„Everything is beautiful – heaven for a fool“ – Seeed

Seeed

Bild von welt.de

Schon sieben Jahre ist es her, dass Seeed ein neues Album veröffentlicht haben. Und jetzt ist es endlich, endlich wieder soweit. Nachdem sich die Jungs in den letzten Jahren auf ihre Solo-Projekte konzentriert haben (z.B. Peter Fox oder auch Boundzound). Zur Freude aller Fans gab es letztes Jahr bereits das Lied Molotov. Dieses Jahr folgen Beautiful und Augenbling.

Das neue Album heißt Seeed und strahlt einen sofort mit seiner roten Farbe an. Nach dem ersten hören war ich sicher, dass es sich um ein recht stabiles Seeed-Album handelt, auch wenn die Jungs etwas weicher klingel, als noch bei Liedern wie Dickes-B oder Music Monks. Gesungen wird – keine große Überraschung – vor allem in Englisch.

Okay, dass sagt bisher alles nicht viel über die Qualität des Albums. Im Endeffekt zeigen die drei Singelauskopplung ganz gut das Spektrum der Lieder. Ein bisschen Party Musik mit Molotov, ein bisschen verträumtes nachdenken mit Beautiful und einen hauch Humor mit Augenbling – auch wenn ich dort wirklich sagen muss, dass es sehr viel mehr nach Peter Fox kling. Ergibt eine wirklich solide Platte, die man gerne auf repeat laufen lassen kann. Wer Seeed bisher mochte wird sich über das Album freuen und wer sie nur durch Peter Fox kennengelernt hat wird auch mit diesem Album gut zurechtkommen.

Ein näherer Blick auf die Lieder


Beautiful Mischt ein bisschen Swing mit Reggae, Hip Hop und Pop und heraus kommt eine wirklich großartige… hm… ja was denn eigentlich. Nennen wir es einfach Mal Ballade in Ermangelung eines besseren Wortes. Das Lied bietet einen guten Auftakt für das Album und stimmt einen heiter bis glücklich. Yeah! Weiterhören.

Deine Zeit ist gleich ein ganzes Stück düsterer. Der Swing wurde herausgenommen, dazu kommt eine sehr seeedeske Melodie. Schönes Brückenlied, welches Leider jedoch nicht besonders gut im Gedächtnis bleibt. Trompeten gibt es später dann doch noch im Lied und dazu beinahe schon Michael-Jackson-artige Rufe.

Mit Feel for you kommt dann ein Lied, welches mich so gar nicht begeistern mag. Der Anfang klingt okay, wird dann jedoch nach einer etwas getragenen Melodie zu einem etwas monotonen Lied, welches sicherlich gut zum einschlafen geeignet ist.

Augenbling reist einen dann jedoch wieder raus aus dieser kurzen Schlafphase und wirft den Zuhörer mitten auf eine Tanzfläche. Die Stimmung ist gut, der Text stimmt und ich frag mich immer wieder wie die Jungs auf Textstellen wie die nun folgende kommen: „Baby geh mit mir raus ans Licht/ Ich glaube an Gott denn er baute dich/ ausgerechnet ich bin im Garten Eden/ diese Braut dieser Arsch dieser Tag dieses Leben“ Nice!

You & I finde ich einfach sehr schön. Es ist wieder etwas ruhiger und zeigt, dass Pierre echt gut singen kann. Das ganze klingt wirklich typisch nach Seeed, in entspannend.

Weiter geht es mit Waste my Time, welches mich stark an eine andere Band erinnert (vielleicht Culcha Candela ö_ö). Gut ist es nichts desto trotz, auch wenn es nicht gerade eines der High-Lights des Albums ist…

Seeeds Haus dafür schon! Ein bisschen mehr Elektro, als sonst (also wirklich nur eine ganz kleine Prise). Dieses kleine bisschen, welches dafür sorgt, dass das Lied etwas anderes klingt als andere Seeed-Lieder sorgt bei mir für einen wirklich guten Eindruck. Traut euch was Jungs!

Puuh, Elephants ist schon wieder ein bisschen zu viel in der Nähe von Reggae angesiedelt, auch wenn ich die musikalischen Übergänge in diesem Lied mag. Trotzdem wird nach der Hälfte vorgespult.

Und damit landet man bei Lovelee, welches zwar wieder etwas ruhiger und getragener ist, aber mein Herz vollkommen erobert hat. „kiss me everyday, everywhere/ picture me inside and i’ll be there“ Ein bisschen kitschie-kitschie ist das ja schon, aber wie schöööööööööööööön dieses Lied einfach ist. Da freut sich das kleine, romantische Mädchen in mir.

Wonderful Life setzt diese Begeisterung fort. Das Lied klingt nach Seeed und zeigt, dass sie in den letzten Jahren wirklich nicht verlernt haben, wie man gute Musik macht. „No need to hide and cry/ It’s a wonderful, wonderful life“ Oh ja, es ist auch ein wonderful, wonderfules Lied.

Und dann ist man mit Molotov schon beim vorletzten Lied. Etwas Party mit Seeed, bevor die CD aus ist. Sehr stabiles Lied, welches viel Potenzial hat um gute Laune zu verbreiten.

Beautiful (Reprise) bildet den Abschluss und klingt wie eine Big Band Version von Beautiful. Ohne Gesang, dafür mit sehr vielen guten Instrumenten. Das Lied bildet auch gleich wieder eine gute Einleitung zu Beautiful, wodurch das Album sehr gut zum immer wieder hören geeignet ist.

Also kaufen, hören und Lieben!

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