„She was an alcoholic artist with too much makeup/ Round her eyes and I never knew her real name/ She was sunbeam wrapped in lies but I love her…“

Ich bin gerade komplett besessen von „Song for Aberdeen“ von Mando Diao. Das Lied ist so göttlich *-* [Übertreibung und so… aber ich mag das Liede eben sehr, sehr stark].

Hui, ich bin jetzt für knapp 34 Stunden zu Hause und dann geht es ab in den Urlaub. Am Wochenende war ich auf der großen Geburtstagsfeier meines Großvaters, der 70 geworden ist. Da das Haus rappel voll war mit Übernachtsungsgästen [und es ist schon ein recht großes Haus O_O] wurde mein Bruder einfach Mal in mein Zimmer gestopft [uuu ja, ich habe bei meinen Großeltern ein „eigenes“ Zimmer, in welchem ich zwar immer schlafe, aber welches ich absolut nicht selber gestalten darf o_O]. War ganz witzig. Ich hab ihn damit gefoltert, dass ich abends noch meine Nägel lackiert hab [Hübsch mit weißen Nagellack, weil dadurch meine Nägel nicht weiß aussehen, aber gepflegt wirken… ieks, morgen kommt erst mal wieder der scharlachrote Nagellack wieder drauf]. Als wir beide dann so rumlagen [Bruderkeks auf dem Gästebett mit der unbequemen Matratze und ich im super knuddeligen Bett], im Dunkeln, kam es zu folgender Situation:

Bruderkeks: „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist schwarz und nicht meine Seele.“
Ich: „Meine Seele ist gar nicht so schwarz. . .“
Keks: „Neeeeeein, sie hat auch noch weißen Nagellack!“

Naja, heute ging es wieder drei Stunden mit dem Zug zurück, nachdem ich gestern geschätzte 10 Kilo Fleisch essen durfte. >_>

Tjui, jetzt kommt die nächste Episode. Mal sehen….. vll schreib ich morgen weiter und stelle dann noch Episode 5 online. In Episode 4 kommen endlich neue Chara vor. Ich liebe die Gruppe aus Mano, Emily, Jane und William. Jane und William reden komisch . . . das erkläre ich zu einem anderen Zeitpunkt einmal. Jetzt viel Spaß beim Lesen! [Kommentare sind wirklich erwünscht >_<]


Episode 4: Verstand und Gefühl

Ich sehe dich am Morgen
Wenn du die Straße runtergehst
Ich sehe dich am Abend
In Gedanken bin ich bei dir wenn du schläfst

Noel Pix- Der Weg zu dir

„Vielleicht werde ich langsam verrückt.“, dachte Mano und blickte sich noch einmal um. Sie war sich für einen Moment sicher gewesen, dass gerade Serafin genau an ihr vorbei gegangen war. Nun, wo sie die Straße hinunterblickte und nur eine riesige Menschenmasse sah, die sich gelangweilt die Straße hinunterbewegte, war sie sich sicher, es sich nur eingebildet zu haben. Wie sollte dies auch passieren können? Er war unendlich weit fort. Und doch hatte sie des Öfteren das Gefühl ihn zu sehen. Letztens hatte sie im Supermarkt zwei junge Männer gesehen, von denen einer Serafin so ähnlich sah, dass sie sich umgedreht hatte und den beiden gerade folgen wollte, als sie feststellte, dass die beiden plötzlich zwischen den hohen Regalreihen verschwunden waren. Sie musste damit aufhören, dass wusste sie. Sie konnte nicht ihr Leben daran verschwende, wie in einem kitschigen Märchen auf den Traumprinzen zu warten, der sie schließlich aus ihrem Turm erretten würde. Sie müsste eigenständig hinaus kommen. „Schluss! Das hast du dir nur eingebildet.“, sagte sie sich und ging weiter.
Mano lebte nun seit knapp einem Monat in ihrer neuen Wohnung. Die Uni hatte vor drei Wochen begonnen und nun war sie auf dem Weg um zwei ihrer Kommilitoninnen zu treffen, mit welchen sie zusammen an ihrem ersten Projekt arbeiten würde. Emily, Jane und sie waren per Zufall in eine Gruppe gesteckt worden und verbrachten nun zusammen die Zeit in diversen Seminaren zusammen. Zum Glück hatte sich herausgestellt, dass die Drei perfekt zusammen arbeiten konnten und sich bestens verstanden. Somit war das Leben in der neuen Stadt angenehm. Die Drei entdeckten jede Woche einen neuen Ort, den sie aufsuchen konnten, und verbrachten nun nicht mehr nur die Zeit in der Uni zusammen, sondern auch ihre Freizeit. Heute trafen sie sich vor einem großen Einkauf um dort einige Dinge für ihr Projekt zu kaufen. Emily war bereits da. Sie stach mit ihren schwarzen, extrem langen Haaren und ihrer fast weißen Haut aus der Menge heraus. Als sie Mano entdeckte eilte sie auf sie zu und begrüßte sie freudig. „Jane lässt dich grüßen. Sie sagt, sie kommt später nach und wir sollen schon alleine vorgehen. Ihr Freund hat irgendein Problem und das musste sie jetzt dringend lösen.“, erklärte sie.
„Ihr Freund war doch dieser abgedrehte Literaturstudent, oder?“, fragte Mano und versuchte sich an ihn zu erinnern.
„Jaja, genau der. Naja, machen wir uns eben einen schönen Tag zu zweit.“, sagte Emily und betrat das Kaufhaus.
Nach knapp zwei Stunden hatten sie so gut wie alle Gegenstände für ihr Projekt zusammen und suchten nun, mit Einkaufstaschen beladen, ein Café, in welchem sie sich ausruhen konnten. Heiter schwatzen sie über diverse Themen. Mano erzählte gerade von einer Ausstellung, die sie gemeinsam besuchen könnten, als Emilys Handy klingelte. Es folgte ein kurzes Gespräch, dann legte sie auf und teilte Mano mit, dass Jane nun doch noch kommen würde. Und schon einige Minuten später wuselte Jane in das Café und ließ sich mit einem gestressten Gesichtsausdruck auf den letzten freien Stuhl fallen, der noch nicht mit Einkaufstaschen beladen war.
„Ratet einmal, was William dieses Mal getan hat.“, forderte Jane die beiden Anderen auf und strich sich dabei genervt ein paar Strähnen ihres braunen, mit pinken Strähnen durchzogenen Haars, aus dem Gesicht. Emily und Mano blickten sie nur stumm an.
„Er hat so einen Kerl auf der Straße gefunden und das wohl schon vor knapp einem Monat. Unfassbar, dass er mir das erst jetzt erzählt! Ach und nicht nur, dass er da so einen Kerl findet, ins Krankenhaus bringt und ihn da auf seine Kosten behandeln lässt, nein, er lässt ihn auch noch bei sich wohnen und das jetzt schon für EINEN Monat und erst jetzt sagt er etwas darüber und das auch nur weil er meine Hilfe braucht. ‚Dein Vater hat doch den großen Einfluss, ne‘.“, murrte sie und ahmte die tiefe Stimme ihres Freundes nach. „Ja, hat er wohl. Hab ich gesagt und er so ‚Dann kannst du mir sicher helfen, neeeee?‘, meint er und ich so: ‚Der kann nur die Uni beeinflussen, sonst gar nichts und angenommen bist du doch schon vor einer halben Ewigkeit worden und dumm bist du auch nicht, also was willst du eigentlich?‘ Ich war da schon echt sauer wegen der Sache mit dem Obdachlosen, der zwar recht gepflegt aussah, aber man weiß ja nie, was solche Leute machen. Und William starrt mich einen Moment mit seinen Kitschaugen an und sagt dann: ‚Mein Freund hier braucht einen Studienplatz, hat aber keine Unterlagen, ist aber total schlau. Du kennst doch bestimmt eine Möglichkeit ihn da irgendwie noch rein zu bekommen, eh?‘ Und dann hab ich angefangen zu schreien. Einen Monat lang hat der den doofen Penner vor mir versteckt!“, mittlerweilen schrie Jane und unterhielt damit das komplette Café. Die wenigen anderen Besucher starrten Jane an und fingen an zu murmeln.
„Und was ist dann passiert?“, fragte Mano im beruhigenden Ton.
„Dann hat dieser Clown mich mit dem Penner alleine gelassen um mit ihm zu reden und der hat mir so ne herzzerreißende Geschichte erzählt. Irgendwas davon, dass er hier hin gekommen sei und dann sei er überfallen worden und hätte nun Probleme sich zurecht zu finden und seine ganzen Unterlagen, die er dabei gehabt hätte, die sein jetzt weg und da wo er herkommt, kann er Niemanden erreichen, weil das so ein Piss- Kaff ist, in dem die Momentan irgendwelche Probleme haben. Naja, zumindest hat sich herausgestellt, dass der Kerl wohl ganz in Ordnung ist. Ich hab dann gerade noch ein bisschen herumtelefoniert und jetzt darf er den Aufnahmetest nachträglich mit all den Nachrückern machen und kann dann noch angenommen werden.“
Jetzt wo Jane geendet hatte lehnte sie sich an und blickte sich ruhig im Café um. Wer Jane zum ersten Mal traf würde niemals auf die Idee kommen, dass sie die Tochter des Dekans sei und zu einer der angesehensten Familien der Stadt gehörte. Ihr unkonventionelles Aussehen, ihre laute Art und ihre Sprechweise sorgten dafür, dass sich viele Leute ihr nicht zu nähern wagten. Wer sie jedoch kennen lernte, der bemerkte schnell, dass sie durchaus nett und liebenswürdig war.
„Wieso hat William diesen Kerl überhaupt aufgenommen?“, fragte Emily vorsichtig.
„Weil er nun einmal so ist. Früher hat er streunende Hunde, Katzen und Igel aufgenommen und jetzt nun einmal so einen Kerl. Ich mein, der scheint echt vernünftig zu sein, aber man kann doch nicht einfach so einen Kerl mitnehmen…“, sie seufzte tief und legte dann ihren Kopf auf den Tisch.
„Der sollte häufiger seinen Verstand benutzen.“, murmelte sie leise.
„Er handelt nun einmal nach seinem Gefühl.“, sagte Mano.
„Scheint wohl so…“, flüsterte Jane nur.

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