Downton Abbey

Es gäbe wahrscheinlich Millionen von Überschriften, die diese Serie beschreiben könnten. Mit ihrem Titel ist es jedoch auch schon getan, denn er macht neugierig, klingt nach Adel und altem Herrenhaus: kurzum allem worum es in der Serie geht.

downton abbey

Picture by janeaustensworld.wordpress.com

Julian Fellowes kreierte diese Serie für iTV, einem britischen independent-network. 2010 liefen die ersten Folgen, vor kurzem ist die dritte Staffel auf DVD erschienen. Diese fiesen Formalia sollen vorweggenommen werden um nun vollkommen ins Schwärmen zu verfallen.

Die Serie beginnt 1912. Ein Herrenhaus. Trubel. Die Dienerschaft bereitet hektisch das Frühstück und den Salon fertig, als die ersten Zeitungen eintreffen. Schlagzeile: Die Titanic ist versunken. Und damit sinken auch alle Hoffnungen des altehrwürdigen Hauses, denn der Erbe – Patrick – und Verlobte der ältesten Tochter von Downton Abbey – Mary – befand sich an Bord und liegt nun in den tiefen des Ozeans. Schnell muss ein neuer Erbe gefunden werden, denn ansonsten würde die Familie ihren Titel und ihr Vermögen an einen Fremden verlieren.

Die Suche nach einem Erben bietet ab nun eine Grundlage für die folgenden Handlung. Daneben erzählt die Serie von den Sorgen der Dienerschaft und der Hausbewohner, sowie ihrem Alltag. Hier wird eine Sauce vergessen zum richtigen Gang serviert zu werden und dann ist auch noch das Dinnerjacket des Herren verloren gegangen. All diese Vorfälle geraten schnell in Vergessenheit, während die Serie voranschreitet und dabei von den historischen Ereignissen eingeholt wird. Staffel eins reicht bis ins Jahre 1914, die zweite spielt teilweise bereits 1918.

Neben der wirklich sehr wundervollen Handlung und dem unglaublich charmanten britischen Akzent kann die Serie noch mit zwei weiteren Pluspunkten aufwarten. Zum einen ist die Bildsprache unglaublich schön. Es werden kleine Details verwendet, mit dem Licht gespielt und kleine Nuancen von Farbübergängen und Texturen eingefangen. Die Kamera begleitet geheim die Figuren und baut dabei kleinen Spannungen auf.

Zum zweiten spielt Maggie Smith – oh ja, die Minerva McGonagall aus Harry Potter – eine wunderbar alte Frau, die mit ihren zynischen Bemerkungen jeden Gesprächspartner aus der Fassung bringen kann. Als Grand Lady zieht sie die Fäden im Hintergrund.

Wer sich auf eine Serie freut, die er eben so nebenbei gucken kann, wird leider stark enttäuscht werden. Die Folgen sind jeweils knapp eine Stunde lang. Zusätzlich können so unglaubliche viele Details und Fassetten der Handlung leicht übersehen werden. Jeder andere – vor allem diejenigen, die auch an den Verfilmungen von Jane Austin-Romanen ihre Freude finden – werden diese Serie lieben.

2 Gedanken zu “Downton Abbey

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