Photoshop für Blogger: Grundlagen

Gerade beim führen eines Blogs kommt es viel auf die Optik der Artikel an. Dabei sind es vor allem Fotos und Bilder, die als erstes auffallen und den Leser zum weiterlesen animieren sollen. Ein hübsch, interessantes Bild kann einen kompletten Artikel aufwerten und im besten Fall neue Leser anwerben.

Viele Blogger scheinen zu denken, dass eine gute Kamera auf jeden Fall dafür sorgt, dass die Bilder gut wirken. Dabei gibt es viele kleine Dinge, die man bei einem Foto bedenken sollte. Zusätzlich lassen sich viele Unzulänglichkeiten – die bei durchschnittlichen Fotoapparaten auftreten – durch einfache Bildbearbeitung ausgleichen.

Daher möchte ich in einer kleinen Reihe ein paar Tipps geben, womit Blogfotos ein ganzes Stück aufgewertet werden können. Dies soll keine Photoshop-Lektionen beinhalten und gleichzeitig ein paar allgemeine Tipps zu Fotos geben.

Seid ihr bereit? Dann geht es nun mit der ersten Lektion los! Photoshop ist ein wirklich sehr gut benutzbares Programm, welches leider den Hacken hat, dass es etwas teuer ist. Abgesehen davon, dass sich die Anschaffung wirklich lohnt, gibt es jedoch auch viele Möglichkeiten an preiswerte Versionen zu kommen. Zum einen gibt es Studentenversionen, zum anderen sind gerade ältere Versionen (z.B. Photoshop Elements 7) zu wirklich erschwinglichen Preise kaufbar und sind sogar noch ein ganzes Stück preiswerter, wenn man eine gebrauchte Version kauft. Haltet also auf ebay oder amazon die Augen offen. Eine andere alternative bietet das kostenlos erhaltbare GIMP, welches für den Anfang zwar ganz okay ist, jedoch mit Photoshop nicht mithalten kann.

Photoshop bietet viele kleine Werkzeuge, mit denen ihr sehr schnell eure Bilder wirklich sehr gut bearbeiten könnt. In dieser Lektion lernt ihr Ebenen, die Gradationskurve, das Freistellungswerkzeug und das Textwerkzeug kennen. Damit könnt ihr schon sehr, sehr viel bearbeiten und eure Fotos ein Stück schöner machen.

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Die Ansicht kann sich von eurer Version unterscheiden. Grundsätzlich ist der Aufbau jedoch relativ ähnlich.

Zunächst einmal öffnen wir ein Foto, welches bearbeitet werden soll. Einfach auf Datei und dann öffnen klicken. Nun wird euch euer Foto angezeigt und ihr könnt es bearbeiten. Euer Foto liegt auf der Hintergrundebene. Damit ihr damit arbeiten könnt oder das Original zu verändern kopieren wir es nun erst einmal in ein neues Fenster. Markiert dafür euer Foto mit Strg+A, kopiert es mit Strg+C, öffnet ein neues Fenster (Strg+N) und fügt euer Foto mit Strg+V ein. Nun liegt es auf der ersten Ebene.

Indem ihr in der Ebenenwahl (rechts unten) eine Ebene auswählt könnt ihr sie bearbeiten. Wechselt ihr die Ebene bearbeitet ihr jene. Dabei liegen die Ebenen wie ein Stapel übereinander. Fügt doch einmal eine neue Ebene (Strg + Großschreibtaste + N) hinzu. Wenn ihr auf ihr zum Beispiel mit dem Pinselwerkzeug rummalt und die Ebene danach ausschaltet (auf das kleine Auge vor dem Ebenennamen in der Liste klicken) seht ihr, dass eurem Foto nichts passiert ist.

Unterhalb der Ebenenliste seht ihr diverse Symbole. Der kleine schwarz-weiße Kreis ist dabei für eine schnelle Fotobearbeitung besonders wichtig. Er enthält unter anderem die Gradationskurve, Beleuchtungs- und Farbeinstellungen. Auf diese komm ich später noch einmal zurück.

Am linken Rand seht ihr euren Werkzeugkasten. Mit dem kleinen Pfeil (Verschiebe-Werkzeug) könnt ihr Dinge auf Ebenen verschieben. Das Freistellungswerkzeug schneidet einen Teil eures Fotos aus und verkleinert das komplette Bild auf die Größe eures Rahmens. Mit dem Textwerkzeug könnt ihr Text hinzufügen. Um eines der Werkzeuge zu benutzen klickt ihr einfach das jeweilige Symbol an.

Nun lasst uns einen Blick auf das Foto werfen. Wie ihr schon auf dem Erklärungsbild seht ist es noch unbearbeitet. Es gibt viele kleine Dinge, die störend wirken und alle zusammen dafür sorgen, dass ich das Foto so nicht verwende würde.

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Im Endeffekt sind es wirklich nur viele Kleinigkeiten, aber die können sehr schnell beseitigt werden. Verwendet für so etwas einfach das Freistellungswerkzeug. Wählt es aus, zieht dann eine Rahmen um den Bereich des Fotos, den ihr später als Ausschnitt wählen wollt und klickt dann auf Enter. Gefällt euch der Ausschnitt nicht, so könnt ihr einfach über Bearbeiten/ Schritt zurück den Prozess umkehren und euren rahmen verändern.

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So ist es schon viel besser.

Als nächstes soll das Bild noch ein wenig mit der Gradationskurve bearbeitet werden. Damit könnt ihr Kräftigkeit der Farben und die Beleuchtung eures Bildes verändern. Klickt hierzu einfach auf den schwarz-weißen Kreis unter der Ebenenauswahl, wählt in der Liste Gradationskurve und verstellt nun die Werte, indem ihr die Kurven verschiebt. Für den Anfang könnt ihr auch den Auto-Knopf drücken. Dieser schlägt euch passende Werte vor. Probiert doch einfach verschiedene Werte aus. Keine Sorge, es braucht einen Moment bis man mit den Kurven zurechtkommt.

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Meine Kurven. Etwas Retro-Foto-Licht

In einem letzten Schritt kann man Text zu dem großen weißen Bereich am linken Rand hinzufügen. Dafür wird einfach das Textwerkzeug ausgewählt. Hier müsst ihr nun auf die Ebenen achten. Wenn die Textebene direkt über der des Fotos liegt wirkt die Gradationskurve auch auf den Text. Liegt er über der Gradationskurve bleibt er unbearbeitet. Natürlich macht dies bei schwarzem Text keinen Unterschied!

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Finales Foto. Auch Text kann interessant wirken!

Und voilá, es ist fertig. Ein sommerliches Foto ohne störende Gegenstände! Einfach und schnell in wenigen Minuten vollbracht. Probiert es doch einmal selber aus :3

[Kleidung auf dem Foto: Sonnenbrille H&M, Oberteil Primark, Rock selbstgemacht von meiner Mutter, Kinderarmband meiner Mutter]

4 Gedanken zu “Photoshop für Blogger: Grundlagen

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