt euch die Manga.
Und hier folgen noch die Openings:

2 Gedanken zu “Otakus vs Hikikomoris

  1. Whoa, das hättest du dir doch nicht so zu Herzen nehmen müssen … Ich wollte doch nur fragen, ob du dich überhaupt noch für AniMa interessierst und nicht kritisieren, dass du zu wenig darüber schreibst ( , obwohl ich die Beiträge natürlich trotzdem gut finde, besonders Welcome to the N.H.K. kann ich selbst nur empfehlen ).
    An dieser Stelle auch nochmal kurz: Du bist nicht die Einzige, die an manchen Stellen des Ghibli – Trailers eine Gänsehaut bekommen hat ;)

    K0hQ

  2. Ist schon klar, aber durch deine Frage ist mir erst einmal aufgefallen, dass ich Momentan auch gar nichts dazu schreibe. Daher dachte ich, dass ich das nachholen müsste… nicht als Rechtfertigung oder so.
    Jaaaa, das Ghibli Video ist toll *-*

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