CFF: Citizen Kane

Am heutigen Classic Film Friday möchte ich über den Film schreiben, der von der Sight & Sound regelmäßig als der beste Film aller Zeiten ausgezeichnet wird: Citizen Kane.

Foto von Mythicalmonkey.blogspot.com; I don't own this picture!

1941 erschuf Orson Wells, der zuvor durch das Hörspiel Krieg der Welten für Aufsehen sorgte, diesen klassischen schwarz-weiß Film und kombinierte dabei nicht nur neue Aufnahmetechniken miteinander, sondern verwendete auch ein für die Zeit unübliches Sutje.
Der Film beginnt mit dem Tod von Charles Foster Kane, einem der reichsten Männer der Welt und Zeitungsinhaber. Bei seinem Tod sagt er nur ein Wort: Rosebud. Von dort an beginnen Journalisten auf der ganzen Welt nach der Bedeutung des Wortes zu suchen. Darunter auch der Protagonist, der sich im Verlauf des Films mit verschiedenen Personen trifft, die eine bedeutende Rolle in Kanes Leben hatten. Dabei erfährt man in Rückblicken chronologisch etwas über Kanes Leben. Jede Person bringt den Journalisten dabei weiter zur nächste, die Kanes Lebensgeschichte weitererzählt.
Trotz Zeitsprünge zwischen Gegenwart und dem Leben Kanes kann der Film leicht verfolgt werden, da die Lebenshandlung sehr linear erzählt wird. Dabei werden immer wieder neue Fakten aufgedeckt, die scheinbar nichts mit Rosebud zu tun haben. Die Spannung steigt also innerhalb des Films an. So möchte man nicht nur wissen was sich hinter dem mysteriösen Wort verbirgt, sondern auch was in Kanes Leben geschehen ist. Mit jeder neuen Person scheint die Fassade des perfekten Geschäftmanns langsam wegzubröckeln.
Neben der sehr modernen Erzähltechnik, die auch heute noch so in Filmen verwendet wird ist vor allem die Kameraführung als beeindruckend wahrzunehmen. Die Bilder sehen so gegenwärtig aus, dass man sich einen Moment fragt, ob der Film wirklich aus den 1940er Jahren stammt. Das Spiel mit Reflexionen und Tiefenschärfe erzeugt interessante Bildkompositionen.
Darüber hinaus überzeugen die Schauspieler durch außerordentliches Talent. Die Darsteller mussten in diesen Filmen jeweils unterschiedliche Zeitstadien der Figuren spielen. Dies wird nicht nur durch Maskenbildner ermöglicht, sondern vor allem durch die angepassten Spielweisen. So zeigt Wells in der Rolle von Kane sehr verschiedene Fassetten. Vor allem aber auch Joseph Cotten, als Kanes bester Freund, beeindruckt durch sein Spiel.

Ein Gedanke zu “CFF: Citizen Kane

  1. Pingback: Das war 2012 | Chochi in Wonderland

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s