Alice in Wonderland

Ach ne und zum Schluss kann ich endlich auch einmal diese Überschrift wählen. Nicht falsch verstehen, der Blog geht nicht weg oder so . . . O_O Gestern war ich endlich im Alice Film und ich bin begeistert. Hab erst gedacht, dass der ganz furchtbar dämlich wird, nachdem ich den ersten Trailer gesehen hatte und jetzt bin ich echt froh, dass ich drin war.
In dem Film geht es darum, dass Alice als junge Erwachsene wieder zurück ins Wunderland kommt, sich aber nicht mehr daran erinnern kann. Sie denkt, dass sie in einem Traum ist und nimmt daher die Gestalten nicht ganz ernst. Das Wunderland selbst steht nun unter der tyrannischen Herrschaft der roten Königin und nur Alice scheint die Macht zu haben, das Wunderland nun noch zu retten. . .
Alles in allem war der Film sehr gut gemacht. Die Schauspielerin von Alice überzeugte auch schon vollkommen in der Serie In Treatment. Hinzu kam die geniale Darstellung des verrückten Hutmachers durch Johnny Depp. Die Musik war großartig und die Bilder wirkten alle recht düster und verrückt. Wirklich sehenswert.

Und hier kommt jetzt die erste Episode von Morgenrot. Irgendwie brauche ist fast länger die passenden Liedertexte zu jeder Episode zu finden, als die Episode zu schreiben. . .


Episode 1: Zurück ins Baumhaus

Und alles, was wir sind, im Labyrinth der Zeit verrinnt
Ist morgen schon verschwunden
Dem alten Geist nochmal beschwören
Sag kannst du mich noch hören?

Asp- Offährte

„Du siehst heute nicht gut aus.“, sagte Kate besorgt.
„Es geht schon. Ich hab nur ein bisschen zu wenig geschlafen“, antworte Mano und strich sich das lange weißlich-blonde Haar aus dem Gesicht. Auf ihrer hellen Haut traten die dunklen Ringe unter ihren Augen besonders gut hervor. Sie wollte Kate nicht beunruhigen und sich selber auch nicht. Außerdem würde ihr Kate niemals glauben. „Ach übrigens ich kann durch Träume von anderen Menschen laufen. Vielleicht hab ich dort sogar die Liebe meines Lebens gefunden, aber ich denke, ich hab ihn gestern für immer verloren.“ Selbst in ihrem Kopf klang diese kleine Rede lächerlich und vor allem viel zu kitschig. „Die Liebe meines Lebens…“, wiederholte sie stumm in Gedanken. Lächerlich. Sie atmete tief durch und ging weiter mit Kate in Richtung Schule.
Die beiden kannten sich schon nah zu immer. Kates Familie lebte nur drei Straßen von Manos entfernt. Die beiden hatten zusammen den Kindergarten besucht, die Grundschule und waren schließlich zusammen auf eine weiterführende Schule gekommen. Nun verbrachten sie ihr letztes Schuljahr zusammen. In zwei Wochen sollte die Abschlussfeier stattfinden und dann würden sich ihre Wege trennen. Zum ersten Mal in ihrem Leben würden sie nicht in der gleichen Stadt wohnen. Bei dem Gedanken grauste Mano jetzt schon. Aber so war das Leben eben. Sie würde fortgehen und Kunst und Design studieren und Kate war an einer Ballettschule angenommen worden.
„…meine Wohnung ist fast bezugsbereit. Einfach fantastisch! Die Lage, die Größe, Alles. Und wann kannst du umziehen? Mano, Mano! Du hörst mir ja gar nicht zu.“, plauderte Kate drauflos.
„Entschuldige, ich war mit meinen Gedanken wo anders.“, sagte Mano du blickte ihre Freundin entschuldigend an.
„Heute verzeih ich dir noch einmal. Aber nur ausnahmsweise!“, meinte Kate in gespielt strengem Ton. „Warum müssen wir überhaupt heute da hin? Als könnte nicht irgendwer anders diese dumme Aula dekorieren. Warum ausgerechnet wir?“, jammerte Kate.
„Vielleicht hättest du dich nicht zur Stufensprecherin wählen lassen sollen und mich nicht für die Dekoration vorschlagen sollen.“, antwortete Mano und unterdrückte ein Gähnen.
„Ach, ich wusste doch, dass da etwas war. Naja, so schlimm wird es sicherlich nicht.“

Natürlich kam es schlimmer. Bis zum Abend bastelten und dekorierten die beiden Freundinnen. Als Mano endlich nach Hause kam legte sie sich direkt ins Bett. Es war gerade einmal 20 Uhr, aber was machte das schon. Sie war so müde und der Tag war so anstrengend gewesen. Während sie im Bett lag und mit geschlossenen Augen darauf wartete einzuschlafen erinnerte sie sich wie sie ihm das zweite Mal begegnet war. Nachdem sie das erste Mal aus dem Baumhaus geflohen war fand sie sich am nächsten Abend plötzlich wieder dort. Sie hatte nicht vorgehabt noch einmal dorthin zurückzukehren, doch irgendetwas hatte sie hierher gebracht. Sie versuchte zu erwachen oder zumindest wo anders hin zu gehen. Es klappte nicht. Sie blieb an Ort und Stelle.
„Du hast dich also entschieden wieder hierhin zu kommen. Wenn das kein Zufall ist. Dafür, dass du dir nicht aussuchen kannst wohin du gehst überwindest du aber ziemlich häufig meine magische Grenze.“, hörte sie plötzlich eine Stimme hinter sich.
Mano drehte sich um und sah einen jungen Mann im Raum stehen. Sein braunes, kurzes Haar fiel ihm leicht in die Stirn. Er schien in etwa so alt zu sein wie sie. Seine schlanke, große Gestalt hätte ihr gefallen können, wäre sie nicht so sehr damit beschäftig gewesen panisch nach einer Fluchtmöglichkeit zu suchen. Mit großen Schritten trat er auf sie zu. Langsam lief sie rückwärts auf die Wand zu. Entschuldigend hob sie ihre Arme und sagte dann mit zitternder Stimme: „Ich kann wirklich nichts dafür. Ich komm hier nicht mehr raus und ich wollte gewiss nicht hier eindringen. Bitte glauben sie mir.“
„Ach, du kommst also zufällig hier rein? Schon klar. Niemand versucht jemals mit Absicht eine beinahe unüberwindbare Mauer zu überwinden. Ich glaube dir natürlich.“, sagte der Mann mürrisch und schritt weiter auf sie zu.
Mano begann an der Wand entlang rutschend ihm auszuweichen. Dabei viel ihr zum ersten Mal auf, dass der Raum rund war. Er erreichte sie und streckte seine Arme so gegen die Wand, dass sie rechts und links neben ihren Schultern auflagen. Ihre Gesichter waren nun keine 20 Zentimeter mehr voneinander entfernt. Sie konnte seinen verblüffend dunkelbraunen Augen sehen. „Was willst du hier?“, fragte er eindringlich und starrte sie an.
„Ich will gar nichts hier. Wie ich schon gesagt hab wollte ich nicht mehr hierhin kommen. Ich weiß auch nicht wie ich Ihre Grenze oder Mauer oder was auch immer überschritten habe.“, erklärte sie eilig und Panik begann sich rasend in ihr auszubreiten. Jetzt gab es kein entkommen mehr.
Einen Moment lang starrte er sie schweigend an. Dann entfernte er sich wieder von ihr und schritt zur Mitte des Raumes, wo ein großes Sofa stand, auf welches er sich setzte. Dann atmete er einmal tief durch und sagte dann: „Ich glaube dir.“
Vor Erleichterung begannen ihre Beine zu zittern und Mano ließ sich auf den Boden sinken. „Danke! Es… danke… wirklich….“, sagte sie.
„Es verwundert mich jedoch immer noch. Es muss einen Grund geben warum du hier hingekommen bist.“, meinte er brummig. Dann fügte er knapp hinzu: „Ich bin übrigens Serafin.“

Ja, es hatte einen Grund gegeben. Von dort an war sie jeden Abend, sobald sie eingeschlafen war, in seinem Baumhaus erwacht. Und sie hatte es genossen. Die Nächte in diesem kleinen Raum. Sie hatten geredet und geredet. Die Zeit schien dort rasend schnell zu vergehen. Kaum war sie dort, schon brach der nächste Tag an und sie verschwand zurück in einen Traumlosen schlaf. So waren die Regeln. Sobald die Sonne begann aufzugehen musste sie die Welt verlassen, in der sie gerade war. Und jetzt? Zum ersten Mal seit circa zwei Jahren erwachte sie in einer anderen Welt. Es war ein anderer Traum, in welchen sie nach dem Tag mit der Dekorationsarbeit fiel. Und nicht nur das. Nun konnte sie plötzlich wieder zwischen verschiedenen Welten hin und her wandern. Aber was nützte das ihr? Siewollte nur in eine Welt. Sie wollte nur zurück in das Baumhaus. Ziellos streifte sie in dieser Nacht umher und das ohne Erfolg. Am Morgen erwachte sie, rastlos. Was war geschehen? Warum konnte sie nicht mehr zu ihm zurückkehren?

Ein Gedanke zu “Alice in Wonderland

  1. Die Beiden Die beiden
    Wortwiederholung im nächsten satz xD
    Is nix falsches aber es liest sich doof >D
    Ja der Hutmacher rockt Tim Burton is toll =)

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