Andere Sichtweisen in Episode 3

Hallo liebe Leser. Hier kommt Episode 3, die erzählt, was Serafin eigentlich die ganze Zeit macht . . . zumindest ein bisschen. ^^ Ich bemüh mich die Handlung nicht all zu stockend voranzubringen. Hoffentlich gefällt es euch. Da ich weg fahre [Hui, endlich sind die hausarbeiten weg und ich hab Urlaub *-*] habe ich leider keine Möglichkeit die nächsten Episoden online zu stellen [und werde mich dementsprechend] seltener melden. Montag oder Dienstag erscheint Episode 4 und dann war es das erst einmal für eine Woche. [Bis Episode 5 hab ich übrigens schon alles komplett… muss nur noch überarbeitet werden]


Episode 3: Wünsche

In Deinen Augen nur
Kann ich mich sehn
In Deinem Herzen
Kann ich mich verstehn,
In Deinen Händen erst
Kann ich mich spürn,
In Deiner Seele
Will ich Dich berührn

Samsas Traum- K.haos Prinz und Wind Prinzessin

Serafin stand vor dem abgelegenen Haus. Es war in einer Höhle verborgen. „Wie clever.“, dachte er. Wie sollte bloß irgendwer auf die Idee kommen, dass diese mysteriöse Frau hier verborgen wohnte. Ihre Kundschaft musste schon lange ausbleiben. Er war unterwegs zu einer sogenannten Hexe. Ihre Fähigkeiten sollten besonders stark ausgeprägt sein. Er hatte einmal eine Erzählung über sie gelesene und sich danach auf die Suche begeben. Wenn jemand ihm helfen konnte, dann sie. Er hatte viele Menschen fragen müssen und schließlich war er über einen alten Mann gestolpert und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der Alte hatte auf dem Boden mitten in einer der letzten großen Städte gelegen. Serafin hatte ihn übersehen und war einfach über ihn gefallen. Er hatte sich lange entschuldigt, dem Alten etwas zu Essen spendiert und war darüber mit ihm in ein Gespräch gekommen. Der Mann hatte noch den Anfang des Krieges erlebt und wusste daher wohin sich die Hexe zurückgezogen hatte. Serafin war sofort aufgebrochen und hatte nun besagte Höhle entdeckt. Und tatsächlich stand dort ein kleines, altes Holzhaus drin.
Vorsichtig klopfte er an die Tür. Innen hörte er Schritte und dann öffnete eine Frau die Tür. Sie musste circa 30 sein. Ihr dunkles, fast schwarzes Haar bedeckte ihren Rücken. „Ich würde gerne mit der Besitzerin dieses Hauses sprechen.“, sagte er unsicher.
„Bitte, sie steht vor Ihnen.“, antwortete sie mit einem Lächeln.
„Ähm… dann hab ich mich sicher geirrt.“, meinte er und wollte sich schon zum Gehen wenden, als sie freudig lächelnd sagte: „Sie haben sicherlich einen Wusch und den kann ich Ihnen erfüllen. Also kommen Sie und treten Sie herein.“
Unsicher folgte er ihr ins Innere des Hauses. Die Wände waren hell gestrichen und durch die Fenster schien Tageslicht hineinzufallen, obwohl es in der Höhle doch dunkel war. Vor einem kleinen Kamin setzte sie sich auf einen geblümten Sessel und blickte ihn erwartungsvoll an. Er rührte sich nicht und blickte sie nur verdutzt an.
„Ich kann schon verstehen, dass Sie verwundert sind. Aber ganz ehrlich, denken Sie, dass jemand mit meinen Fähigkeiten das Altern einfach erträgt? Ich glaub wohl kaum. Los setzen Sie sich, trinken Sie eine Tasse Tee und schildern Sie mir ihr Problem.“
Er setzte sich auf einen zweiten geblümten Sessel, dessen Muster sich bösartig mit der ebenfalls geblümten Tapete biss. Neben ihm lag auf einem kleinen Tisch ein kleines Körbchen mit Wolle und Strickzeug.
„Was beschäftigt Sie?“, fragte die Frau und blickte ihn durchdringend an. Ihre grünen Augen schienen sich direkt in sein Inneres zu graben und dort nach einer Antwort zu wühlen.
„Ich habe eine Bitte und ich habe die Hoffnung, dass Sie mir diese gewähren würden.“, formulierte er vorsichtig.
„Wahrscheinlich kann ich Ihnen helfen, doch meine Hilfe kann ich Ihnen nur gewähren, wenn Sie mir eine entsprechende Gabe geben.“
„Was für eine Gabe?“, fragte er verwundert.
„Der Preis kann unterschiedlich ausfallen. Es kommt immer darauf an, wie groß Ihr Wunsch ist. Je größer, desto größer die Gabe. Bitte denken Sie nicht von mir, dass ich habgierig sei. Es ist nur so, dass meine Kräfte auch beschränkt sind. Die jeweilige Gabe wird mit meiner Magie vermischt und kann somit Ihren Wunsch erfüllen. Also, wie kann ich Ihnen helfen?“
Serafin atmete einmal tief durch dann sagte er: „Es gibt ein Mädchen, welches ich unbedingt treffen möchte. Nur stammt sie nicht aus diesem Land und ich befürchte, dass sie noch nicht einmal aus dieser Welt stammt. Ich weiß nicht wo sie lebt und ich kann sie nicht alleine erreichen. Bitte können Sie sie für mich finden und mich zu ihr bringen?“
Eine Pause folgte. Die Frau blickte ihn weiter durchdringend an. „Es wird schwierig und der Preis wird sehr hoch sein.“, brach sie schließlich hervor.
„Der Preis ist mir egal. Solange ich bei ihr sein kann ist das nicht von Bedeutung.“
„Sag so etwas nicht Jüngling! Es könnte dich dein Leben kosten oder noch mehr. Dann bringt dich keine Magie der Welt mehr zu ihr!“, fuhr sie ihn an und sprang plötzlich auf. Er zuckte zusammen und starrte sie an.
„Wirf nicht so leichtfältig dein Leben weg. Warte ab, wie hoch der Preis sein wird und entscheide dann ob du gehen möchtest.“, sagte sie nun sanft und ging zu einer kleinen Kommode, die unter einem der Fenster stand. Aus dieser holte sie eine kleine Schatulle hervor, mit welcher sie zurück zum Sessel ging, sich dort setzte und die kleine Kiste dann öffnete. Nacheinander zog sie mehrere kleine Gegenstände hervor. Zunächst nahm sie eine kleine Glaskugel heraus, welche sie Serafin reichte und ihn anwies die Kugel in beide Hände zu nehmen. Anschließend zog sie einen kleinen Beutel hervor, aus welchem sie eine lange goldene Kette zog, an welcher ein weißlich- goldener Kristall hing und matt leuchtete. Sie legte die Kette an und plötzlich durchzog ihr schwarzes Haar einige graue Strähnen und auf ihrem Gesicht tauchten einige Falten auf. „Leider bricht diese Kette langsam um sie herum bestehende Zauber.“, erklärte die Frau, die nun aussah, als sei sie mindestens 50. Serafin wusste genau, dass diese Frau schon mindestens 100 Jahre alt sein müsste.
„Wie heißen Sie?“, fragte die Frau ruhig und schloss ihre Augen.
„Serafin.“, sagte er.
„Serafin, schließ deine Augen. Denk an das Mädchen. Denk an sie mit aller Kraft.“
Er tat wie geheißen.
„Sie lebt sehr, sehr weit weg. Der Preis wird sehr hoch sein. Zunächst einmal musst du in ihre Welt. Dann möchtest du auch noch dort sie treffen, was den Preis noch erhöht. Abschließend sprichst du nicht ihre Sprache. Wenn du sie bisher in einem magischen Raum getroffen hast, so hat die Magie für euch als Übersetzer fungiert, doch wenn du bei ihr bist, so wirst du sie nicht verstehen können. Du wirst mir wichtige Dinge geben müssen und selbst dann bedeutet es nicht, dass du tatsächlich mit ihr zusammen leben wirst können.“
„Solange ich in ihrer Nähe sein kann ist mir alles egal.“, sagt Serafin mit Nachdruck.
„Für die Reise in die andere Welt musst du die Fähigkeit zu Träumen aufgeben. Somit verlierst du die Gabe der Magie und damit die Möglichkeit sie in einem magischen Raum treffen zu können.“
„Wenn ich bei ihr bin brauch ich sie nicht mehr dort zu treffen. Dann kann ich sie immer sehen, wenn ich meine Augen öffne.“, antwortete er.
„Denk nicht, dass es so leicht sein wird. Aber es ist nun einmal deine Entscheidung. Das zweite was du bezahlen musst um in den Ort, in dem sie lebt, zu kommen ist ein Teil deiner Erinnerung. Du wirst sie nicht an ihrem Äußeren erkennen können.“
„Wie soll ich sie dann finden?“, fragte er verwundert.
„Sei nicht albern, ich dachte sie würde so viel für dich bedeuten. Zudem hast du sie bisher noch nie wirklich gesehen, sondern immer nur ein Abbild ihrer Person. Zusätzlich wirst du sie, wenn du sie wirklich liebst, erkennen. Es gibt keinen größeren Zauber als der Augenblick, indem man das erste Mal in die Augen der Person blickt, die man von ganzem Herzen liebt.“
„Dann werde ich sie erkennen!“, sagte er entschieden.
„Schließlich wirst du mir noch etwas geben müssen um ihre Sprache zu sprechen. Du musst mir das einzige Wort geben, welches du bisher in ihrer Sprache kennst: ihren Namen.“
„Das ist kein großes Hindernis, ich werde sie auch so finden.“, unterbrach er die Hexe.
„Bist du bereit all dies zu bezahlen? Auch wenn du weißt, dass du in einer fremden Welt landen wirst, vollkommen auf dich alleine gestellt, ohne die Möglichkeit Magie zu gebrauchen und in der Gewissheit, dass du weder wissen wirst wie sie aussieht, noch wie sie heißt?“
„Ja! Ich bin bereit all dies zu bezahlen, wenn ich dann nur bei ihr sein kann.“
„Dann sei es so!“, rief die Hexe und plötzlich erstrahlte ein helles Licht, welches durch Serafins immer noch geschlossene Augenlider drang. Das Licht schien in ihn einzudringen und ihn von innen zu erwärmen. Die Wärme stieg weiter an, bis er das Gefühl hatte zu schmelzen, dann hörte er ein lautes Rauschen. Er wollte die Augen öffnen, konnte aber nicht, und hatte nun das Gefühl, dass etwas Nasses und Kaltes ihn umgab. Plötzlich war alles still. Kein Ton drang mehr an seine Ohren und dann, so überraschend, wie die Stille gekommen war, drang plötzlich Lärm an seine Ohren. Die Geräusche wirkten unnatürlich und künstlich. Das heize Gefühl in ihm verschwand und er konnte seine Augen wieder öffnen. Er lag auf einem rauen, feuchten Untergrund. Um ihn herum erstreckten sich gewaltige Bauten, die bis in den Himmel zu reichen schienen. Der Himmel über ihm war schwarz und doch war es nicht dunkel. Ein sonderbares Licht ging von den Bauten aus. Vorsichtig richtete er sich auf und blickte sich um.
Er konnte auf eine breite Straße blicken, die mit dem gleichen dunklen Material bedeckt war, wie der kleine Weg, auf dem er gerade saß. Auf der Straße eilten einige Personen schnell vorbei und sonderbare, glänzende Gegenstände bewegten sich hinter den Menschen über die Straße. Er stand vorsichtig auf. Seine Beine fühlten sich betäubt an, als hätte er sie für lange Zeit nicht benutzt. Zudem fühlte er sich entkräftet und hungrig. Wie lange hatte er wohl schon dort gelegen?
Vorsichtig tastete sich Serafin an einer Wand entlang und lief auf die breite Straße zu. Die Menschen eilten an ihm vorbei und achteten nicht auf ihn. Er wandte sich nach rechts und ging langsam weiter, wobei er sich an der steinerne Wand abstütze. Bald stieß er auf eine sonderbare, glatte, spiegelnde Oberfläche, in welcher er sich kurz musterte. Sein Gesicht wirkte ausgemergelt, ein kurzer Bart bedeckte sein Gesicht und die Kleidung, die er trug, sah befremdlich und schmutzig aus. Noch ein wenig weiter ging er die Straße entlang und sank dabei immer weiter an der Wand hinab, bis er schließlich auf dem Boden aufkam. Dort saß er einen Moment, bis plötzlich einer der Passanten stehen blieb und ihn ansprach. „Ist alles in Ordnung? Kann ich Ihnen helfen?“, fragte eine Stimme. Serafin blickte mit verschwommenem Blick die Person an. Dann brach er zusammen.

2 Gedanken zu “Andere Sichtweisen in Episode 3

  1. Die Fähigkeit aufgeben zu Träumen, für manche ein Segen für manche ein Alptraum xD
    Ohne einen Traum hat man nich das Gefühl zu schlafen während andere wiederrum dadurch schlechter schlafen.

    Ein Haus in einer Höhle finde ich auch cool xD hoffentlich hat sie Wasserfestes Dach wenn da irwo was aus den Ritzen aufs Dach immer tropft @_@ und Sonne T_T X’DDD

  2. Ach, so schlimm ist es gar nicht für die in der Höhle zu wohnen. Wenn die Sonne haben will, dann verändert sie die Höhle einfach ein bisschen…

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