Melody off Sleep- Songs from a Mermaid [Fragment]

Grusellig O_O Beim durchstöbern meines Computers hab ich schon wieder eine angefangene Geschichte gefunden, die ich im Halbschlaf geschrieben habe… was auch immer ich mir dabei gedacht habe. Naja, sei es drum ich stell das Fragment trotzdem Mal auf den Blog. (He, es ist datiert auf den 21.02.08):

Prolog:

Für einen Moment nur bin ich wach. Bin gefangen in dieser Welt. Mir träumte, ich sei ein Vogel und landete auf einer Welle. Mir träumte ich sei ein Fisch, der in der Unendlichkeit des nassen Blau vor sich hin treibt und dann schlafe ich wieder und werde ein Herzschlag.
Lausche in der Nacht. Höre meine Stimme. Ich rufe nach dir.

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Die Dunkelheit war beinahe vollkommen um sie ausgebreitet. Nur ein winziges Licht leuchtete den Weg und bahnte eine Schneise durch das Meer. Sie blinzelte, blickte sich um, doch sah sie nichts. Und doch hörte sie etwas. War es ein Rascheln? Das Läuten einer Glocke? Weiter trugen sie ihre Schritte den Weg entlang, durch das Haus, durch die Tür, die Treppe zum Garten hinab und durch jene hindurch. Immer wieder blieb sie steh und lauschte. Bald schon konnte sie nichts mehr sehen. Sie befand sich nun in dem kleinen Wald hinter dem Haus. Nichts als das leise Geräusch führte sie. Und doch erkannte sie alles um sich herum. Es schien so, als würden ihre Erinnerungen sich vor ihren Augen zu einem Bild verformen. Wie oft war sie schon durch diesen Wald gewandert? Wie oft war sie gerannt und hatte gelacht? Hatte sie nicht so oft bewundert wie das warme Sonnenlicht im Sommer durch die kühlende Blätterdecke gefallen war und wie wunderbar es sie eingehüllt hatte? Und gleichzeitig hatte sie die kleinen Teilchen bewundert, welche in der Luft schwebten und das Licht reflektierten. Wie magische Lichter hatten jene sie umgeben.
Und nun war nichts davon zu sehen. Sie wandelt alleine in der Dunkelheit. Und doch, war sie allein? Da war noch jemand oder etwas. Ja, sie war sich ganz sicher, da war noch jemand. Etwas lief vor ihr und zeigte ihr den Weg. Sie beschleunigte ihre Schritte um den Fremden einzuholen. Sie wollte nach ihm rufen, doch brachte sie keinen Ton raus. Plötzlich verschwand alles um sie herum. Licht blendete sie. Sie hielt sich die Augen zu, doch es half nichts.
Langsam gewöhnten sich ihre Augen an das grelle Licht. Sie blickte sich um. Sie war nicht mehr im Wald. Vor ihr breitete sich eine weite Ebene aus, bis hin zu einer Klippe, auf welcher ein hoher Baum in den Himmel ragte. Sie lief auf jenen zu und noch während sie lief, sah sie, dass sich auf dem Baum ein kleines Haus befand. ‚Wenn ich doch nur dort hochkommen würde‘, dachte sie sich und im nächsten Moment stand sie plötzlich in einem sonnendurchfluteten Raum. Das Rauschen des Meeres war viel lauter als vorher. Sie blickte aus einem der Fenster und stellte erstaunt fest, dass sie sich an einem Ort befand, welcher sehr hoch über der Ebene lag. ‚Ich werde doch wohl nicht auf dem Baum sein?‘, dachte sie und sah sich in dem Haus um. ‚Nein, wie sollte das den angehen.‘
Vorsichtig schritt sie durch das Haus und wollte gerade den nächsten Raum betreten, als sie jemand von hinten packte und sie festhielt. Vor Schreck schrie sie auf.
„Wer bist du und was suchst du in meinem Haus?“, fragte der Fremde.
„Ich wollte es mir nur einmal ansehen und plötzlich war ich hier. Es tut mir wirklich leid, ich wusste nicht, dass jemand hier wohnt.“
„Wofür ist ein Haus da, wenn nicht um in ihm zu wohnen?“, fragte der Fremde und lockerte seinen Griff um sie.
„Es tut mir wirklich leid.“
„Ist schon gut.“, sagte er und fügte hinzu: „Ich werde dir die Freiheit geben, im Tausch gegen deinen Namen.“
„Mein Name ist Lilien.“
Sofort ließ er sie los. Sie drehte sich um und erblickte einen Jungen, in eben ihrem Alter. Er war einen Kopf größer als sie, hatte kurzes braunes Haar, dunkelblaue Augen und ein freundliches Gesicht. Er wirkte auf eine gewisse Art und Weise schlaksig. Seine Kleider wirkten vollkommen zeitfremd und erinnerten an die Mode zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts.
„Es ist sehr mutig deinen Namen einfach so Preis zu geben. Nun kann ich dich jeder Zeit wieder finden.“
„Ich denke, dass dies kein großes Risiko für mich ist, den immerhin habe ich meine Freiheit wieder.“
„Ja, das ist wohl war. Aber nun musst du immer befürchten, dass ich plötzlich auftauche und dir wieder deiner Freiheit beraube.“
„Nun, dass denke ich nicht.“, sagte sie fröhlich.
„Nun, sei es drum. Jetzt bist du hier. Ich frage mich nur, wie lange.“
„Was soll das heißen?“, fragte sie verwirrt.
„Nun, du bist hier gelandet, weil du es gerne wolltest, aber sobald du fort möchtest wirst du fort gehen und dann sehen wir uns nur wieder, wenn ich dich finde.“
Während er dies gesagt hatte, hatte sich seine Miene deutlich verdüstert. Es schien ihm wirklich leid zu tun, dass er sie gehen lassen musste.
„Aber was ist, wenn ich einfach hier bleiben möchte?“
„Dann werden wir sicher auf andere Art und Weise getrennt.“
„Warum sagst du das? Vielleicht bleibe ich einfach hier, bei dir und niemand kommt.“
Sie verstand nicht, warum seine Worte sie so sehr aufregten.
„Das könnte natürlich sein.“, sagte er und ergriff ihre Hand. „Dann könnten wir zusammen bleiben.“
„Ja, dass könnten wir.“, sagte sie und ergriff seine Andere.
Da umfasste sie plötzlich eine Dunkelheit und um sie herum verschwand alles.

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