CFF: Achteinhalb

Picture from Seite 360 | I don't own this one!

Achteinhalbb oder auch Otto e mezzo ist einer der wohl bekanntesten Filme von Regisseur Frederico Fellini. Der Film aus dem Jahre 1963 stammende Film ist, überraschender Weise, der 8,5 Film des Regisseurs. Eine Anekdote besagt, dass Fellini nach seinen vorherigen Erfolgen extrem unter Druck stand und ihm daher nicht einfiel, worüber er einen neuen Film machen wollte.

Otto e mezzo erzählt daher die Geschichte des Reggiseurs Guido Anselmi, der nach einigen Erfolgen nicht weiß, wie sein nächstes Projekt aussehen soll. Daher zieht er sich in einen Kurort zurück, in welchem er auf allerhand skurrile Persönlichkeiten trifft. Immer wieder erzählt er von seinem Projekt, lässt riesige Kulissen bauen und verspricht Menschen Rollen. Dabei gibt er sich immer wieder Tagträumen hin. Unter dem Druck von Außen und seinem eigenen Unmut über seine Inspirationslosigkeit knickt Guido schließlich ein.

Anders als Guido hatte Fellini eine brillante Idee, die ihm neben dem Lob der Kritiker vor allem auch zwei Oscars einbrachte. Wie bei fast allen Fellini-Filmen überzeugt der Film nicht nur durch wunderbare Schauspieler (Marcello Mastroianni als Guido), sondern vor allem durch seine gewaltige Bildsprache. Die Szenen sind teilweise so überlaufen von Menschen, dass kein Freiraum mehr übrig zu sein scheint. Gleichzeitig entwickeln sich wundervolle Traumszenen.

Anders als der Trailer es vielleicht vermuten lässt, wird in diesem Film sehr viel gesprochen. Die Musik ist recht angenehm. Und das kommt von mir, einem Menschen, der italienische Musik wirklich nicht besonders gerne mag.
Auch mit heutigen Sehgewohnheiten lässt sich der Film gut gucken. Die Kameraführung ist angenehm und beweist, dass man nicht überall Wackelkameras braucht um einen guten Film zu machen.

Wer Fellini bisher nicht kennt, dem lege ich wirklich ans Herz sich einige seiner Filme anzugucken. Ein paar seiner Werke werde ich auch noch in dieser Kategorie vorstellen. Bis dahin kann ich euch nur empfehlen Le notti di Cabiria oder La strada , beide mit der äußerst bezaubernden Giulietta Masina, anzusehen. Oder auch Fellinis Beitrag zu Boccaccio 70 – welcher für die 0,5 von otto e mezzo zuständig ist – zu genießen.

Ein Gedanke zu “CFF: Achteinhalb

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