Mal eine andere Serie

Guckt man sich die deutsche Serienlandschaft an, stolpert man sehr schnell über Soaps, Tele Novelen und Alarm für Cobra 11. Die wenigen Comedy-Serien, die noch verblieben sind, sind eher dürftig, als lustig. Kein Wunder, dass viele das Gefühl haben, dass in Deutschland nicht mehr wirklich gutes Fernsehen gemacht wird – einmal abgesehen von ein paar Dokus. Aber halt, es gibt sie doch, eine Serie, die uns alle retten könnte. Ihr Erschaffer: Bora Dagtekin. Nein, nein, nein, es soll hier nicht um diese kitschie-kitschie-Arztserie von RTL geben, mit der dicken Ärztin, die den ganzen Tag Schokolade ist, dann rumheult, dass sie zu dick ist und weiter Schokolade mampft.

Es geht um Türkisch für Anfänger. Ja, genau die Serie, zu der jetzt dieser merkwürdige Film erschienen ist. Ignorieren wir diesen einmal und machen einen Sprung zurück ins Jahre 2005. Damals lief die erste Staffel im ARD, gefolgt von zwei weiteren bis 2008.

Lena Schneider ist eine etwas eigensinnige 16-jährige, die Sarkasmus mag, sich schnell einmal missverstanden fühlt und immer versucht ihren Kopf durchzusetzen. Zusammen mit ihrem kleinen Bruder und ihrer Mutter – Psychiaterin und Hippie – lebt sie zusammen ein friedliches Leben. Alles könnte so schön sein, hätte ihre Mutter nicht den türkischen Kommissar Metin kennengelernt und kurzerhand beschlossen mit ihm und seinen beiden Kindern zusammenzuziehen. Und so wird aus zwei Familien eine. Plötzlich hat Lena zwei neue Geschwister – den 17-jährigen pseudo-Gangster Cem und das super muslimische Mädchen Yamur. Von nun an folgt eine Krise auf die andere.

Oder anders gesagt: es geht um Lena, die langsam erwachsen wird, sich verliebt, überlegen muss, was sie mit ihrer Zukunft anfangen möchte und feststellen muss, dass erwachsen sein gar nicht so einfach ist, wie sie das gerne hätte.

Klingt im ersten Moment vielleicht eher wie eine etwas stumpfe Handlung, ist es aber dann so gar nicht. Der Humor der Serie ist an vielen Stellen schwarzer als schwarz. Gleichzeitig werden Vorurteile über alle Personen geschüttet und so lange kräftig umgerührt, bis eine sehr gute und vor allem sehr witzige Serie herauskommt.

Und für alle Verfechter von Doctors Dairies, die es eben doch für die bessere Dagtekin-Serie halte: Cem ist wesentlich hotter, als der komische österreichische Arzt, den Elyas M’Barek, in der Serie spielt.

2 Gedanken zu “Mal eine andere Serie

  1. Beim Titel wusste ich sofort, dass es um TFA geht XD
    So eine super Serie! Wobei ich die 3. Staffel nicht mochte…

    N64 :D

    • Ich fand, dass es sehr viele lustige Höhepunkte in S3 gab. Leider wirkte die Handlung dort eher so, als wollten die die schnell zu Ende bringen…

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